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20. Februar 2009

Ein Moment Stille, Schönheit und Ewigkeit, wie ich auf dem Rücken lag, kurz ohnmächtig, dann half mir ein fremder junger Mann auf und verband meine blutende Hand mit einem ganz kleinen Pflaster. Das Blut schwemmte das Pflaster fort. Ich war voller Wachs, hinten. Hatte mich wohl fallend an den Kerzen festhalten wollen. Seitdem – ich weiß nicht. Jeden Tag der Woche entdeckte ich neue Verletzungen, versuchte aber es mir nicht anmerken zu lassen, bis ich zuletzt, der Kopf –  wo wollte ich denn eigentlich hochklettern?

seitdem
werde ich alle Tage an einer unsichtbaren Schnur zu Möbel Höffner gezogen. Moebel Hoefter, wie Herrn Diets frühere Patienten aus der Behindertenwohngruppe riefen, Herr Diet Herr Diet, Möbelhöfter, Möbelhöfter!
Herr Diet dreht grad mit Stadlober und sagt, das Morgentief hielte jetzt immer bis weit nach 17 Uhr an. Stadlober Stadlober.

Viel schöner als bei Möbel Höffner kann es im Paradies auch nicht sein, dachte ich, immerzu das Brummen im Kopf, der Geruch der Plastikfolienmöbel, die extrem tollen Buchattrappen, diese Welt, die Welt des Wohnens ingesamt und das Beobachten des stundenlangen eigenen alienhaften Herumschleichens darin.

greifvoegel-greifvoegel.jpg       buecher.jpg       17.2.-9.24.jpg

 

Manchmal ist es schwer meinem Leben genug Wert zuzumessen, und dann komme ich in eine Verkommenheit hinein in der ich ruhig umkommen soll, denn ich habe es nicht besser verdient.

Ichtys

11. Februar 2009

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Am Teufelssee lag richtig Schnee. Ritter zeigte mir ein altes Hornissennest und ich gratulierte ihm im Gegenzug zu seiner Lebensleistung. Darauf führte er mich in ein ungeheiztes, christliches Restaurant mit einem fürbittenden Kinde, das an einem Knorpel kaute, der in seinem Rachen festgewachsen war und nicht abgehen wollte.

tyrannenquartett.jpg   Außerdem bekam ich ein Tyrannenquartett, das ich aber nicht sofort einsehen dorfte, sondern erst abends, im Bett.

Es ist eingeteilt in

Monarchen, Kommunisten, Völkermörder, Militärs, US-Marionetten, Kleptokraten, Faschisten und Religiöse Eiferer.

Kategorien: Alter bei Machtübernahme, Herrschaftsdauer, Todesopfer und Privatvermögen. Herrschaftsdauer des Kaisers Hirohito 62 Jahre! Todesopfer 15 Mio. Heute geht es in den Osten.

Ihr Alfredo Stroessner

19.2.09

2 Jahre Gehen

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Isbruck ich muß dich lassen

ich far dohin mein strassen

in fremde landt do hin

Kleine Kiezträumereien

4. Februar 2009

wedding.jpg

Ich habe gerade meine unmittelbare Nachbarin kennengelernt, Frau Cresimon, und allerhand erfahren. Wir unterhielten uns über die Vorzüge der Lage, nur Vorzüge praktisch, in jeder Hinsicht. Sie trug ein Oberteil von Bernhard Willhelm, ist oben ganz dick und wie eine Kölsche so lieb, nur eben Berlinerin. Wohnt hier schon seit 1970 und noch nie sei hier etwas Schlimmes passiert. In meiner Wohnung wohnte 25 Jahre lang eine Frau, die sie mit 89 dort tot rausgetragen haben. Danach 1 Serbe, aber nur ein halbes Jahr. Dann ist die Elektrik, Fenster usw. alles neu gemacht worden, vor 3 Jahren die Öfen raus. Das Haus ist von 1898.

Endlich habe ich auch das Fahrrad repariert mit dieser spermaartigen Reparaturflüssigkeit. Blies ich durch das Röhrchen durch das Ventil in den Schlauch, da es von alleine nicht reinging, bzw. immer wieder herausquoll. Das muß ausgesehen haben. Schmecken tat es gar nicht mal schlecht, süßlich.

Frau Cresimon hat mich beruhigt. Nur 2mal sei die Haustür abgeschlossen gewesen in 40 Jahren, das müsse ein Wahnsinniger gemacht haben. Wir mußten herzlich lachen. Angenehm sei es mir, sagte ich, daß ich sie zur Nachbarin hätte, schön sei das. Die denkt jetzt sicher: diese distanzlose Rheinländerin – naja, jibt Schlimmeret. Da wo der Schuhschrank steht (bei ihr), da trenne uns nur ein Stein. Wenn sie sich da hinstelle, das müsse ich wissen, könne sie alles hören wenn ich laut telefoniere. Sie lege es aber nicht drauf an. Na, wenn ihr mal langweilig sei… aber so interessant sei das wahrscheinlich eh nicht, sagte ich tatsächlich.

Ich solle mich auch nicht wundern, wenn hier immer junge Männer zu ihr hochsteigen, hätte mich sicher schon gewundert, wie? – Was, wieso, nee. Ich würde höchstens denken: alle Achtung! (mein Gott Walter, solche Scherze macht man!) Haha, sie wäre nämlich Buchhalterin (Busfahrerin) und arbeite von zu Hause aus. Ach so! Sie meide die vielen Treppen. Wie ich denn bloß darauf gekommen wäre, diese Wohnung zu nehmen? – 18 Jahre erster Stock ohne Sonne. – Sie hätte jedenfalls damals gedacht, das wäre ja nur für den Übergang, daß sie hier wohne und nun seien es schon fast 40 Jahre.

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All my friends  are dead

und David after Dentist fast 6 Millionen Zuseher innerhalb einer Woche. Alle 14.018 Kommentare lesen.

make-your.jpg   own-life.jpg

Die Waschmaschine muß man festhalten beim Schleudern, die will zum Fenster rausspringen.

Perlon, Nylon, Dralon bei 150 Grad. Verblödung, ich weiß.

Nachlaß

31. Januar 2009

eichwald.jpg

Matumba, mein Nachlaßverwalter, schickte das alte Klingelschild und berichtete von Kellerfunden. Da seien z.B. Mathematikklausuren bei Herrn Seidel (Spätaussiedler, Siebenbürger Sachse), in denen ich 0 von 26 Punkten erreicht und Herrn Seidel drunter geschrieben hätte, entschuldigung, es ist nicht persönlich gemeint, ich könnte das aber nicht, sinngemäß. Das hätte er zur Sicherheit mal aufbewahrt. – Ich hatte mit Herrn Seidel später vereinbart, ich käme nicht zum Unterricht, dafür gäbe er mir eine Fünf minus, 1 Punkt für die Zulassung. Ich mußte Mathe bis zur 13.2 durchnehmen, ich war, was ich auch erst später erfahren habe, auf einem naturwissenschaftlich-mathematisch-neusprachlichen Gymnasium. bla bla. Kunst und die übrigen Laberfächer waren praktisch nichts wert, normal.

Ich hatte gehofft der kluge Matumba entsorgt alles, ohne daß ich es entscheiden muß. Es wäre einfach weg, ohne daß ich es aber extra angeordnet hätte, sondern das Laber-Schicksal hätte mir die Entscheidung abgenommen.

Auch: seit ich hier bin ist der zähe Nebel nicht gewichen und im Rheinland feiern sie schon wieder fröhliche Urständ. Dort 6 – 8 Sonnenstunden, hier 0 – 2, in Wahrheit aber 0. Was läuft falsch? – Nein, alles richtig. Die alte Wohnung wird schon abgetragen, die P-Buben, die Söhne der Vermieter, machen sich daran, den Fußboden abzuschlagen und die Wände zu entkernen. Der gelbe Teppich im Schlafzimmer sei gleich zu Staub zerfallen beim Anheben desselben. Und in die Löcher des Untergrundes seien Zeitungen gestopft gewesen, welche das Datum 1990 aufwiesen. Das furchtbare Superdeutschlandjahr.

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Die ecclesia 2009 habe ich absagen lassen, da ich nicht extra anreisen kann.

0:56 Jetzt ist Februar. Ich tue praktisch gar nichts und freue mich nur. Dann bohre ich hier und da ein Loch, hänge eine Uhr auf und dann freue ich mich wieder. Heute 2 Stunden im Riesenbaumarkt Hellweg. Ganz klasse. Fast wollte ich Fische anschaffen, Brokatbarben im Angebot, Saugschmerlen, Panzer- bzw. Antennenwelse, Neons. Die gelb-weiße Fahne gehißt, ecclesia vor Ort. Nordostwind.
Schnee.

 fische.jpg antennenwels-und-unbekannte.jpg neons.jpg  hellweg.jpg  karlie-wonderland.jpg

Das Ich bald wieder mehr eindämmen.
bzw. anders verwenden

Morgen kaufe ich mir eine Panzerfaust.

Wittenau

29. Januar 2009

alte-wohnung.jpg
Am Dienstag holte ich die übrigen Schlüssel aus dem Reinickendorfer Industriegebiet. Dann konnte ich auch den Briefkasten aufschließen, zwei Rechnungen, eine Mahnung, eine Gutschrift über 21 Cent Zinsen Kaution Treuhandkonto Dresdner Bank, eine Fleurop-Karte. „Ein lieber Mensch hat an Sie gedacht.“ Blumen abgegeben bei der Nachbarin.

Die ca. 28jährige Deutsche öffnete nach 2 Sekunden und hielt sofort den Strauß hin. Sie hätte leider die Blumen nicht ins Wasser stellen können, die seien … unten so dick. – Ach so. Wann sind die denn gekommen? – Freitag schon. – Ah.  Danke. – Keine Ursache!

fa-rohrax.jpg   herzlichst.jpg

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Wien 1
Dokumentation der Reihe ho is no substitute for anything,
Lisa Holzer und Chiara Minchio

Wien 2
große Posterausstellung bei Pro Choice, Lucie Stahl u. Will Benedict
bis 28.2.09

moellemann-pro-choice.jpg      Mein Beitrag.

zur Güte

Einer. wie wir.

(wirklich richtig traurig geworden wäre ich wohl, wenn die Blumen wirklich von einem lieben Menschen gekommen wären, sie waren aber geschäftlich motiviert, immerhin, von der Galeria della Casa.)

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Der Original-Möllemann-Flyer stammt von Bernd Pick.
Danke Bernd!

Umzug ins Jenseits

22. Januar 2009

 julia-kz-spielzeug.jpg   g-und-b.jpg  21.1.091.jpg   mm.jpg

Nachdem die Leute von der Umzugsfirma weg waren, legte ich mich mit Cosimas Oma alter Nazidecke an die Heizung, weinte etwas, und wartete auf den Tod.

} {

(…) derweil machen der liebe Matumba und mein lieber Bruder meinen Keller besenrein und die alte Wohnung für morgen übergabefertig; nichts mehr erinnert an mich.

ob das auch ein Leben wäre, wenn es immer einfach so weiterginge. Abends kommt man nach Hause und sucht die Monate ab, daß sie einem was sagen, daß man sich einen Reim drauf mache, wie? was? Ich komme mir vor wie der ddr schriftsteller hannumann 1981. der ofen bollert. die dunkelheit ist mein sklave. Die Frau schaut traurig. Warum denn? Sie kann sich ja noch was nähen.

DDR

Jetzt Schwierigkeiten beim Ankleiden. Nachher vielleicht mal Waschsalon aufsuchen, denn ich weiß nicht, wie ich ein Loch in die Spüle bohren soll um die Waschmaschine anzuschließen; so ein Wägelchen will ich mir kaufen.

Manchmal ein hohes Pfeifen, woher? Heizung?  Ich muß nichts machen, ich könnte immer hier einfach sitzen. Meine innere Leere ist mir immer mein innerer Reichtum gewesen.

15:09 Es sich in seinem Gehirn schön einrichten. Wie herrlich, wenn hier die Sonne rein scheint, hinter dieser von mir ausgesuchten Hochausarchitektur als Gegenüber; ich möchte darin nicht wohnen, es aber vor den Augen sehen und nach unten melden, was sie vorhaben.

Ja.

Im waschsalon. Ich dachte schon, sie hätten meine nasse Wäsche gestohlen, weil ich sie erst nicht sah als ich wiederkam, so eng vom Schleudern an die Trommel geschmiegt, wie die Frösche auf der Straße, die so eng, viel zu eng an die heiße Straße geschmiegt, worden sind, sich schmiegen, Gerhard Rühm glaube ich. Das sind große Maschinen. Eine nette Betreiberin, die hat ein Nebenzimmer da, vollgestopft mit Kram, da kommt sie mit ihrem kleinen Fahrrad und setzt sich rein, fantastisch, dann kam ein sehr dicker großer Mann sie da besuchen und aß Kuchen, dann kam ein kleinerer Dicker, sah aus wie aus den 50er Jahren, Spätheimkehrer, der extra schleuderte, vielleicht um Trocknungszeit einzusparen. Er ging sehr pfleglich mit der Kleidung um, rituell, ich sah kaum hin, es deprimierte mich so, rosa Schlafanzughosen legte er kompliziert naß zusammen, er faltete quasi zwischen, nasse Zwischenfaltung, und machte zwei Haufen, dann trug er die nassen Haufen, beides helle Wäsche, Handtücher, Schlafanzüge, Unterwäsche etc. zu den Trockentrommeln und belud sie. Das Geld hatte er vorher akkurat und symmetrisch in die freien Ecken des Falttisches gelegt. Je 4 Geldstücke. Sicher hat er eine behinderte Frau und macht den ganzen Haushalt ganz allein und ganz langsam. So daß er den ganzen Tag mit falten, spülen, kehren, wischen, einholen, bequem rumkriegt und seine (geistig) behinderte Frau immer unzufriedener und ungerechter wird, weil sie nichts zu tun hat und ihm auch noch dankbar sein muß. Sie versteht es aber nicht so ganz, was ihre Wut vervielfacht. – Ich las, während ich ihn beobachtete, in der BZ eine so widerliche schmierige Rede von Charlotte Link auf eine BZ-Schauspielpreisträgerin, daß ich laut lachen mußte. Der Spätheimkehrer schaute hin zu mir und ich nickte ihm zu.

maerz

maerz

dezember

september

nicht

nicht

maerz

maerz

januar

nicht

nicht

nicht

Die Oberbergische Volkszeitung

14. Januar 2009

Will nicht mal Herr Neven-Dumont kaufen, oder er besitzt sie schon?
although the exchange rate could be a bit better, I need the money now, so could you please transfer it
12:58 das ist auch immer gut: Tag und Nacht im Internet und in Word unzufrieden rumhängen und sich selbst schreiben: heute! Heute!

Muß ich aber mal in die Gänge kommen.
Aber echt!
Aber wirklich!
Nee echt!
ja ich weiß!
dann 3 Gabeln spülen und darüber unendlich müde und traurig werden. Sinnlos. Wenn ich mich einmische in die Abläufe verzögere ich doch nur den Zusammenbruch, kann es nicht zu seinem natürlichen Ende kommen.
Das sind die Pole zwischen denen operiert wird, verdrehter Größenwahn.
Arme Frau tue doch deinen Dienst.

Authentizitätsperformance vor sich selbstreissdorf.jpg

das alte Avantgardetheater in der Küche

Erbsen sehr fein haltbar bis 31.12.04

Die Kunstkritik kann ich nicht schreiben, weil ich keine Kriterien habe.
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wire.jpg   blue-shell.jpg

21:46 Die Kartons waren ausverkauft, Aldi Rhönsdorfer Straße bot sich an in anderen Filialen nachzufragen. Aldi Sülzburgstraße. Brinkmann Ekelstraße, er wohnte selber in der Engelbertstraße unweit von Werner Hillmann der meine Soffleusenkollegin gewesen war beim Künstlergespräch, wir saßen wie im PKW in dicken Winterklamotten hinter Krebber und Suckale und sollten ihnen was Gutes einflüstern. Ich hatte aber von der Einführungsrede der Kunstvermittlerin solche Halluzinationen und Bewußtseinssensationen;

also ich habe keine Kisten. Ich nehme erstmal die, die da sind und die Säcke. Das Schlimmste beim Einpacken ist das lesen. Ständig bleibe ich hängen. Mir scheint, daß ich am stärksten ergriffen bin, wenn in einem mir vertrauten Schema ein ungewohntes Element auftritt, das ich diesem Schema aber noch subsumieren kann. Die Spannung und die Ergriffenheit scheinen dort besonders groß, wo ich das Gefühl habe, der von mir empfundene Zusammenhang sei in Gefahr abzureißen. – Mir war der Text von Oswald Wiener über die Ergriffenheit, bzw. „Wozu überhaupt Kunst“, von dem ich eine schön schwarze Fotokopie besitze, überreicht am 31.8.1995, in nichts mehr geläufig. das hörenlernen des bebop, das verstehen der besonderen kraft- und unbekümmertheitsäußerungen. Das Ernst Mach Zitat gefällt auch: Ist die ganze Betrachtung richtig, so wird man notwendig an dem sogenannten Schönen etwas irre. – Klingt gut, muß auch nicht zutreffen. Schon wieder traf ich die Majorin, schon von weitem strahlte sie mich an und ich freute mich auch. Da sind wir ja noch! Das wäre aber schon eine Trennung, nach so langer Zeit, nicht? Ich bejahte es. Und ob ich mich freute? Ich wußte es nicht. Sie wünschte alles alles Gute.

Hinter der Maske noch eine Maske und dahinter nichts, hatte mir auch gut gefallen.

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16.1., 13:10

16.1.09.jpg  aus dem Küchenfenster

auf Wiedersehen, Kinder

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weg-damit.jpg  altes-dampfbad.jpg

ach ach Ich kann nicht. Ich finde ständig so schlimme und so gute Sachen. Gut beleidigte, angeberische Pressemitteilungen, die noch Gültigkeit besitzen, oder auch nicht. Traveling Wilburys und Höre Kind aus Schwabenland. Sagenhaft. Handle me with care.

17.12.66.jpg   Meine Mutter war noch keine 17

Merkt doch kein Mensch

13. Januar 2009

schlachtensee.jpg     s-2.jpg   Ritter schickt Bilder vom Schlachtensee

,
Jeder einzelne Strich/Wort eine Entscheidung, die ebenso gut hätte anders ausfallen können. – Ja, ok? der ganze Tag eine einzige, schier endlose Sekundenaufreihung von Entscheidungen, die ebenso gut anders ausfallen könnten. Wenn nichts natürlich ist, kann man fast gar nichts mehr tun. Es mag schlicht klingen, aber in Wahrheit kann es keinen größeren Unterschied geben. Wie der Unterschied an Gott zu glauben, oder nicht an Gott zu glauben a l l e s alles ändert. natürlich gibt es Gott wirklich, weil: er wirkt ja. Als Gedachtes freilich nur. „Nur“ ist gut!, — bitte — erkläre es mir ganz genau, erkläre es mir.

Ich träumte den Traum der Gerechten.

Hier: dürre klamme Worte
Dort: Die Hölle der Exoterik

Dazwischen: ein schöner großer weicher Mund

Ich träumte: Wenn Du keine Ahnung hast,

erwirb Dir welche.

Du mußt lernen, Dir ein Urteil zuzutrauen und Dein Feld bestellen.

Vielleicht aber kann das nicht jeder?

Ich werde weiter für eine Weltordnung eintreten, in der das jeder kann.

Haldemerdatensfess

8. Januar 2009

sagt Herr Schwellnuß, der Verwalter.

– In einem Wort?

– Ja.

– Könnten Sie es noch ein bißchen undeutlicher sagen?

– Ja.

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2:31 Morgen endlich wieder Dschungelcamp (4) RTL (25), 22:15 Einzug

Teilnehmer

Ingrid van Bergen (77)

Peter Bond (56)

Günther Kaufmann (61)

Lorielle London (25)

Christina „Mausi“ Lugner (40)

Michael Meziani (41)

Norbert Schramm (48)

Giulia Siegel (34)

Gundis Zambo (42)

Nico Schwanz (30)

Vorher

Übersetzung ins Undeutliche I/V

Ausstellungseröffnung Stephen Suckale „Seasick yet still docked, sails set expecting the fresh breeze“

20 Uhr Gespräch Stephen Suckale mit Michael Krebber, kjubh, Köln, Dasselstraße 75

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10.1.09, 15:03

TOTAL AWARENESS IN ALL DIMENSIONS (DIMENSIONS VARIABLE) ist wahrscheinlich noch besser als Titel für eine Lehrveranstaltung, als

SAGEN, WAS IST.

Beides sehr sehr gut.

Lehrveranstaltungen der nächsten 20 Jahre mit abgedeckt, würde ich meinen. Jetzt sofort wieder ausruhen.

.

21:18 Übertragung

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# admin Am 11. Januar 2009 um 00:44 Uhr

Es ist die lange heiner müller nacht auf dlf, ich werde noch ein bißchen zuhören. Ich weiß überhaupt nicht, was von heiner müller zu halten ist. vorher safranski und dschungelshow, der sandwurm oh gott, tapfere loriella london, der Begrabene im Kot seiner Geschichte, wäscht aus dem steinharten Kot sein Gesicht und zerreißend seine blutige Nabelschnur und erkenne sich selber, was zählt ist das Beispiel, der Tod bedeutet nichts, kleine Loriella, das Stück heißt Mauser, das Leben: es wird die Antwort geben

Die blutige Wurzel der Kunst brüllen die Schauspieler, vom Brechreiz gewürgt, meine Faust gegen mich schüttelnd, Schaum vor dem Mund. Ich muß morgen mal bißchen voran machen hier, sonst wird das nichts mehr mit mir.

11.1.09, 13:01

Ungefähr jedes dritte Wort war Blut und der Geschmack von Blut mit Erde vermengt, und das nervt und ich lag im Bett und überlegte, ob mich das nerven darf. Warum nicht? na, es ist zu fern, ich kann es nicht angemessen beurteilen. Es ist einfach zu fern und ich weiß nicht was die Wirkung ist von solchen Theaterstücken auf heutigen Bühnen. (zweiter Weltkrieg und unmittelbare Folgen) und das Geflüstere von ihm und das an der Zigarre rumschmatzen – den man ja doch oft gesehen im Fernsehen, da hatte das Fernsehen die Zeit. Oder hat sie Heiner Müller gegeben oder er hat sie sich genommen.

Stephen erzählte vom Fach, in das etwas hereingelegt würde vom Lehrer und da brauche man den Lehrer selbst ja eigentlich gar nicht mehr, praktisch, (was in diesem Fall nicht stimmt), ja, fragte die Frau aus Bonn, was da denn drin gelegen sei müßte man jetzt auch noch wissen: jede Woche was anderes halt.
Und dann ging es ganz gut durcheinander mit Das ende des Journalismus, weil Stephen eigentlich Journalist hatte werden wollen, und dann diese Kriegsberichterstatterfotos, Totenantlitze und von denen zu den – Modeschöpfern, Michael sagte, er wüßte nicht wie man das heute nennt, irgendeiner sagte: das heiße heute Kunstdesign.

Dann fragte einer von dem ich überhaupt nicht wußte, wie er es wohl meint und an dem äußerlich auch an nichts abzulesen war, Miene, Kleidung, Intonation etc. ob er sich besonders gut verstellen konnte, der fragte dann tatsächlich ganz harmlos ungerührt, als ob er der erste Mensch sei, der diese Frage stellt: ob man denn eigentlich definieren könnte, was Kunst sei und wenn ja, wie?

Ein Brüller.

Ich möchte gern noch weiterlallen, muß aber hier mal anfangen abzubauen. Ein Greuel, ein Grausen. 18 Jahre

heilsarmee.jpg

Den Rest gebe ich an die Heilsarmee

keine gutmütigere Katze haenschen.jpg

15.1.

hm.jpg   Tilo Riedel schickte das Bild

Ich mochte ihn auch, weil er das Fernsehen so verlangsamt hat, weil er einfach so getan hat, als sei das per se interessant, was er da stockend mit Pausen zu flüstern und vorzuschmatzen hat, der Herr Intellektueller, in faszinierender Selbstverständlichkeit. Vielleicht war das die gedehnte DDR-Zeit, die er ins Westfernsehen übertragen hat. In einem Artikel hat gestanden daß die Verehrung so weit ging, daß man ihm auch jede schiefe Geschichtswahrheit abgekauft hat, was Einlullendes in seinem Qualm, oder es kam zustande durch das Zusammenspiel Müller/Kluge. Das duzen

ich habe ihn gern gesehen

(wenn man etwas so sagt wie H.M., könnte man wahrscheinlich alles sagen und keinem würde irgendeine Ungeheuerlichkeit auffallen. Rosette verlötet.) In der Heiner Müller Nacht kam mir der Krieg, Blut, Totalitarismus unendlich weit weg vor. Das klang zum ersten mal richtig wie „voriges Jahrhundert“. Ganz interessante Erfahrung, weil ich mich gleich fragte, ob man das darf, so empfinden. blabla
Ich war gestern unten drin in deinem Haus und habe die nicht versteigerten Skulpturen aus Aachen im Schauraum Scharmann abgeholt und dann gleich weiterversendet nach Wien. 2 Frauen haben da ein Konzept, angelehnt an Sherrie Levine und Louise Lawler 1981 /A Picture is No Substitute for Anything/

„Es geht nicht darum zu versuchen, subversiv zu sein oder sich einzumischen. Diese Strategien sind mittlerweile anerkannt und erwünscht. Jetzt geht es darum, Finesse zu zeigen, was auf keinen Fall genug ist.“ (Louise Lawler 1994)

Ich weiß nicht, wer sich um die Finessen kümmern kann, ich im Moment jedenfalls nicht. Glaube nicht, daß es darum jetzt geht, nicht mit dem Wort.
Ich hatte mit Frau Minchio telefoniert und waren uns recht einig: besser 3 gute Leute fänden das gut, was man macht, als 500 Idioten. Ja schon, schön, aber das muß man sich ja leisten können. – Wir brauchen das Geld ja jetzt. Leider.

_______M_______

Haldemerdatensfess [9.2.09,12:21]:

Und schrieb

Heute       Habe ich keine Angst

Und dann ging Tellefon, die Nummer kam mir bekannt vor, köln 222222.

Er, ganz förmlich, total kölsch, lauter, kölscher Handwerksmann der alles total richtig machen will.

– Guten Tag, Frau Eischwalld! Wir müssen vorher in die Wohnung rein.

– Ja, klar.

– Ja, wann?

– Wann?

– Ja, wann?

– Ja, – wollen Sie kommen wenn ich schon was eingepackt habe (sehr komische, mysteriöse Frage).

– Ähh, nähh, mer mösse – mer mösse sinn ob mer, – welsche Handwerker da noh rainmösse.

– Ja, klar!

– Ja, wann?

– Ja, – nächste Woche?

Wann?

Mon-tag?

– Wifill Uah?

– Fünfzehn Uhr?

– Haldemerdatensfess. Wenn watt dazwesche kommt meld ischmisch nohmal.

– Ja, prima. Gut. Fantastisch. Toll. Astrein. Unvergleichlich.

Ich kann immer gar nicht begreifen, wenn Leute mir Befehlsgewalt übertragen und ICH bestimmen soll wann und wie. Das versteh ich nie. – Was? – ja, was? – ach, ICH soll sagen? – Ja! – Ja, Wann paßt es Ihnen denn so? furchtbar, grausam. Und dann wird alles immer komplizierter und lustiger natürlich auch. Und dann sage ich am Ende ein völliges Phantasiedatum, irgendeins:

Montag um 3! Hat alles zu geschehen!

Führungspersönlichkeit mit kleinen Fehlern

Günstig abzugeben.

Da wird der Faule fleißig und überstreicht die schlimmen Stellen, bevor die Termiten kommen, Vermieter!

Das blaue Licht

5. Januar 2009

Gestern Nacht bin ich ein bißchen durchgedreht und mich so über den Schnee gefreut, der in der Kölner Bucht selten ist. Dann plötzlich dieses Licht

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