Im Kursus

9. Januar 2010

Ich war jetzt schon zweimal nicht im Kursus und nächste Woche kann ich auch nicht. Wenn die Lehrerin immer frägt: wie fühlen sich die Rippen an, das Brustbein? In welchem Winkel liegt der Hüftknochen in der Pfanne, wie liegt die Zunge in der Mundhöhle, was hat sich nun verändert? Dann muß ich immer lachen, weil ich diese Fragen überhaupt nicht zu beantworten weiß und aber unbedingt beantworten will! (jeder soll antworten, innerlich für sich) – Wie fühlen sich die Augenhöhlen an, der Schädelknochen, wo liegt er auf? – Weiß ich nicht. – Und die hinteren Rippenbögen? – Weiß ich nicht! Ich versuche mich zu entlasten, indem ich mir sage: das sind ja keine echten Fragen, das sind Fragen, die sollen einfach irgendwo hinsacken, die sollen ein Bewußtsein schaffen, die sollst du nicht auf der ersten Bewußtseinsebene beantworten, sondern vielleicht — im Knochen selbst. Keiner versteht das. Ich kann sie nur nehmen als echte Fragen, die ich – total aufgebracht – nicht beantworten kann. Dazu niedrige Frustrationstoleranz, Hauen und Stechen.

Am meisten graut mir vor der Pause. In der Pause stellen sich alle zwanglos (von wegen!) im Kreis auf, dann wird der lauwarme Tee, den die Lehrerin zu Hause gemacht und mitgebracht hat, aus bunten Becherchen getrunken und wer Lust hat, erzählt von seinen Erfahrungen. Aber immer haben die Gleichen Lust, von ihren Erfahrungen zu reden, die ausnahmslos beglückend sind, mindestens intensiv, und die, von denen man vielleicht gern was hörte, die anderen, die schweigen und blicken zu Boden wie man selbst.

Frohnau

3. Januar 2010

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4.1. Die Augen sich weder öffnen noch schließen lassen.

5.1. Morgens waren mir die Haare im warmen Außenbecken auf dem Kopf festgefroren!

Viele alte Männer hingen wie die Walrösser vor den Düsen bis zur Nase im Wasser und lugten neugierig umher. Dazu einige Kleinkinder. Wieder mußte ich nackt unter der Dusche eine fremde Frau fragen, ob sie mir was Schampoon mit gibt von ihrem, da ich meins vergessen hatte. Man wartet, bis sie ihre Flasche aufmacht, geht leicht gebückt heran, verneigt sich nackt vor der Nackten und sagt etwa: Es ist mir sehr unangenehm, aber könnten Sie mir vielleicht ein bißchen Schampoo mitgeben? Ich habe meines leider vergessen. Dann sagt sie: Natürlich, kein Problem. Dann hält man die Hand auf und sie drückt auf die Flasche, ein Klecks fällt in die Hand, man verbeugt sich nochmal knapp, bedankt sich nochmal vielmals und geht erleichtert wieder zur eigenen Dusche. [Wenn die jetzt „nein“ gesagt hätte, was dann?]
Beim Rausgehen nochmal kurz bedanken.

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1. Januar 2010

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Die neuen Zahlen haben einen unangenehmen Aufforderungscharakter.

Gleichzeitig fühlt man sich gar nicht gemeint.

Wie nett Albrecht Müller um einen neuen Willy Brandt bittet.

Darum bitte ich – und sicher nicht allein – um einen neuen Willy Brandt.“

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In die Bar kam ziemlich zu Anfang eine Bande junger Ausländer (Deutsche) mit Pistolen. 7 vielleicht oder 8. Die wirkten ordentlich aufgepitscht, gleichzeitig unsicher, ungute Mischung und man hielt den Atem an. Das waren noch halbe Kinder, umso schlimmer, dachte ich, warum nicht mal abdrücken und sehen, was passiert? Vielleicht 12 bis 14 J. mit unregelmäßig wachsenden Gehirnlappen. Schwer einzuschätzen. Sie provozierten und hielten die Pistolen den erwachsenen Männern an die Schläfe, sagten so: was ist los hier? was? usw. Es war eigentlich sehr beschissen. Keiner der Erwachsenen sagte etwas, man ließ sie machen, versuchte ruhig zu bleiben. Dann zog die Hälfte ab, kam wieder rein, gingen dann ganz. Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hat. Der S sagte nachher, wenn jemand hätte etwas machen können, dann nur die Frauen.
Beschwichtigen

aus der unendlichen Güte der Frau heraus.

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ich habe ein Video gemacht mit windows video maker

am besten zeitversetzt zwei übereinander!

Das große Jahr des Kleinmuts endet hoffentlich

29. Dezember 2009

ich ändere jetzt die Vorzeichen + –

und wollte einen kleinen Katalog machen zwischen Weihnachten und Neujahr, aber ich bin wirklich sehr schwach. Oh Lord.

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Die beiden Kerzen im Korsett habe ich in London bei der Salvation Army auf der Mare Street gekauft für je 50 Pfennig. Wie gut sie aussehen. Die standen wahrscheinlich mal eine Zeit schön in der Sonne.

Ich weiß die einfachsten Sachen nicht zu beantworten.

Es gibt weder Berater noch einen Plan, nie. Das, was man sieht, kommt raus, wenn man zickzack springt, um noch Unangenehmerem aus dem Weg zu gehen. Also das dritt- oder viertunangenehmste macht, das was man gerade noch aushalten kann. (es könnte also wirklich VIEL schlimmer sein! Denke ich, wenn ich meine Ergebnisse sehe.)
Selbstverständlicheren Umgang mit Funktionsträgern muß man können oder irgendwie gelernt haben, oder sogar WOLLEN, das hatte ich ganz vergessen.

Peinlich mit dem aushalten, sich damit so lange aufhalten zu müssen, ich weiß. Aber es ist so, ich kann es nicht anders sagen.

Es ist kein moralischer, sondern ein kreatürlicher körperlicher Ekel, schrieb ich Kai Diekmann in seinen Blog, nachdem ich ca 10 Minuten lang das Video angeschaut hatte, wie eine Bild-Zeitung entsteht. Ich glaube schon, daß es was nützt. Das versteht er schon.

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(wie faszinierend ist dieses Foto)

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Heute und die letzten 10 Jahre und die nächsten 10 Jahre in den Feuilletons.

UEAH! — Das war Ihr Leben!

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ja, laß uns mal sehen, ich liege allerdings nur rum, so faul kann man eigentlich gar nicht sein, und doch ist es so, die Tage vergehen. Ich fürchte mich vor allem und jedem, vor kleinen und vor großen Parties, vor Leuten die man gern hat und vor denen, die man nicht gern hat. Sie schmeißen hier sehr sehr laute Böller auf die Straße oder gleich in den Hausflur rein, ich erschrecke mich zu Tode.

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Robert Fork, Nenncousin von Peter Handke. Schon ziemlich gut.

30.12., 18:45

Ich kann nicht heraus! Sie schießen ohne Unterlaß!

31.12., 12:10

Bis halb 3 warfen die Halbwüchsigen die Böller in den Hausflur, daß die Wände bebten. Niemand tut etwas. Matumba hat gesagt, ich soll zurückschießen. Ich habe keine Waffen. Erst wollte ich vom Balkon herunterrufen, aber dann hatte ich Angst, sie kommen hoch. Dann wollte ich die Polizei anrufen, wußte aber nicht, was ich sagen sollte und wollte auch mit der Polizei nicht sprechen. Um 7 Uhr erwachte ich naßgeschwitzt und las die Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin. Wir sind noch weit entfernt davon zu erfassen, wieviel Leid diese Frau über unser Land und uns selbst bringt. Wie sie noch sympathischer gefunden werden wird mit dieser Brille. Wie sie mit ihrem Scheiß-Mann vor 20 Jahren ihr wunderbares Scheiß-Silvester mit ihren Scheiß-Westverwandten vereint in Hamburg gefeiert hat.

Wo soll man bloß hin.
Der Feind steht überall.
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Interessante links aus dem web

wo die Thor-Steinar Kunden wohnen

sign out forever, unfriend now

meet your real neighbors, Himmel, vielleicht sogar physisch

Das Feuerwerk sähe ich gern vom Flakturm Humboldthain aus
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15:14

ich habe überlegt, ob ich früher vielleicht Silvesterrituale gepflegt habe, aber ich kann mich an nichts erinnern.

Dann ging ich zum Netto.

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Auf dem Weg an der Schwimmhalle mit den Graffiti vorbei fiel mir plötzlich ein, keiner weiß warum, daß ein Alternativ-Titel für Wahrheit ist Arbeit „Dicke Unterarme vom Wichsen“ gewesen ist. (Für die Ausstellung Wahrheit ist Arbeit – wie es wirklich war im Friesenwall 120, 1992, hatte man Einsicht in das handschriftliche Material bekommen.)
Die Tatsache selbst und die Tatsache, daß mir das einfällt, 31.12.09, ca. 13:50, nehme ich mal als gutes Zeichen für 2010.

ICE Karwendel

21. Dezember 2009

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In Naumburg wechselte ich in den vorderen Zug. Schräg rechts neben mir sitzt jetzt ein räudiger Polizist im beigen Rollkragenpullover, der den Spiegel liest und sein Brot aus der Alufolie auspackt, Mangbrot mit Cervelatwurst. Als er hereinbeißt kommt ein bißchen Freude auf.

„Und unter der festen Schädelwölbung erlebte ich in fast heimeliger Fremde das allgemeine Elend.“

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Heute:

ADBK München

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20 Jazz Funk Greats

15. Dezember 2009

Ill communication

Im Tal der tausend Teufel

very ill communication

16.12., 12:43

Es schneit. Es kommen zwei Männer und richten eine Gegensprechanlage ein. Sie erklären mir, wie man den Ton aussucht und die Lautstärke reguliert.
– Leiser? – Ja. – Noch leiser? – Ja.

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WSW 21. Dezember 2009 18:47 Uhr MEZ

Uncouth. TG. TG. (1979)

Im Nordbad

8. Dezember 2009

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Angst

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München, 9.12.09

Texte über Texte über Texte, die sich auf Texte beziehen, die über die Welt gehandelt hatten und nicht auf Texte, die über die Welt gehandelt hatten. Den Unterschied wollen wir bitte sehen.

[was? – Der Bezug auf sprachlich Verfaßtes einerseits und nicht sprachlich Verfaßtes (Welt) andererseits]

#lehrer

Das pädagogisierte Studium läßt nicht zu, daß man dahingeht wo es einen aus Gründen, die man nicht durchschaut, hinzieht, das aufsucht, was man nicht versteht, wo es [erstmal] eigentlich keine Belohnung gibt, keine Anwendung, keine Effizienz, keine Punkte, nichts. Der Verlust ist unermeßlich. blabla

Dann gehe ich in der Wohnung hin und her, suche stundenlang die verdammten Halsschmerztabletten und sage halblaut Lehrersätze vor mich hin: Freundchen, Freundchen. Du tust dir doch selbst keinen Gefallen damit.

Auf die Frage, was denn die Bundeswehraufkleber auf dem Computer, Nato-Tüte usw. bedeuten? Entspränge dem Wunsch, ein bißchen unangenehm rüberzukommen. Noch mehr Ehrgeiz möchte ich darauf verwenden, als möglichst faul und ungebildet zu gelten.

10.12., 8:44

Jetzt hatte ich überlegt, ob ich bevor der Zug kommt nochmal zum Nordbad fahren kann, aber es ist zu wenig Zeit und ich muß dreckig nach Hause fahren. In Berlin merkt es ja keiner, aber in München schon.

Die Innenarchitekturstudentinnen klappern schon seit halb acht mit ihren Stiefelchen und die Putzfrau schaute mich an, als läge ich nackt in ihrer Küche.

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Das Kamerunstück war ganz okay. Am besten seine Rede am Ende als Diefenbach/Gusto-Gräser artiger Monte Verita Outsider auf dem Marienplatz im Film. Möglicherweise der beste Text des Abends. Die richtigen Schauspieler mit ihrer blöden Schauspielerintonation am schlechtesten, bzw. kriegen alles kaputt.

Beim Rausgehen ein Paar um 60, 65, hatten es sich irgendwie wilder vorgestellt. Es war mein erstes Mal auf der Maximilianstraße. Ich habe so eine Härte vorher noch nirgendwo gesehen.
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Hätte ich ja wohl kennen können:       Positionen          

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Ich freue mich schon auf die neue Tocotronic-Platte.

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gbr gbr trt

6. Dezember 2009

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als ich gestern Nacht zur S-Bahn ging, saß in der Nähe der Staatbibliothek ein Fuchs. Da freute ich mich.

För usszeschnigge

30. November 2009

Weinend saß Mitzilein im Großraumabteil und das Telefon der blondierten Russenfrau ertönte überlaut in einem unglaublichen Russensound alle halbe Stunde, wahrscheinlich komponiert von dem Pomadenhengst neben ihr. Alles so slapstickhaft bescheuert, daß man es – wieder – in einem Drehbuch nicht würde verwenden können, denn das nähme einem keiner ab.

Die Wirklichkeit nimmt einem keiner ab, dachte die Dichterin, freute sich über ihre tiefsitzende Klugheit und schrieb den Gedanken schnell in das weiße Buch. Damit er auf Erden nicht verlören ginge, sondern schön im Himmel verrötten könnte. Alles Quatsch und in Wahrheit brauche ich auch nichts mehr aufschreiben. Es steht schon alles überall und ich habe es schon öfter als ich wollte selbst, eher schlecht, gesagt.

Es kann wirklich sein, daß man es den anderen, denen, die es können überlassen muß, nur: daß sie aneinander ersticken, wenn man sie mit sich alleine läßt, den Gefallen werden sie einem ja nicht tun.

(schwach)

*

neben den Gleisen liegen Berge von Rüben, die heißen Mieten.

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Wird sich der Zeitpunkt von selbst einstellen, wo alles paßt und richtig ist?
Ich glaube nicht daran.

Ich habe nichtmal geschafft, die Botticelli-Ausstellung anzuschauen. Aber ca. 20 Minuten lang das Heer gebildeter Ü60 in Stolen reinströmen sehen, werktags, das war auch ziemlich gut.

Die Worte hervorgewürgt, sofern sie einem überhaupt einfallen.

Begründung: keine

24. November 2009

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Voller Wut warte ich auf den Zug nach Frankfurt. Es wird immer schlimmer mit mir, nichts mehr halte ich aus, keinen Anblick und kein Geräusch. Zuviel Kontakt. Lederoptik, Touchscreen, Völkl, Wagen 2, Sitz 31. Heute morgen habe ich mich so beeilt und bin jetzt viel zu früh. Nasse Haare, kalter Wind. In der gelben Bodenumrandung stehen die Raucher. Wie doof muß man sich eigentlich vorkommen, in dieser Einpferchung. Jenseits dieser Grenze, das Museum am Strand, Markierung im Sand. Die Frankfurter Unwägbarkeit. Das Abteil kann eine Falle sein. Es kommt in Hildesheim eine sehr dicke kleine Frau herein. Stammt aus dem Sauerland und wohnt seit 40 Jahren in Wiesbaden. Wir reden zunächst über Knieprobleme. Ich sage, meine Tante habe sehr schön abgenommen und nun keine Beschwerden mehr. Dann über Asbestose, an der ihr Mann gestorben ist vor 3 Jahren, Schornsteinfeger, was für ein gutes Gespann sie waren, wie schrecklich die Krankheit. Dann von ihrem frühzeitig erkanntem Brustkrebs und da wir unter uns seien, sagte die 62jährige, könne man ja offen sprechen und berichtete von den Nebenwirkungen der Medikamente. Daß die Schleimhäute so trocken würden, daß auf dem Ergometer die Scheide anfinge zu bluten. – Echt? frage ich. Ja, wirklich.

Das ist aber hart, das habe ich ja noch nie gehört! sagte ich und hörte es recht gern, in allen Einzelheiten. Draußen regnete es furchtbar und wurde gar nicht richtig hell, den ganzen Tag nicht.

~

Die „Lehrtätigkeit“, dachte ich, ist deshalb so sehr ein Problem, weil man sich selbst so sehr zum Problem wird, sich so genau vielleicht gar nicht anschauen wollte. Und gleichzeitig ist es so schrecklich trivial.

MEINE VERQUÄLUNG — was geht das das Universum an?

Wer das Problem gar nicht hat, von dem würde ich aber auch nichts wissen wollen.

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25.11.09, 11:01

ok

– eine sich selbst in grund und boden nivellierende nebenveranstaltung, bei der kein wissen vermittelt wird.

Klingt natürlich auch nicht gerade sehr neu. Wahrscheinlich komme ich damit nicht durch. Sie jagen mich aus der Stadt.

Gut. Ich kann es vielleicht noch etwas anders sagen.

Mir geht es vor allen Dingen darum, bzw. : mein Ideal vom Künstler ist ein Höchstmaß Orientiertheit in/über/gegenüber der Welt und Künstler, ob man das für einen Beruf halten will, oder nicht, bzw. Kunststudenten haben noch am ehesten die Möglichkeit dazu, sich mit möglichst viel Verschiedenem zu beschäftigen, auch perspektivisch. Insofern geht es nicht darum, den Gruppenleiter Entgasung der Mülldeponie Leppe vom bergischen Abfallverband, den Hirnforscher und den Mathematiker als komische Wesen vorzuführen, sondern die eigene Alienheit, Alienierung, Ausdifferenzierung in alle Richtungen feste voranzutreiben. Im Sinne des transzendentalen Studium universale, speziale, generale, auf Lebenszeit. Mutig voranzuschreiten mit Hilfe dieser Superstars. I like Spezialgebiet. Der beste Spezialist ist immer der, der von den übrigen Feldern auch was weiß. Sonst ist es nichts wert / blind. / Wermutsstropfen. Leider kann mein Bruder heute, Mittwoch, seine Arbeit auf der Deponie auf keinen Fall verlassen, zu uns kommen und uns berichten, aber morgen kommt Constantin Rothkopf! und am Freitag hoffentlich hoffentlich Doc Nancy! – und die Städelschule wird zum Matheschiff.

 

 

 

 

 

Heute abend
Rachel Harrison: Eroberung des Nutzlosen
Mittwoch, 25. November, 19 Uhr, Aula Städelschule
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

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1:39

 

 

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Exotarium Zoo Frankfurt

Ich bin mit den Studenten in den Zoo gegangen, nicht weil es so wahnsinnig originell ist, aber das Wetter war so schön und im Gehen kommt man besser ins Reden. Über Erklärungsnot, Rechtfertigungsdruck, gegen Frontalunterricht, für Bewegung. Für individuelle Behandlung, für kennen lernen. Gegen modularisierte Business Art Items et habitii.

Wo mein Deutsch mich schon so demütigt möchte ich gar nicht englisch reden, natürlich trotzdem höflich sein und niemand ausschließen. Aber das Wahre ist es nicht.

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26.11.

Heute mein Gast
Dr. Constantin Rothkopf vom Frankfurt Institute for Advanced Studies,
(grob gesagt: Theoretische Neurowissenschaft, physikalisch-physiologische Aspekte des Sehens)

16 – 18 Uhr Raum I.9
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Fr., 27.11.09

Teil III

Doc Nancy

16 – 18 Uhr, Raum I.9

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Wonderful Doctor Nancy!