das Thomalla-Buch ist in der ersten Hälfte gut, Sounds, Spex, Titanic auch noch, bis es dann wechselt zu den sich gegenseitig hochjubelnden Boys, die sich gern bedienen lassen. Gastronomie, wer hat welches Hemd, schickes Auto = geiler Typ. Abfuck.
Wenn ein Bild vermitteln kann, daß es wirklich genau angeschaut werden will, ist es vermutlich (schon ganz) gut.
Lanz. Paul Ziemiak ist erst 40 Jahre alt. Ich bin 18 Jahre älter als Paul Ziemiak. Paul Ziemiak sieht aus wie ein 40jähriger zu Beginn der 60er Jahre.
Gut wollen wir demnach eine Arbeit nennen die uns sagt, daß sie weiß, daß sie unter Umständen sehr genau angeschaut werden wird. Damit rechnet, dieses will. (Von Einzelnen, die das betreiben. Egal wie klein ihre Anzahl sein mag.) Einer Arbeit anzusehen, daß sie so gemacht worden ist / wie sie gemacht ist / dafür gemacht worden ist. Erhebendes, tröstliches, produktives Gefühl.
1.3.26
Wußten Sie schon…?
…daß der bürgerliche Name von Fritz Zorn Fritz Angst war?
1976 32jährig gestorben.
Nein, das wußte ich nicht!
Fritz Zorn MARS hat auf mich als junge Frau bzw. Teenager den allergrößten Eindruck gemacht. Sicher 3 x ganz durchgelesen und jetzt Lust, es nochmal zu testen. Wahrscheinlich immer noch seine große sprachliche Berechtigung. Man hatte mit dieser Welt gar nichts zu tun – die Reichen, die Superverklemmten, die Zürcher Goldküste – mit den Empfindungen und dem Ausdruck des Autors (als Nicht-Literaten), umso mehr.
Auffassungsgabe, Umsetzung
Leserzuschrift*
Beim Auffalten der Markise eine größere Gruppe verschiedenartiger Marienkäfer aus dem Winterschlaf geweckt. Die Familie der Coccinellidae versammelt 6000 Arten und frißt allein in ihrer Larvenzeit 3000 Blattläuse und Spinnmilben. Los gehts.
[12:14, 2.3.2026] ohje, wenn England jetzt schon beim Kriege mitmacht. [12:16, 2.3.2026] Dann geht es wenigstens schneller. [12:17, 2.3.2026] … bis sie uns haben! [12:17, 2.3.2026] Ja. bald.
Im PENNY Klosterneuburger Straße kommt Mütterchen Rußland auf mich zu und redet russisch mit mir. Leider spreche ich kein russisch, nur 3 Sätze. Ja ne gavarju par-russki, izwenite. Ja ne znaju. Ja ne panemaju. – Das ist nicht schlimm. Kuck mal hier und hält eine Packung Gehacktes hoch. Ich soll mitkommen um die Ecke und ihr bestätigen, daß es sich um Faschiertes vom Schwein aus dem Sonderangebot für 4,99 kg handelt. – Da? – Da! – Spasiba! – Paschalsta!
rundherum russisch plötzlich spricht man selber auch russisch, wollte ich sagen
hearings gestern und heute
Morgen und übermorgen Diplomprüfungen
Befragung der ALMA MATER
Wer bist Du?
° °
Sonntag, 18.1.26
Wichtigste philosophische Übung von sich absehen können. Dafür muß man sich erstmal kennen. lernen
Essay und Diskurs Kanon dröge Anmutung. Machtwechsel mit Dagmar Rosenfeld und Robin Alexander läuft gut rein; dazwischen Ossi-Wessi Jugendlichen-Gespräch im Spiegel
Heute letzter Tag Verborgene Moderne. Bettzeug und alle Kissenbezüge waschen, Wäsche aufhängen, hinfahren mit dem Bus 5B und der U2.
18:30 sehr gut besucht. Katalog ausverkauft. Schon lange! sagt der Mann an der Kassa.
Als Schatten der nicht weichen wollte ein jüngerer Mann mit weißem T-Shirt, sehr kurzem Haarkranz, schmalen ledernen Hosenträgern und nicht zu erschließenden Tätowierungen/Tattoowierungen. Leicht unheimlich und interessant. Gleichzeitig loswerden und ansprechen wollen. Beides sofort.
Mir gefielen besonders die kleinen Munch-Fotos, die Malerei von August Strindberg und Frantisek Kupka.
In der Buchhandlung Walther König im Museumsquartier hielt ich Ausschau nach meinem eigenen Katalog, verstohlen, wie gesagt werden kann, weil ich wissen wollte, was er kostet. Sah aber keinen und wollte nicht danach fragen.
[der hohe Preis ist mir peinlich. ich kann nichts dafuer. hatte auf unter 50 spekuliert]
_______________________________ 23.1.26 Bald sind Winterferien. Dann Malen für England.
25.1.26 Dem Entstehenden frühestmöglich eine Eigenverantwortung anbieten. In der Hoffnung, daß es sich selbst vorantreibt, mehr weiß oder auch will, als ich. Über mich hinaus anders wird als bisher.
Wir bleiben in Kontakt.
26.1.26 Draußen ist es wie in Der Eissturm von Ang Lee.
Es gibt Leute, die richtig schnell Fahrrad fahren, in der Mitte der Straße, auf dem gefrorenen Kopfsteinpflaster. – Alle Achtung.
Spektakel — Das kleine Auto wird abgeschleppt, anscheinend weil es etwas zu nah am Behinderten-Parkplatz gestanden hat, ohne dabei die Markierung zu berühren. Genau observiert. Der Parkplatzinhaber wohnt nebenan, Nachbar, hat den Unterschenkel verloren und reagiert leicht aggressiv. Pocht auf sein Recht.
verständlich traurig
Tür um 13 Uhr 28
Painting from sensation
ich lese ein Malcolm Morley Interview, denke über Psychoanalyse nach und liege auf der Liege bei Frau Remmler in der Eburonenstraße. Vor zirka 20 Jahren. Ich erzähle irgendwas, sie sitzt hinter mir mit ihrem Schreibblock neben dem leicht deprimierenden ficus benjamini im Korbstuhl, sie fängt an zu lachen, sie lacht sehr schön, dann muß ich irgendwann auch lachen, werde immer alberner, krümme mich vor Lachen. Sie ruft: Sehen Sie, so vertreibt man Geister!
31.12.25
Die erfüllende Aufgabe, ein Feuer zu bewirtschaften. Feuer, Radio, Kohlmeisen.
Neujahrsansprache von Bundeskanzler Merz. Ton aus
NDR Tratsch im Treppenhaus, 1966
Silvesterpunsch, 1973
Beatles auf phoenix: „The sheer volume of inventions.“
Zeitgeschichte Köln, Cologne in the 1990s and now, Panel, Art Cologne November 2025, hosted by Hannes Loichinger with Andrea Fraser, Monika Sprüth, Isabelle Graw, Christian Nagel and Diedrich Diederichsen
______________ Zappy: Was Fraser sagt leuchtet mir ein … Nach dem etwas wirren Teil von Sprüth… Das es Fragmente sind die gar nicht mehr unbedingt etwas miteinander zu tun haben (wollen??) . Die Akademiker die Geschäftemacher die Kuratoren etc Min 55
Du hast Folgendes gesendet: ja. hat sich voneinander entfernt und unabhängig voneinander Blasen ausgebildet. die sich nicht mehr aufeinander beziehen. im Sinne eines Ganzen. [Das Feld] Fraser clear
Zappy Am Ende ganz versöhnlich… Genau: raus ins Live Wien könnte das aber schon leisten dachte ich mir währenddessen Läuft hier auch bisschen so
Du hast Folgendes gesendet: Diedrich gegen Ende: Kölns Psychogeografie verhindert Fragmentierung. hatte das Erlebnis letztens noch. man geht in die Albertusstraße zu JUBG eine Reena Spaulings Show ankucken und dann 30 Meter schräg über die Straße zu Buchhandlung Bittner, nochmal 40 Meter schräg andere Seite ist König, um dann 500 Meter weiter zum Kunstverein zu gehen und daneben gleich Neu Cöln bei Stoff Müller. das ist schon angenehm. dicht
[eingebettet in, bzw. getragen von den vielen ewig nachwachsenden harmlosen Normal-Kölnern]
Leider ist die Akademie in Wien kein Ort, an dem ich mich besonders gern [länger als nötig, s. Architektur] aufhalte. leider leider ein lässiger Treffpunkt muß her. am besten ohne Konsumzwang [und mit Fenstern]
Zappy Hätte die Frage gestellt ob es nicht auch eine spezifische Altersfrage ist. Alle versammelten kommen in ihren 20ern in eine neue Stadt… So verhält man sich halt in diesen Jahren, läuft rum, ist offen, hat gerade eigenes Leben, alles interessant etc … Das fällt dann zusammen auch mit einer Stimmung von „einem Erwachsen werden Deutschlands“ sozusagen Mauerfall Souveränität jenseits von kalter Krieg: what’s next!? …das trägt natürlich zur Relevanz Bildung der eigenen „Formativen Jahre“ bei
Du hast Folgendes gesendet: ja bestimmt alle waren jünger und fluider…
Zappy hat dir geantwortet Ja … Aber es muss den Leuten auch klar sein das Kunstakademie nicht per se Kool ist, sondern erstmal Schule
Du hast folgendes gesendet
… und hatten selbstverwaltete Dinger am start, die was wollten. Magazine, Ausstellungsspaces etc
ahja, Isabelle sagt das auch nochmal. Treffpunkte auf der Straße, in Cafés {Außerhäusigkeit}
no dinner invitations
Zappy: … Geh morgen in die Uni zum deleuzianer Tag
Bearbeitet mir ist noch eingefallen: zwischen 20 und 30 hat man noch nicht soviele enttäuschende Erfahrungen mit Leuten gemacht, ständig ist alles neu, das kennenlernen macht Spaß und ist nicht unbedingt verbindlich, man hat auch Wünsche, bestimmte Leute näher kennenzulernen, weil man ihr Werk toll findet usw., das ändert sich über die Jahre. Die Leute, denen man nicht über den Weg laufen will werden mehr, weil doch einige dabei sind, die man nicht toll findet und ausgerechnet die am meisten auftauchen
Zappy Ja und alle haben gefühlt auch Zeit für alles mögliche Hab gerade noch reingelesen in theweleit „Ghosts“ weil das hat mich erinnert… Da erzählt er vor 68 Sozialisierung rein ins „abstrakte Radikale“
Du hast Folgendes gesendet: es gab damals auch Leute, die sich für sehr wichtig hielten und die hatten auch nicht unbedingt Zeit, da war strenge Taktung, weil ja vielleicht immer noch irgendein anderer wichtiger war. working the room
__________________ EH
„Nobody could cook“
Antworten
ME wrong
Cosima hat sehr gut gekocht z.B.
EH Isabelle sagt das ganz am Ende. Kam mir wie eine treffende Zusammenfassung vor, so als Witzle. Bei Cosima war ich natürlich nie zum Essen eingeladen. Dass sie gut kochen kann, überrascht mich ein bisschen, aber kann schon sein.
ME ja ich weiß, daß Isabelle das sagt und sie hat auch recht damit, daß es gut war, daß man sich draußen, außerhäusig und zwangsläufig traf, aber innerhäusig, unspektakulär, wenn man lange genug da war, fing auch irgendwann einer an zu kochen, beiläufig, und ein anderer holte Getränke. [noch mehr Getränke!]
Eigentlich nach Aachen fahren wollen, aber sehr schlecht zu lösen von meiner Aussicht hier. – Vielleicht morgen! Amy Sillman, Rochelle Feinstein, Tim Berresheim. Mittelaltersammlung im Suermondt-Museum.
10.9.25
curated by
gestern schwimmen in der Neuen Donau. 24 Grad, schönste Laune. Einen guten, einsamen Platz gesucht, schließlich gefunden und als ich ins Wasser gehe und meine Schwimmflossen anlege, steht da wie aus dem Nichts ein grienender Mann, ruft HALLLLOOOOO! und beginnt sofort sich auszuziehen. Zuerst behält er die Unterhose an, kuckt nochmal, zieht dann die Unterhose auch noch aus und setzt sich, unter aufrecht erhaltenem Blickkontakt, mit seinem Sack und Pipimann – gibts doch gar nicht! – direkt neben meine Hose.
bin gespannt, wie lange er das durchhalten kann (allein das Pensum)
Glück auf!
28.9.25 Deodora Butz durchquerte die Halle, als schräg die Nachmittagssonne durch das Glasdach auf ihren gut sitzenden Einteiler fiel. Sie würde Benskon Travert erst gegen 18 Uhr treffen und beschloß zum Café Matern zu schlendern, um dort bei einer Tasse Houbè auf ihn zu warten. – Sie verstand euch nicht. Oder doch, ein kleines bißchen?
ich lese es parallel mit deepl, weil ich nicht so gut englisch kann und überlege dann, ob deepl richtig übersetzt hat. kompliziert!
aber ich halte den – Sean Tatol – für den einzigen ernstzunehmenden Kunstkritiker der Gegenwart. {unter anderem, weil er sich für Kunst interessiert!} lese gerne seine kurzen Kritiken. (hatte mir 4 Sternchen für meine Reena-Ausstellung erhofft, es gab aber nur 3.5. Zwischen okay und good. https://fundamentuminre.wordpress.com/2025/04/22/22652/ ) °°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
ich glaube, mit Picabia hat er recht. Bei Rosemarie Trockel habe ich Schwierigkeiten mitzugehen, weil mir das, ihre „Arbeit“, nicht viel bedeutet. [länger nichts gesehen. vielleicht müßte man sich dem länger aussetzen. – oft eher:. einem etwas nahelegen wollen. und eben nicht: rätselhaft]
ich habe den Studenten die Passage unten geschickt, das finde ich einen guten, schwebenden Ansatz für die Praxis, bzw. meine ich, da mein eigenes Vorgehen, oder Vor-Einstellung zu erkennen, haha:
If we can accept that the enigmatic is at least in some way valuable to artistic accomplishment, then we begin attempting to address what that enigma is. The two questions here are, first, what it is that artists pursue in their resistance to interpretation, and second, by what means do they resist interpretation. The answer to the first is, unsurprisingly, enigmatic. No artist knows precisely what they’re doing because artistic decisions are imprecise and instinctual, driven by a prelinguistic impulse that’s present in all but the laziest and most cynically instrumentalized artworks. It’s possible to give that impulse a name, however, which we can call the idée fixe. This is not just obsessiveness, but a specific investment in one’s artistic practice that takes the artist beyond the idée reçue, the established, conventional idea of art that characterizes contrived or otherwise uninspired forms of art. It isn’t creativity, or inspiration, or self-expression, or individual „genius“, although it isn’t entirely unrelated to any of those concepts. A sense of personal style is a sort of analogue, as is morality. Perhaps the closest comparison would be the muse if considered as the abstract force implied by the concept, removed of any romantic or mythological connotations. More loftily, it’s a term for what drives dialectical self-criticism, an outside influence that generates the artistic subject. The fundamental quality of the idée fixe that makes other terms inadequate is that it is outside of the artist and precedes them. It functions as a precursor, an intuition of something larger than oneself that leads the artist to mold their subjectivity and way of life to accommodate the possibility of realizing works of art. Naturally, it’s impossible to disentangle the contingent assemblage of coincidental influences, inherited traits, and practical considerations that go into an artist’s development, but the drive to be devoted to art’s internal logic as something immanent to itself and beyond (but not necessarily in direct opposition to) the desire for fame, money, or posterity is fueled by this preexisting force that can’t be cogently taught or acquired but also isn’t inherent to the individual. If the idée reçue delimits the space of contrived, normative, known, and/or careerist art, the idée fixe is the force that keeps artists of talent within the sphere of the enigmatic, unreconciled to the familiar and dedicated to art’s own nature.
deepl übersetzung: Wenn wir akzeptieren können, dass das Rätselhafte zumindest in gewisser Weise für das künstlerische Schaffen wertvoll ist, dann beginnen wir damit, uns mit der Frage zu beschäftigen, was dieses Rätsel eigentlich ist. Die beiden Fragen, die sich hier stellen, lauten erstens, was Künstler mit ihrem Widerstand gegen Interpretationen eigentlich erreichen wollen, und zweitens, mit welchen Mitteln sie sich gegen Interpretationen wehren. Die Antwort auf die erste Frage ist, wenig überraschend, rätselhaft. Kein Künstler weiß genau, was er tut, denn künstlerische Entscheidungen sind ungenau und instinktiv, getrieben von einem vorsprachlichen Impuls, der in allen Werken vorhanden ist, außer in den faulsten und zynischsten instrumentalisierten Kunstwerken. Es ist jedoch möglich, diesem Impuls einen Namen zu geben, den wir als idée fixe bezeichnen können. Dabei handelt es sich nicht nur um Obsessivität, sondern um eine spezifische Investition in die eigene künstlerische Praxis, die den Künstler über die idée reçue hinausführt, die etablierte, konventionelle Vorstellung von Kunst, die gekünstelte oder anderweitig uninspirierte Kunstformen charakterisiert. Es handelt sich dabei nicht um Kreativität, Inspiration, Selbstdarstellung oder individuelles „Genie“, obwohl es nicht völlig unabhängig von diesen Konzepten ist. Ein Sinn für persönlichen Stil ist eine Art Analogie, ebenso wie Moral. Der vielleicht treffendste Vergleich wäre die Muse, wenn man sie als die abstrakte Kraft betrachtet, die hinter dem Konzept steht, ohne jegliche romantische oder mythologische Konnotationen. Etwas hochtrabender ausgedrückt ist es ein Begriff für das, was dialektische Selbstkritik antreibt, einen äußeren Einfluss, der das künstlerische Subjekt hervorbringt. Die grundlegende Eigenschaft der idée fixe, die andere Begriffe unzureichend macht, ist, dass sie außerhalb des Künstlers liegt und ihm vorausgeht. Sie fungiert als Vorläufer, als Intuition von etwas Größerem als sich selbst, das den Künstler dazu bringt, seine Subjektivität und Lebensweise so zu formen, dass er die Möglichkeit hat, Kunstwerke zu schaffen. Natürlich ist es unmöglich, die zufällige Ansammlung von Einflüssen, vererbten Eigenschaften und praktischen Überlegungen, die zur Entwicklung eines Künstlers beitragen, zu entwirren, aber der Antrieb, sich der inneren Logik der Kunst als etwas Immanentes und über das Verlangen nach Ruhm, Geld oder Nachwelt Hinausgehendes (aber nicht unbedingt in direktem Gegensatz dazu) zu widmen, wird von dieser bereits vorhandenen Kraft angetrieben, die nicht überzeugend gelehrt oder erworben werden kann, aber auch nicht dem Individuum innewohnt. Wenn die idée reçue den Raum der gekünstelten, normativen, bekannten und/oder karriereorientierten Kunst begrenzt, ist die idée fixe die Kraft, die talentierte Künstler im Bereich des Rätselhaften hält, unversöhnlich gegenüber dem Vertrauten und der Natur der Kunst selbst verpflichtet.
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Von Heubach habe ich nochmal das nachgehört. sachlich, uneitel. [ungeschwätzig] Schöne Redeweise.
(Den Salber und seine Gestaltpsychologie, von dem so viel die Rede ist, fanden zu meiner Studienzeit die Leute eher lächerlich. „Da gehter wieder mit seinem Lederbützchen.“ – mir ist das immer gut [rheinisch] reingelaufen. auch nicht schwierig zu verstehen.)
Hier scheint die Sonne. ich will im Garten was malen für Josef Strau auf dem neuen Tisch. Der „kuratiert“ was in Wien im September.
schönen Tag!
Der neue Tisch
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13:58 Wiehl ist in einer Zeitkapsel gefangen. I like it! I could stay here forever
Beflügelt von der Fahrradfahrt und von der Kunstkritik: nur das offene Gespräch bringt einen weiter. Das offene Gespräch führe ich aber eigentlich nur/hauptsächlich mit mir selbst. Es müßte auch mit anderen möglich sein, und das war es ja auch schon, in der Vergangenheit. Vertrauensvorschuß
Das öffentlich gemachte Gespräch ist nochmal was anderes. Aus dem hoffentlich interessanten offenen Gespräch ein hoffentlich interessantes öffentliches machen – mit welchem Ziel? Man kann nicht offen und strategisch gleichzeitig sprechen. Also ich nicht.
kolibriartig fliegende Zaunkönige in den Augenwinkeln, unten am Holunder.
Die Mehlschwalben sind auch noch da, wenn auch der größte Anteil nicht bei uns wohnt, sondern vielleicht in Hengstenberg. Von den zwei künstlichen (Gips-Sägemehl?)-Nestern am Haus, wurde nur eins zögerlich von Schwalben bezogen und Nachwuchs erzeugt. Im Nachbarnest hatte sich zuvor schon eine schwach gezeichnete Wespen- oder Wildbienenart einquartiert. – Konnte mir nicht vorstellen, daß das lange gut geht. Scheint aber irgendwie gut gegangen zu sein! Keine Angriffe verzeichnet.
14.6.25 Ende Juni: Klassenfahrt nach Tallinn. Wer bin ich (als Künstlerfigur)? Wer will ich sein? Konzentriert euch vorläufig auf die Anreise. ° hast du mittlerweile einen Überblick, wer alles mitkommt? würde mir die Gruppe gerne imaginieren.
Ist Kunst der Versuch, sich unsterblich zu machen? Nein. Kunst ist der Versuch, zu leben
15.6.25 Können wir meinen Katalog bitte endlich einfach drucken lassen? ° ° Es ist so /white|weiß. Spüren Sie die Echtheit. Toffifee, Raffaello, Puffreis
We did bortolozzi Installation today. Very nervous. Helpful Boys. Looks better than i expected. Worked crazy hard with no ideas, no spirit. Strange experience. Maybe i should stop painting. paint more often Greetz from Berlin
Auguste
° °°°° ° °°
° °°
[1.5., 01:12] Damn you break through for bortoloozi .
Amazing . Now I see
We need that too
Basel
I’m so jealous it’s not funny
[1.5., 11:54] Haha! Gallerist!
I m nearly dead!
Have mercy on your artist.
p{l}eace
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2.5.25
Titelfindung zäh jetzt froh damit ja!
Partner, (meuble) 2025 Lacquer, shellac-ink, spray-paint, graphit on pleather 211cm x 131 x 3 cm
Rantner, wir offerieren täglich bis zu 40.000 hate-impressions mit unseren Rantnern im Forum, 2024 Shellac-ink and laquer on pleather 144 x 99 approximate (without frame)
Dialektik, 2025 Acrylic, lacquer on pleather 195 x 141 x 3
Spasmatik, 2025 Lacquer, acrylic, spray-paint on pleather 130 x 210 x 3
Max Ernst Grillwochen, (Hollywood) 2025 Acrylic, shellac-ink, lacquer, graphit, collaged paper frottage, on window blind 87 x 215 (approximate, without frame)
Der Künstler muß ein gottverdammter Held sein, 2025 Lacquer, acrylic, graphite on pleather 135 x 230 x 3
nicht-diskursiver Wahrheitsgehalt bei gleichzeitigem Rätselcharakter des utopischen Kerns, 2025 Acrylic, shellac-ink, lacquer, spray-paint on pleather 175.5 x 130.5 x 3
Das war der Tag (Triggerwarnung im Museum), 2025 Acrylic, shellac-ink, lacquer, pencil on canvas 135 x 281 x 3