Pink Floyd and his Band
16. Juni 2010Opening Thursday, 17.06.10, 20:00
18.06.10 – 12.09.10
Zedlitzgasse 3
1010 Wien
Prinzip der Verhältnismäßigkeit beachten.
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Eichwald schlägt vor, daß wir – wenn´s sich ausgeht – vor der Fahrt nach Büchsenhausen bei der Bundeswehr-Akademie vorbeifahren zur Eröffnung der Ausstellung UNMITTELBARER ZWANG UND BESONDERE BEFUGNISSE. Erst Bundeswehr, dann Tirol. Heute denken, morgen fertig.
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Sie kommen mich holen.
6.6.
Matinee im Arri-Kino Das weiße Band, dann Michael Schmidt Haus der Kunst. Ein paar der Mauersegler kenne ich noch aus dem letzten Jahr.
Krasser Film. Daß das Dorf Eichwald heißt, hat mir niemand gesagt.
Burghart Klaußner, Susanne Lothar, die Freundin vom Lehrer auch sehr gut, Leonie Benesch. Die tollen Kinder vom Past
or. Der Martin. Und die Tochter vom Arzt. ihr Bruder und der kleine Junge mit dem Vogel.
Draußen gleißend hell und ein Mann mit langen grauen Haaren und Bart an der Arri-Theke beim Weißbier fragte, wie ich es gefunden hätte. „Ich bin bewegt“, sagte Eichwald. Tatsächlich hatte ich mehrmals geweint. Dann ging ich zur Toilette und sah mit Schrecken, wie durchsichtig das Kleid ist. Schnell heim Unterrock anziehen.)
Bei der Bundeswehr-Akademie bekam ich dieses Schild. Daß mein Ausweis abgelaufen ist hatten sie nicht bemerkt.
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Nichts ist fertig. Keiner weiß Bescheid.
Da sagt man anderen immer, als Trost: wenn du nicht nervös wärest, wäre ja wohl was faul. ok. Aber was soll man sich selber sagen? Bei mir wirkt es nicht!
Hund im Motto-Hof
Schlesisches Tor
Heike Kabisch bei Chert
Nick Mauss bei NEU
Artothek im n.b.k, Chausseestraße. Hier sieht vieles ganz aktuell aus, bzw. tw. zukunftsweisend, vielleicht auch wegen der Kombinationen. Es reicht wenn man seinen Wohnsitz in Berlin hat, um auszuleihen. Einfach hingehen und mitnehmen, nur 1,50 Versicherungsgebühr wird erhoben. Man könnte sich die ganze Bude mit solchen Ensembles vollstellen. Meine ist leider schon voll. Neben dem Herrenklo hängt ein Markus Wolf von Thomas Kilpper, allerdings mit so einem eingenähten Boutique-Balken im Stoff, blau. Da dachte ich, das stört. Markus Wolf soll rein bleiben und nicht durch modische Accessoires verunziert werden. Mischa sieht ja wohl gut genug aus!
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Im Roten Rathaus
Der Russe Putin hatte dem regierenden Bürgermeister eine Uhr geschenkt, wohingegen der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Bill Clinton, ihm anscheinend nur ein bißchen eingerolltes Papier mitgebracht hat. Und zwar hat wahrscheinlich Clinton Diepgen die wertlosen Blätter geschenkt und Putin Wowereit die Uhr. Der ungenannte Präsident von Mali kam mit der geschmackvollen Ledertasche.
Julia Encke hat mit ihrer Einschätzung über den Preisträger leider ziemlich Recht, ein Selbstbewußtsein im Auftreten, das mittel bis schwer ins Unangenehme ragte, aber die Laudatio von Ulf Stolterfoht war mir eine Freude.
(Ich bin zwei Öltanks)
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Heute hatte ich nichts in den Mauen und nur unter Mühen diesen Raum geschafft, die Decke hatte ich gestern schon gestrichen. Der ältere Sohn hat sich schlössergelb gewünscht, hoffentlich ist er´s zufrieden.
Während der Arbeit erzählt mir D von der Versammlung und welche Vorkehrungen man treffen muß, falls der Herr Jesus überraschend in der Nacht kommt. Kleidung ordentlich über den Stuhl legen, gewaschen ins Bett. Er kenne eine Frau, die habe zwei Unterhosen übereinander an, damit sie, wenn der Herr Jesus kommt, die schmutzige schnell ausziehen kann.
vgl.
Mein armer nervenschwacher Freund wurde immer noch nervenschwächer angesichts der unangenehm lebensbejahenden, urknallauten Sambarhythmen vor seiner neuen Wohnung und bat uns, die Fenster zu schließen und in Ruhe weiter zu arbeiten.
Die Dämonen sahen gut aus.
Ein bißchen wie die Kölner Hunnenhorde.
Sehr lustig war, wie der F von NA dem [51jährigen] D riet, er solle zur Steigerung seines Selbstbewußtseins vielleicht doch noch den erweiterten Hauptschulabschluß nachmachen. Also mit Befähigung zur Realschule.
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Dienstag, 25. Mai 2010
um 2 eingeschlafen um 3:17 aufgewacht, ein Auto hupte ca 10 Mal, immer ganz kurz, in Brüchermühle wollte ich mich im Balkonzimmer zum Schlafen hinlegen, es war ganz dunkel und ich hörte jemand atmen. Ich ging hinaus und trat auf eine Eidechse, die aber schon tot war. Dann stand ich auf und trank ca 1 bis 2 Liter Cola. Jedenfalls ist es jetzt, am Morgen, frisch und klar. Nachts, wenn die ebay-Kunden schlafen muß ich wachen, daß ich nicht allerhand Mist ersteigere, ich ersteigerte seltsame Reklameentwürfe aus den 30er Jahren für Produkte, die nie die Marktreife erlangten und plötzlich hatte ich auch eine Idee für die Edition für Pro Choice. Unter Verwendung dieser frühen Nazi-Grafik des Abiturienten, Ewald Eichwald, endlose Hunnen-Kolonne, rette uns. 6 bis 10 Stück. 30 x 50. Die Mappe kam in einer großen Schachtel, wo ein Plastikhaus von Mattel drin war, aber nicht Barbie, ich habe es vergessen. Barbie sein Pferd. 8 Stück frühe Nazi-Grafik des Abiturienten Walter Hellmer 1935/36. Der Übergang vom Wandervogel zum Nationalsozialismus in drei einfachen Schritten.
scheint schon älter zu sein, ich sehe es zum ersten Mal. Anzeige aus der FAZ vom 21.5.10
Also wenn schon, dann müßte es natürlich auch nach draußen in die Kästen rein, wie JOOP!, Müller-Westernhagen, Udo, Sarah Connor und nicht nur zu den wohltemperierten Faz-Lesern.
Das ist der neue Immendorff, der Nachfolger des letzten großen BILD-Kollaborateurs.
Hoffentlich wird er nicht krank.
zum Schluß, als ich aber wirklich nicht mehr konnte und nicht mehr wollte, körperlich und nervlich zerrüttet nach 80 Kandidaten, kamen noch drei Nachzüglerinnen und schlugen die Kommission breit ihre Sachen probeweise auch noch zeigen zu dürfen, weil sie ein paar zusätzliche Meinungen einholen wollten, sagte ich tatsächlich zur letzten der drei Nachzüglerinnen, die nebst einigen Tierzeichnungen Rohrschachtests mit dicker Farbe auf DIN A 4 Blätter und diese dann auf größere schwarze Präsentationspappen aufgebracht hatte, hörte ich mich zur letzten der drei Nachzüglerinnen sagen: Was geht das das Universum an? und sie: ha? Und ich: Was ist Ihr künstlerisches Anliegen? – Ah?
Diese gemeine Frage hatte ich auch anderen Kandidaten zwischendurch gestellt, wenn mir zu den Werken überhaupt nichts einfiel, bzw. nur das Schlimmste, da waren sie erstmal beschäftigt und man konnte sich in aller Ruhe die nächste Gemeinheit ausdenken, was soll einem denn einfallen?
Ich zitiere hier einen meiner GROSSEN Kunst-Lehrer: „Ich kann bei Kunst nichts erkennen!“
(man kann natürlich schon was erkennen. Man kann erkennen, daß das Meiste von dem was man zu sehen bekommt sehr weit entfernt ist von dem,. worum es eigentlich geht und man spekuliert anhand des Gezeigten und sonstigen Äußerungen und des Ausdrucks des Kandidaten als Ganzen darüber, ob sie/er einer sein könnte, der ein bißchen was kapiert oder eines Tages was kapiert und damit so umgeht, daß sie/er zum Ganzen der Kunst wiederum in seiner/ihrer Weise einen interessanten, notwendigen, guten usw. Beitrag liefern kann. In etwa.)
siehe auch: Schwarze Nacht der Theorie
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3. Sommer-Style-Special Heft das etwas größer als das Heft aus diesem herausragt.Fazit: heiße Action und coole Trends, von wegen mausgrau. (ist immer noch die Bravo-Originalsprache. ich meine mich noch ganz grau zu erinnern, daß man denen die Sprache schon mit 12 nicht abgenommen hat, bzw.: abgenommen natürlich schon, das war eben Bravo-Sprache und nicht Jugendsprache. Und was Jugendsprache ist, weiß man ja als Kind und Jugendlicher gar nicht. Man wußte auch nicht, daß BRAVO versuchte die Sprache zu imitieren. Vielleicht war es auch nicht so und ist nicht so, sondern Bravo hat diese Sprache erfunden und beharrt jetzt darauf. Reitet seit 30 Jahren auf den 50 Vokabeln rum wie ein alter Konzeptkünstler auf seinem toten Pferd.) Minus: Die beiden Nackten gefallen mir beide nicht und hier besonders ihre Schamgegend. Beide haben so 2 mm lange Schamhaare. Der Junge findet sich selber sexy, aber man kann es nicht nachvollziehen. Sein Hodensack und Penis hängen ausdruckslos an ihm herum.
Gosh, selten auf so eine widerliche Seite verlinkt
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admin Am 14. Mai 2010 um 09:48 Uhr |
Oh Moses, ich hatte vergessen, daß die Gesobau-Abgeordneten heute früh kommen und die Wohnung aufnehmen. Ich saß im Schlafanzug in der Küche mit zuen Augen und sie fotografierten ALLES. Eine unstylische Frau und ein unstylischer Mann. Die Frau kam wahrscheinlich aus Baden-Württemberg. Ich sagte: da, ich habe mir extra den Zettel aufgehangen, daß Sie heute kommen. Da lachte sie ganz komisch, hell, säuisch. Es sei mir sehr peinlich. Da sagte sie: das kann ja mal passieren. Und nicht etwa: ach Quatsch, nicht schlimm. Sondern: kann ja mal passieren. Darf aber nicht. Ihr wäre das sicher nicht passiert. Dann steigerte ich mich ein bißchen in eine Wut hinein und dachte, daß DIE sich ja zu entschuldigen und zu schämen hätten mich hier im Schlaf zu überfallen, einzudringen und bloßzustellen. Anzuspucken und mit dem Handy zu filmen, (Dath). Aber es gelang nicht ganz.
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Teaser, ich zitiere aus dem Heft 3000 Nr. 2 Sebastian Stein
„zum einen sind beide Techniken [Provokation und Nonsens] voll entwickelt in die anfangs diagnostizierte hyperspektakuläre konsumgesellschaft. sie erfüllen sogar perfekt deren anforderungen: sie sind spektakulär, neu, unterhaltsam, sie sind einfach zu konsumieren und: sie sind sowohl gut vereinnehmbar – z.b. als kunst -, als auch als völlig belanglos ignorier- bzw. neutralisierbar – z.b. als kunst.“
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Ja. Aber mir scheint, man muß diese Logik ganz verlassen.
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Aurorafalter (Männchen)
Auf dem Parkplatz des Westernrestaurant Spezialitätenküche in Grünau an der Regattastrecke, die Straße dorthin heißt Adlergestell und führt nach Schmöckwitz und Eichwalde, längste Straße Berlins, 11,9 km, traf gestern eine Sippschaft zusammen, die sich untereinander nicht so genau zu kennen schien, stellte sich einander vor, reichte sich die Hand und sagte: ach ja! just zu dem Zeitpunkt als der R meinte dort einen Burger essen zu müssen. Er blieb nahe bei den Leuten stehen, musterte sie und sagte: Komm, wir tun jetzt so, als gehörten wir dazu. Das hätte wahrscheinlich geklappt. Die neuen Tabletten sind wohl zwar ganz gut, machen aber ein bißchen sehr schamlos. Jetzt will er in weißen Cowboystiefeln auch zum großen Großcousinen und -vetterntreffen ins Erzgebirge mitfahren, sich dafür beim Film einen Ferrari und ein Fettsuit leihen und ich soll ihn dort als meinen Mann präsentieren.
Das geht leider nicht.
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Die Antworten auf Fragen mancher Kunst der 60er, 70er Jahre, die sich einem entweder selbst so nie gestellt haben oder jetzt, heute nicht mehr stellen: das wußte ich nicht zu sagen. Ob ich den Forschungsgegenstand nicht mehr erkennen konnte oder nicht anerkennen wollte. Oder ob man gesättigt ist von dieser Art vom Style längst eingesackten Konzeptkunst und unlustig Anweisungen zu lesen auf vergilbten kleinen Blättern und Strichelchen und Zeitangaben, H macht einen Schritt, jetzt, und wie es wohl auf die Jüngeren wirkt. Genervt von lauen Briefen an die lieben Sammler. Es war wieder einmal sehr schön mit dir auch kocht die Frau gut. [es kann diese Briefe schon geben, die Frage ist, ob man sie (in einer vom Sammler selbst konzipierten Ausstellung) in dieser Breitheit zeigen muß.]
Daß die Leute viel mehr Zeit hatten, oder Geduld, (und genauer sein wollten,) dachte ich.
Gegen Broodthaers fallen die meisten anderen so ab, daß er gar nicht in diese Reihe gehört (derer, die ihren Lebtag lang auf quasi einer einzigen, nicht mal so besonders dollen Sache rumgeritten sind und reiten), meine ich gedacht zu haben. Das kriegen wiederum die Besucher nicht unbedingt mit, die davon vorher noch nichts gehört hatten, war meine berechtigte Sorge. Daß es da so ungefähr um ALLES geht, allem anderen vorgeschaltet. Man muß sie ein bißchen zwingen da hineinzugehen, mit dem Finger darauf zeigen, ungern. In sie hineingehen, deflorieren, oh Gott hilf mir.
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die immer wieder an- und fortgeleierte, obwohl seit mindestens 5 Jahren verbotene, Rede von Positionen [in der Gegenwartskunst] ist auch deswegen so quälend, weil damit so getan wird, als gäbe es für jeden Káck eine prinzipielle, unhintergehbare Berechtigung. Als sei eins ebenso gut und respektabel wie das andere. Als sei es überhaupt Etwas. Eine Position!
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Aus der Logischen Propädeutik
10.5.10

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Christian Am 10. Mai 2010 um 00:32 Uhr
Vielleicht setzt sich das Gute dóch immer durch
admin Am 10. Mai 2010 um 10:01 Uhr
ja
Exkurs: Existenztragende Wahrheit
admin Am 10. Mai 2010 um 10:42 Uhr
Du! Christian! JETZT sehe ich erst die Widmung in der Logischen Propädeutik. Das ist ja ein Wahnsinn. Bist du sicher, daß die handschriftlichen Eintragungen von Janssen stammen? Schrift sieht nach seiner aus, (ich hatte mich schon – ein klein wenig – über das Geschenk gewundert. Ich dachte es sei ein Wink, ich hätte Defizite aufzuarbeiten. Aber jetzt natürlich nicht mehr! Danke danke!)
admin Am 10. Mai 2010 um 11:03 Uhr
Handschriftliche Eintragungen
S. 53 oben: xx Handlung = Spazierengehen
S. 53 unten: x Handlung des sprachlichen Gliederns der Welt
S. 54 oben: Gehen als Handlung daneben: unleserlich als Handlung
S. 54 unten: Sprechen als künstliche Handlung
[Janssen hatte mal die Frage gestellt, ob „gute“ Bücher auch gut zu nennen sind, wenn sie niemand liest, bzw. darüber nachgedacht, was „gutes Buch“ heißt, wenn es niemand liest, das Gute daran/darin vollkommen wirkungslos bleibt, wovon man dann spricht, wenn man es „gut“ nennt. Ob das wirkungslose Gute auch gut zu nennen ist.]
[und darauf hingewiesen, daß da draußen, außerhalb der Universität, ein ganz anderer Wind weht. Kampf um Durchsetzung mit Mitteln, die der Philosoph gemeinhin nicht beherrscht. Etwas, das der Sache selbst äußerlich ist: sie an den Mann zu bringen. Vermittlung, angeben, quatschen, loben, Kontakte pflegen und derer mehr gesammelte Häßlichkeit.]
admin Am 10. Mai 2010 um 12:08 Uhr
unleserlich ist nicht irgendwas mit Verwirrungsich, wie ich erst las, sondern wohl Klavierspielen. Man müßte Klavier spielen können.
Ich bekomme gerade mein erstes Kultur und Gespenster gebracht, „Literarische Hermeneutik“ und freue mich an einer Anzeige zu „A-Angst. Eine Einzelstimmung von Thomas Gann“, [Einzelbestimmung heißt es richtig] blättere um und da kommt eine Anzeige zu Thomas Winklers Farbfeldmalerei und dann fällt ein Aufkleber heraus: Jetzt mit Gedichtinterpretationen. Es fällt noch mehr heraus, errata, Anschreiben, das Papier fühlt sich gut an. Samt. Vielleicht ist es Taiga samt [matt]. Ich bin mehr so ein haptischer Typ, ich bin ein Mensch der Haptik, praktisch ein Haptiker. Lesen will ich irgendwie nichts. Thomas Winkler traf ich am 1. Mai in Kreuzberg, wo er mir mitteilte, daß er an einem Karfreitag geboren ist. Das war schön. Sonst treffe ich niemanden. Wo sind denn alle? Muß ich mir selbst meine Krampfadern veröden oder herausziehen? Womit denn, oh Henry?
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Hallo Michaela
ja, es müßte eigentlich die Handschrift von Janssen sein. Die Schrift ist ja irgendwie unverwechselbar. Auch der Fundort des Buches vor Jahren in einem Kölner Antiquariat neben weiteren Büchern zu Husserl, zur französischen Philosophie, Wissenschaftstheorie etc. etc. lassen ziemlich deutlich darauf schließen, daß der Herr Janssen hier wohl schon einmal einen kleinen Teil seines Buchbestandes veräußert hat. Worauf es dann natürlich gleich in die Hände von „Literaten“ fallen mußte.(Komisch, das so vertraute Buch auf einmal in so einem kleinen Fenster zu sehen in einer ganz neuen Umgebung tausende Kilometer weit entfernt. Schön.)
Wenn ich nur wüßte, wieso ihm die „Handlung“ da so wichtig war?
So, ich muß ins Bett und kann leider nicht mehr weiterlesen. Aber bald wieder!
Gute Nacht
Oder einfacher: daß man sich mehr für die Welt selbst interessiert als dafür, wie einer die Welt sieht, für den man schwer Interesse aufbringen kann. Ich habe aber sicher sehr viele übersehen und rate auch nicht unbedingt dazu, es so zu machen wie ich. Freiwillig.
Die Verunreinigung kenn ich irgendwie nur von wissenschaftlicher/philosophischer Literatur: habe immer versucht, erst selbst darüber nachzudenken, bevor ich einen Text dazu gelesen habe. Wenn man einen Text liest, wird das Denken hübsch mitgeprägt, die Spuren und Weichenstellungen im Gehirn gestellt. Effekt: man hat nicht viel gelesen. (Aber man würde gerne.)
War dann an der Uni bei jemandem, der genau das Gegenteil gemacht hat: alles, von jedem, viel und schnell lesen. Das fand ich erst befremdlich, würde es aber heute tatsächlich bevorzugen (wenn ich es könnte). Allerdings muß man dazu sagen, daß die Lektüre immer von einer Diskussion in der Gruppe begleitet war. Hier waren dann wieder viele Stimmen (und Gedanken) zu hören, sodaß das Gewicht des gelesenen Textes gleich wieder relativiert wurde. Selbst wenn man nicht aktiv an der Diskussion teilnahm, war man doch – durch die bloße Möglichkeit, einmal drangenommen zu werden, wodurch man innerlich immer dabei war, an möglichen Antworten zu basteln, sowie durch das lebendige Mitverfolgen der Gedankenexperimente der anderen – sehr aktiv daran beteiligt (oops
) und der Lern- und Erinnerungseffekt war sehr hoch.
Ein der traditionellen geisteswissenschaftlichen einzelgrüblerischen genialischen tiefgängigen Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Welt (und dann des Einzelnen mit dem Text eines solchen Einzelnen) ganz fremdes Vorgehen, das gerade dadurch sehr gut tat. Na ja.
Tja, wer hätte das gedacht. Was du da alles hineintust! Wie bei Schumann in den großen Sarg:
Hinein leg ´ ich gar manches,
Doch sag ´ ich noch nicht, was
http://www.youtube.com/watch?v=RO5VntGPp1g
Seltsam, der Gegenstand über dem Fuß hat sich gar nicht verändert durch das neue Wissen. (Oder doch?) Ich könnte ihn mir stundenlang anschauen.
Tja, und das Publikum spielt auch noch immer mit eine Rolle.
Wie geht ´s deinem PC? Läuft er noch? Meine halten immer ca. 5 Jahre, dann sind sie entweder zu langsam oder geben den Geist auf. So, muß früh ins Bett, morgen etwas weiter fahren, diese Woche geht es um Arbeits- und Zugtiere wie Pferde. (Jetzt komm ich doch noch ins Reden) Das komische ist, daß dort eine völlig andere Klientel anwesend ist. Man ist in einem anderen Film.
Sonst hab ich immer Standard-Bauern-Söhnchen, z.T. verwöhnt, aber generell eher ärmlich und bescheiden in dieser Region hier, auch nicht sehr redsam. Vom System her sind es meist große (100 bis 200 Hektar) Rinder- und Schafszuchthaltungen, die meist zum Geldverdienen betrieben werden (ökonomisches Denken).
Bei den Zugtieren nun hat man fast ausschließlich Leute aus der linken Szene sozusagen, etwas offener, wesentlich redseliger, etwas planlos (mitten auf der Straße anhalten und den ganzen Verkehr aufhalten vor der Kreuzung an der man nicht weiß ob nach links oder rechts), mehr bunt und unorthodox, tierlieb und auf dem flower-power-trip. Vom System her kleiner Gemüseanbau, natürlich Bio, nur zwei bis drei Hektar, wenig Maschinen, viel Handarbeit und eben auch Einsatz von Zugtieren zum Pflügen etc.
Tja, welche „Kiste“ sucht man sich aus, bzw. in welche wird man (von klein Kind auf) gesteckt?
Aber das ist nicht so interessant! Erzähle lieber mehr von den Tieren! Wie bist du von Köln und dem Philosophie-Studium nach Frankreich zur Agrarwirtschaft gelangt? und was ist genau dein Beruf?
Ab und zu schaut man nochmal im Internet nach dem guten alten Paul Janssen (nebst anderen Kölner Erinnerungen), und siehe da, man stößt auf interessante Internetseiten wie uhutrust.com, nanu, wat soll das denn, na, kannste ja mal anklicken ![]()
Tja. So war das. Und deine Eltern haben dich gar nicht so recht erzogen? Und wie kommst du zur Kunst? (Mit 12 Jahren schon Gedichte geschrieben, habe ich doch vor kurzem erst gelesen?)
Andere Personen, ja. so schön es vielleicht wäre, sie mitspielen zu lassen, sie müssen erstens wollen.
Sie machen ja auch viele Probleme, Sorgen, Ärger, Trauer.
5:36 Dagmar, ich kann nicht noch mehr Zeit verschwenden. Ich bin erschöpft.
Danke für dein Buch!!
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Eine meiner liebsten Funktionen ist Nr. 7: Flusenspülen. Als ich ihr beim Flusen spülen zusehe merke ich, daß ich ein gutes und aufrichtiges Verhältnis zur Waschmaschine habe.
Am 6. Mai 2010 um 01:11 Uhr
die beiden schwulen Volltrottel in der Bahn. Sie sagen immer sehr sehr, ich finde ihn sehr sehr attraktiv, obwohl er ein sehr sehr kleines Gesicht hat. Er hat auch einen sehr sehr schönen Po. Er ist traurig und guckt auf diesem Foto sehr sehr ernst. Auch hat er diese Wangenknochen, da hat er natürlich Glück gehabt. sehr sehr viel Glück. Alles in einem sehr sehr affektierten Hochdeutsch, sehr viel – s —- JOOP!—- Meine Mutter [warum, verflucht, nicht MA oder MOM? sag es! sag es!] ist ja schon 44 (Rückseite), aber sie ist immer noch eine ganz ganz Hübsche. Sie hatte gute Argumente, um Papáh zu überzeugen. – Haha, schmunzelt der andere. Hahaha hihihi.
Ich sehe neue Horizonte auf mich zukommen.
Die Hoffnung auf ein neues Alphabet.
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jetzt fasziniert mich schon tagelang dieser Name. Ein großer Warenmarkt mit Kirmes, dreimal im Jahr für jeweils 9 Tage auf dem Mariahilfskirchplatz im Münchner Stadtteil Au. Ähnlich wie: es gibt sie noch, die guten Dinge, aber quasi zu Erzeuger- und nicht zu diesen verrückten Manufactum-Preisen, die ja nur für die kaputten Leute plausibel sein können, die von der Herstellung einer Sache total entkoppelt abgeschnitten sind, die zuviel Geld haben, die so gern schwelgen in den von Manufactum für sie aufbereiteten einfachen reinen ehrlichen Klosterwelten der guten Hände und Herzen Arbeit, weil sie selber so grundunrein und rettungslos verdorben sind.
Eine Dult ist im bairischen Sprachraum von der ursprünglichen Bedeutung her ein „Kirchenfest“. (Althochdeutsch tuld „Fest, Feier; Jahrmarkt“[1], mittelhochdeutsch tult, dult auch: „Kirchenfest“[2]. Das Wort stammt vermutlich aus dem Gotischen und bedeutete dort so viel wie „ausgelassenes Fest“.) (…) Die Jakobidult wurde erstmals im Jahr 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz veranstaltet. Von 1791 an fand sie in der Kaufinger-/Neuhauser Straße statt. Im Jahr 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor dem Münchner Vorort Au östlich der Isar das Recht, zweimal jährlich eine Dult abzuhalten. Aus dieser Zeit stammt der Name Auer Dult. Seit 1905 findet die Dult mit Ausnahme der Kriegs- und Nachkriegsjahre 1943-1946 dreimal im Jahr statt.
wir sollten dort zeichnen, aber ich kann es ja nicht, es war sehr frustrierend und schnell gab ich auf, ich suchte mir auch extra schwere Perspektiven aus, in der Kirche zur Mittagsmeditation, Seitenraum, hinter Gittern ein hellgrauer Metall-Kasten mit Wölbung, den ich nicht erriet, davor ein Holzregal hochkant mit roten Gesangbüchern drin, aus denen Strippen heraushingen. Ich habe selbst gedacht, wenn man möglichst stumpfsinnig versucht nur zu zeichnen, was man sieht, also nicht schon zusammengesetzt, sondern isoliert Detail an Detail reiht, da müßte doch eigentlich automatisch eine gute Zeichnung herauskommen.
Was leider nicht der Fall war. Statt gut behindert Nur verhockt.
Dann ging ich hinaus und kaufte eine emaillierte Vierkantpfanne der Firma Krüger aus Ahlen, innen blau außen schwarz, 9.50,- eine Topfbürste mit Gesicht für 2 Euro und 3 Meter gut erhaltenes Leintuch, 60 Jahre alt aus einer Wäschemangel für 15 Euro. Ab und zu sah ich die anderen, die irgendwo standen oder saßen und zeichneten und das war ein Anblick reinsten Glücks.
Die Auer Maidult geht noch bis Sonntag.
Am Zeichnen muß man länger dranbleiben.
Wie grün die Isar ist!
Es ist alles wahr!
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4.5.10
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je erschöpfter ich werde wird ´s besser, da hat man keine Kraft mehr sich zu verstellen
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Am 12. Mai 2010 um 10:14 Uhr: