Leider unklar ausgehärtet
23. April 2010muß nachbehandelt werden. Die Fingerkuppen sind auch noch weich.
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MES on art Bloomberg Tate Shots
ich verstehe ihn auch schlecht, aber statt „my assistant“ sagt er doch „my sister“, nein?
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Elke Erb is on facebook. DJ Hyäne, Singles für Alleinstehende, betreutes Wohnen, Tuxedomoon, 16 Monate Vattenfall zahlen, Heftchen Endabnahme.
Nicht-Angriffspakte der Erwachsenenwelt studieren und verstehen lernen.
Ich, ganz persönlich, kann mich weiters nur bekotzen.
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21:04 Auf dem Weg zurück vom Baumarkt Hellweg dachte ich: Mark E. Smith. Endlich mal einer, der NICHT gut aussieht für sein Alter, einer der sich NICHT gut gehalten hat, usw., als Figur des öffentlichen Lebens. Kein Yoga, kein Jogging, kein slowfood foodwatch. Besoffen im Rollstuhl ohne Zähne, was für eine Wohltat. Was für ein großer Wohl- und Wunderthäter der Menschheit.
||| Mark Smith und Mark Riley 1982 — uuh ! !
Riley der Popper und die Hintergrundmusik
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so viele so gute Lieder
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Ich habe mit Markus Lüpertz und Albert Gabriel Geburtstag, Lüpertz vergesse ich immer.
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Beitrag für den dial-Shop in elgarafi
Titel
Hand – by invitation only wie arm ist das denn – Welt, 2010
Untertitel
spannende Schnittstelle von Lifestyle, Beauty, Mode, Kunst und Interieur
exquisit und delikat
so wird es ab jetzt immer sein
wie in der DDR
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good evening, we are The Fall and we are from the FIRST WORLD
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Die Käferplage
17. April 2010
Ritters Wildbienenwand 22.4.09
Vor einem Jahr blühte schon der Raps in der Ostprignitz. Und der Farn stand im Tiergarten in seiner besten Form
Studenten wollen von Dozenten etwas hören, was gut und schlagend klingt und womit man etwas anfangen kann. Auch soll man wohl den Eindruck machen, man hätte das Geld was man kriegt irgendwie verdient, also Leistungen erbringen, bzw. was sie dafür halten. Das weiß ich auch nicht so genau, was sie dafür halten. Als ich dem Olli Kloth die Situation schildern wollte merkte ich, wie kompliziert es zu beschreiben ist, wie schwer, nicht in die vielen Fallen zu gehen und das am Ende nur noch Stottern und Skrupel übrigbleiben, was ja auch Blödsinn ist, und daß ich mir immer selbst vorbeten muß, daß ich nicht wissenschaftlicher, sondern künstlerischer Mitarbeiter bin und in keinem Fall Lehrer mit pädagogischem Ziel. Der Unterschied, der das Verhalten ein bißchen einfacher macht, daß ich es selbst auch nicht so genau verstehen muß, versuche ich mir vorzulullen, sondern im Handeln nach Lage irgendwie vertrauen in das, was man selbst nicht durchschaut.
Die wahnsinnigen Skrupel die man hat. Umgeben von Wissensvermittlung und Anmaßung dumm stellen und im Grunde ja auch dumm s e i n, bzw. nicht so richtig funktionieren –
– das nicht verleugnen, sondern daraus wieder was machen.
Das dauerhaft absichtsvoll hineintragen. In die Funktionsträgerschaft!
Sei z.B. die Aufgabe.
Allein wenn man Studenten unterschiedlicher Professoren kennenlernt, wie erschreckend leicht erkennbar da der Lehrer eingefahren ist wie ein Dämon, ohne das die es sehen, aber der Außenstehende es sofort sieht und zwar mit Grausen. Die Tatsache wie glasklar sich das abbildet quasi erstarren läßt vor lauter Verantwortungsangst.
Dann aber, wie weiter hier, Olli wiegelte ab und sagte, daß man das nicht so gefährlich finden müßte, da es auch vorübergeht, der Einfluß nicht so groß sei wie er vielleicht augenblicklich wirkt. Ablösen, verhaftet sein, ablösen, verhaftet sein. Ich fürchte dagegen: was drin ist, ist drin, rastet ein und wird zu Überzeugung, Einstellung. Und heraus kommt eigentlich immer, dem Lehrer gefallen wollen, sei es aus Liebe oder sei es aus Trotz.
Die Menschen wollen Zustimmung ernten und geliebt werden und richten danach ihr Verhalten aus. Das muß verhindert werden! Aber wie? Man müßte sie daran gewöhnen, daß Nicht-Zustimmung nichts Schlimmes ist. (aber es stimmt ja leider nicht) Daß sie ruhig machen sollen, was sie wollen. Dafür aber müssen sie erstmal was wollen, was mit gefallen und ankommen wollen nichts zu tun hat und sich ihre Belohnungen selber ausdenken.
16:01 Mit L ins KZ, gern, aber vorher will er zum Tocotronic-Konzert. Ich weiß nicht, als was ich mich verkleiden soll, ich habe so furchtbar schlechte Erinnerungen an die Begleitumstände des letzten Tocotronic-Konzerts. Wand stürzt ein etc. Weiß nicht, ob ich das bringe.
Hey c’mon
(
Astreines Konzert. Besonders der überlegene Einsatz des verwaschenen Lall-und Knurrgesangs. Sternzeichen Knurrhahn. Auch Arne Zank sang toll behindert. 2 Zugaben richtig und sogar in der richtigen Reihenfolge vorausgesagt. wie ich das gemacht habe, weiß ich auch nicht, kurz darauf war ich von mir selbst in einer Ecke angenagelt worden, wo mir der Margen zerborsten ist.)
Pofalla II
16. April 2010_________________________________
Die Ausstellung geht zuende. Es ist schade. Ich halte sie eigentlich für ziemlich gut und wenige haben sie gesehen, vielleicht nach der Eröffnung noch 10, 15 innerhalb von 6 Wochen. Es ist natürlich ein Märchen, daß sich die guten Sachen von selbst durchsetzen, auch wenn ich es gerne glaubte. Sachen durchsetzen hat mit „gut“ „schlecht“ „wichtig“ „richtig“ o.ä. leider nichts zu tun, sondern mit Brutalität und Penetration. Und gute Sache kann ich es auch nur nennen, weil ICH, in dem Fall ich, mich zum Fall mache, sonst könnte ich gar nichts machen. Ich kann auch nicht malen, aber das ist richtig gute Malerei. Das weiß ich, weil ich es ja sehen, die Psychologie usw., gar erkennen kann.
Was kann man tun? Muß man so ein Nerver werden, der ständig mit seinem Zeug hausieren geht und überall in der Tür steht? Ich bin doch nicht Lothar Hempel.
Man ist nicht freiwillig hier, Strafe genug, und muß sich auch noch ständig andienen in dem Puff. Daß dieser Zumutung (fast) jeder ausgesetzt ist, weiß ich schon, dadurch wird es ja leider kein bißchen besser.
Eine Frau hat darüber geschrieben für ein Kunstmagazin, dann hat das Kunstmagazin gesehen, daß ich, so harmlos wie ich bin, aus Freude über den Text den Text hier eingestellt hatte, mit Erlaubnis der Autorin, und dann hatte das Kunstmagazin entschieden, daß dieser Text nun nicht mehr neu sei oder was und wird ihn nicht drucken. Auch wenn ich beteuerte, daß es sich um einen Minorblog handelt mit 5, maximal 7 Lesern.
Dann hatte ich dem Magazin einen jammerigen Brief geschrieben: ich wollte doch nur, ich wollte doch nicht, ich wußte doch nicht, ich dachte doch nur usw. und nach zwei Wochen, Anfang Mai, kam eine Antwort, sie drucken es jetzt doch, im Printheft, aber ich habe noch keins.
Neue Füße
4. April 2010ah, was vergessen: ich weiß natürlich nicht welchen Härtegrad etc. du brauchst, aber diese Sultan Flataker von Ikea ist enorm preiswert, sie kostet bei 1 x 2 Meter nur 99 Mark und bei 140 x 200 nur 169. Man müßte ja jetzt eigentlich sagen: ich kann dir ja mein altes kleines halbes Ehebett überlassen, dann tut es wenigstens noch einen guten Zweck, aber ich glaube es ist selbst zum verschenken zu schlecht. Es ist durch mehrmaliges auf- und abbauen ausgeleiert und das Lattenrost ist schon manchmal von den Klötzchen abgefallen, auf denen es aufliegt, man kracht also ein. Ein Riesenschreck, aber ein bißchen abgemildet weil ich weich auf die Bilder drauffalle die unter dem Bett lagern. Das Lattenrost selber ist aus Kunststoff und heißt Rokado varianta deluxe S und stammt tatsächlich noch aus dem Ehebett meiner Eltern, weiß, bzw. hellbeiger Schleiflack und ca. 40 Jahre her. Mein Gott, was man alles in seinem Kopf hat, fantastisch! Hoffentlich bleibt es so.
5:50 rüpelhaftes, ungezogenes, atonales Gepfeife der sogenannten Vögel!
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(ahd. anascouunga) Anschauung, was ist das?
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Nur bis zum 1. März! das komplette Protokoll von Daniel Müller zum Download. EINE MASSE STOFF.
Man kann es sich nicht leisten, Angst vor Räubern zu haben. Man will auch nicht so leben. Auf Usedom im Eisenbahnerheim habe ich viele rätselhafte Portraits von mir gemacht, die Frau als weiche Frau. Im schmeichelhaften Licht der Nachttischlampe des Zimmers der Kategorie A. Jetzt bin ich davon angerührt und weine ein wenig.
Ich habe jemand kennengelernt, der sagte er habe niemals ein schlechtes Gewissen, er wüßte gar nicht, was das ist und sicher seit 10, wenn nicht 15 Jahren nicht mehr geweint. Davon war ich einigermaßen fasziniert. Vielleicht sollte ich mehr solche kennen.
Man stellt sich Aufgaben, um sich davon zu befreien. Indem man sie auf befriedigende Weise löst. Das ist ja eigentlich ganz schön schlicht.
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Feuer!
3. April 2010Wahrscheinlich das Beste, was man heute überhaupt machen kann.
Etwas schwierig hinzukommen. Man müßte mit der S-Bahn nach Spandau fahren und dann mit dem Fahrrad ca. 6 Kilo|Meter nach Gatow, Buchwaldzeile 2. Oder: Ostermärchen für Offiziere im Ruhestand, Eintritt achttausend Mark, Autobahnausfahrt Oldenburg. (nicht von mir) [von Heinrich Ebber]
Gestern das Sühneopfer erbracht, indem ich die Badewanne zerlegt habe und sie dann nicht mehr zusammensetzen konnte. Die ätzende Lauge des Rohrreinigers trat aus dem Gelenk und zerfraß den Boden und die Lunge.

Warum ist die Wanne so eingebaut, daß dort, wo bei ihr der Abfluß ist, rechts, sich nicht das eigentliche Abflußrohr befindet, sondern auf der Gegenseite, und der einfache Weg des Wassers dorthin unnötig erschwert und kompliziert wird durch vielerley Knie und Gelenke, die, besonders wenn der Druck hoch ist, nicht richtig dicht zu kriegen sind?
The Secret Diary of Adrian Mole, Aged 13¾
2. April 2010An Adrian Mole hatte ich cirka 20 Jahre nicht gedacht, erst gerade eben wieder und sehe dann, daß er am 2. April 1967 Geburtstag hat.
5:11 mit einer solchen Gewalt scheint der Mond in mein Bett!
17:07 An Karfreitag Wäsche gewaschen. Sie zerfiel. Kinder, die am Karfreitag zur Welt kommen, werden sich später erhängen oder sterben eines gewaltsamen Todes. Auch stellt man kein Kalb auf, das am Karfreitag geboren ist. Dagegen hat man es gern, wenn jemand am Karfreitag stirbt; er wird selig, seine Knochen werden nie verwesen. Steht eine Leiche am Karfreitag im Hause, so schlägt es in dem Jahre nicht ein. Ein Begräbnis hält schwere Gewitter vom Dorfe fern. Dagegen wieder: Liegt am Karfreitag eine Leiche im Orte, so gibt es im Laufe des Jahres ein Schadenfeuer, meist durch Blitz. Besuch der Kirchhöfe am Karfreitag dient hier und da auch abergläubischen Zwecken. In Siebenbürgen holt man vom Friedhofe Attich, ein Mittel gegen jede Krankheit. Mädchen schenken ihren Liebsten ein auf dem Friedhofe rotgesottenes Ei, um bei ihnen Liebe zu entzünden.
In der Mitternachtsstunde verwandelt sich alles fließende Wasser in Blut. Das Vieh redet. Alles Verwünschte muß sich regen. Pilatus zeigt sich auf seinem Throne auf der Oberfläche des Pilatussees. Schatzberge öffnen sich, Schätze sonnen sich, und die Schatzjungfrau könnte erlöst werden, aber es mißlingt. Versunkene Glocken läuten, aus dem Teiche, der ein Gasthaus verschlungen hat, kräht der Hahn, Das wilde Heer zieht durch die Luft, und der ewige Jäger ist verdammt, weil er am Karfreitag gejagt hat.
Zerbissenes Gebäck, unters Kopfkissen gelegt, dient in Ungarn zum Liebesorakel. Sieht man zur Zeit des Passionsgottesdienstes ein Geldstück auf den Boden rollen, so greife man schnell mit der Hand an den Kopf; soviel Haare man anfaßt, soviel Geldstücke findet man im Jahre; die angefaßten Haare aber fallen aus.
Ein vortreffliches Mittel gegen Augenübel ist, sich am Karfreitag, während die Scheidung geläutet wird, im Namen Jesu die Augen zu waschen. Die Hände soll man mit Froschlaich waschen, das verhindert ihr Aufspringen. Gegen Magenleiden trinkt man vor Sonnenaufgang in den drei höchsten Namen Essig. Ein aus Sargnägeln oder -griffen geschmiedeter Ring vertreibt Gicht und Gliederschmerzen. Nach Grimmelshausen werden die Gichtringe am Karfreitag von nackten Schmieden aus einer Galgenkette geschmiedet. Besonders zahlreich sind die Mittel gegen Zahnschmerzen. Auch ist der Tag gut zum Aderlassen der Haustiere. Gegen Bruchschaden zieht man Kinder durch den Spalt eines Baumes. Auch das Verbohren und Vernageln von Krankheiten ist häufig. An manchen Orten wird der „Schlag mit der Lebensrute“ vollzogen. Wer am Karfreitag mittags um 12 Uhr in der Erde gräbt, findet kleine Kohlen; die sind gut gegen vielerlei, vornehmlich gegen Krämpfe. Wenn eine am Karfreitag drei Messerspitzen voll Mehl, etwas von einem Brot Geschabtes und noch ein „Stücklein“ einnimmt, so wird sie ein ganzes Jahr nicht schwanger.
Am Karfreitag gesäetes Kraut wird groß und fett. In die Erbsen kommen keine Würmer. Auch Bohnen soll man setzen. Klee gedeiht, wenn man vormittags Asche auf die Erde streut. Zwiebeln, die am Karfreitag gesäet werden, werden gut; das kommt von den Tränen her, die an diesem Tage um Christus geweint werden (…); Die ganze Natur trauert; die Zweige der Bäume senken sich tiefer; die Tiere neigen im Stalle um Mittag wie müde ihr Haupt. Die Sonne scheint nicht oder trauert bis nachmittags drei Uhr. Im Ammerlande wird sogar das am Gründonnerstag für Ostern glänzend geputzte Geschirr den Karfreitag über in Körbe verpackt. Wer mit geputzten Schuhen geht, wird von Ottern und Nattern gebissen. In den Eiern glaubt man Kreuze wahrzunehmen. Sagen berichten von Häusern und Städten, die versunken sind, weil in ihnen der Trauertag durch Tanzen entweiht ist. Wer nicht zur Kirche geht, schläft zu Hause den ganzen Tag hindurch (Angerburg-Goldap). Doch hat sich die lärmende „Rumpelmette“ des Gründonnerstags hier und da auch auf den Karfreitag übertragen wie auch das „Judasverbrennen“ und „Judasstürzen“ (Herabwerfen von Katzen vom Turm).
Wer am Karfreitag unertappt stiehlt, kann das ganze Jahr hindurch mit gleicher Sicherheit stehlen.
E. Hoffmann-Krayer, H. Bächtold-Stäubli, Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens, Berlin und Leipzig 1932
Dreimal fragte ich die Galerie nach dem Namen des Kunden und dreimal wurde er nicht genannt. Dann läutete es an der Haustür und Frau Cresimon fuhr mir dreimal mit der Lebensrute durchs Gesicht, alsdann die „Stücklein“ herausfallen taten.
Ja das sind Farben!
30. März 2010
haltbar bis 31.12.2014. Mein Leben ist vorbei. Froh über jede schöne Verpackung, die nicht von dummen Grafikern verbessert wird. Kann traurig sein, ist es aber in diesem Fall nicht. Gründonnerstag werden die Eier gefärbt. An fetten Speck denken.
Heute war mehrere lustige Korrespondenz, am meisten gelacht habe ich über die Post von Michael, dem ich scheinbar ca. 1990 (ich komme auch nur drauf wg. Herrhausen) eine VHS-Kassette aufgenommen haben muß, die er jetzt im Keller gefunden hat und mir auf DVD überspielt und das Titelblatt kopiert.
Cruel.
Das einminütige „Erinnerungen, die bleiben.“
Pofalla
26. März 2010Michaela Eichwald
at After the Butcher, Berlin
march 6th – april 17th, 2010
POFALLA, willst du mir jetzt komplett den Garaus machen?
There is something satisfying about looking at Berlin based artist Michaela Eichwald’s work presented in a solo-show at After the Butcher, space for art and social questions run by artist Thomas Kilpper. It’s as if Eichwald did a synthesizing job, fusing together heterogeneous elements in one big frieze while at the same time leaving a generous amount of openness and randomness to the piece. Titled „POFALLA, willst Du mir jetzt komplett den Garaus machen?“, the horizontally stretched out paper frieze embraces two thirds of the exhibition space and is the result of eight days of laying out material, choosing and painting on site. As a finished product, it continues to make the visitor feel included in the process of „handling material“, be it Mr. Pofalla, head of the Federal Chancellery of Germany, or text referring to Mike Kelley.
With a background in philosophy, writing and visual production go hand in hand in Eichwald’s practice. Texts by the artist or quotations by other authors are combined with (film) posters, illustrations of works by artists friends or wrapping paper from an ice-cream store. Paint and gloss varnish are applied on and around this personal collection in an abstract, gestural way, liquidly running down the paper in some parts, in others applied in a thicker consistency, forming a framing matrix of matter. Beyond reflecting the special syntax of painting, the fries works like an index for the connectivity between sensual and intellectual activity in general and advocates subjective practice.
Judith Raum

Vintage Boho Granny Goa
11. März 2010Dieses Eichhörnchen wollte ich heute ersteigern 
Dann war ich mit Matthias in der Walton Ford Ausstellung, welche – besonders im Detail – langweilig ist und man sich fragt, wozu der ganze Aufwand, die ewige Strichelei. Es war natürlich trotzdem schön, wie praktisch jede Unternehmung.
13.3.10
Politik
Auf dem Nettelbeckplatz steht eine kleine Kirmes, ein paar Stände, Würstchen, Musik, eher schlecht bis gar nicht besucht. Ich wollte dran vorbeigehen, da sah ich ein paar Holzhäuser, die gut aussahen, eine selbstgebaute Westernstadt mit Schmiede, Kirche, Saloon usw. in (meiner Erinnerung) der Art der Pappmodelle von A.R. Penck von 1973 oder wann, nur aus Holz halt und schön angestrichen. Ich fragte eine der beiden Frauen am Stand, ob da eine Bahn dazugehört, oder Püppchen oder nur so? – Nur so. Aus der Holzwerkstatt. – Könnte ich da ein einzelnes Haus kaufen? Die Kirche zum Beispiel? – Da müsse sie den fragen, der das gebaut hatte. Am Nachbarstand saß ein dicker großer grauhaariger Mann. Der sagte: nur alle zusammen. Aber einzeln geht auch. Die Frau schlug 3 Euro vor, sehr günstig. Die Kirche ist sicher 30 x 30 x 40 groß. Ja, prima! sagte ich. Ich müsse zuerst hinten zu der Bude gehen und für 3 Euro Gold-Dollar kaufen, dann wiederkommen und bezahlen. – Ok! super! – Ging zu einem kleinen Zelt quer über den Platz, da saßen zwei Frauen drin die die Gold-Dollar verkauften. – Guten Tag, ich hätte gern für 3 Euro Gold-Dollar. – Kommen Sie denn vom Job-Center? – Nein. – Sind Sie denn sozial bedürftig? – Wieso? nö. – Dann können Sie keine Gold-Dollar kaufen. – Warum? – Hier ist ein Markt für Leute, die sich sonst das nicht leisten könnten. – Ach so. Dann darf ich hier gar nichts kaufen? – Nein, nur Bedürftige. – Ja, das ist ja gut, aber das ist doch blöd, ich wollte da hinten eine kleine Kirche aus Holz kaufen und jetzt muß ich gleich zu der Frau da gehen und ihr sagen, ich könnte die Kirche nicht kaufen, weil ich zuviel verdiene? – Ja, leider. – Aber das ist doch doof, hier sind doch auch sonst gar keine Käufer. – Ja, aber wir haben den Sozialmarkt extra dafür eingerichtet.
Ohne zu begreifen ging ich zurück und sagte der Frau mit den Häuschen ich DÜRFTE die Kirche nicht kaufen, weil ich ZU REICH sei. Der Frau tat es leid, den Frauen in dem Zelt hatte es auch leid getan. Vielleicht leider ein bißchen hirnrissig die Arme-Leute-Politik. (Als würde sich ein Hartz4-Empfänger eine selbstgebastelte, windschiefe Holzkirche kaufen und bei sich ins Schlafzimmer stellen. Ich hätte auch 7 Euro bezahlt! Jetzt aber habt ihr das Geld nicht und ich die Kirche nicht. Oder bin ich Karola Kraus mit so einem Denken?, dachte ich auch kurz.)(schlechter Text aber ich kann irgendwie nichts dafür.)




























Am 30. April 2010 um 20:46 Uhr |Die Nachbarin hat mir anläßlich der bevorstehenden Maidemo gerade von der Holger-Meins-Schweigedemo erzählt. Wie sie am Ernst-Reuter-Platz ganz schnell in die U-Bahn verschwunden ist, als sie die ganzen großen Pferde und Wasserwerfer gesehen hat. Diese Nachbarin ist nicht in Gold aufzuwiegen. Der ganze Wedding ist ein Irrenhaus, jeder Zweite im netto unzurechnungsfähig, mindestens, und trotzdem aber auch so gut, surreal, lustig, ich halte es nicht aus, aber bei den gepflegten Gesunden in Mitte oder Schwabing natürlich erst recht nicht. – Wahnsinn, Holger Meins ist an einem 9. November gestorben. [1974] Das Galerienwochenende überfordert mich so, daß mir nur schlecht ist und ich lauter schwer durchschaubare Handlungen ausführe. Ich muß noch zum Dussmann ein Buch kaufen und habe schon den ganzen Tag Angst es zu vergessen. Gleichzeitig denke ich, wie lächerlich die Angst ist bei einem Geschäft, das bis 24 Uhr offen hat. Aber gerade da passiert es doch, daß es einem erst wieder um halb 2 einfällt, weil man sich in falscher Sicherheit gewiegt hat! Oder gewogen. Gewogen und für zu schwer befunden. Mene mene tekel, uppsala, ofarim.
u-pharsin: Gott hat dein Königtum gezählt und beendet.
Wie will er das denn machen? – Läscherlisch.
1. Mai
das Buch gab es nichtmal. Um 23:40 betrat ich voller Abscheu das Kulturkaufhaus. Vor dem Dussmann war der elende Musikant und spielte Yesterday. Gegenüber gingen 2 jüngere Frauen in Miniröcken und sehr hohen Pumps sehr sehr langsam. erst dachte ich, sie seien besoffen, dann sah ich ihre schmerzverzerrten Gesichter. Sie rieben sich die Fersen und kneteten ihre Ballen. Starke Schadenfreude durchströmte meinen Leib. Das geschieht euch Recht ihr blöden Nudden. Dann fuhr ich ratlos ein bißchen unter den Linden herum und fotografierte die blühenden Kastanien an der Charité und war froh, nicht im Krankenhaus zu liegen, wenigstens. Dann fuhr ich heim und hielt mir selbst eine säuerliche Brandrede meine Lebensuntüchtigkeit betreffend.
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