Hier spricht Ihr Pilot

Wir befinden uns genau über einer Gewitterzelle. Müssen mal kucken, wo wir durchkommen. Kann etwas dauern.
Was soll es für einen Sinn haben, Leute zu fordern, die selber gar nichts wollen. außer mitschwimmen.
19:30
Der sagenhaft sympathischen, mustergültigen Doktor Marianne Koch zum 95. Geburtstag. Geboren am 19.8.31 in München.

22.8.26 13:50
Unten macht sich ein schönes hellrotes Eichhörnchen an der Haselnuß zu schaffen. Die Mehlschwalben sind auch noch da und rufen sich Informationen zu. Jetzt Grollen und Verdunkelung, Sturzregen, SWR 4 und FAZ, Steffen Mau, Fallstricke der Diversitätspolitik, Waldhof Mannheim – Kaiserslautern. Der lustig aufgedrehte Albrecht von Lucke. Vom Bett aus aus drei Fenstern gleichzeitig schauen. Blitze, Donner. Leuchten. Was will man mehr.
24.8.26
Beobachterfreiheit
Zeitgeschichte am Vormittag. Vor 25 Jahren. Vorlesung von Sloterdijk, SS 2001 in Wien. „Ästhetische Positionen – Von Heidegger bis Luhmann“
Teil 10
Künstler sind Produzenten von Unterscheidungen und lassen sich dabei beobachten. – Welterzeugung durch ein System von fortgesetzten Unterscheidungen.

Reflexionsmehrwert in der Betrachtung selber freisetzen.
Reflexive Hochform als Belohnung.
„Form ist das, was entsteht, wenn Unterscheidungen akkumuliert werden.“
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Der Schwurheilige von Luhmann sei ein gewisser George Spencer Brown.
Kalkül der Form. Laws of Form
Form-Mantra:
„Draw a distinction.“
to draw heiße, mit einem spitzen Objekt einen unverletzten Zeichenträger zu verletzen.
GSB fordert Sie auf, die Welt zu verletzten. Welt ist der tranzendentale Rahmen für Verletzungen, Unterscheidungen. Schule der Gewaltbereitschaft. Den unmarkierten Raum markieren, to draw.
Hier ist es gut, wenn man ein bißchen Nietzsche gelesen hat, vorher, sagt Sloterdijk, um zugeben zu können: soviel Gewalt muß sein.
Am 25. August 2026 um 12:28 Uhr
Gestern erst die Mehlschwalben, dann die softness der Wolkenbildung und später den über 3/4 vollen Mond durch mein Fernglas betrachtet. Die scharf abgegrenzten dunklen Krater. very unfamiliar
jetzt nochmal das ehrgeizig formulierte, unterhaltsame Sloterdijk Interview von 2014. Swami Peter
https://www.sueddeutsche.de/magazin/wissen/man-denkt-an-mich-also-bin-ich-szm.80778
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der Wunsch, in ein irgendwie konsequenteres Denken zu kommen. In ein handelndes Denken.
Was soll das sein, Michi?
Am 25. August 2026 um 12:41 Uhr
„Im alten Indien hingegen gab es effektiv eine spirituelle Sexualpraxis, für die man sich auch im Westen interessierte, obwohl sie in unsere Welt kaum übersetzbar war – diese berüchtigten tantrischen Verfahren, die auf extremer Verlangsamung, hoher Zurückhaltung und respektvoller Ritualisierung beruhen. Davon halte ich übrigens nach wie vor sehr viel. Im Licht von Experimenten neige ich zu der Behauptung, dass neunzig Prozent der Sexualität, die hier als solche aufgefasst wird, nichts anderes als eine öde Rammelei bedeutet. Dass bei uns die meisten Männer, sogar die klügeren wie Arthur Miller, Philip Roth und andere Bett-Matadore, aus dem Stadium des grenzdebilen Rammlers nie herauskommen, ist die reale Tragödie unserer Kultur.“
nice
Am 25. August 2026 um 13:32 Uhr
SWR 4 Nachrichten
„Ein 33jähriger ist nackt und ohne Erinnerung in Katzenellenbogen auf einem Feld aufgewacht.“
Am 25. August 2026 um 18:05 Uhr
bin weiter ein bißchen bei Sloterdijk, habe seine Texte, als schlechte Leserin, nur am Rande – durch Skandälchen – wahrgenommen. nicht studiert.
Die Sendungen mit Safranski, Das philosophische Quartett, 2002 – 2012 meistens verfolgt, ihn da als eher eitel/säuerlich/ausgestellt empfunden. Why not.
[werde mein Urteil überprüfen. Anhand der letzten Sendung der Reihe. Nr. 63, „Die Kunst des Aufhörens“
mit Michael Krüger und Martin Walser, 2012]
Im deutschen Fernsehen fehlt Das Philosophische Quartett, Das Soziologische Quartett, Das Psychologische Quartett, Das Kunsttheoretische Quartett
arte-Doku/Gespräch von 2025, eingängig
https://youtu.be/IioBISm9Rao?si=ixyFR4r8apygbUDy
Freude über die Husserl-Erwähnung am Ende des zweiten Teils.
epoché
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Jedesmal, wenn die Rede von „Der Mensch“ ist, denke ich an Professor Janssen. „Der Mensch ist so und so“, wie er das gehasst hat, so zu sprechen.
Der Mensch zu Zeiten der Stoa ist nicht Der Mensch zu Zeiten von Duns Scotus ist nicht Der Mensch zu Zeiten von Hegel ist nicht Der Mensch zu Zeiten von Elon Musk.
Welcher Mensch? Der Mensch als römischer Kaiser, Der Mensch als Sklave in Amerika, Der Mensch als ukrainische Leihmutter?
Am 28. August 2026 um 11:54 Uhr
re-reading „Akademie“ 1995
Quellenstudium
https://circuitsandcurrents.info/akademie/start.htm
Eigenheitstexte. Meilenweit entfernt von KI
und auch von TZK
Am 28. August 2026 um 15:03 Uhr
heute versucht, mich selber auszutricksen, indem ich mir Arbeitsklamotten angezogen habe. Leider auf den Trick nicht reingefallen.
Tobi Müller über Slacker in der WOZ und vom Kollegen an Linklaters Slacker-Film erinnert worden. 1990
Das waren ja eher keine Leute, die sich aktiv gegen ein „System“ gegen den „Staat“ gestellt und irgendein Gegen organisiert haben. Sich nicht nur verweigert, mitzumachen, sondern gar nicht mitmachen k o n n t e n. Exekutive Funktion: mangelhaft. Nur genervt von allem, irgendwelchen Aufgaben. Nur damit beschäftigt, dem zu entgehen, abzuwehren, was andere an einen herantragen. Sich hinschleppen, nur das Nötigste tun und außerhalb von Reichweite bleiben.
Und daß es damit nie aufhört, Freunde! kann ich euch versprechen
Man ist nicht faul, man kriegt nur nichts geschafft!
man muß überlegen, was genau zu tun ist und dabei die Wolken im Auge behalten.
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