Aufrühr

16. November 2009

Als ich die in der Akademie [der bildenden Künste München] installierte sogenannte Volksküche (VoKü, Volxküche) fotografiert habe, hauptsächlich das Banner, gar nicht die Leute, sind drei junge Männer, davon zwei gepiercte Dreadlockträger auf mich zugesprungen und fandens echt krass schlimm und verlangten die sofortige Herausgabe bzw. Löschung des Bildes, da Menschenrecht auf eigenes Gesicht [Gemeinheit meinerseits], im Plenum beschlossen worden war, insofern also usw. und faßten mich am Arm und Schulter an

sie wußten ja nicht, daß ich nichts Böses mit dem Foto vorhatte, oder aber ich HATTE Böses mit dem Foto vor, wußte es aber nicht

und man als im Durchschnitt 15 bis 20 Jahre ältere Person eh eine vollkommen undurchsichtige Rolle hat, vor sich selber wahrscheinlich noch am meisten

reagierte ich aggressiv. Es war unangenehm und weil man (wirkliche, tätliche) Aggression ja auch nicht so gewohnt ist, ist das Ausmaß des plötzlichen körperlichen Aufruhrs recht erstaunlich, so schrie ich sie an: Pfoten weg! und dann ging es noch eine Weile brüllend hin und her und ich löschte das Bild nicht.

Sie waren möglicherweise überagitiert, unsicher, und es ist natürlich sowieso ein Leichtes, das alles abzutun und sich lustig zu machen über die komischen Auswüchse der Basisdemokratie, potentielle Lächerlichkeit beim Ausprobieren neuer Regeln im Gewand des ewigen Momos aus der Lindenstraße oder den mittlerweile in 128. Generation nachgewachsenen Dumpfpunkschlurfmufflons, bißchen schreckliche Parolen (ohne Mampf kein Kampf) usw., aber ich will mich nicht lustig machen und ich weiß es ja auch nicht besser. Sie (ich) sollen Erfahrungen machen, und zwar jetzt, die eben so ausfallen, wie sie ausfallen, die man nicht nachlesen kann bei den lieben schönen toten Theoretikern, so klug es sei, was da steht, sondern unabgesichert aus der Gegenwart heraus - ehh -  entwickeln, wie sie leben wollen, und mir gefiel der Ausdruck davon insgesamt doch eher gut. (viel besser als Vieles andere, sagen wir so.)

Es gibt jetzt so neue Formen im Plenum, Zeichensprache, mit beiden Händen über dem Kopf schütteln heißt Zustimmung, irgendwas anderes heißt “Du wiederholst dich”, ein anderes Ablehnung usw. Immer abwechselnd Frau und Mann haben Rederecht, manchmal gibt es nicht so viele Frauen, die was sagen wollen, aber mehr als früher.

Man sehnt sich natürlich immer danach was zu sehen, was man nicht gleich versteht. Daß also wirklich was passiert.

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Gut. Gefällt mir nicht, der doofe Beitrag. Ich lösche ihn, vielleicht morgen mal.
Die Worte sind nicht gut verwendet. [unabhängig vom Beschriebenen]
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livestream (audio) aus dem Audimax der LMU München

Die AG Inhalt trifft sich morgen um 16 Uhr.

Plenum sagt zwar, es sei noch beschlußfähig, 1:47, aber teilweise klingen sie müde und kaputt.

ADBK München

12. November 2009

AZ.jpg reclaim.jpg daddy.jpg

 arschmalerei.jpg  kuhlbrodtmotiv-muenchen.jpg  blick-aus-km-zimmer.jpg   

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13.11.09

Nachdem ich aus dem Krankenhaus wieder hinaus auf die Straße getreten bin, habe ich gedacht: es ist schändlich, daß man, in dem Fall ich, nicht m e h r mit seinem, doch aktuell vergleichsweise gesunden, Leben, anzufangen, in der Lage ist, oder was ist da eigentlich los.


Für die Jüngeren

8. November 2009

doppelarschgesicht-sagt.jpg don-t-follow.jpg

Doppelarschgesicht sein Freund sagt

in meiner Straße sind teilweise ganz gute Graffiti an dem ehemaligen Schwimmbad dran. Wahrscheinlich Auftragsarbeit (vom Moloch bestellt und bezahlt).

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  1. Devo
    und sonst?
  2. admin
    Muenchen. Zeitunglesen in der KM-Kammer

    SZ über 2012

    “Wie immer sind die Personen, die wir nach und nach kennenlernen und um deren unwahrscheinliche Rettung wir uns sorgen sollen, im Grunde egal.”

  3. admin
    Jetzt ist der Streik/Besetzung von der Akademie in die Ludwig Maximilians Universität getragen worden, wie erhofft. Das Auditorium Maximum heute gegen 22:50 eingenommen. [Bilderverbot] Die LMU ist schöner als eine Kirche.

    Herr Professor D. und ich sind zunächst für Polizisten gehalten worden.

    http://www.unsereunibrennt.de/

    http://twitter.com/bildung_muc

  4. admin
    Blaehungen in der Vollversammlung
    Hip-Hop in der DDR (D. Müller)
    Mamma-Sprechstunde in der Charité
  5. admin
    #stylewar
  6. matumba
    geht doch.
  7. admin
    was?
  8. admin
    ich suche, wie der Malo in Köln! auch einen, der mit mir in 2012 geht.

    swooshhhh

  9. admin
    ans / wers
  10. schlaumi
    warst du schon drin?
    geh nicht rein.
    ist leider einfach nur unerträglich. nichts weiter.
    man leidet.
    die paar Minuten schöne Zerstörung machen es nicht wett.
    don’t do it
  11. admin
    ach! Ich hatte mir schon Cineplex DolbySurround Alhambra Wedding ausgesucht für heute oder morgen. Ich dachte, das Sippschafts- Schmus- Kitsch- Moral- Gesums könnte man ausblenden, wie sonst auch? Ned?

    (ich kann überhaupt keinen amerikanischen Film ansehen, der KEIN Katastrophenfilm ist.)

  12. schlaumi
    das ist komisch, denn katastrophenfilme sind nun wirklich die härteste geduldsprobe wo gibt, wenn du mich fragst.
    Moral nicht ausblendbar, weil mind 98 % ausmachend. Ich fand den Film aber vor allem zynisch, fast schon obszön, hinsichtlich dessen, wer mit dem Tod wofür bestraft wird, wer für welche Taten belohnt wird, wer sich für wen opfert usw.

    Ausblenden ist auch nicht gerade meine Stärke muß ich zugeben, im Gegenteil, das beißt sich alles in mir fest und durch mich durch bis ich total zerknirscht und reumütig, nie wieder in so einen Film zu gehen aus dem Kino krieche. Aber vielleicht gelingt es dir.

    Bei den ersten Zerstörungsszenen habe ich allerdings geschrien vor Freude.

    Übrigens, in diesem jahr war ich in meinen ersten Animationsfilm, und zwar Wall-E. Das war gar nicht so schwierig wie befürchtet! (ähnliches thema wie 2012)

  13. admin
    Mir gelingt es wahrscheinlich auch nicht und ich schaue ja sonst meistens Zeitgeschichte, Stasi-Filme etc. Bin einfach draußen. Aber warum lese ich das Spiegel-Enke-Depressionsforum? Warum ist der Enke im Tode plötzlich so beliebt? Das Depressionsforum (”im Krieg gibts keine Depressionen.”) rechtfertigt leider nicht die eigene Gemütslähmung, bzw. gerade doch. Die Foren. Der Ärger beim Foren-Lesen. Aufhören, Aufhören, Aufhören. In den Blumenläden nur Todeskoniferen, die Lebensbäume heißen. Beschiss auf der ganzen Linie. Der Erdkern zieht einen erbarmungslos zu sich heran.
    Ich fahr zur Post und verschicke eine Bundeswehrdecke, damit ich an einem anderen Ort auch eine habe. Viel mehr ist nicht drin. Vielleicht zum Briefkasten, aber noch nicht sicher. Das unübersichtliche Berlin fragmentiert, zerschneidet einen zusätzlich. Immer weiß man nicht, wo man hin soll, wer man ist, sein will oder sein soll und darüber wird es einem dann irgendwie herzlich egal. Man rechnet am Ankunftsort im fremden Stadtteil in irgendeinem Puff mit noch mehr unangenehmen Gefühlen, dahingehend, bleibt also zu Hause und kauft sich Räuchermännchen und Kerzen, die man sich in den Hintern einsteckt, ansteckt und darüber wegschläft. Sei froh, daß du in Deutz geblieben bist. Da weiß man wenigstens, wo man dran ist.
    Tschö-hös
    Von Wall-E habe ich auch schon Gutes gehört.

    14:08

    ich kann nicht heraus, starker Regen, locked-in-Syndrom, Akku Wackelkontakt. Da erinnerte ich mich, wie du vor einigen Wochen geschrieben hast, es gäbe für dich im Moment nichts Uninteressanteres oder sogar Blöderes, als die Beschäftigung mit zeitgenössischer bildender Kunst. Diese Krankheit hat mich jetzt auch erreicht. Es kommt einem extrem überflüssig vor, unerheblich. Lästig.

  14. schlaumi
    Bei Wall-e ist es so, daß man die erste Hälfte des Films darüber lacht, das man in so einem Film sitzt und die zweite Hälfte ist dann tatsächlich furchtbar lustig, also alles in allem spitzen Unterhaltung.
    Enke habe ich komplett ausblenden können. Keinen Artikel gelesen und auch keine Kerzen nirgends.
    Schaue gar kein TV. Obwohl, letztens auch eine sehr reißerische Stasi-Frauengefängnis Doku gesehen, danach irgendwie fies und hohl gefühlt, ich glaube wegen Soundeffekten und Emotionalisierung. Aber auch die gut gemeinten Dokus kann ich meist wegen Tonfall der Sprecher, Begleitmusik usw nicht gut ertragen.
    Dafür Serien, immer schon viel, seit einfacher Verfügbarkeit im Internet noch mehr. Ich bin eine von denen, denen du vor einiger zeit Sich Speziell Fühlen unterstellt hast, ja ich weiß es noch genau weil ich mich persönlich und selbstverständlich zu unrecht beleidigt gefühlt und natürlich Ha, von Wegen gedacht habe.
    I like Fiction, gerne episch.
    Spreche auch gern Empfehlungen aus, wenn Bedarf
    schuhs
  15. admin
    Bedarf vorhanden. “speziell fühlen” sehe ich nicht als starke Beleidigung an, ich hatte nur gemeint: wenn unsere besten Leute sich regelmäßig reihenweise [in die spezialisierten Nischen rein] wegbeamen, und dann da nicht mehr rauskommen, ab und zu, überläßt man alles den Idioten. die umso ungestörter das Millionenheer derer beschallen, die sich nicht wehren können, weil sie andere Sorgen haben und weiter Fernsehen kucken und das lähmende Gift des Gegenwartsfernsehens sie weiter davon abhält, sich speziell u.v.m zu fühlen. Ich bitte darum diese These als Roh-These in der AG Inhalt später noch zu überarbeiten.
  16. schlaumi
    wie, wegbeamen? Sehe keinen Unterschied zwischen Spiegel online und surf the channel
  17. admin
    Was man immer gezwungen ist zu verheimlichen, es aber nicht (oder nur halb) schafft und unter der Last zusammenbricht: Ich glaube, daß alles verloren ist. Und nicht erst seit heute. Wie kann man aber so weiterleben, mit dieser Lüge? Sag du es mir.

    Vielleicht kann man bald sozialverträglicher aus dem Leben scheiden. Vielleicht wird man aber auch bald schon dazu angehalten und muß es gar nicht selbst entscheiden.

    ———————

    es bleibt vielleicht nur für andere irgendwie nützlich zu sein,  ein caritatives Leben, aber dazu habe ich - irjendswie - auch keine Lust.

    finster finster

  18. schlaumi
    ja bitte noch mal überarbeiten. ha!

    Für mein eigenes Wohl sehe ich keinen anderen Ort als die Nische. Ich bin ja nicht masochistisch veranlagt und habe nicht das Gefühl mich durch Konsum von Schrott, sei es medialer oder z.b. organischer Natur (Essen) mit irgendjemandem solidarisieren zu müssen.
    (Die Serien um die es ging sind aber definitiv keine Nischen, sondern Mainstream Popkultur, und laufen auch im deutschen tv)

    Nun Empfehlungen mit Stichworten:
    “Lost” (Meine Lieblingsserie seit erster Stunde), erst Katastrophenfilm (flugzeug), dann mysteriös
    “Life on Mars” und der Spin Off “Ashes to Ashes”, (BBC Serien), Krimi, mysteriös
    “True Blood” crazy, Südstaaten, Vampire, viel Sex und Explicit Language, leicht bescheuert
    “Gossip Girl” pervers. superreiche Teenager, Fashion, viel Family Moral und viel hugging
    “Weeds” Drugdealing in der Vorstadt, no hugging
    “Mad Men” fiese Typen die in den 60s Werbung machen

    gucken alles auf surf the channel

  19. schlaumi
    ein caritatives leben, ja bist du jetzt total durchgeknallt?
  20. admin
    das Meer von Schrott und Doofheit, Grobheit und Behinderung, Payback, Porno, Happy-Digits, Siechtum (ich war gerade im Gesundbrunnencenter, da hat man alles auf einmal, volle Ladung, volle Breitseite) äh, erblüht weiter, bestimmt das Leben,  es geht mich an, und zwar nicht, weil ich so ein guter Mensch bin, sondern weil es mein Leben extrem verschlechtert und ich mich gleichzeitig nicht hinstellen kann an die Konsumdoofis in ihrer Klingelton- und Intimrasurwelt appellieren, sie hätten die falschen Begehren. Hört mal her. Mein eigenes Wohl ist leider daran gekoppelt. Wer hat das alles bestellt? Wer will es so haben? Ich suche die Schuldigen. Warte, ich muß das Akku hier irgendwie verlöten, ich kriege keinen Saft.
  21. admin
    Strom.

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    Gut. Diese ganzen Serien sehe ich am besten von morgens bis abends und nehme Hasch dazu. So? Vielleicht muß man bloß lernen, sich RICHTIG, VOLLENDS auszuklinken und nicht so halb noch zagend in der Welt abzuhängen. Ich brauche dazu nur noch so einen 108 cm Bildschirmfernseher.

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    he, Moment mal, das ist ja alles in englisch!

  22. schlaumi

    ich guck meist leider am Rechner, ohne Hasch und so 1-2 Folgen am Stück vielleicht. Ist doch nichts anderes als ein sehr langer Film, ist kein Sedativum.
    Es hat doch nichts mit Eskapismus zu tun, wenn man sich kulturelle Erzeugnisse anschaut? Oder? Und den Unterschied zu Spiegel online kenn ich immer noch nicht.

    Hast du denn das Gefühl, Doku hat mehr mit der Welt zu tun als Fiktion? ich nicht.

    Ja meinste denn ich geh nicht kaputt in der Fußgängerzone?
    Aus dem Leid weiß ich auch keinen Ausweg, hab ca. 50% meiner Therapiesitzungen über nichts anderes geredet. Und das ist ja tatsächlich so: ICH leide, nicht die Intimrasierten. Und dann noch zusätzlich, weil ich mich für meine Arroganz schäme usw…
    Jede weitere Sensibilisierung verschlimmert dies Leid.
    Deshalb ist für mich die Nische = Trost.
    Halleluja

  23. admin
    Vielleicht sollte man den Spieß mal umdrehen. Ich weiß leider nicht, was das heißt.
  24. admin
    “Doku” ist ein bißchen in Verkommenheit geraten durch Doku-Drama usw., aber da, wo einem nichts extra reingedrückt werden soll (Metakommentar) schon was anderes als fiction. Beispiel Stasi-Lehrfilme, oder Berlin Ecke Bundesplatz Langzeitdokumentation, Interviews. Der Letzte seines Standes etc. - Spiegel-online verteidige ich gar nicht, das lese ich ja nur wegen “Nachrichten”, Aktualität, nicht wegen der schönen Sprache, ich kaufe auch keinen gedruckten Spiegel, zu wenig Gedanken für 3 Euro 70. Und im Grunde immer derselbe Text (das macht der Ton?). (irgendwo einsteigen, irgendwo aussteigen und dazwischen das Übliche, Thema nachrangig und man hat meistens sofort vergessen, was drinsteht. Weil eigentlich nichts drinsteht, ist mein Verdacht. Jedenfalls möglichst nichts, aus dem der Leser irgendein Denken oder Tun ableiten könnte.)
    Das beste Angebot in Form, Inhalt, Materialfülle, freier ZUgänglichkeit haben Deutschlandfunk und Deutschlandradio Kultur im Netz. Dazu lese ich Süddeutsche und FAZ und ein bißchen taz. Ich kucke auch bei Freitag und Jungle World rein, behagt mir aber nicht sehr. Was noch?
    Diese Figuen in den Serien muß man mögen, bzw. grundsätzliches Interesse aufbringen, ich finde nicht leicht Einstieg, ich glaube es liegt an meinem früh von mir selbst entwickelten Anti-Amerikanismus. Ich sähe lieber “Büro, Büro” Neues aus Uhlenbusch, Rappelkiste, Märchenbraut, der fliegende Ferdinand usw. (früher auch sehr gern French und Saunders, ganz früher sehr gerne Dallas, weil das natürlich sehr gute Figuren waren, fast alle. Jetzt fällt mir noch “Eine amerikanische Familie” ein, mit Kirsty Mc Nichol (?), das war allerdings ein großer Hit.)

    Aber ich will es gerne versuchen mit den neuen Sachen und Sedativum wäre ja vielleicht auch nicht so verwerflich. Man soll großzügig sein mit sich und anderen, dachte ich.

  25. admin
    Die Kristy McNichol fand ich toll. Die Beste!
    1976 - 1980 produziert, 86 Folgen. Sie hieß Buddy Lawrence.

    Deutsche Erstausstrahlung 7/1979 ARD

    Um die Zeit herum muß auch “Reich und Arm” gekommen sein, das sah ich noch lieber. Mit meiner Oma, sie liebte den dunkelhaarigen Anwalt, ich liebte den hellhaarigen Boxer, obwohl der dunkelhaarige Anwalt natürlich auch sehr gut war, superedel ankam. Hauptsache der Falconetti wurde gefaßt. Dafür habe ich Zeit, wie?

    Die Brüder Rudy und Tom Jordache sind deutschstämmige Einwandererkinder, deren Leben nach Ende des Zweiten Weltkrieges in den USA gänzlich unterschiedlich verlaufen. Rudy wird ein erfolgreicher Geschäftsmann, der auch politische Ambitionen entwickelt. Tom hingegen bekommt kein Bein auf den Boden und verdingt sich zeitweise sogar als Boxer. Gegenspieler der beiden ist der skrupellose Arthur Falconetti, der Tom im Streit tötet und dafür ins Gefängnis muss. Nach seiner Freilassung sinnt er auf Rache. Sein Ziel ist Rudy, der es mittlerweile zum Senator gebracht hat.

    Ich hatte größte Angst vor dem Falconetti. Und vor den Sklavenhändlern aus ROOTS, die Kunta Kinte ein Bein abgehackt haben.

    Wie sie dem Kunta Kinte das Bein abgehackt haben, weiß ich noch wie heute.

  26. schlaumi
    ach mir ging es doch nicht um die Qualität von Spiegel online, habe mir jetzt nicht vorgestellt daß du das toll findest. Ich geh da generell von einer Art anthropologisch- soziologischer Feldforschungs-Attitüde aus, mit der zumindest ich mir ALLES ansehe. Nur daß mir Spiegel online schlechte Laune bereitet, weshalb ich darauf gerne verzichte. Ich glaube auch nicht an Information und Dokumentation. Die gleiche Distanz muß beibehalten werden auf allen Kanälen. Psychologie ist die Königsdisziplin.

    An Zeitungen kann ich nur die Süddeutsche wirklich lesen, alles andere bereitet mir Ärger. Die Süddeutsche natürlich auch oft genug, aber dann doch deutlich weniger im Vergleich.
    Zeitschriften meide ich aus denselben Gründen. Deutschlandfunk hör ich viel zum Arbeiten, ist mir aber auch meist zu infantil. Die sollten einem ruhig mal etwas mehr zutrauen. Und die Berichte über Kunst sind natürlich zum Wegrennen. Nach ein paar Stunden wird es mir dann meist auch zu blöd. Im Netz besuche ich die nie. Wenn du das empfehlen kannst?

    Die Serienfiguren muß man NICHT mögen. Identifikation ist sowieso überbewertet. In den besseren der “modernen” Serien sind ja auch die Figuren nicht mehr so plump auf Sympathie/Antipathie/Identifikation usw angelegt sondern (auch im Gegensatz zu einem 90 Minuten Film) eben viel komplexer, auch psychologisch genauer. Natürlich wachsen die einem dann mit der Zeit ans Herz.

    kristy nichols finde ich auch gut, ich kenne sie aus dem Film Kleine Biester bzw little darlings. “Family” aber noch nie geguckt.
    hast du auch Sopranos nie geguckt? hatte ich vergessen in der Liste.

    Ps: eine ganz tolle doku hier : http://www.megavideo.com/?v=L05Y90VG

  27. admin
    Nische etc.:

    “ich hatte den Artikel nicht mehr gelesen, bevor ich ihn dir schickte und deswegen steht das vielleicht gar nicht drin, was ich dachte. Die sogenannte Quintessenz, dachte ich, ist die Beschwerde, daß kulturelle Produkte, und gerade die von Belang, nicht mehr das Licht einer gemeinsamen Öffentlichkeit erleben, sondern vereinzelt goutiert werden von Einzelnen und ein Zusammenhang (und damit erhoffte einhergehende und fortschreitende Politisierung) nicht mehr herstellbar ist. Daß ein Schreiber bei seinem immensen Ausstoß also das Gefühl haben muß, er trötet ständig in den Wald hinein oder vom Berg, aber es kommt kein Echo.

    Aber mit wem sich zusammenschließen zu was denn ist ja eine gute Frage

    und ob die Fragmentierung nicht auch wieder wohin führt.

    und wer weiß, wo das Geschriebene wirklich abbleibt. Vielleicht ist auch alles gut so und kommt schon irgendwie an.

    Es hat wahrscheinlich wirklich mit der Größe und der Unterschiedlichkeit der Stadteile von Berlin zu tun, und daß die Milieus so getrennt voneinander und gleichzeitig so nah beieinander existieren, ich habe nie das Gefühl, irgendeinen Überblick zu haben von dem, was i s t und wahrscheinlich ist jede/r mehr oder weniger in der nagenden Unsicherheit, woanders (in anderen Kreisen, die man aber nicht kennt aus der Anschauung, nur meint, es müßte sie geben) sei es, oder müsse es besser und lustiger sein.

    Irgendwo muß es doch besser und lustiger sein, das denkt man wahrscheinlich noch auf dem Totenbett. Wahrscheinlich sogar verstärkt auf dem Totenbett!   Mann, Eichwald, warst du doof!
    [und das Sterben zieht und zieht sich, las ich heute in der FAS, Abt. Wissenschaft, [nein: Gesellschaft]. Der normale Tod ist der langsame. Extrem gedehnte.]

    (in Köln war man sich sicher, daß es das einfach nicht gibt, nirgends, haha. Insofern beruhigter, ha ha ha.) Und die, die hier ihren gemütlichen Kiez gefunden haben und darin aufgehen, sind vermutlich auch ganz zufrieden. Vielleicht sind sie sogar zu beneiden und machen es richtig.

    Ich bin (…), aber das kann und will ich nicht den anderen anlasten. Wenn man es sich selbst immer anlastet, wird man natürlich auch nicht froh. (…)

    Der Aufmerksamkeitserheischungs-, Zeige-/Verteilungsmarkt macht keinen richtigen Spaß, vielleicht: zuviele Künstler treffen auf zuwenig Publikum. Immer soll man irgendwo hingehen wo der und der, der jede Woche eine Einladung schickt, schon wieder an einer 30 Mann Gruppenausstellung unter irgendeinem meist nicht so gut klingenden mühsam-Motto, das man sofort wieder vergißt, teilnimmt, wahlweise liest oder sonstwie performt. Aber ich frage mich auch, wie es anders gehen soll. Wie und was. Und wenn die Abende lustig sind, ist es ja gut.
    Die Jack-Smith Tage waren schön, das sagte ich vielleicht schon, weil da auch soviele Alte waren, denen man gerne zuhörte und zu sah, und im Gegensatz dazu weit weniger grinsende PR-Fressen, Hetero-Terror und Nutten aller Länder, als sonst hier. Von daher erholsam, möchte sagen: schon fast freundschaftlich.”

Juanita Castro

7. November 2009


Mario Montez / Tony Conrad

conrad-montez.jpg MM.jpg juanita-castro.jpg

   im-wau.jpg  


Textabruf

5. November 2009

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Gruß vom Tegernsee

25. Oktober 2009

gruss-vom-tegernsee1.jpg dependance.jpg inschrift-haus-diana.jpg morgengrauen.jpg schlotmann.jpg


ICE 1708

München Hbf

Ingolstadt Hbf  

Nürnberg Hbf  

Saalfeld (Saale)  

Jena Paradies  

Naumburg (Saale)

Leipzig Hbf  

Berlin Südkreuz    

Berlin Hbf (tief)    

Berlin Gesundbrunnen

schöne Strecke, bißchen lang, noch nie gefahren.

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4.11.09

betr. Verwandtschaft

pernze-1969-oder-1970.jpg

Dienst am großen Alien

20. Oktober 2009

Das, was zu tun aufgegeben ist gegenüber dem, was keinen Namen hat

vielleicht wäre ja das, was keinen Namen hat, mittelfristig ganz gut als großer Alien zu bezeichnen, dachte ich gestern. Ein Begriff den ich, entschuldigung, dem Diedrich, entnommen habe, aus dem FAS-Artikel über die neue Platte der, Zitronen.

Schlotmann gehört und mitgelesen 446 ff., nehme das (furchtbar abfärbende!) Buch mit nach München, heute kein Alte Frauen Yoga in der Antonstraßenaula, gestern mit Waggerl telefoniert, kein Stimmrecht in der Jury, lauf nur mit, ist mir ganz Recht (kenne ja die Absolventen praktisch nicht). Ob nach Bad Wiessee ist nicht sicher, weil vielleicht die Schwester kommt. Die Schuhe der Schwester angefunden worden waren, was auf ihre Anwesenheit hindeute. Das Sprachleben in Zitaten, von Zitaten durchsetzt die eigene Rede, der Seuchenhausschatz. Gebundene Ausgabe, Der Leuchtende Aussatz, ungelesen und günstig für 3.50 grade bestellt. Das ist lustig: R (G) schreibt ja seitenweise von Kracht und wie Faserland reingehauen habe, 1995, fast zu unheimlich begeistert, und dieses Buch auf Der Fänger im Roggen verwiese, wie gesagt worden war, den er ja lustigerweise nie gelesen habe, weil von seiner herrischen Schwester mehr aufgenötigt als empfohlen und ich dagegen Faserland nie, dafür aber ich herrische Schwester meinem armen Bruder damals den Fänger im Roggen (wahrscheinlich) auch praktisch aufgenötigt habe, den der seinerseits wahrscheinlich auch nie gelesen hat. Faserland nicht gelesen zu haben kommt mir selbst kurios vor, dann auch wieder nicht, denn ich habe wirklich fast nichts gelesen und bin darauf nicht stolz, im Gegenteil, aber vor der sogenannten Pop-Literatur hatte ich immer so einen großen Eckel, daß ich sie kaum kenne und folglich auch nichts darüber sagen kann, außer über den Gestank, der mich von daher anwehte, aber das ist mein persönliches Problem oder Pech und soll oder kann nichts heißen.

.,

Ein Problem mit der Literatur ist vielleicht, oder sogar hauptsächlich: man muß es ja wissen wollen. Ich weiß nicht, ob man das, womit es zu tun hat, daß man es von dem/der einen wissen will, von dem/der anderen eben nicht, Geschmack nennen kann. Ich bin mit dem Wort nicht sehr zufrieden.

Ein Totum zu durchmustern und zu fixieren

16. Oktober 2009

Ich war von Amsterdam nach Berlin zurückgereist, um da drei Tage tot im Bett zu liegen und dann abermals nach dem Westen hin aufzubrechen, um den letzten Raum, den ich dort noch hatte, aufzulösen.

Wenn es gerecht zuginge, müßte dieser Raum für alle Zeiten erhalten bleiben, so wie er ist konserviert werden. Das Bernsteinzimmer ist ein Witz dagegen, dachte ich, in einem Anflug von größtmöglicher Vernunft und Klarheit.

Fern aller Heimat, zum Nutzen des großen Alien.

Raum.jpg

Eintritt in Phase 0

3. Oktober 2009

Flagge-von-Amsterdam.jpg

Sagen wir, ich sei Künstlerische Mitarbeiterin (KM) an der Akademie der bildenden Künste München, Abteilung Klasse 2 AO (Aufbau/Organisation) und führe nach Amsterdam Centraal, um dort den Ausbau von Levitaria ein bißchen zu begleiten, Utopieforschung, Ursachenforschung und artistic research zu betreiben.

Gesichertes Wissen aus früherer Utopieforschung:
Auch vom Off aus sieht das Off wie ein Off aus.

(nicht schlimm)

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ma-tente.jpg


liefde-troost.jpg

7.10.09

Hinter dem W139 ist das Tanzstudio mit dem Zeltlager.

Vanaf 12 oktober begint K2A0 met haar opbouw van de nieuwe tentoonstelling, deze is voor publiek geopend.

Starker Regenfall,

Verbindung extrem schlecht, aber Urs Engeler Interview ging durch.

Wahlkreis

28. September 2009

(nachgereicht)

wahllokal-humbodthain-grund.jpg      Der Hund heißt Laila.

Grundschule Humboldthain. Wahlbezirk 620, Bundestagswahlkreis 76 Bezirk: 01 (Mitte)

Wahlberechtigte: 1063        Wähler: 486      Wahlbeteiligung: 45,7%

(Europawahl: 16 Prozent)

Informationen des Bundeswahlleiters