Objekt klein a Provinz Guerilla
21. September 2008
Agatha Wojceichowsk
Michel Nedjar
Micki Bauer hatte bei Maxim eine Ausstellung kuratiert. Diese war schön. Oben war Galerie, unten Clúb, dort wurde Slinky gespielt, Brunft und No Face Band und dort hing auch das Hochzeitsfoto von Slavoj Zizek und dem Unterwäschemodell. Am nächsten Tag kamen die Nazis, die hier in Köln nichts zu lachen haben. Der Kölner bildet sich mächtig viel ein darauf, gegen die Nazis zu sein, die Nazis ganz schlimm zu finden. Stell dir vor, die Nazis. Oh diese verdammten Nazis, ich faß es nicht.
Selbst Matumba war von zwei stark südländisch wirkenden Jugendlichen, die auf der Baumarkttreppe rumlungerten, in seiner Harrington-Jacke für ein Nazi gehalten worden. Das war bestimmt ein Nazi, flüsterte einer dem anderen zu.
Eißner-Schuh, Eißner-Schuh
Ich lieh mir das Auto und fuhr nach Oberberg, um mit der Mutter den Wald aufzusuchen. Als ich von der Autobahn das Aggertal herunterfuhr, erklang der alte Hit von Provinz Guerilla „Gummersbach“. Mit dem unsterblichen Refrain
Gummersbach – du liebenswerte Einkaufsstadt
Du gehst uns ganz schön auf den Sack
Ganz schön oder ganz schwer, das versteht man nicht. Die Strophen versteht man gar nicht, das ist wahrscheinlich Absicht. Das berühmteste Lied von Provinz Guerilla war das „Schweinelied“. Wenn Provinz Guerilla auftrat wurde eigentlich durchgängig im Publikum „Schweine!“ gerufen. Es war sehr beliebt. Bei Provinz Guerilla war es nicht so beliebt, denn sie hatten es bei Klischee (oder so, eine Band auf dem Korn-Live SAmpler, Hannover ca. 1981 glaube ich) geklaut, gaben es aber nicht zu, behaupteten, sie wären zumindest zeitgleich drauf gekommen. Es war auch egal, denn das Schweinelied war fantastisch gut.
Jeder hat das Schwein gesehen das dicke fette Schwein gesehen jeder hat das Schwein gesehn, das dicke fette Schwein gesehen, jeder hat das Schwein gesehn, das dicke fette Schwein gesehn und jeder hat gedacht: Ein Schwein! eins zwei drei vier. So ungefähr und dann ca. 60 mal wiederholt, bis jeder restlos zufrieden war.
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Die Heizperiode 08/09 beginnt
17. September 2008Veit Stoß
16. September 2008F schrieb:
gute nacht – schau dir mal die hirst auktion an. börse in den usa geht baden, weltweite finanzkrise sozusagen und die ser mittlerweile absichtlich gemachte kitsch (goldenes kalb!! he he) geht in die millionen und steigt. ich find das sehr gut so weil sich jetzt was beginnt abzulösen und es wird klarer dass manche kunst nur die spekulationsgelüste / geldanlagen etc von den ganz reichen befriedigt und das kann ja nicht alles gewesen sein. dh ich glaube es erwacht langsam ein gefühl dafür, dass man das gar nicht mehr richtig kunst nennen kann (auch die „sammler“ wissen das – kaufens aber trotzdem, weil es auch ein stück totes land sein könnte oder sonstwas.) – egal – dies ist der anfang vom absturz dieser scheisse und zwar interessanterweise dass sie (trotz bankencrash) doch noch weiter steigt. hirst er lebe hoch!
warum kann das nicht alles gewesen sein,
vielleicht kann es ja alles gewesen sein.
und dann
im zweifelsfall wird man doch gar nicht gefragt, das ist doch der Witz
funktioniert doch völlig unabhängig von – „uns“
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Was macht denn der Hirst mit dem ganzen Geld?
Sonntag
14. September 2008In meiner Straße steht eine Litfassäule. Erst fuhr ich mit der U-Bahn zum Bahnhof, weil da noch mein Fahrrad stand. Auf dem Weg zum Flohmarkt Riehler Gürtel kämpften diese gutausehenden Leute. In der Druckerei hatte ich einen netten Kollegen, der arbeitete in der Mittagspause, die Zeit vom Nachtisch bis zum Arbeitsbeginn, ca. 10 – 12 Minuten, täglich an seinem Kettenhemd, aus selbstgemachten Ösen. Er wollte sich irgendwann als Naturheiler, Schamane, Wünschelrutengänger etc. selbständig machen und nicht mehr als Mediengestalter in der Druckvorstufe arbeiten. Er hatte sich dafür schon eine Visitenkarte entworfen: Spökenkieker.
Die Besuchermassen strömten um viertel vor 6 aus dem Zoo. Aus dem Polizeiauto stieg hinten ein kleiner Junge aus. Wegen der Spongebob-Bettwäsche in Helenas Ausstellung im Montgomery kaufte ich mir einen Spongebob. „Einen Spongebob bitte.“ Und band ihn hinten ans Fahrrad, hatte Angst daß er abreißt, nahm ihn fest an die linke Seite und lenkte mit rechts. Dann brachte ich ihn auf den Balkon vom Arbeitsraum und freute mich die ganze Zeit, ihn anzusehen. Meine neuen Skulpturen waren nichts geworden. Zum Abendbrot gab es Pomm Fritt.
Erbware mit Hautresten
11. September 2008Hölle, wo ist dein Sieg
8. September 2008Lesung bei der Heilsarmee aus Gedichtfragmenten und dem neuesten Roman. Keiner hat richtig hingehört. Sie werden alle sterben.
____________________Morgen: Josefine die Sängerin oder Das Volk der Mäuse (1924)
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8.9.08 Unverlangt eingesandt:
Dieser Mann, der mir seit vielen Monaten früher fast täglich, jetzt etwas sporadischer und wahnsinnig lustig Viagra-Werbung, mit links die ins Leere laufen versehen mit noch lustigeren Rätseln schickt unter verschiedenen Namen und Emailadressen, Flaherty Barrie, Bynam Nisch, Bleich Siedlik, Pretti Tator, von der militaristic oder iconoclast.org, dieser unheimlich kreative Mann, der die Öffentlichkeit und das offene Wort so schätzt, soll sagen was er von mir will, aber noch lieber mich einfach bitte endlich in Ruhe lassen. Danke.
Ich verstehs auch wirklich nicht. Solange durchzuhalten damit, warum, macht der das mit anderen auch, sitzt der dann nachts zu Hause und reibt sich die Hände: schon wieder die Frau geärgert mit Viagra-Werbung. Da kann sie sich mal schön ärgern. Mach ich morgen wieder. Dann ärgert sie sich wieder, au ja so mach ichs. Und dann ruf ich die an und sag nix, dann ärgert die sich nochmal. Ist das ein Spaß. Ein erwachsener Mann über 50. Nicht peinlich hat man dich empfunden, schön wärs, immer nur eklig. Nicht peinlich, nicht gefährlich, immer nur lästig, schmierig, eklig, häßlich. Oh nee, da isser wieder. Man macht die Augen zu und hofft, daß er weg geht, aber da sitzt er noch immer und glotzt und hofft auf Ansprache.
9.9.08 Schnuffis Abenteuer. Dann habe ich überlegt wen anrufen zum Kaffee trinken, paar Takte talken und mein ganzes Telefon durchgesehen und die man vielleicht anrufen möchte, wohnen meistens nicht in Köln. Herr Wie bitte, heißt so der kleine Freund vom dicken Schnuffi? der den Schnuffi immer warnt. Nein, Schnuffi, nicht! Und die kleine Maus, die in jedem Comic-Strip eine Flasche Wein austrinkt. [nochmal alle durchgesehen; sind von heute aus nicht mehr gut zu nennen, fürchte ich.]
20:58 Spammer imitieren Spam, Politiker imitieren Politik, Lyriker imitieren Lyrik. Insofern stimmt eigentlich alles. – Darüber habe ich allerdings heute sehr gelacht, wie Hubertus Heil eine Horde Orang-Utans in der SPD-Zentrale empfängt und sich über die Herausforderung freut, mit ihnen Zukunft zu gestalten. / Sonst: gehe ich Recht in der Annahme, daß man eines Tages denkt: es ist jetzt gut, ich hab genug gesehen, kann eh nichts ändern, kann jetzt auch gehen. Und daß das aber nicht erst mit 80 oder 90 soweit sein wird, sondern in 1 oder 2 Jahren bereits dieser Fall wahrscheinlich vollkommen eingetreten wird seyn. Halbes Jahr. Maximal 3 Monate.
2:19 Eben beim Fanta holen hatte unmerklich Regen eingesetzt, ganz warmer Regen in warmer Luft, ideales Pilzwetter, dachte Alraune die Meerkatze mit dem unergründlichen Blick und leckte sich die Haare ab. Dann dachte sie an Fetzer, der ihr das Bild geschickt hatte, wo sie so unglücklich schaute und dazugeschrieben hatte, er werde diesen wunderbaren Abend nie vergessen.
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danke für den artikel mit den heizerbienen wußte ich nicht, hab ich aber wohl auch. wusstes du das, tod wo ist dein stachel, hölle wo ist dein sieg aus einem versammlungslied ist. einen schönen tag
1.Korinther 15,55, schlag ich grade nach. Der Spruch begleitet mich schon mein Lebtag lang. Immer wenn man ans Grab ging, von unten her, vom Weiherplatz, kam doch da so ein heller Obelisk, wo das eingeritzt war, und ich weiß noch, wie ich gerätselt habe jedesmal und jahrelang, was das wohl heißt. Besonders über das Wort Stachel. Die Grabstätte eines Wiehler Pfarrers, glaube ich, rund angelegt mitten auf dem Weg Richtung Leichenhalle.
Ich dachte natürlich, das wäre eine echte Frage. Wo sitzt beim Tod der Stachel? Woran hat die Hölle ihren Sieg? Für ein Mädchen von 7, 8, 9, 10, 11, 12 Jahren schwer zu sagen.
All die unbeantworteten Fragen. Da spinnt man sich dann allerhand aus.
Können und Gekonntes oder ein Welches?
4. September 2008Problem der Extremdurcharbeitung
Kippe zum Ekel
Einer Frau von der Heilsarmee, Niederländerin, 70, tat es sichtbar weh, als ich ihr sagte, ich sei ZU FAUL um mir aus dem zweiten weißen Bettbezug einen passenden Kopfkissenbezug selbst zu nähen, weil keiner dabei war. Das – solle ich doch nicht sagen, zu faul. Doch!, quälte ich die Frau weiter, ich sei nicht nur zu faul, ich könne das auch gar nicht wirklich, nähen, Handarbeiten, keine Lust, keine Geduld, meine Nähmaschine stünde schon ewig rum, schwergängig, voller Flusen. Läg im Bett und söffe lieber. Täte gar nichts, kinderlos. (Muddi liest es, glaubt es.)
Mit der Unterzeichnung des Vertrages erklären Sie sich bereit zur Mitarbeit, zum Schweigen, zur stets freundlichen und loyalen Sekretärin zu verkommen. Der Wuffi hat recht: sie höhlen einen von innen aus, man merkt es zu spät. Dazu der Ärger mit der sich immer wieder ausschaltenden, sich selbst kappenden Verbindung, verstehe nicht, steht doch auf Dauerverbindung. Immer wieder Router-Einstellungen überprüfen, neu konfigurieren.
Lyrikerin bei Vaginalverjüngung in der Dusche ausgeglitten
und sichs Aug ausschnitten
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morgen : Hatschepsut
(die Farben hier, Unterstreichungen etc., das hat sich selbst verstellt, ich weiß nicht wie)
I MÖCHT NAUS /WISPERN/ AUS MAIM MUND
2. September 2008Großes Festival der Lyrik-Darstellung
ergoß und ergoß und ergoß sich in sie
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3.9. Auch nicht schlecht gefaßt, in Bild und Text. Ich kenne Herrn Imdahl leider nicht persönlich, ich glaube er hat über Heidegger promoviert, „Das Leben verstehen“. Sehr gut. Jetzt Heilsarmee, dann Skulpturen. Neues Harz vom Bootsbedarf und lügen lügen lügen
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Ulf Stolterfoht
(um letzte zweifel auszuräumen): nicht nicht zu
unterlassen. nicht zu vergessen: vergessen. zu
hungern. es schlichtweg verrichtet. nähme sich vor:
zu schneiden das brot. vergißt es. wird nun (das
brot wird immer härter) zu schneiden nennen „sägen“
sein? sei eure rede bestenfalls ja ja / nein nein!
was ähnlich schwer zu klären ist: ob es vielleicht
wahrscheinlich gibt. tendenz: vielleicht. wahrscheinlich
nicht. doch damit steht man schnell allein. kommt also
nicht umhin „unding schlechthin“ als haben ding zu gelten
lassen. das brotlose des unterfangens: nicht nur nicht
nicht zu sagen / un zu tun. dann seine schönheit aber auch.
[fachsprachen IV/2/52]
ich empfehle das ganze Radiogespräch, 2002



























Am 13. September 2008 um 00:34 Uhr erster preis ist aber echt unheimlich toll, richtig unheimlich. und toll. in ermangelung eines besssereen andren worts, heimgekommen eben, mittem rad, und ohne kollisionen, was gut war, aber nicht wahrscheinlich, und in einen pelz, einen RIESENPELZ gehüllt, den mir die freundin gegeben hat, weil mir so kalt war, also, war ich ungefähr so groß wie ein denkmal als ich mittem rad nachhaus bin, und überall pelz, so fuhr ich doppelgesichtig mit dem immensen luftwiderstand eines denkmals, welcher sehr groß ist und kipplig, so groß eben wie obengenannter pelz, und gondelnd, aber stabil, wenn auch massiv. ich war sicher drei oder vier bären! und zwei oder drei flaschen außerdem! und all die härchen!!!! und war außerdem ein wendepelz, ich trug ab kreuzung XX den pelz nach innen! der kragen aber war innen und außen pelz wie eine riesenhütte! egal. zuhaus fiel dann der pelz einfach so runter, und die wärme, die immer noch da ist, obwohl ich ja aus dem monumentalen pelzdenkmal längst raus bin, dieses gefühl, das erinnert mich irgendwie an die evokative rückstrahlung von dem oben genannten ersten preis. wenn ich aber fehlliege, dann hätte ich gern KEINE haue. bitte.
Am 13. September 2008 um 13:45 UhrJa, das Leben in ständiger Angst jetzt. Sie brauchen es doch. Hören Sie auf. Ich hatte überlegt ob ich Ihnen zu nahe träte wenn ich sage, daß ich mir Sie vorstellte ausgestattet wie 4 oder 5 Bären auf dem Fahrrad, die zudem einen riesigen STURZHELM tragen. Ob ich das sagen dörfte. Ich würde gerne sagen was ich gestern gemacht habe, ich muß es rekonstruieren. Ich habe überlegt zu Ted Milton hinzugehen, hatte aber Angst vor Nerv-SAxofon und überhaupt. Die anderen Menschen überall, gefällt mir nicht. Besonders am Wochenende, wenn sie so verzweifelt umherrennen und telefonieren mit schlechter Laune. Ich habe den Verdacht, das geht die ganze Nacht. Bis man dann in so einer Abzieher-Ring-Disco landet wo alle aussehen wie Nutten. Alle. Und da rumstehen und warten, sich gegenseitig die Ärsche beglotzen und dann nochmal schlecht gelaunt telefonieren. Und wenn dann zwei schlecht gelaunt zusammenkommen, dan n wird alles so gemacht, wie sie es aus dem Fernsehen kennen und jeder dächte, der andere will das eben so haben, denn das ist Sex und so läuft es nunmal ab. Ist eben so, wird so absolviert. Es sieht halt aus wie das vollkommene Elend. Ich bin nochmal in den Arbeitsraum um noch kleinere Skulpturen zu machen, aber diesmal tat ich statt zuviel zu wenig Härter zusetzen und ich hockte stundenlang vor diesem Gebräu und wartete, bis es endlich reagierte. Alchemie. Aber es tat sich nichts innerhalb von 120 Minuten, sogenannte Topfzeit sonst 50 Minuten. Währendessen fuhren 4000 Bierbikes die Hahnenstraße hoch und runter und sangen: Nie im Leben, kleiner Peter, sind das 20 Zentimeter. Unten vor meinem Raum ein aufgedonnertes Pärchen, die sich die ganze Zeit laut schmatzend und hektisch küßten, so ganz blöd, es war schrecklich. Ich hätte am liebsten gerufen, sie sollten abhauen. Es sah auch nicht so aus, als mache es ihnen Spaß, aber sie hörten auch nicht auf. Was war da los? Unterdessen warf die zersetzte Kastanie, fest in den Fängen der Miniermotten, ihre Früchte von sich. Knall Knall, Aufplatz, Davonkoller. – Hatten Sie auch einen Chemiekasten? Ein leicht schales Vergnügen. Nachdem das Magnesium abgebrannt war blieb eigentlich nicht mehr viel zu tun. Aktivkohle, aha, okay. Und überall einen Streifen Lackmus reinhalten. Mit Kaliumpermanganat alles violett einfärben war nicht schlecht, schnell war der ganze Kasten und Zimmer verdreckt und ein Mikroskop wurde gewünscht. Da habe ich mir restlos alle – wie heißt das, wo das Präparat draufliegt? – hatte ich mir jedenfalls schnell alle kleinen Glasscheibchen zerstört, knirsch, weil man zu dicht mit dem – Objektiv? – drangedreht, drangefahren hatte, kurz bevor es scharfgestellt war, zerbarst das Glas und heiß wurden sie durchgetrennt, die intimsten Gedanken. Wie alle Scheiben kaputt waren war eben Schluß mit Mikroskop, die Lampe war ja auch schon hin. Achtung, keine Allegorie! – Ich habe geträumt ich wohnte nun in einer Art Holzbau mit rundherum Balkon und sehr schönem Ausblick. Ich war da richtig eingezogen. Ich kenne übrigens niemanden, dem ein Sturzhelm ähnlich gut steht, wie Ihnen!
Am 13. September 2008 um 23:08 Uhrbesten dank! ich war pferderennen in hoppegarten (die viererwette zahlte 200011 euro!!! auf zehn, leider nicht an mich…) und dann händel in potsdam. also georg friedrich. jetzt müd. ziesen sind auch alle.wir haben einmal mithilfe des chemiebaukastens von ralf d. ein feuer gemacht, glyzerin, kaliumpermanganat dazu, entzündet sich selbst, dabei fast das jugendzimmer abgefackelt… wir hatten das glyzerin auf dem deckel einer lackdose.. wobei die darunterliegende lackdose… und das dann per stichflamme.. und aber auch über die kunstlederaktentasche.. wie lava! ralf d. warf das ganze arrangement dann aus dem fenster in den vorgarten. leider ohne das fenster aufzumachen, dafür war keine zeit. einen eigenen hatten wir nie, das war wahrscheinlich ganz gut.p.s.: das zölibat macht mir nach wie vor große freude. ich kann es sehr empfehlen.
Am 13. September 2008 um 23:13 Uhr und natürlich trug das schlingernde bärendenkmal schutzhelm! muss ja, muss ja. helm muss uff alles druff. behelmte verben! behelmte erben!
behelmten gruß aus herzlich behelmten herzen, ihre a.i.
Am 14. September 2008 um 01:57 UhrIch dagegen war heute in Aachen. Da war ich zuletzt als Kind, wenn überhaupt mal. vorbei an der Malzfabrik Buir, Braunkohletagebau, Eschweiler. An der Bushaltestelle Hansemannplatz waren nur Betrunkene, Arme und Verrückte und der Bus Nr. 51, der zu den Claudius-Thermen fuhr wo der Kunstverein ist, kam und kam nicht. Ich dachte, daß die Leute hier auffällig arm und kaputt aussehen und dann dachte ich: das sind aber eben die Leute. Das ist, gehobene und Innenstadtbezirke ausgenommen, die Mehrheit, die arm und kaputt aussieht und andere Sorgen hat, als ihr Aussehen. Die auffällig von ihrer Lohnarbeit und Familiensituation Verbrauchten und Aufgerauhten sind der Normalfall, sind das Volk. Die Kunstvereinsbesucher dann natürlich wieder aus ziemlich anderem Holz, interessierte Bürger mit guten Manieren. Ein Wechselbad der Gefühle und die astreine Super-Nairy.Ich habe mich verlaufen und bestimmt 8 Leute nach dem Kunstverein gefragt, war schon auf der richtigen Straße usw. Auch in unmittelbarer Nähe, 100 Meter entfernt, konnte mir niemand sagen, wo der Kunstverein ist. Dabei ist er schön und gar nicht so klein. Ich kam zu spät zur Rede auf die Künstlerin Nairy Baghramian, die ihrerseits die 99jährige Janette Laverrière mit 2 neuen “Arbeiten” und den 106jährigen Henrik Olesen mit einer älteren präsentiert.