Pink Floyd and his Band

16. Juni 2010
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Pofalla in Wien
Opening Thursday, 17.06.10, 20:00
18.06.10 – 12.09.10
Pro Choice
Zedlitzgasse 3
1010 Wien
www.prochoice.at

+43 650 840 78 12
Saturday 3-6 pm
and by appointment
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Could you please sell the piece? I don t want to take it home again, its too fragile.
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UNMITTELBARER ZWANG UND BESONDERE BEFUGNISSE

3. Juni 2010

Prinzip der Verhältnismäßigkeit beachten.

*
Eichwald schlägt vor, daß wir – wenn´s sich ausgeht – vor der Fahrt nach Büchsenhausen bei der Bundeswehr-Akademie vorbeifahren zur Eröffnung der Ausstellung UNMITTELBARER ZWANG UND BESONDERE BEFUGNISSE. Erst Bundeswehr, dann Tirol. Heute denken, morgen fertig. 

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*

Sie kommen mich holen.

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6.6.

Matinee im Arri-Kino Das weiße Band, dann Michael Schmidt Haus der Kunst. Ein paar der Mauersegler kenne ich noch aus dem letzten Jahr.

Krasser Film. Daß das Dorf Eichwald heißt, hat mir niemand gesagt.

Burghart Klaußner, Susanne Lothar, die Freundin vom Lehrer auch sehr gut, Leonie Benesch. Die tollen Kinder vom Pastvogel.jpgor. Der Martin. Und die Tochter vom Arzt. ihr Bruder und der kleine Junge mit dem Vogel.

Draußen gleißend hell und ein Mann mit langen grauen Haaren und Bart an der Arri-Theke beim Weißbier fragte, wie ich es gefunden hätte. „Ich bin bewegt“, sagte Eichwald. Tatsächlich hatte ich mehrmals geweint. Dann ging ich zur Toilette und sah mit Schrecken, wie durchsichtig das Kleid ist. Schnell heim Unterrock anziehen.)

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Bei der Bundeswehr-Akademie bekam ich dieses Schild. Daß mein Ausweis abgelaufen ist hatten sie nicht bemerkt.

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sigmar-polke-moderne-kunst-1968_72dpi.jpg   Zu Hause sterben.

Nichts ist fertig. Keiner weiß Bescheid.

Da sagt man anderen immer, als Trost: wenn du nicht nervös wärest, wäre ja wohl was faul. ok. Aber was soll man sich selber sagen? Bei mir wirkt es nicht!

Blumenkohl, was ist das?

28. Mai 2010

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Hund im Motto-Hof

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Schlesisches Tor

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Heike Kabisch bei Chert

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Nick Mauss bei NEU

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Artothek im n.b.k, Chausseestraße. Hier sieht vieles ganz aktuell aus, bzw. tw. zukunftsweisend, vielleicht auch wegen der Kombinationen. Es reicht wenn man seinen Wohnsitz in Berlin hat, um auszuleihen. Einfach hingehen und mitnehmen, nur 1,50 Versicherungsgebühr wird erhoben. Man könnte sich die ganze Bude mit solchen Ensembles vollstellen. Meine ist leider schon voll. Neben dem Herrenklo hängt ein Markus Wolf von Thomas Kilpper, allerdings mit so einem eingenähten Boutique-Balken im Stoff, blau. Da dachte ich, das stört. Markus Wolf soll rein bleiben und nicht durch modische Accessoires verunziert werden. Mischa sieht ja wohl gut genug aus!

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Im Roten Rathaus

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Der Russe Putin hatte dem regierenden Bürgermeister eine Uhr geschenkt, wohingegen der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Bill Clinton, ihm anscheinend nur ein bißchen eingerolltes Papier mitgebracht hat. Und zwar hat wahrscheinlich Clinton Diepgen die wertlosen Blätter geschenkt und Putin Wowereit die Uhr. Der ungenannte Präsident von Mali kam mit der geschmackvollen Ledertasche.

Julia Encke hat mit ihrer Einschätzung über den Preisträger leider ziemlich Recht, ein Selbstbewußtsein im Auftreten, das mittel bis schwer ins Unangenehme ragte, aber die Laudatio von Ulf Stolterfoht war mir eine Freude.
(Ich bin zwei Öltanks)

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Heute hatte ich nichts in den Mauen und nur unter Mühen diesen Raum geschafft, die Decke hatte ich gestern schon gestrichen. Der ältere Sohn hat sich schlössergelb gewünscht, hoffentlich ist er´s zufrieden.

Während der Arbeit erzählt mir D von der Versammlung und welche Vorkehrungen man treffen muß, falls der Herr Jesus überraschend in der Nacht kommt. Kleidung ordentlich über den Stuhl legen, gewaschen ins Bett. Er kenne eine Frau, die habe zwei Unterhosen übereinander an, damit sie, wenn der Herr Jesus kommt, die schmutzige schnell ausziehen kann.

vgl.

Es sind alle Dinge so voll Mühe


Karneval der Kulturen

24. Mai 2010

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Mein armer nervenschwacher Freund wurde immer noch nervenschwächer angesichts der unangenehm lebensbejahenden, urknallauten Sambarhythmen vor seiner neuen Wohnung und bat uns, die Fenster zu schließen und in Ruhe weiter zu arbeiten.

Die Dämonen sahen gut aus.
Ein bißchen wie die Kölner Hunnenhorde.

Sehr lustig war, wie der F von NA dem [51jährigen] D riet, er solle zur Steigerung seines Selbstbewußtseins vielleicht doch noch den erweiterten Hauptschulabschluß nachmachen. Also mit Befähigung zur Realschule.
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Dienstag, 25. Mai 2010

berichtigung.jpg   um 2 eingeschlafen um 3:17 aufgewacht, ein Auto hupte ca 10 Mal, immer ganz kurz, in Brüchermühle wollte ich mich im Balkonzimmer zum Schlafen hinlegen, es war ganz dunkel und ich hörte jemand atmen. Ich ging hinaus und trat auf eine Eidechse, die aber schon tot war. Dann stand ich auf und trank ca 1 bis 2 Liter Cola. Jedenfalls ist es jetzt, am Morgen, frisch und klar. Nachts, wenn die ebay-Kunden schlafen muß ich wachen, daß ich nicht allerhand Mist ersteigere, ich ersteigerte seltsame Reklameentwürfe aus den 30er Jahren für Produkte, die nie die Marktreife erlangten und plötzlich hatte ich auch eine Idee für die Edition für Pro Choice. Unter Verwendung dieser frühen Nazi-Grafik des Abiturienten, Ewald Eichwald, endlose Hunnen-Kolonne, rette uns. 6 bis 10 Stück. 30 x 50. Die Mappe kam in einer großen Schachtel, wo ein Plastikhaus von Mattel drin war, aber nicht Barbie, ich habe es vergessen. Barbie sein Pferd. 8 Stück frühe Nazi-Grafik des Abiturienten Walter Hellmer 1935/36. Der Übergang vom Wandervogel zum Nationalsozialismus in drei einfachen Schritten.

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Meese

20. Mai 2010

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scheint schon älter zu sein, ich sehe es zum ersten Mal. Anzeige aus der FAZ vom 21.5.10

Also wenn schon, dann müßte es natürlich auch nach draußen in die Kästen rein, wie JOOP!, Müller-Westernhagen, Udo, Sarah Connor und nicht nur zu den wohltemperierten Faz-Lesern.

Das ist der neue Immendorff, der Nachfolger des letzten großen BILD-Kollaborateurs.

 Hoffentlich wird er nicht krank.

Künstlerisches Anliegen

11. Mai 2010

zum Schluß, als ich aber wirklich nicht mehr konnte und nicht mehr wollte, körperlich und nervlich zerrüttet nach 80 Kandidaten, kamen noch drei Nachzüglerinnen und schlugen die Kommission breit ihre Sachen probeweise auch noch zeigen zu dürfen, weil sie ein paar zusätzliche Meinungen einholen wollten, sagte ich tatsächlich zur letzten der drei Nachzüglerinnen, die nebst einigen Tierzeichnungen Rohrschachtests mit dicker Farbe auf DIN A 4 Blätter und diese dann auf größere schwarze Präsentationspappen aufgebracht hatte, hörte ich mich zur letzten der drei Nachzüglerinnen sagen: Was geht das das Universum an? und sie: ha? Und ich: Was ist Ihr künstlerisches Anliegen? – Ah?

Diese gemeine Frage hatte ich auch anderen Kandidaten zwischendurch gestellt, wenn mir zu den Werken überhaupt nichts einfiel, bzw. nur das Schlimmste, da waren sie erstmal beschäftigt und man konnte sich in aller Ruhe die nächste Gemeinheit ausdenken, was soll einem denn einfallen?
Ich zitiere hier einen meiner GROSSEN Kunst-Lehrer: „Ich kann bei Kunst nichts erkennen!“

(man kann natürlich schon was erkennen. Man kann erkennen, daß das Meiste von dem was man zu sehen bekommt sehr weit entfernt ist von dem,. worum es eigentlich geht und man spekuliert anhand des Gezeigten und sonstigen Äußerungen und des Ausdrucks des Kandidaten als Ganzen darüber, ob sie/er einer sein könnte, der ein bißchen was kapiert oder eines Tages was kapiert und damit so umgeht, daß sie/er zum Ganzen der Kunst wiederum in seiner/ihrer Weise einen interessanten, notwendigen, guten usw. Beitrag liefern kann. In etwa.)

siehe auch: Schwarze Nacht der Theorie

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      Am 12. Mai 2010 um 10:14 Uhr:
    gestern habe ich mir eine BRAVO gekauft. Warum denn das!? Ich glaube, 1. wegen des Titelbildes, wo der (dieser) MENOWIN so falsch lacht, daß es mir gefällt und ich nicht weiß, was ich da noch falsch dran finden soll, es ist ein wahres Lachen. Wie sie ihn ausstaffiert haben ist mir nicht ganz klar. Weil, es gibt gar nichts NEues an dem Style. Oh schade, Daumen runter. Und ich weiß aber nicht, ob der Style nicht schon dreimal out und wieder in geworden ist, seit ich die letzte Bravo kaufte. Ich glaube nicht, das ist immer mitgelaufen. Warum denn auch nicht??? Wenn es seinen Typ doch unterstreicht?
    2. war ich fasziniert davon, daß ich überhaupt keine Namen kenne. Auf dem Titelblatt sind ca. 14 Personen abgebildet, von denen ich nur Miley Cyrus ein bißchen kenne, vom Namen her. Das ist doch Hanna Montana, oder? Aber weder Taylor Mommsen noch Justin Bieber oder Miranda Cosgrove.

3. Sommer-Style-Special Heft das etwas größer als das Heft aus diesem herausragt.Fazit: heiße Action und coole Trends, von wegen mausgrau. (ist immer noch die Bravo-Originalsprache. ich meine mich noch ganz grau zu erinnern, daß man denen die Sprache schon mit 12 nicht abgenommen hat, bzw.: abgenommen natürlich schon, das war eben Bravo-Sprache und nicht Jugendsprache. Und was Jugendsprache ist, weiß man ja als Kind und Jugendlicher gar nicht. Man wußte auch nicht, daß BRAVO versuchte die Sprache zu imitieren. Vielleicht war es auch nicht so und ist nicht so, sondern Bravo hat diese Sprache erfunden und beharrt jetzt darauf. Reitet seit 30 Jahren auf den 50 Vokabeln rum wie ein alter Konzeptkünstler auf seinem toten Pferd.) Minus: Die beiden Nackten gefallen mir beide nicht und hier besonders ihre Schamgegend. Beide haben so 2 mm lange Schamhaare. Der Junge findet sich selber sexy, aber man kann es nicht nachvollziehen. Sein Hodensack und Penis hängen ausdruckslos an ihm herum.

    |12:15 MvU ZEIT online Artikel über Anklam so berechenbar, daß es quietscht. Solche Artikel schreibt man eigentlich, wenn man NICHT dagewesen ist. Wenn man aber tatsächlich dagewesen ist und solche Artikel schreibt — Kommentar als bedenklich melden. ICH BIN gefahren mit Schulkindern im Bus von Usedom nach Anklam und die Fahrt war so ungewöhnlich und abseitig, Gespräche und Verhalten der Kinder und Jugendlichen gepaart mit deren Aussehen, dem Aussehen der Dörfer in denen sie ausstiegen usw. erregte so sensationell unbekannte Gefühle, daß ich für deren Beschreibung – leider – überhaupt keine Worte habe und mit den herkömmlichen nicht zufrieden wäre, weil es nicht stimmen würde. Andere haben auch keine, schreiben aber trotzdem. Die Kleinstadt ist trist. Die Bewohner tragen unstylische Jacken. Freitag abend ist nichts los. Nix stimmt am doofen Journalismus! Der bildet eine völlig eigene Welt aus, eine unnütze zweidimensionale Welt von der Journalisten denken der Leser wolle sie lesen und merke schon nichts. Paßt schon! weiß ja jeder irgendwie seit 30 Jahren wie es da ist. Oder der Journalist merkt auch selber nichts oder will es nicht? oder kann es nicht. Ihr lebt doch alle in einer Scheinwelt! Wacht endlich auf! Die Welt ist viel schöner und gibt viel mehr her. Gerade an solchen Orten ist man doch so aufgepeitscht, geht wie auf Eiern und denkt Sachen, die man sich nie vorher ausgemalt hat. Es müssen andere kommen und das besser sagen, Größere als ich. Ich will es nur schon einmal andeuten.


Johannes, der Täufer


da bleiben, wo man hingehört und da mit dem Ausdruck den Eindruck machen, den man für richtig oder sogar für schön hält

Gosh, selten auf so eine widerliche Seite verlinkt

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admin

Oh Moses, ich hatte vergessen, daß die Gesobau-Abgeordneten heute früh kommen und die Wohnung aufnehmen. Ich saß im Schlafanzug in der Küche mit zuen Augen und sie fotografierten ALLES. Eine unstylische Frau und ein unstylischer Mann. Die Frau kam wahrscheinlich aus Baden-Württemberg. Ich sagte: da, ich habe mir extra den Zettel aufgehangen, daß Sie heute kommen. Da lachte sie ganz komisch, hell, säuisch. Es sei mir sehr peinlich. Da sagte sie: das kann ja mal passieren. Und nicht etwa: ach Quatsch, nicht schlimm. Sondern: kann ja mal passieren. Darf aber nicht. Ihr wäre das sicher nicht passiert. Dann steigerte ich mich ein bißchen in eine Wut hinein und dachte, daß DIE sich ja zu entschuldigen und zu schämen hätten mich hier im Schlaf zu überfallen, einzudringen und bloßzustellen. Anzuspucken und mit dem Handy zu filmen, (Dath). Aber es gelang nicht ganz.

 

U30.jpg   heft3000.jpg  Teaser, ich zitiere aus dem Heft 3000 Nr. 2 Sebastian Stein

zum einen sind beide Techniken [Provokation und Nonsens] voll entwickelt in die anfangs diagnostizierte hyperspektakuläre konsumgesellschaft. sie erfüllen sogar perfekt deren anforderungen: sie sind spektakulär, neu, unterhaltsam, sie sind einfach zu konsumieren und: sie sind sowohl gut vereinnehmbar – z.b. als kunst -, als auch als völlig belanglos ignorier- bzw. neutralisierbar – z.b. als kunst.“

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Ja. Aber mir scheint, man muß diese Logik ganz verlassen.

Intrapreneurship

8. Mai 2010

lions.jpg saueft-nicki-etwa.jpg kultursaeule.jpg liebesbriefe.jpg ria.jpg seite 15.jpg kosmetik-in-buch.jpg harry-design.jpg krass.jpg konzertkarten.jpg tram-muenchen1.jpg bloss-ned.jpg neu collection.gif 20th-century-fox.jpg cui-bono.jpg mirsanmir.jpg top-pops.jpg 30-4-101.jpg 1.5.10.jpg herzeigen.jpg was-wollen-sie.jpg

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ws-in-gruenau.jpg noch-nie-gesehen.jpg    Aurorafalter (Männchen)

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Auf dem Parkplatz des Westernrestaurant Spezialitätenküche in Grünau an der Regattastrecke, die Straße dorthin heißt Adlergestell und führt nach Schmöckwitz und Eichwalde, längste Straße Berlins, 11,9 km, traf gestern eine Sippschaft zusammen, die sich untereinander nicht so genau zu kennen schien, stellte sich einander vor, reichte sich die Hand und sagte: ach ja! just zu dem Zeitpunkt als der R meinte dort einen Burger essen zu müssen. Er blieb nahe bei den Leuten stehen, musterte sie und sagte: Komm, wir tun jetzt so, als gehörten wir dazu. Das hätte wahrscheinlich geklappt. Die neuen Tabletten sind wohl zwar ganz gut, machen aber ein bißchen sehr schamlos. Jetzt will er in weißen Cowboystiefeln auch zum großen Großcousinen und -vetterntreffen ins Erzgebirge mitfahren, sich dafür beim Film einen Ferrari und ein Fettsuit leihen und ich soll ihn dort als meinen Mann präsentieren.
Das geht leider nicht.
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Bundesarchiv_Bild_183-U0708.jpg  Wochenendausflug Adlergestell 1979

Raum für phantasievolle Aktionen

6. Mai 2010

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Die Antworten auf Fragen mancher Kunst der 60er, 70er Jahre, die sich einem entweder selbst so nie gestellt haben oder jetzt, heute nicht mehr stellen: das wußte ich nicht zu sagen. Ob ich den Forschungsgegenstand nicht mehr erkennen konnte oder nicht anerkennen wollte. Oder ob man gesättigt ist von dieser Art vom Style längst eingesackten Konzeptkunst und unlustig Anweisungen zu lesen auf vergilbten kleinen Blättern und Strichelchen und Zeitangaben, H macht einen Schritt, jetzt, und wie es wohl auf die Jüngeren wirkt. Genervt von lauen Briefen an die lieben Sammler. Es war wieder einmal sehr schön mit dir auch kocht die Frau gut. [es kann diese Briefe schon geben, die Frage ist, ob man sie (in einer vom Sammler selbst konzipierten Ausstellung) in dieser Breitheit zeigen muß.]

Daß die Leute viel mehr Zeit hatten, oder Geduld, (und genauer sein wollten,) dachte ich.

Gegen Broodthaers fallen die meisten anderen so ab, daß er gar nicht in diese Reihe gehört (derer, die ihren Lebtag lang auf quasi einer einzigen, nicht mal so besonders dollen Sache rumgeritten sind und reiten), meine ich gedacht zu haben. Das kriegen wiederum die Besucher nicht unbedingt mit, die davon vorher noch nichts gehört hatten, war meine berechtigte Sorge. Daß es da so ungefähr um ALLES geht, allem anderen vorgeschaltet. Man muß sie ein bißchen zwingen da hineinzugehen, mit dem Finger darauf zeigen, ungern. In sie hineingehen, deflorieren, oh Gott hilf mir.

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die immer wieder an- und fortgeleierte, obwohl seit mindestens 5 Jahren verbotene, Rede von Positionen [in der Gegenwartskunst] ist auch deswegen so quälend, weil damit so getan wird, als gäbe es für jeden Káck eine prinzipielle, unhintergehbare Berechtigung. Als sei eins ebenso gut und respektabel wie das andere. Als sei es überhaupt Etwas. Eine Position!

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Aus der Logischen Propädeutik

10.5.10

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Christian Am 10. Mai 2010 um 00:32 Uhr

Vielleicht setzt sich das Gute dóch immer durch

admin Am 10. Mai 2010 um 10:01 Uhr

ja

Exkurs: Existenztragende Wahrheit

admin Am 10. Mai 2010 um 10:42 Uhr

Du! Christian! JETZT sehe ich erst die Widmung in der Logischen Propädeutik. Das ist ja ein Wahnsinn. Bist du sicher, daß die handschriftlichen Eintragungen von Janssen stammen? Schrift sieht nach seiner aus, (ich hatte mich schon – ein klein wenig – über das Geschenk gewundert. Ich dachte es sei ein Wink, ich hätte Defizite aufzuarbeiten. Aber jetzt natürlich nicht mehr! Danke danke!)

admin Am 10. Mai 2010 um 11:03 Uhr

Handschriftliche Eintragungen

S. 53 oben: xx Handlung = Spazierengehen
S. 53 unten: x Handlung des sprachlichen Gliederns der Welt
S. 54 oben: Gehen als Handlung           daneben: unleserlich als Handlung
S. 54 unten: Sprechen als künstliche Handlung

[Janssen hatte mal die Frage gestellt, ob „gute“ Bücher auch gut zu nennen sind, wenn sie niemand liest, bzw. darüber nachgedacht, was „gutes Buch“ heißt, wenn es niemand liest, das Gute daran/darin vollkommen wirkungslos bleibt, wovon man dann spricht, wenn man es „gut“ nennt. Ob das wirkungslose Gute auch gut zu nennen ist.]

[und darauf hingewiesen, daß da draußen, außerhalb der Universität, ein ganz anderer Wind weht. Kampf um Durchsetzung mit Mitteln, die der Philosoph gemeinhin nicht beherrscht. Etwas, das der Sache selbst äußerlich ist: sie an den Mann zu bringen. Vermittlung, angeben, quatschen, loben, Kontakte pflegen und derer mehr gesammelte Häßlichkeit.]

admin Am 10. Mai 2010 um 12:08 Uhr

unleserlich ist nicht irgendwas mit Verwirrungsich, wie ich erst las, sondern wohl Klavierspielen. Man müßte Klavier spielen können.

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Ich bekomme gerade mein erstes Kultur und Gespenster gebracht, „Literarische Hermeneutik“ und freue mich an einer Anzeige zu „A-Angst. Eine Einzelstimmung von Thomas Gann“, [Einzelbestimmung heißt es richtig] blättere um und da kommt eine Anzeige zu Thomas Winklers Farbfeldmalerei und dann fällt ein Aufkleber heraus: Jetzt mit Gedichtinterpretationen. Es fällt noch mehr heraus, errata, Anschreiben, das Papier fühlt sich gut an. Samt. Vielleicht ist es Taiga samt [matt]. Ich bin mehr so ein haptischer Typ, ich bin ein Mensch der Haptik, praktisch ein Haptiker. Lesen will ich irgendwie nichts. Thomas Winkler traf ich am 1. Mai in Kreuzberg, wo er mir mitteilte, daß er an einem Karfreitag geboren ist. Das war schön. Sonst treffe ich niemanden. Wo sind denn alle? Muß ich mir selbst meine Krampfadern veröden oder herausziehen? Womit denn, oh Henry?

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46 Reaktionen zu „Raum für phantasievolle Aktionen“

  1. Christian
     

    Hallo Michaela :-)ja, es müßte eigentlich die Handschrift von Janssen sein. Die Schrift ist ja irgendwie unverwechselbar. Auch der Fundort des Buches vor Jahren in einem Kölner Antiquariat neben weiteren Büchern zu Husserl, zur französischen Philosophie, Wissenschaftstheorie etc. etc. lassen ziemlich deutlich darauf schließen, daß der Herr Janssen hier wohl schon einmal einen kleinen Teil seines Buchbestandes veräußert hat. Worauf es dann natürlich gleich in die Hände von „Literaten“ fallen mußte.(Komisch, das so vertraute Buch auf einmal in so einem kleinen Fenster zu sehen in einer ganz neuen Umgebung tausende Kilometer weit entfernt. Schön.)

    Wenn ich nur wüßte, wieso ihm die „Handlung“ da so wichtig war?

    So, ich muß ins Bett und kann leider nicht mehr weiterlesen. Aber bald wieder!

  2. admin
    irgendwie unverwechselbar (obwohl nicht so ausgefallen) stimmt genau.hast du das Buch vom Antiquariat Unverzagt?

    Gute Nacht

  3. Christian

     

  4. Ja wie hießen die alle in Köln. Hänneschen und Bärbelchen, de ahl Säu, de Ratteköpp, Schmierlapp, Tünnes und Schäl. Und: IMITIERTE. Auf dem Platz hinter der Hahnentorburg in dem Antiquariat bin ich nie gewesen, auch nicht in der Fremdsprachenbuchhandlung. Pfeilstraße vielleicht. nein, du meinst ein anderes, fällt mir jetzt auf, auf der Hahnenstraße womöglich. Ich habe immer alles vom Unverzagt geholt, meistens bei dem in der Mensa, der Ausschuß aus dem Hauptgeschäft. Im Hauptgeschäft war er ja selber, da ging ich nicht so gerne hin.

  • Christian
    Ja der Ausschuß, meist war die Erwartung größer als die Hoffnung. Aber für den kleinen Hunger zwischendurch nicht schlecht. Im Hauptgeschäft war ich tatsächlich auch ein oder zweimal, aber immer wollte er (?) mir ein zerfladdertes Buch von Janssen, über Husserl, mit dicken grünen Anstreichungen für 4 Euro verkaufen. Das war ihm irgendwie ganz wichtig.Ahh, du kommst der Sache näher, es ist ein anderes, auf der Hahnenstraße Nummer 2, nahe beim Neumarkt. Leider funktioniert Streetview von Google in Deutschland nicht?Hmm, was war denn nun eigentlich da auf/über dem Fuß?
  • admin
    Fuß? Der Ausschuß bestand oft aus großen grotesk gemischten Prachtbänden [und abseitigen Fachzeitschriften] für eine Mark, das war eigentlich immer genau das, was ich gerne durchsehe, bis heute. Literatur habe ich in meiner ganzen Universitätszeit im Grunde nicht gekauft und nicht gelesen, nur das Allernötigste. Nicht mal die kleine Leseliste der Germanisten abgearbeitet. Eigentlich traurig. Aber wie soll man lesen, wenn man oft nach 3 Sätzen schon abschweift und das Abschweifen viel lieber tut, als sich von irgendeinem Fremden seinen langweiligen Kosmos samt Personal aufzwingen zu lassen. ROMAN. Ich weiß nicht genau, wogegen sich die Abwehr richtet. Es ist das reingezogen werden sollen selbst, vermutlich, wenn man lieber draußen bleiben will.
    Die ungewollte Befleckung.Die Verunreinigung, die man vielleicht nicht mehr los wird.

    Oder einfacher: daß man sich mehr für die Welt selbst interessiert als dafür, wie einer die Welt sieht, für den man schwer Interesse aufbringen kann. Ich habe aber sicher sehr viele übersehen und rate auch nicht unbedingt dazu, es so zu machen wie ich. Freiwillig.

  • Christian
    Interessant, mit dem Abschweifen. Fuß? Der weiße Fuß mit den roten Zehnägeln.Die großen Bände habe ich mir nie angeschaut, immer nur unter den kleinen Büchern gesucht ob nicht doch noch etwas interessantes dabei wäre. War immer schön, wenn man auch selten etwas gefunden hat.

    Die Verunreinigung kenn ich irgendwie nur von wissenschaftlicher/philosophischer Literatur: habe immer versucht, erst selbst darüber nachzudenken, bevor ich einen Text dazu gelesen habe. Wenn man einen Text liest, wird das Denken hübsch mitgeprägt, die Spuren und Weichenstellungen im Gehirn gestellt. Effekt: man hat nicht viel gelesen. (Aber man würde gerne.)

    War dann an der Uni bei jemandem, der genau das Gegenteil gemacht hat: alles, von jedem, viel und schnell lesen. Das fand ich erst befremdlich, würde es aber heute tatsächlich bevorzugen (wenn ich es könnte). Allerdings muß man dazu sagen, daß die Lektüre immer von einer Diskussion in der Gruppe begleitet war. Hier waren dann wieder viele Stimmen (und Gedanken) zu hören, sodaß das Gewicht des gelesenen Textes gleich wieder relativiert wurde. Selbst wenn man nicht aktiv an der Diskussion teilnahm, war man doch – durch die bloße Möglichkeit, einmal drangenommen zu werden, wodurch man innerlich immer dabei war, an möglichen Antworten zu basteln, sowie durch das lebendige Mitverfolgen der Gedankenexperimente der anderen – sehr aktiv daran beteiligt (oops :-) ) und der Lern- und Erinnerungseffekt war sehr hoch.

    Ein der traditionellen geisteswissenschaftlichen einzelgrüblerischen genialischen tiefgängigen Auseinandersetzung des Einzelnen mit der Welt (und dann des Einzelnen mit dem Text eines solchen Einzelnen) ganz fremdes Vorgehen, das gerade dadurch sehr gut tat. Na ja.

  • admin
    Würde ich auch bevorzugen, oder? weiß nicht. Ich halte es für eine Schwäche, so viel Schiß vor Verunreinigung zu haben, dann aber wieder berechtigt, weil man empfindlich ist. Es reicht manchmal eine Viertelstunde Smalltalk mit einem Societisten, um mich zu erledigen. Wünschen tut man mehr Souveränität im Umgang und Abperlen lassen, was man nicht will. Ich könnte auch denken: ich bin jetzt in einem Alter und in einer Lage, wo man nicht mehr so viel Angst haben müßte, wo man ungefähr weiß, wer man ist. Da kann man schon bißchen was verknusen. Das würde auch stimmen. – Ich war heute bei einem Diederichsen-Vortrag über Minimal Music im Daimler Haus Huth, das war auch lustig. Und zum anschließenden Minimal-Konzert geblieben. Brumm— brumm — brumm — brumm —
    In dem weißen Fuß mit den roten Zehennägeln befindet sich, wenn ich mich recht erinnere, eine zerschmolzene Zaziki-Schachtel aus Plastik, mehrere Pilze aus der Dose, Zahnräder aus Uhrwerken und ein runder grüner Radiergummi, in der Mitte Metall. Aufschrift auf der einen Seite: BOHEMIA WORKS. Auf der anderen Seite: BLACKSUN. Daher der Titel. Bohemia ist in dem Fall eine Herkunftsbezeichnung, Böhmen. Bohemia Works ist eine 1957 gegründete Tochterfirma von KOH-I-NOOR, Zeichenbedarf, Tschechoslowakei. Heute Hartmuth oder Hardtmuth.
  • Chrstn
    Dmt d txt ml krzr wrdn:Nein, das dauert zu lange.Diedrich Diederichsen? Kenne ich natürlich nicht. Liest sich aber gut (im Internet etwas gefunden).

    Tja, wer hätte das gedacht. Was du da alles hineintust! Wie bei Schumann in den großen Sarg:

    Hinein leg ´ ich gar manches,
    Doch sag ´ ich noch nicht, was

    http://www.youtube.com/watch?v=RO5VntGPp1g

    Seltsam, der Gegenstand über dem Fuß hat sich gar nicht verändert durch das neue Wissen. (Oder doch?) Ich könnte ihn mir stundenlang anschauen.

  • admin
    Kennst du natürlich nicht? Hart.
    Den Fuß hat jemand gekauft, alles andere ist nicht verkauft, aber ich weiß nicht, wer, ein unbekannter Amerikaner. Sam Hook. Gordon Blue. Neil Dream. Dream Dream Dream hatte ich mir gemerkt in Diedrichs Vortrag. Da war niemand, den ich kannte, was natürlich gut ist. Da braucht man auch selbst nichts machen, außer aufnehmen. Und doch: warum geht da niemand hin? Unbekanntes, irritierendes Berlin. Freudloses Berlin. „Die Guten vereinzeln, die Schlechten bilden Grüppchen und dann gibt es noch das Riesenrätsel Familiengründung.“ – Nein, oder?
    Schwere dunkle Männer vor der Tür des Haus Huth. – Symposion? – Ja. – Everly Brothers, Dream Syndicate, Every Brothers. Die Klänge des Kontrabaß haben großen Eindruck gemacht. Auch, sich überhaupt so ein Instrument anzuschaffen, damit zu Hause zu üben und es herumzutragen. (Vielleicht war es auch kein Kontrabaß, denn das Instrument schien mir selbst für einen Kontrabaß ungewöhnlich groß und dick und dunkel und hatte 6 Saiten, in mir zum Klingen gebracht.)
    Der Minimal-Komponist sollte den Vorwurf der stasis (??????) nicht zurückweisen, er soll anders damit umgehen. Er soll nicht sagen, der Vorwurf ist falsch, sondern, Vorwerfer, dein Gesetz ist falsch. Das klingt natürlich immer gut.Auch schmunzelt das Publikum meistens, wenn Drogenrausch erwähnt wird, oder irgendjemand sei „verrückt.“
  • Christian
    Ja, kenne ich natürlich (mal wieder) nicht. Hat mich eigentlich selbst erstaunt, zumindest den Namen sollte man schon einmal gehört haben. Hatte ich aber nicht. Diesmal war ich es, der denken mußte: „huch, da hab ich wohl was verpaßt?!“ (Auch das Spex kenne ich nur vom Namen, irgendwelche dunklen Zusammenhänge sind da glaube ich auch noch gespeichert, aus längst vergangenen Zeiten).Wie fand ´st du denn den Schumann-Lied-Vortrag-im-eigenen-Wohnzimmer auf YouTube? Man konnte doch richtig ablesen an ihm, was alles zu dieser ganz speziellen Musikkulturszene dazugehört: das Stillestehen, die Hände zwingen unten zu halten, irgendwann ab der Hälfte des Liedes fängt dann aber doch die Musik an zu wirken (beim Zuhörer wie beim Vortragenden) und legt sich wie eine neue Schicht auf die vorherigen Schichten (oder Gedanken) und verändert sie ein wenig (die Hände bleiben nicht mehr ganz so ruhig, Bewegungen werden feiner und „natürlicher“, Aufmerksamkeit schweift ab woandershin), zum Schluß demütiges Stehen plus Atmen. An Sängern die man auf der Bühne zu Gesicht bekommt, sieht man das so direkt oft gar nicht mehr.Schon wieder so ein langer Text. Nun noch schnell: Die Guten vereinzeln etc., von wem stammt denn dieser tolle Ausspruch? Wußte gar nicht daß man deine Werke auch kaufen kann. Stasis = Statik? Den Vorwurf könnte man dem Schumann-Sänger ja auch machen.

    Tja, und das Publikum spielt auch noch immer mit eine Rolle.

  • admin
    Die Katze Liese ist anscheinend erkältet und krächzt wie ein alter Vogel, das ist vielleicht lustig! Der Mensch ist zum Verbrauch, seine Werke zum Verkauf bestimmt. Alles muß restlos verschwinden. Ich bin im Amt bestätigt worden und nun gerührt. – Wenn einem ein Satz unheimlich ist, kann man ihn in Anführungszeichen setzen. Der Schumann-Vortrag war mir peinlich und ich mußte ihn bald abbrechen, deswegen kam ich gar nicht dazu, was du beschriebst. Ich werde ihn mir gerne noch einmal ganz ansehen. (bei klassischen Sängern, bei anderen Sängern aber auch, werde ich ein Gefühl der Peinlichkeit fast nie los, außer sie sind so überwältigend gut und einnehmend, daß man alles vergißt, aber das kommt ja nicht so oft vor. Wenn einer im Wohnzimmer steht und da so anhebt — fühle ich mich leicht wie Beavis und Butthead.
    Ich war erst 2 oder 3mal in der Oper.)Sing, Liese, sing!

    Reminds me of that dancing cockatoo!

  • Christian
     

 

 

 

  • Christian
    oops, die „delete“-Tags wurden vom Server weginterpretiert, die Zeile sollte gelöscht werden. – Ja, Michaela, ich glaube man kann sagen diese Version vom Lied fängt schon an, viele der althergebrachten Erwartungshaltungen nicht mehr zu bedienen, und ist eine ganz neue Erfahrung. Ich würde mal fast vermuten, daß dir diese Version im Vergleich zu den meisten anderen am besten gefällt?Am besten finde ich, wenn am Schluß beim letzten, theatralisch vorgetragenen „hinein“ dieser grüne Busch erscheint. Könnte fast auch moderne Kunst sein. – Mein Gott, jetzt sehe ich erst daß du das ja schon angegeben hast (2:46), das ist ja was! Interessant. Witzig, na, dann ist die Stelle doch wirklich sehr auffällig. Auf jedenfall eine tolle Stelle.
  • admin
    Der Sänger kommt aus Südkorea. Er weiß vielleicht gar nicht, was er da singt. Dafür spricht, daß er diese Bilder dazu gewählt hat. Ich finde er macht es wirklich gut, das Ganze. Youtube ist wirklich eine gute Erfindung. Es wird erst 5. Ich glaube, ich habe Dekubitus, den ganzen Tag körperlich und geistig gelähmt, gestern auch schon. Der Ritter soll mir so ein Windbett bringen, daß man sich nicht mehr durchliegt. 23:40 Ungedeckte Leerverkäufe und dieser Fleischkleber sind verboten. Das habe ich heute ca. 500 Mal gehört, es wird also wahrscheinlich stimmen. Aber welche Konsequenzen soll ich daraus ziehen?
  • admin
     

 

  • Christian
    Donnerstag
    Was soll man denn machen? Und „gegen“ wen (oder was)? Oder vielleicht „für“ etwas? Die einen sagen so, die anderen genau das Gegenteil. Wer hat Recht? Ich finde allerdings auch, daß turbulente Zeiten auf uns zukommen. Vielleicht auch keine schönen. Ich finde allerdings ebenfalls, daß, in großer Linie gesehen, Europa oder genereller der Westen (plus Rußland) auf einem absteigenden Ast ist. Ich glaube, links und rechts, Sozialismus und Kapitalismus und Kommunismus, Ost und West haben sich überlebt und werden keine besondere Rolle mehr spielen. Neues wird entstehen. Und daran werden vornehmlich außereuropäische Kräfte mitwirken (mitwerken; wie hieß dies Fach in der Schule früher, Kunst und Werken?). – Das sagt allerdings jemand, der von solchen Sachen wie Politik und Wirtschaft etc. irgendwie keine große Ahnung hat. Kapier das einfach nicht.Ja, stimmt, gute Lösung mit dem Koreaner und daß er den Text gar nicht versteht. Er hat seine Sache wirklich sehr gut gemacht, find ich auch.
  • admin

 

 

  • Christian
    Wenn bei einander fremden und feindseligen Ameisenstämmen – falls ich das richtig verstanden habe – in mehreren Probewettkämpfen, an denen stellvertretend lediglich einige Sonderameisen teilnehmen, festgestellt wird, daß der eine Stamm deutlich geringer an Zahl ist, wird dieser vom stärkeren Stamm überfallen.
    (Wiking-Jugend?)
  • Christian

 

 

 

 

 

 

  • Christian

 

  • admin
     

 

  • Christian
    ja, das finde ich so ungefähr auch.Man hätte aber zusätzlich auch gerne mal gewußt, was das ganze IST, damals wie heute. (Wie man selbst ist, z.B., was man ja heute schon etwas besser, d.h. eingefahrener oder in-der-Beurteilung-stabiler-bleibend einschätzen kann).Ist wahrscheinlich auch nur ein Wunschdenken, irgendwann an einen ruhigen Pol des Erkennens zu kommen, keine größeren Schwankungen mehr drin zu haben in den immer wieder erneuten Beurteilungsversuchen; obwohl man sich diesem Ziel doch in der Praxis durchaus annähern kann. Hm, nicht gut ausgedrückt, zu faul gewesen heute.

    Wie geht ´s deinem PC? Läuft er noch? Meine halten immer ca. 5 Jahre, dann sind sie entweder zu langsam oder geben den Geist auf. So, muß früh ins Bett, morgen etwas weiter fahren, diese Woche geht es um Arbeits- und Zugtiere wie Pferde. (Jetzt komm ich doch noch ins Reden) Das komische ist, daß dort eine völlig andere Klientel anwesend ist. Man ist in einem anderen Film.

    Sonst hab ich immer Standard-Bauern-Söhnchen, z.T. verwöhnt, aber generell eher ärmlich und bescheiden in dieser Region hier, auch nicht sehr redsam. Vom System her sind es meist große (100 bis 200 Hektar) Rinder- und Schafszuchthaltungen, die meist zum Geldverdienen betrieben werden (ökonomisches Denken).

    Bei den Zugtieren nun hat man fast ausschließlich Leute aus der linken Szene sozusagen, etwas offener, wesentlich redseliger, etwas planlos (mitten auf der Straße anhalten und den ganzen Verkehr aufhalten vor der Kreuzung an der man nicht weiß ob nach links oder rechts), mehr bunt und unorthodox, tierlieb und auf dem flower-power-trip. Vom System her kleiner Gemüseanbau, natürlich Bio, nur zwei bis drei Hektar, wenig Maschinen, viel Handarbeit und eben auch Einsatz von Zugtieren zum Pflügen etc.

    Tja, welche „Kiste“ sucht man sich aus, bzw. in welche wird man (von klein Kind auf) gesteckt?

  • admin
    Von der Beschreibung deines Arbeitsplatzes (Zugtiere etc.) geht eine tröstende und beruhigende Strahlkraft in mich ein und der Mond scheint in mein Zimmer rein.
    Gute Nacht!
    (Kiste? eingefahren? man kann auch flüssig bleiben oder werden. Ich bin flüssiger, auch froher, als mit 23 oder 33. Und meine Eltern haben mich kaum erzogen, ich glaube weil sie nicht richtig wußten, was das ist. Eigentlich ganz gut.)26.5. Ich kann an einen „ruhigen Pol des Erkennens kommen“, ich kann ihn auch wieder verlassen. Ich will gern Schwankungen drin haben und mutwillig herbeiführen.

    Aber das ist nicht so interessant! Erzähle lieber mehr von den Tieren! Wie bist du von Köln und dem Philosophie-Studium nach Frankreich zur Agrarwirtschaft gelangt? und was ist genau dein Beruf?

  • Christian
    Ja, ist eigentlich schön, nicht erzogen zu sein. In manchen Punkten ist es aber auch wiederum schön, DASS man erzogen wurde (von Eltern oder vielmehr auch von anderen). Jemand der einem zeigt wie man am besten mit dem Hammer einen Nagel einschlägt, oder einem zu verstehen gibt was an Musik schön ist, und das ganze in einer positiven Weise macht, sodaß man mit allen möglichen Problemen umzugehen lernt und dadurch sowohl die Probleme nicht mehr hat als auch fröhlich ist weil alles so gut klappt, was – wenn das in der Jugend gelernt wird – dann auch noch für den Rest des Lebens so bleibt, so jemanden vermisse ich doch manchmal insbesondere bei grundlegenden Schwächen die man leider bis heute hat. Andererseits ist es sehr schön und wohltuend, nicht so geformt zu sein. (So wie du) ;-)
    Wie ich nach Frankreich komme? Per Zufall, über meine Eltern (na sowas, da sind sie ja schon wieder). Eigentlich müßte ich Musikwissenschaftler sein, vom Studium her, aber das will ich gar nicht mehr. Lieber Wissenschaftstheorie (in breiterem Sinne), Philosophie, Linguistik, Informatik, aber auch Historik, klar Musik natürlich auch immer noch. Irgendwo in diesem Bereich.Habe 2006 meine Doktorarbeit abgebrochen (aufgrund einer Menge berechtigter Gründe) und schlage mich seit dem so durchs Leben (wie vorher auch schon). War 6 Monate bei meinen Eltern, Landwirtschaft, ganz neue Erfahrung sowohl was das Arbeiten in/mit der Natur als auch was meine Eltern betrifft. Dann zwei Jahre Nachhilfe gegeben (erst nach 4 Monaten erfolgloser Arbeitssuche kam ich auf diese rettende Idee), war eigentlich ganz gut, aber ich bin einfach kein Geschäftsmann. Wieder bei meinen Eltern und besuche hier eine Landwirtschaftsschule, seit wieviel Jahren nochmal die Schulbank drücken, von morgens 8 bis abends halb sechs.

    Ab und zu schaut man nochmal im Internet nach dem guten alten Paul Janssen (nebst anderen Kölner Erinnerungen), und siehe da, man stößt auf interessante Internetseiten wie uhutrust.com, nanu, wat soll das denn, na, kannste ja mal anklicken ;-)

    Tja. So war das. Und deine Eltern haben dich gar nicht so recht erzogen? Und wie kommst du zur Kunst? (Mit 12 Jahren schon Gedichte geschrieben, habe ich doch vor kurzem erst gelesen?)

  • admin

 

 

  • admir
     

 

  • Christian
    habe neulich ein spannendes Buch gefunden, hab es dir zugeschickt, bin gespannt ob du es schon kennst. War irgendwie eine Lebensgeschichte, oder auch ein Roman, beides. Das einzige was mich etwas verwundert hat ist, daß die Handlungsperson ihr Leben immer ganz allein durchlebt. Da hätte man meine ich ruhig noch ein paar Personen über längere Zeiträume mitspielen lassen können. Wär doch schöner gewesen. Aber vielleicht ist es letztendlich einfach nun mal so. – Habe dabei auch (wann war das, Mittwoch? Seit Monaten endlich mal wieder in einer Stadt und einer Buchhandlung gewesen) eine neue philosophische Reihe entdeckt, Chemins philosophiques, die Philosophie eher aus analytischer Sicht behandelt, kleine Büchlein von ca. 100 Seiten, das über analyseï fand ich sehr gut geschrieben, ein zweites „Qu�est-ce qu�un nombre“ hab ich bestellt, bin gespannt darauf. Komisch, sowas find ich gut. – Sorry, ich müll mal wieder deinen schönen Blog voll. Muß mich jetzt zum Sachen-Abarbeiten zwingen. Mit Wein, wie ich gerade im Hintergrund höre. Na denn. Werde mir die Bilder bei dir zur Heike Kabisch aber noch schnell anschauen, wo du sie so lobst.
  • admin
    Er, Kabisch, wird einen weiteren Mord verüben.
    Schrieb ich einmal. Warum, wozu, keiner weiß es. „Kabisch“ schien mir ein typischer Name aus Der Kommissar oder Derrick, ein Reinecker Name. So wie der ZDF-Autor denkt, wie die Leute für die er schreibt denken, daß Leute ganz normal, plausibel, natürlich heißen, Grabert, Gellert, Helmes, Kabisch usw., in Wirklichkeit aber keiner so heißt. Und plötzlich doch jemand real so heißt.
    Ich hatte das hoffentlich nicht so gelobt, es kann ja auch alles mögliche sein, weil ich die Künstlerin nicht kenne. Wenn man die Künstlerin nicht kennt, bzw. nur diese eine Sache, kann man eigentlich nichts sagen, nur soviel, daß Onehundred und ich, je länger wir in dem Raum blieben, fanden, daß diese Ausstellung immer besser wird.
    Auch die heutige Veranstaltung war das Hingehen wert, die festliche Verleihung des Oskar Pastior Preises im Roten Rathaus zu Berlin. Die Wirklichkeit ist ein virulentes Sprachproblem. Ich habe alles verstanden.“Ist ein Gedicht eins? Oder ist es – schrecklicher Gedanke – Prosa?“

    Andere Personen, ja. so schön es vielleicht wäre, sie mitspielen zu lassen, sie müssen erstens wollen.
    Sie machen ja auch viele Probleme, Sorgen, Ärger, Trauer.

    5:36 Dagmar, ich kann nicht noch mehr Zeit verschwenden. Ich bin erschöpft.

  • Christian

 

  • Christian
    Hm, und wer ist denn nun Dagmar??
    || PAUSE

 

  • admin
    Und jetzt muß ich wieder zum anstreichen, bin schon viel zu spät, weil ich geschlafen habe wie ein Stein bis 11:17. Der Sohn will sein Zimmer in „Schlösser-Gelb“. Bezieht sich glaube ich auf die Farbe der preußischen Schlösser. Bzw. Schloß Homburg.

    Danke für dein Buch!!

 

  • Christian
     

 

 

  • admin
    Das Eierwasser mutwillig verkochen lassen.

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    Eine meiner liebsten Funktionen ist Nr. 7: Flusenspülen. Als ich ihr beim Flusen spülen zusehe merke ich, daß ich ein gutes und aufrichtiges Verhältnis zur Waschmaschine habe.

 

Hörer aller Fakultäten

4. Mai 2010

MB-sehr-sehr1.jpg

Am 6. Mai 2010 um 01:11 Uhr

die beiden schwulen Volltrottel in der Bahn. Sie sagen immer sehr sehr, ich finde ihn sehr sehr attraktiv, obwohl er ein sehr sehr kleines Gesicht hat. Er hat auch einen sehr sehr schönen Po. Er ist traurig und guckt auf diesem Foto sehr sehr ernst. Auch hat er diese Wangenknochen, da hat er natürlich Glück gehabt. sehr sehr viel Glück. Alles in einem sehr sehr affektierten Hochdeutsch, sehr viel – s —- JOOP!—- Meine Mutter [warum, verflucht, nicht MA oder MOM? sag es! sag es!] ist ja schon 44 (Rückseite), aber sie ist immer noch eine ganz ganz Hübsche. Sie hatte gute Argumente, um Papáh zu überzeugen. – Haha, schmunzelt der andere. Hahaha hihihi.

Ich sehe neue Horizonte auf mich zukommen.

Die Hoffnung auf ein neues Alphabet.

Auer Dult

27. April 2010

die-ideale-buerste.jpg         HD

jetzt fasziniert mich schon tagelang dieser Name. Ein großer Warenmarkt mit Kirmes, dreimal im Jahr für jeweils 9 Tage auf dem Mariahilfskirchplatz im Münchner Stadtteil Au. Ähnlich wie: es gibt sie noch, die guten Dinge, aber quasi zu Erzeuger- und nicht zu diesen verrückten Manufactum-Preisen, die ja nur für die kaputten Leute plausibel sein können, die von der Herstellung einer Sache total entkoppelt abgeschnitten sind, die zuviel Geld haben, die so gern schwelgen in den von Manufactum für sie aufbereiteten einfachen reinen ehrlichen Klosterwelten der guten Hände und Herzen Arbeit, weil sie selber so grundunrein und rettungslos verdorben sind.

Eine Dult ist im bairischen Sprachraum von der ursprünglichen Bedeutung her ein „Kirchenfest“. (Althochdeutsch tuld „Fest, Feier; Jahrmarkt“[1], mittelhochdeutsch tult, dult auch: „Kirchenfest“[2]. Das Wort stammt vermutlich aus dem Gotischen und bedeutete dort so viel wie „ausgelassenes Fest“.) (…) Die Jakobidult wurde erstmals im Jahr 1310 am Anger, dem heutigen Sankt-Jakobs-Platz veranstaltet. Von 1791 an fand sie in der Kaufinger-/Neuhauser Straße statt. Im Jahr 1796 verlieh Kurfürst Karl Theodor dem Münchner Vorort Au östlich der Isar das Recht, zweimal jährlich eine Dult abzuhalten. Aus dieser Zeit stammt der Name Auer Dult. Seit 1905 findet die Dult mit Ausnahme der Kriegs- und Nachkriegsjahre 1943-1946 dreimal im Jahr statt.

wir sollten dort zeichnen, aber ich kann es ja nicht, es war sehr frustrierend und schnell gab ich auf, ich suchte mir auch extra schwere Perspektiven aus, in der Kirche zur Mittagsmeditation, Seitenraum, hinter Gittern ein hellgrauer Metall-Kasten mit Wölbung, den ich nicht erriet, davor ein Holzregal hochkant mit roten Gesangbüchern drin, aus denen Strippen heraushingen. Ich habe selbst gedacht, wenn man möglichst stumpfsinnig versucht nur zu zeichnen, was man sieht, also nicht schon zusammengesetzt, sondern isoliert Detail an Detail reiht, da müßte doch eigentlich automatisch eine gute Zeichnung herauskommen.
Was leider nicht der Fall war. Statt gut behindert Nur verhockt.

Dann ging ich hinaus und kaufte eine emaillierte Vierkantpfanne der Firma Krüger aus Ahlen, innen blau außen schwarz, 9.50,- eine Topfbürste mit Gesicht für 2 Euro und 3 Meter gut erhaltenes Leintuch, 60 Jahre alt aus einer Wäschemangel für 15 Euro. Ab und zu sah ich die anderen, die irgendwo standen oder saßen und zeichneten und das war ein Anblick reinsten Glücks.

auer-dult.jpg

Die Auer Maidult geht noch bis Sonntag.

Am Zeichnen muß man länger dranbleiben.

Wie grün die Isar ist!

Es ist alles wahr!

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4.5.10

bruechige-burg.jpg Lieblingskunstwerk mit 26

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je erschöpfter ich werde wird ´s besser, da hat man keine Kraft mehr sich zu verstellen

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