Überlegungen während des Winterschlafs, ob das Format Kunstausstellung zu retten ist und was den Akademierungsschub ablösen könnte.
(spätestens 2015, jetzt schon einleiten)
sadanduseless.com
1 – 2 Tonnen kryptische Gegenwartstexte bitte
1.3.13

2.3.13
In Amerika war eine Skulptur heruntergefallen. Der Fuß ist abgebrochen und oben sind ein paar kleine Kitschen zu sehen.
Nun bekomme ich die exzellenten, vorzüglich präzisen und detailliert formulierten treatment recommendations des Restaurators, der unter anderem für das Philadelphia Museum of Art tätig ist vorgelegt, und fühle mich wie eine Art Kaiser, sehr geschmeichelt, wie jemand, der immer ein bißchen übertrieben behandelt wird und nicht mehr ganz merkt, wenn er verhöhnt wird, eingelullt von seiner Wichtigkeit.
Ich bin zu argwöhnisch. Daß ich nicht vom Fach bin und Akemi Akepox und Butvar B-76 PVB nicht kenne, sondern finde, daß es wie gut ausgedacht klingt, dafür können die Verantwortlichen ja nichts. Sie kennen den Grad meiner pervers überdrehten aus dem Ruder gelaufenen heil- und gnadenlos chemisch professionell verselbständigten Verstiegenheit und darauf hingezüchtete hochfäechlische Empfindlichkeit nicht. Deshalb sind sie als Leihnehmer praktisch gezwungen, mich und das Werk und was möglicherweise alles daran und davon abhängt, so vorsichtig zu behandeln und so ernst zu nehmen, wie es nur geht. Aber vielleicht auch, weil sie einfach höflich und normal nett sind und wissen, was sich gehört.
So wird es sein. Falls nicht, soll es mein Schaden nicht sein.
Ich freue mich wirklich sehr über jede Art von treatment recommendations und Anschreiben.
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Treatment Recommendations:
1. Digitally photograph the object before, during and after treatment.
2. Barrier coat the break surfaces of the two larger fragments with a thin layer of Butvar B-76 PVB resin in (95:5 ethanol:xylol) and permit it to dry.
3. Once the barrier coating has dried, adhere the two larger pieces with Akemi Akepox 2010 paste consistency epoxy, clean off any squeeze-out immediately, and permit the epoxy to cure.
4. Reattach the small fragment with paraloid B-72 acrylic adhesive (in 50:50 acetone and ethanol).
5. Consolidate small areas of fractured paint with thinned B-76 (in 95:5 ethanol:xylol).
6. Fill loss areas with Flügger acrylic spackle and allow it to harden. Consolidate the Flügger with paraloid B-72 and permit that to harden.
7. Inpaint the surface with Golden Acrylic paints mixed with Primal WS24 acrylic dispersion to provide the hard, glossy surface.
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3.3.13

Sonntagsverkauf in der Poco-Domäne
Auf der Suche nach Material für den Einsatz vor Ort in Hohenlockstedt.
Morgens hatte ich mir ein Atelier am Rosenthaler Platz angesehen, was ich gerne genommen hätte und das mit 80%iger Sicherheit schon zugesagt worden war.
Nachmittags teilte die Frau mit, sie hätte es doch einer anderen gegeben, wegen höherer Dringlichkeit. Die andere hat ein Kleinkind und ich nicht. Die Frau war trotzdem nett und handelte sicher so verantwortungsbewußt sie konnte. Sie hat auch ein Kleinkind und bezieht jetzt ein größeres Atelier in der Tromsöer Straße, für das ich mich ebenfalls beworben hatte.
6.3.83

Die Wahlbeteiligung zur Wahl des 10. deutschen Bundestages betrug 89,1 %.
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Notizen zur gegenwärtigen Lage der Ästhetik
(…) untersucht das Verhältnis des Bildes, dessen ontologischer Status noch immer völlig ungeklärt ist, zu seinen „Trägermedien oder Gastmedien“ (…)
die Intellektuellen sind mittlerweile oft jünger, als ich.
~
Daß Stephan Herczegs Vater so religiös geworden ist und nun aus religiösen Gründen nach Boston gezogen und dort sehr glücklich sei, klingt nach einer lustigen Phantasterei.
,
Kleiner als Krähen, größer als Amseln, meistens zu mehreren. Dohlen? Stare?
Die Einheimischen nennen ihren Ort Holo.
~
17:00 Ab und zu hört man, wie das Häutchen einer Narzisse platzt.
Leises Knistern auf der Fensterbank. Morgen um 13 Uhr ist Kinderdisco im Zum Kamin. Draußen Schneesturm. Die Nazis kommen. Arbeit ruht.
20:00
°
°
21:57 Sich den ganzen Tag vor der Arbeit drücken (Aufregung und Angst), um dann Abends einwandfrei feststellen zu können, daß die Arbeitsbedingungen und der Umgang damit optimal: ist. sind
°
(Sie läßt es so klingen, als verlasse man Berlin besser jetzt als gleich, vermutlich stimmt das. Aber wohin.)
°
12.3.13 2:41
°
Morgen kommt der Steinbrück nach Holo und spricht mit Verantwortlichen der Firma PoBo (Termin ohne Presse). Deswegen können wir nicht wie geplant die gläserne Produktion besuchen.
°
Werk dümpelt ein bißchen führerlos vor sich hin.
Gefühlte Anlaßlosigkeit trotz bipolar uffjeregter Epoche. Mal sind mir die Motive zu durchsichtig, 20 Sekunden später kann ich überhaupt keine mehr ausmachen.
Jetzt mitten in der Nacht baden. Das macht Sinn.
(Ziel, daß es keine Stelle mehr gibt, wo man ungern hinschaut.)
Noch das Blödeste ist mir zu didaktisch und aufdringlich. Oder zu blöd.
Jetzt endlich Holzleistenkauf bei Arnold Krause OHG in strahlender Sonne.
Am 3. Mai 2013 um 02:43 Uhr |Bearbeiten
März 2012 HdKdW
Mailand
Am 8. Mai 2013 um 14:55 Uhr |Bearbeitenadmin
Am 17. Juni 2011 um 15:30 Uhr
Kleiner Dissens mit dem Chef.
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(Interview mit Geert Lovink)
Welche Maßnahmen muss die Kulturpolitik in Zeiten der Digitalisierung ergreifen? (1)
“Ich plädiere für Faulheit und Nichtstun. Die Idee, wir müssten etwas damit anfangen, darauf reagieren, sich dazu verhalten, sich damit auseinandersetzen… lass es sein! Entweder man macht da mit oder eben nicht. Die Zeit ist wirklich vorbei, dass wir uns noch gegenseitig erklären müssten, wie das Internet funktioniert. Das war mal, vor 15 Jahren. Auch die Moralpolitik können wir sein lassen. Die Leute benutzen es eh, egal was die Kulturpolitik dazu sagt. Was die Kulturpolitik aber tun kann, ist die Softwareentwicklung und die damit verbundene Kunstpraxis zu fördern. Die ist in Deutschland besonders avanciert. Was Europa braucht, ist mehr Sichtbarkeit solcher Projekte. Aber die Leute brauchen keine Netzkultur mehr von oben. Stattdessen brauchen wir Netzkulturexport von unten. Weltweit.”
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A :
(1) PS: ich habe die frage aus dem interview (diese zeile) nachgetragen, weil sonst weiterhin dem ärmlichen argument vorschub geleistet werden würde dem kapitalismus könne mit faulheit/nichtstun begegnet werden, oder faulheit/nichtstun sei per se eine anti-kapitalistische eigenschaft. dieses argument letztendlich auf bildung, d.h. selbstbildung übertragen wäre m.e. grundsätzlich fatal. (gez. SD)
…
B:
Faulheit und Nichtstun scheint tatsächlich zu den letzten Tabus und Bürgerschreckgespensten zu zählen, allein deswegen interessant. Der GAMMLER-Vorwurf pressiert praktisch unverändert seit 50 Jahren. Alles ist erlaubt, nur nicht, sich zu entziehen, die Spielchen nicht mitzumachen, die Täschchen, Schühchen und die Pöstchen nicht zu wollen. Dafür gibt es kein Verständnis, das löst Aggressionen aus. Denken, lernen und sich “bilden” tut man doch als empfindlicher Mensch automatisch, freiwillig, ständig, lieber sd. Aber lieber ungetrimmt und selbstbestimmt nach eigenen Regeln.
Meines Erachtens ist es viel fataler, sich im Reiz-Reaktions-Schema an den Gegner zu binden, indem man ihn die Vorgaben machen läßt, die man dann pawlowsch seibernd “kritisiert” und ihm damit zu noch größerer Macht verhilft, weil Kritik Motor und Wertbildung ist. Mal abgesehen davon, daß es auch keine Freude macht.
Frank (kratzt sich am Hintern und ist schon wieder eingeschlafen.)
[Ihm träumte davon, die Empfindlichkeit zu erhöhen und nicht die Pression.]
Am 8. Mai 2013 um 15:08 Uhr |BearbeitenThe Falls ubcoming 30th alblum
RE-MIT
Am 8. Mai 2013 um 21:46 Uhr |BearbeitenPolizeiliche Kriminalstatistik Berlin 2012
207 S.
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Hier ist praktisch jeden Tag Großeinsatz. Eben auch wieder Geknalle.
Gestern war der kleine Opel der Mutter unterzubringen. Frank wollte ihn in Sichtweite, aber nicht so nah bei den Aggressoren der Sahara Lounge abstellen; bei Ankunft um 19:25 hielt die Polizei die meisten Plätze besetzt. Jetzt steht er hinten am Penny-Markt, wo ich ihn nicht sehe. Unruhe.
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Betrunkener schießt um sich
# 1144
Weil ein alkoholisierter Mann mit einer Pistole um sich schoss, musste gestern Abend das SEK in Gesundbrunnen tätig werden. Anwohner hatten die Polizei gegen 19.20 Uhr in die Kolberger Straße alarmiert, da der Mieter Schüsse in den Hinterhof abgegeben hatte. Als der Mann auf die eintreffenden Beamten schoss und nicht klar war, ob es sich dabei um eine scharfe Waffe handelt, wurden die Spezialisten hinzugezogen, die den Mann schließlich festnahmen. Ersten Ermittlungen zufolge war die Pistole eine so genannte Schreckschusswaffe.
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(In der Kolberger Straße hat Mehmet Yildirim 2011 14 Schüsse auf ein Auto abgegeben, dabei zwei Frauen tot geschossen und einen Mann schwer verletzt.)
Am 9. Mai 2013 um 01:58 Uhr |Bearbeiten
glad not to be freeze new yorg
Am 9. Mai 2013 um 14:16 Uhr |Bearbeitenhttp://theworstroom.tumblr.com/
Am 9. Mai 2013 um 19:07 Uhr |Bearbeiten
Am 9. Mai 2013 um 23:11 Uhr |Bearbeiten“We are all so much together, but we are all dying of loneliness.” (A. Schweitzer)
The presence of all of those bodies intensifies one’s psychic isolation.
yes, , William
‘Zen fascists will control you / 100% natural / You will jog for the master race / And always wear the happy face’
das hat man immer mitgesungen, ohne es zu verstehen.
I just left the Hotel Amnesia / where it is, I can’ t remember / but now I can remember / hafta hafta / message for you
Am 10. Mai 2013 um 16:12 Uhr |Bearbeitenhier schnell die Korrekturen.
Bin nicht so sicher, ob das korrektes Englisch ist, wäre aber auch nicht schlimm, falls nicht
wichtig, daß “gläserne Produktion” nicht mit glass production übersetzt wird, sondern eher mit transparent production
und wiederum “durchsichtige Motive” nicht mit transparent motifs, weil hier mehr (meine, psychologische) Plattheit gemeint ist. Das habe ich durch primitive motifs ersetzt.
hinter Steinbrück habe ich ergänzt: chancellor candidate of the social democratic party of Germany is coming to Holo to speak with the heads of PoBo (no media).
für unten gefiel mir “irksome” und sections anstatt places.
Bipolar uffjeregte Epoche würde ich nicht übersetzen, weil das ein Eigenwort/Eigenkompositum in diesem verlinkten Diederichsen-Artikel ist (über David Bowie), und auch im Beziehungswahn selbst so vorkommt.
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note:
Beziehungswahn (Delusion of reference) is a medical term describing a mental illness. People having a strongly held belief or perception that random events, objects, behaviors and irrelevant, unrelated or innocuous phenomena in the world refer to them directly and have special personal significance. The notion that everything one perceives in the world relates to one’s own destiny.
A person might believe that secret messages about him are broadcast in a weekly television show, to the point where he would record the programs and watch them again and again.
Am 11. Mai 2013 um 18:48 Uhr |Bearbeiten(noch nicht besucht, aber schon Vorfreude gewissermaßen)
Die Ausstellung “The Whole Earth” macht noch einmal deutlich, wie nötig der Gebrauch des eigenen Verstandes ist, um in der Fülle des ausgestellten Materials auch krude Verschwörungstheorien und diverse esoterische Einschläge erkennen zu können
Wurde der Neoliberalismus in einer Hippiekommune geboren?
ME viele Fragen = gut
vor 15 Stunden
ME noch mehr Fragen:
“Wir selbst und die Doofen”
Die Spex, Bibel und einstiges Zentralorgan …
vor 15 Stunden ·
DS Wer ist dieser Rudolf Maresch? Was legt der mir da für einen Quatsch in den Mund? Ich kann mich nicht erinnern, den mal kennengelernt ztu haben.
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Die mutmaßliche Kungelei des Kartoffel-Kartells
1125 Stimmen wurden abgegeben.
33%
Ja.
43%
Nein.
24%
Ich kaufe ganz selten im Supermarkt Kartoffeln und kann das nicht einschätzen.
Ihre Stimme wurde gezählt
F.A.Z.
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Kuratorinnenkatalog, Deutschland
°
Bildpolitik nach den Anschlägen von Boston
Christina Zück
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anlaßloses Denken, NODDY HOLDER, Lob der Lebenden, bald wieder spazieren gehen, bei Hellweg Clematis und Geißblatt kaufen, Alkohol aufgeben. Frage, wieviel männlich motivierte Gewalt und Dezibel man hinnehmen muß in der Nachbarschaft und was man tun kann, falls man es nicht akzeptiert, nicht die Polizei rufen will und nicht Unterschriften sammeln.
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ich sehe lieber Schlag den Raab, als DSDS Finale. Heute um 1 1/2 Millionen gegen André, ein riesengroßer, muskulöser Stahlbauschlosser aus Gelsenkirchen. Von Erde hat er leider keine Ahnung.
“Ist das ein Tier!” ruft der Kommentator aus dem Off, voller Bewunderung.
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Mutti schickt die grüne oder gelbe Versicherungskarte, damit können wir endlich bald nach Polen fahren.
Am 11. Mai 2013 um 23:45 Uhr |BearbeitenAls ich letzten Freitag im Flugzeug um die Ecke biege sehe ich, daß Peter Hintze in meiner Bank sitzt. Ohje, Peter Hintze sieht 1:1 aus wie Peter Hintze! ich habe Angst, noch mehr lachen zu müssen, als ich an ihm vorbei zu meinem Fensterplatz klettere. Herzlich Willkommen! ruft er mir wie Ralf Kabelka als Dr. Udo Brömme zu. Peter Hintze liest die Süddeutsche Zeitung und sagt manchmal „eijeijeijei“ oder „oijoijoijoijoi“ und stöhnt. Zwischen uns liegt das unberührte Feuilleton, auf der Titelseite Das kalifornische Denken mit dem Bild des Planeten Erde im weiten druckerschwarzen Weltall. Ich hätte den Artikel gern gelesen, traue mich aber nicht, Peter Hintze anzusprechen und ihn danach zu fragen, weil ich es sehr wahrscheinlich nicht schaffe, ihm ins Gesicht zu schauen.
Hinter mir steigt der Kölner Galerist B ein. Ich mache (nach meinem Gefühl) ein übertrieben verzweifeltes Kinder- oder Krankenhausclown-Gesicht und deute hektisch zum Nachbarn hin, in der Erwartung, der D findet es lustig und muß lachen. Der D nickt mir aber nur kurz freundlich zu und kennt vielleicht Peter Hintze nicht/findet nichts dabei/ weiß nicht, was ich will/denkt, ich möchte übertrieben verzweifelt auf mich selbst hinweisen.
ich schaue die ganze Zeit mit steifem Hals aus dem Fenster und denke die ganze Zeit Peter Hintze, Peter Hintze. Welche Funktion er wohl aktuell innehat. Wenn er mit Germanwings fliegt, kann es nicht so doll sein. Dann überlege ich, ob nicht Pofalla zu Hintze gesagt hat, er könne seine Fresse nicht mehr sehen. Das wäre schön, aber das war Bosbach. (2011)