Leidenschaft ist unser Antrieb

1. Mai 2008

Friedhof Ruhleben, sehr schöne Gießkannenstilleben mit Fahradschlössern aufgehangen an Holztoren. Das aufmerksame Grüßen auf Friedhöfen gefällt mir auch immer so gut. Auf dem Rückweg im Plusmarkt Nähe Richard-Wagner-Platz. Verstellt, perpektivisch verzogen, verbaut, praktisch unpassierbar um 19.45 mit ca. 100 anderen Kunstbegeisterten gleichzeitig,der Plusmarkt in Charlottenburg ein totes Haus Ur.

Endlich rief Onehundred an, die ich an der deutschen Oper verloren hatte und mich sehr gesorgt. Sie sei falsch abgebogen und dachte mich am Teufelssee zu treffen. Ich war froh daß sie am Leben war und wir wollten dann später in Kreuzberg nach gewaltbereiten Personen o.ä. Ausschau halten, sahen aber nur Personen, die ebenfalls nach gewaltbereiten Personen Ausschau hielten und einen älteren Mann, der zielsicher und laut singend auf uns zukam, als wir in der Oranienstraße bei diesem Gran Canaria artigen Inder saßen. So ein Tag,so wunderschön wie heute! sollten wir doch mal raten,wie alt er sei. 79 sei er! und sehe aber doch aus wie 50, nicht wahr, gut?  Er trug eine gelbe Schöffel-Jacke in der einen Hand ein Sixpack Krombacher,in der anderen 4 0der 5 Geldbörsen und eine dünne weiße Plastiktütn mit losen Spaghetti in Tomatensoße, jetzt denke ich an das Leckeres Altes Essen, kalt, 14 Mark” in dem lustigen Rocko-Schamoni Text über das Jahr 1992, das Treiben in dem GeheimPudel und die Weisung 0/5, zur sofortigen Vernichtung freigegeben, der Mann sprach und sang derweil immer weiter: Er habe 19 Kinder von 4 Frauen, er suche jetzt noch weitere 2 Frauen, um die restlichen 4 Kinder zu machen,dann habe er 21 beisammen. Dieser Mann war ein Lügner. Seine Stimme zwischendrin so hochschraubend wie ein Knabe ganz kurz vor und teilweise schon im Stimmbruch, er war 40 Jahre bei der amerikanischen Armee, sei Amerikaner, kriege jeden Monat 5000 Euro, seine letzte Frau habe sich 1995 umgebracht,weil er immer gewollt hatte und sie nicht. Auf der schwäbschen Eisenbahne, da rief Bobby an und fragte ob wir noch ins 3 kämen. Wir waren aber zu weit weg und fuhren noch ein bißchen so durch die Nacht.

Im Radio aber wurde der ruhigste Maianfang seit Beginn der Aufzeichnung gemeldet. Das Konzept der ausgestreckten Hand schien sich zu bewähren. 

Schwefelverbindungen

27. April 2008

26-4-08-2.jpg 26-4-08.jpg gid.jpg

Schwefel setzt sich in den Sickergruben weiß ab. Seitdem kein offener Einbau von Hausmüll mehr betrieben wird, riecht es nicht mehr so stark nach faulen Eiern. Die Verrottung geht viele Meter tief unterirdisch weiter, aus dem entstehenden Gas wird Strom gemacht. Eine Herde Heidschnucken wird als natürliche Verdichterin eingesetzt. Sie haben gerade Junge bekommen. Mein Bruder betreut auch namenlose Katzen. Im riesigen Kühlschrank im Unterstand befand sich 1 Dose Katzenfutter Shah. Die Nachsorge der Deponie beträgt plus minus 35 Jahre, gesicherte Arbeitsplätze.

Dedo-Alexander von Harprecht, Edelsteinexperte, geboren 1914, hatte sich leinengeprägte DIN C lang Karten drucken lassen, da stand in Schreibschrift oben: Dedo-Alexander von Harprecht und Frau Karin, unten die Adresse in Kapitälchen. Briefpapier auf Gohrsmühle mit Wasserzeichen. Das Fotoalbum mit der Fechtgesellschaft dürfte er selbst geerbt haben, es ist von 1920. Die meisten Bilder zeigen Männer mit frischen Gesichtsverletzungen, auch Männergruppen im Grase, Fechten in Aktion. Auch die Hochzeit von Elke und Bernd in Wipperführt war bestimmt schön. Es gab Kraftbrühe mit Eierstich und Markbällchen, Schweinesteak Hubertus, Pfifferlinge, Champignons, Pommes nature oder Pommes croquettes. Bernd trägt auf dem Foto ein zu enges Lederjackett, Elke eine blaue Bluse mit Stehkragen, einen Pulli um den Hals. Elke und Bernd blicken weder sich gegenseitig, noch den Betrachter an, sondern verquer aneinander vorbei, als hätten sie sich gar nicht gern.

nachlass-dedo-alexander-von.jpg f.jpg hochzeit-elke-bernd.jpg

Selbstbestrafung

21. April 2008

un.jpg selbstbestrafung.jpg altschul-&-altschul1.jpg

wie gehts?
viele gruesse
f

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Ich will den besten, den richtigsten Text über alles schreiben, wie meistens, habe kein Handwerk meine Gedanken wirklich triftig zu formulieren, bin nervend erkältet; ich stell mich ein auf den 23. mit der Abgabe des Textes und 28. Poster, wie du mir letztens geschrieben hast, ja? Wie gehts dir, was schreibst du, was denkst du, was ist dir wichtig im Augenblick? Viele Grüße M

hast du das gelesen http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/literatur/?em_cnt=1322001

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hatte ich nicht gelesen
ist sehr ähnlich wie das badiou manifest (affirmationsmanifest)
(der alte maoist, schreibt jetzt auch über kunst
ähnlich ranciere

für neue politische organisationsformen (gegen dekonstruktion, stattdessen handeln
darüber wollte ich eigentlich in starship schreiben
die drei bücher (auch noch latour)

gelesen wird das in linken blogs von jungen leuten
die zitieren es zumindest

ich habe dath jetzt nur überflogen
aber erinnerst du dich
das war ja auch so ein altes merve buch
der techniker (das viel gelesen wurde früher)
daher seine naturwissenschafterin

ich bin allerdings dafür alle (sogenannten) nebenwidersprüche leben zu lassen
und nicht einer allgemeinen kritik unterzuordnen (was badiou macht)
aber was stimmt, sie waren leicht zu konsumieren (queer sein, feminismus, jugendkultur)
und deshalb hat ja auch TzK damit so viel tun können
sie waren nie radikal
dennoch, dann muss man dennoch nebenwidersprüche radikalisieren
sonst der selbe fehler wie 1972
viele gruesse
f

ich frage mich zur zeit
warum in frankreich diese radikale kritik aus der mitte der akademischen welt
und der mitte des diskurses 8die sind ja alle rektoren und parteivorsitzende)
kommt

und warum sie dann hier von den neuen linken hedonsitsischen internationalen udn wie sie alle heissen gelesen werden
warum machen die das nicht selber?
frage ich mich

~

Mein wahres Gefühl und auch die Wahrheit ist: ich kenn davon nichts, ich lese es nicht (ich begreif es nicht, ich brauch schon für den FR Rezensionstext fast eine Stunde!) vor allem: ich denke immer, die Leute mögen das reden bzw. schreiben, aber Niederschlag seh ich nirgends, ich spür das nicht, ich weiß nicht, wofür das gut ist. Und über andere Länder kann ich schon gar nichts sagen.

Als letztens Tony Conrad kam und dr Diedrich war da noch ein dritter, der amerikanische Theoriker der fing gleich an loszulegen, das ist so, das ist so, dann kam das, das gehört dahin, diese Kunst ist das, - das halte ich immer für so frevelhaft und schlimm, ich denk: sofort niederstrecken. Sitzt der da in seiner gut sitzenden Tracht und kuckt sich auf seine schön geputztren Männerschuh, währendessen der Onkel Tony eher auf Onkelchen macht in seinem T-Shirt mit hängenden Schultern und Witzchen, aber ein viel besserer Kerl, warum. Weil die Wirkung stimmt und der sich wahrnehmen kann (der andere nicht), darf nicht total umkippen ins zu Kokette, das sich selbst marginalisieren, Minor History. Und so. Was immer das heißt. Hart nur das die Leute über die Jahrzehnte behaupten und behaupten, immer wieder lustig nachwachsen, ohne sich irgendwie im Geringsten komisch dabei vorzukommen. Und eben nicht etwa sagen: ich sehe das so, mir kommt es so vor, das könnte da und damit zusammenhängen, mit meiner Fallgeschichte etwa, sondern: das i s t so.

Nein, ich erinnere keine alten Merve-Bücher, das ist nicht kokett, ich les nur Zeitung und auch da komm ich nicht nach. Man muß ja auch noch aus dem Fenster sehen, spazierengehen, schlafen. Und im Moment mach ich mir über die wirklich sehr schwer zu formulierenden Gedanken Gedanken, die ich hatte beim Reden mit Kollegen in New York, viele eine Penetrier-Nummer draufhaben und Getriebenheit, dabei eigentlich gut dastehen von der Versorgung her, Leute mit ihren Riesenschinken überall und ständig, andere die sagen, es ginge um Überleben und man MÜSSE hier aber ohne Unterlaß - irgendwie einwirken, sich unterrepräsemtiert fühlen (mit Sachen die seit 10, 20 Jahren JEDER KENNT! und die immer soviel RAum einnehmen WIE ES NUR EBEN GEHT! ), das Fädeln hier und da und Angst, bald sei vielleicht alles vorbei! und der habe aber viel mehr! usw. und ich dann denke: nee! was mach ich nur? Und bei der Eröffnung das Sofa so hinstelle, daß man aus dem Fenster sehen kann und nicht reden und hoffen, das geht irgendwie vorbei. Und dann kommt man wieder und die Leute sagen: Mensch super, das läuft ja wohl toll. - Spinnt ihr?
Das möchte ich mal sagen.
Und wie schwierig das war über den Muff der Critical Art zu reden, und wie man überhaupt sich gespiegelt sieht und sich fragt: wer bist denn eigentlich du?

(Ich bin übrigens die, die sagt: was will man eigentlich mehr, als im Jahr 2 Einzelausstellungen machen, paar Gruppenausstellungen annehmen oder ablehnen zu können, dabei das Geld verdienen, - man braucht nicht soviel - damit man das weitermachen kann, vor sich hinarbeiten, lesen, schreiben, spazierengehen: Das IST doch schon das absolut ideale, privilegierte Dasein, was denn noch?)

~

Badiou schreibt aber:
Die Kunst, die ist und die wird, muss ebenso solide sein wie eine Beweisführung, muss ebenso überraschend sein wie ein nächtlicher Angriff und sie muss ebenso hoch stehen wie ein Stern.

Das wundert mich, wenn ichs lese, nicht dass es mich freut, ich bin ja harmoniesüchtig, und gleichzeitig an dem Punkt, dass ich mir gern eine anarchistengruppe suchen würde, nur um von diesem, das ist hübsch und das ist ja auch gut, das hier herrscht wegzukommen.
Dennoch, die Sprache (und ist zwar - was man wissen muss und immer mitdenken muss - eine merve übersetzung, aber solche wenig abwägenden aufrufe. Warum wird das jetzt so massiv publiziert, etc.

ich lese ja dafür keine Zeitungen, (ausser Standard online, weil ich eben, wie man mir ja auch immer nahelegt, Österreicherin bin, also deshalb lese ich dann doch Standard, mag sein andere Österreicher lesen schon zeitung. Ach ja, und im Flugzeug, da lese ich das)
Mir wird eher schlecht über das was im feuilleton steht. Journalist ist ja ein Schimpfwort (wieder im Österreichischen). Das ist mir zwar egal, aber die über so irgendwelche Kulturwissenschaftsstudenten (ehemaligen und aus Lüneburg oder Hildesheim oder sonstwas) gebrochene Re-lektüre eines textes, die - und das macht das deutsche Feuilleton - immer nür nach irgendwelchen Lücken, oder Widersprüchen sucht, um sich selbst in etwas einzuschreiben, was man eben selbst nicht schreiben kann, finde ich schrecklich, absurde Rechthaberei, aber wie Kippenberger sagt, das trifft die nicht, oder das wird sie schon treffen, denn je eitler man wird, desto verletzlicher wird man dann auch, etc..
jedenfalls in diesen neuen Texten, die ja alle von den umgebenden Kleinverlagen herausgegeben werden, und/oder von X, X, etc. - also eigentlich - für mich Bezugspersonen - sind wegen ihrer Radikalität erstaunlich, wenn auch, für mich alten Punk zumindest, sich auch sofort etwas regt, das sagt, ich will von diesen 70jährigen maoisten mit Lehrstuhl nicht gewiesen werden. Das können aber X, X etc. nicht so MEINEN, oder nur insofern als man etwas als Herausgeber meint, aber nicht indem man es durch das Herausgeben aneignet, da dieses Gespräch, von dem ich ahne, dass es auch in der von dir beschriebenen Veranstaltung geführt wurde (und das z.B. um TzK immer geführt wurde), jede Radikalität immer vermieden hat. Das lag zum einen an der Methode, aber zum anderen einfach auch an den Personen, wobei von den diesmal genannten ich auch wirklich nur Diedrich kenne, und darüber ich nichts sagen dürfte.

wenn ansonsten in diesen Büchern , den neuen (habe zum beispiel gerade d. dath gekauft, den ich irgendwie - manchmal - in der art wie er deutsch verwendet und weil mir seine Sprechweise sehr nahe ist - gern lese) - etwas drinnen steht, was mir zeigt, hier scheint ja etwas weiterzugehen, ist es gut.

An den Merve Text hättest du dich erinnern können, weil Klaus, Nico, Anke und Katja, die ganze Klasse Zwei ihn so oft verwendet haben - damals - deshalb sagte ich damals - bei Messe 2 ok und all den anderen Lokalterminen, die sich rund um 1995-1998 so ergeben haben.
ich kenne ihn von dort.

ich selbst habe mich einfach seit ich vielleicht vierzehn bin oder seit immer keine ahnung, nie aus diesem kunst und in kunst denken entfernt und dass habe ich nicht selbst gemacht, und doch auch, insofern es mich beschäftigt und zur zeit ohnedies mich nur glücklich macht, darin etwas zu tun, aber nicht wegen des sozialen, das war auch mal nett, 1991-1994, das war auch mal schrecklich 1995-2000 und jetzt ist es mir egal. es ist hier ja überall, tausende neue Künstler kommen jeden tag nach berlin, das ist ja auch hübsch anzusehen denke ich mir, aber ich bin da ja nicht, ich wohn ja jetzt in kreuzberg, da gibt es nur alkoholiker und andere abhngige.
Ich sehe es gern an, was die machen, das ist ja auch überlebenswichtig und ich denke darin aber Status oder soziales ist es kaum.
Wir machen diese Zeitschrift und diese Ausstellung mit den Postern weil es so viele gute Künstler und Künstlerinnen gibt und weil wir das alles selbst sehen wollen, was die machen. Das ist dann natürlich schon Gespräch und Soziales obwohl ich ja dennoch nicht mit irgend wem Kaffee trinken gehe. Also niemand braucht sich da in irgend einer Weise mit mir auseinandersetzen, das ist was ich meine.

Wenn die Leute Angst haben in Amerika, es wurde ihnen ja jetzt die letzten sieben Jahre Angst gemacht, kann ichs verstehen.

du kannst das schon in deinen blog schreiben auch mit mir
oder mit francesca drechsler, das ist mein pseudonym (seit zwanzig jahren)
viele gruesse
wir waren grad draussen, einkaufen, spazieren, alles sehr dreckig, berlin ist sehr eigenartig, mir so fremd wie südchina.
f

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Dath finde ich meistens schlechter, wenn er äh literarisch anspruchsvoll sein will. Oder über Frauen schreibt! Ich lese ganz gern sein Sputnik, je durchgedrehter, je, lieber.

Was soll die Anarchistengruppe tun? Das war bei uns früher immer das Schrecklichste, den Anarchisten treffen in seiner zugewachsenen Wohnung der den ganzen Tag dunkelbraune Wasserpfeifen rauchte und überlegte, wie man (in dem Zustand) die Krallen auf die Stromleitungen kriegt. Klappt schon irgendwie. Das, machen wir, vielleicht - morgen mal.

ich glaube, ich will über Geld reden. Da wird am allermeisten rumgenebelt, ausgewichen, herumgeschlichen. Ich möchte wissen, wie das alles funktioniert! und die Leute fragen, wofür sie ihr Geld brauchen und wieviel.

Eine Kunst die “solide” ist kann ich mir nicht vorstellen. Angegriffen werden von Kunst im üblichen Sinne (Kreischapparaturen aufstellen) find ich auch eher

Aber gelacht und gefreut und gleich geschämt über meine Freude habe ich mich über die Zeitungsheadline, if small painting the next big thing sei.

Die aus Lüneburg oder Hildesheim sind mir egal, glaub ich. Es geht mehr um die konkrete Gespräche mit den Kollegen die einem was bedeuten und wie man es eigentlich selbst am besten fände, weil ich traurig werde wenn es in den Gesprächen nur noch um Planung geht, nur noch Taxi gefahren wird, nichts richtig wahrgenommen wird, irgendwelche Leute ständig getroffen werdn müssen, die aber eigentlich auch ganz nett sind, weil sie einen brutalen Witz reißen können, wenn man sieht, wie die Leute sich selber frohquatschen mit derartigem Dreck.

Das sogenannte Radikale aber, oder die radikalen Bezüge, das ist ja auch nur Gerede oder Geschreibe, an ihren Handlungen, an ihrem Wesen aber sollt ihr sie erkennen. Was sie sind kann man sehen. (weiß nicht)

nächtlicher Angriff, Stern — ich hatte mit John gesprochen darüber, warum der Künstler eigentlich so ein gottverdammter Held sein muß. Und wir fanden, daß der Künstler nicht so ein gottverdammter Held sein muß. Und dann über Dasein, Existenz, sagte John: I have no Dasein, no Existenz for me.

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23.4. Heute bettelte mich vor Kaisers ein Mann an, dem es sehr peinlich war. Es sei heute sein 37. Geburtstag und er hätte sich seinen Geburtstag weiß Gott anders vorgestellt und er sei auch gar nicht der Typ dazu usw. Am 25. kriege er wieder sein Geld, bis dahin müsse er überbrücken, aber dann hätte er ja sein Geld, dann könne er sich wieder selbst was kaufen von seinem Geld.

Ich dachte dann im Kaiser drin eine Filmszene. Man hört sich das alles freundlich an und sagt anschließend dem Mann: Von wegen DEIN GELD, DEIN GELD, das ist MEIN GELD was du da kriegst, Freundchen. MEIN GELD. Hättest du in der Schule mal ein bißchen besser aufgepaßt müßtest du dich jetzt hier nicht so grotesk benehmen. - So ungefähr muß sich Ulf Poschardt von innen anfühlen.

Denn krank und traurig häng ich im Hause und machte den Fehler, viel zu viel zu lesen, u. a. Monopol online. Nie wieder. Es ist alles noch viel grauenhafter, als man denkt, kein Entkommen. Zur Feier des Tages kriegt man einen Ekelkommentar vom Untermenschen geschickt, ich dachte den wär ich gut los, warum weshalb, ächzt und leiert die Zeitschleife, spuckt mich bitte bald aufs feste Land.

Gute Laune aber hierbei.
heidemann.jpeg

FH, Führer Hitler.

da war das Leben noch einfach.

My first review in english

18. April 2008

Pentimenti! Abeyance! Wer das lesen könnt.

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Time Out New York / Issue 655 : Apr 16–22, 2008 Michaela Eichwald, “Ergriffenes Dasein: Artist Writer Mentalist”

Reena Spaulings Fine Art, through Apr 27, 2008

Ahrtal Photograph: Courtesy Reena Spaulings

Fine Art From making “bad” painting to eschewing a signature style, artists of the past 30 years have adopted a variety of strategies for examining art’s production and consumption. In her impressive New York debut, Cologne-based Michaela Eichwald adds to these tactics the conceit of artist as medium, removing herself as the agent of her own work. The show includes altered readymades, works on paper, sculptures and paintings, variously huddled together on walls, windowsills and even hanging by a thread from the ceiling. Eichwald employs a disorienting array of materials and methods to convey snatches of narrative, slivers of thought and the pentimenti of influences—which may or may not include Marcel Broodthaers, Man Ray, Sigmar Polke and Dieter Roth. The past flickers through her work, most notably in a small collection of metal tchotchkes rescued from an incinerator. The paintings, with their coatings of boat varnish, crude figuration and occasional collage elements, are executed in a palette of nail-polish purples, piss-stain yellows and institutional greens. Perhaps the strongest pieces here are sculptures made by pouring resin into bags and bottles, in whose frozen depths lurk cooked mussels, hair elastics and plastic coffee-cream containers, among other objects.
Far from simply being coy, Eichwald’s approach succeeds in holding both history and the marketplace in abeyance. That such a strategy can quickly become a style is evident in the art currently on view at both the Whitney and the New Museum. Nevertheless, despite its fugitive beauty and its seemingly naive execution, Eichwald’s work remains curiously tough and indigestible.

— Anne Doran

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18.4.08, 15:15

Hatte ich für Bar Ornella Ausstellung mittags einen Walnußkuchen bei Lidl gekauft und den angestrichen und dann feststellen müssen, daß der vorher besser ausgesehen hatte.

Die neue Bescheidenheit, die neue deutsche Demut in art.

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19.4.08

as I said

The joy of small, small is the new big, having a moment right now in New York usw. vgl. the NEW YORK TIMES

A∴A∴ Avoiding Artevents

15. April 2008

Hi W,
very good. thanks
I wrote Frau Mosch from FAG-Museum that the TOTEM is in your Appartment and she should contact you for a spray
Perform til blood spreads for a living, will you do that too this week in Cologne? I hope so. I think some guys of the Krebber class are coming, there is this art fair, Mark Leckey Opening KV and the bloodfeast in the church, galleries, everything on 16. On 15. is the thing with Diederichsen and Tony Conrad at one of the four Buchholz Galleries, etc., Thursday Bar Ornella and other stuff and the Sixpack still exists. What do you think?
Yours M

P.S. Today was double fantasy at Sixpack, but only one fantasy came, the other one has had Darmprobleme. If you don´t like that I offer this text to me few friends here, - hey: just say no.

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hello, yes. but no. im evented out. but i will be in köln in a couple weeks. maybe we can go for a drink or something you can tell me about ny. this week was full of nykrs emily and jutta and ei and jay. my new exhibition space opens next month, its gonna be called [variable: SHEIK YERBOUTIQUE] *** and *** will do the first show. we should talk about doing a show next year but it has to be called “perform til blood spreads for a living”. ok. peace. w

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3:07 Peace

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16.5. 2:15

Clara fand meine Jacke besser als ihre. Tony Conrad and Diedrich: Top-Unterhaltung. Diedrich got the look / through himself. Patrick P. Event eher schlimm. Oder egal? Unwohl. Superpitcher mußte aufhören wg. Polizei, Bob Dylan zu laut. Früh zu Hause, froh, morgen wieder, gerne.

1000 Arten nein zu sagen.

Darstellungsprobleme

12. April 2008

Ich komm mir vor wie Heinrich Böll Pädagogik.

~

13.4., 16:28

allzu ängstlich tut verharren

der Künstler in der Duldungsstarren

deshalb kann der Kapital

so mit ihn verfarren

~

aber!

Das Kapital ist gut

heilt die Wunden

schließt die Gräben

baut die Brücken

möcht die Menschheit tief beglücken

mit soviel Geld

ja

so viel Geld

~

22:42 Heinrich Böll kann seine Produktion kaum aushalten.

methode.jpg modernes-dekor.jpg

22:44 beim Thai bzw. Vietmam gewesen, 26 a, wie immer gut. Tofu Kokos Gyros, der Rothaarige altert ein bißchen schnell, vielleicht hat er Sorgen.
Ich las dort eine Home-Dekorationszeitung kurz und dann FHM Collection for MEN Spring/Summer und mußte lachen als ich dachte, beim Anblick der arroganten Buben mit den ausgestopften Hosen und offenen Lippen: Herr, ist das ein elendig gezogenes Los unter den elenden zu ziehenden Daseinslosen, Männer-Modell zu sein. Es war aber unterhaltsam und ich sah das ganze Heft durch. Nach dem Essen schrieb ich Matumba sms: Und jetzt? Er schrieb zurück heut ginge es leider nicht, seine Freundin wäre da und bliebe wohl auch. Ich: Ist gut. Die Freundin ist ungefähr 14 und von natürlichem Liebreiz. Matumba hat zwar kein einziges Haar mehr auf seinem fahlschwarzen Reichskopf, aber das stört die Freundin wenig, ihr geht es vor allem um das gesellschaftliche Ansehen, das Matumba genießt, von dem sie zu profitieren hofft. - Sicher. Einen jungen Mann kann sie sich schließlich noch nehmen, wenn Matumba tot in der Ecke liegt.

Rheumawetter, Bandscheibenwetter. Heinrich Böll litt unter Schmerzen und fühlte sich nicht gut. Er wollte Köln Forever nochmals lesen und sich weiterer Schmerzen aussetzen. Morgen früh wollte er zu den Nazis gehen und mit ihnen zu reden versuchen. Vielleicht hatten sie ein Einsehen und würden von ihrem manichäischen Weltbild abrücken. Was unwahrscheinlich war.

IILLIIVXMC

11. April 2008

one-moment-in-time.jpg kalender.jpg they-do-the-street.jpg gal.jpgder-saenger-von.jpg we-will-never-forget.jpg oil-painting.jpg angel.jpg untitled.jpgmotion-blur.jpg joey-ramone-place.jpg

Bilder

8. April 2008

untitled-der-saenger-von-cr.jpg 29.3.081.jpg Birch---Couple---Pain.jpg feeling.jpg ahrtal.jpg gute-kritiken-in-der-schuel.jpg Volvic-Architecture-Milfina.jpg  voltotherm-and-piano.jpg zu-hause-sahe-anders-aus.jpg reena-invitation.jpg metal.jpg

List of works

6. April 2008

Michaela Eichwald at RSFA   RSFA-1.jpg   RSFA-21.jpg

Clockwise from far right corner :

1. Struck, 2007

Oil and lacquer on canvas

2. Untitled, 2005

Wax, shoe polish, and lacquer on wood

3. Organic Anchor, 2008

Collage, oil, marker, lacquer on canvas

4. Private Investments, 2008

Collage, gouache, lacquer on canvas

5. Renaissance, Vasari I, 2007

Collage and lacquer on canvas

6. Bottle of Evidence, 2008

Photogram, marker, lacquer on canvas

7. Weleda, 2008

Rayogram and lacquer on canvas

8. Oil Painting, 2007

Oil and lacquer on wood, 2007

9. Renaissance, Vasari II, 2007

Collage and lacquer on canvas

10. Nothing to die for, 2008

Oil and lacquer on canvas

11. Gute Kritiken in der Schuelerzeitung “TROTZDEM”, 2007

Oil, marker, lacquer, sticker on canvas

12. N.Y.C., 2007

Acrylic, oil, lacquer on canvas

13. A-Abre, 2008

Lacquer, marker on canvas

14. Animals at War Memorial, 2007- 2008

Oil, lacquer and marker on canvas

15. Roy Black, 2008

Collage, marker and lacquer on canvas, (Original taken from Freundin Magazine, 1977)

16. Feeling, 2008

Gouache and lacquer on canvas

Sculptures

1. (Front)

Volvic Architecture Milfina, 2008

Mixed media in resin

2. (Left)

Was mein Bruder hat gezogen aus dem Weltverbrennungsofen, 2008

Metals

3. (Right)

Neues aus dem Ahrtal, 2008

Mixed media in resin, vase

4. (Floor)

Untitled, 2008

Hand, dressmaker’s tool, wire

5. (Windowsill)

Untitled (Der Saenger von Crass), 2008

Ink stamp tree, mussels, rum extract and mixed media in resin

6. (On blue wall)

Birch, Couple, Pain, 2007

Paint, driftwood

7. (Above piano)

Voltotherm, 2008

Heater, marker, lacquer, 2008

(Bar)

1. Literaturkalender aus den 50er Jahren I, 2008

Collage, lacquer on canvas, (Text Werner Bergengruen)

2. Literaturkalender aus den 50er Jahren II, 2008

Collage, lacquer on canvas, (Text Martin Heidegger)

(Bathroom)

1. I love your work, 2008

Marker and lacquer on paper

Don´t touch the artist

5. April 2008

No drink no talk just beautiful, 1998 nd-nt-jb-1998-detail.jpg

Ich muß so schwer nachdenken, habe noch keine Ergebnisse.

Die zuviele Kunst überall – ja, das sieht halt alles irgendwie aus, ne! Entwertend, ermüdend, entnervend und Nebenaspekt
von was nochmal

das was bedenke, wann bedenke, mehr bedenke wie

~

2:34
nancy.jpg (c) produzentin

Doc Nancy, die süßeste Mathematikreferendarin der Welt treffen hilft auch! Sie hatte ein Sweatshirt mit lauter Zähnen drauf an und an der Seite ein geheimnisvolles Siegel, welches vielleicht die Galeristen Viktor & Rolf dort eingelassen haben. Der Freund hatte beim Steinmüller in Gummersbach Schlosser gelernt. Cool. Und eigentlich ein weiter Weg für einen Azubi, jeden Tag von Reichshof nach Gummersbach. Etwa 300 Kilometer. Mit angenehm temperierten Nerven verließen wir mit der Professorin, die noch unbedingt Tee-Öhrchen kaufte, das CDU-geführte Café Wahlen. Ich ging mit Nancy zur Bahn, dann in den A-Raum und schlief sofort ein zum Radiohörspiel über eine sterbende Frau.

Heute, 6.04.2008 · 18:30 Uhr Deutschlandradio Kultur
Hörspiel Nr. 1, 1968, Peter Handke

als wenn ich so ein wahnsinniger Handke-Fan sei, das stimmt gar nicht, ist Zufall jetzt, ich seh es gerade.

Was wir heute gesprochen haben war sehr guter, sehr reichhaltiger quasi Theaterstoff. Ich hoffe, ich kann es morgen rekapitulieren und für mich das Betreffende niederschreiben. Ich war selber leicht beeindruckt von meinem Satz an die Professorin, die (über andere Professorinnen, Lehrende) sagte: nix zu holen, einmal mauern - immer mauern! - daß ich glaube, daß weitergehen und lernen eigentlich doch einfacher sei, organischer ja sowieso, als den Besitzstand zu wahren, zu verteidigen, abzuschotten, dicht zu machen. Wer den Besitz nur wahren und mehren will, der denkt immer, er kriegt was weggenommen. Keine ruhige Minute ist die gerechte Strafe, Heulen und Zähneklappern. Aber das schreib ich hier nur mal so hin, als Besitzloser.

Wer sich selbst nicht als Fall sieht oder sehen kann, fliegt eh sofort raus.

Fürderhin habe ich meinen Bruder gebeten etwas für mich zu erinnern für eine Literaturzeitschrift - unseren Besuch in Ost-Berlin, als wir 16 und 17 waren. Unsere Mutter ca. 29. 1984 oder 85 Geheimtreffen mit unseren Verwandten aus dem Spreewald, die sich mit Ausreiseüberlegungen trugen. Ich hatte ein Gipsbein mit Einstürzende Neubauten Männchen, mein Bruder war Punker bzw. New Waver, mit spitzen Gothic-Schuhen aus dem Laden Köln Ehrenstraße, den es immer noch gibt und jedenfalls Opa-Mantel und toupierten, schwarzgefärbten Haaren mit langer Strähne vorne. Mein Bruder wurde von den Grenzern in der Friedrichstraße in diesen hellpißgelben Kachelhaus festgehalten, verhört und bis in den After hinein untersucht und kam total erschüttert wieder raus. - Hinterher erinnere ich nur die Szene, daß es anfing zu schneien und mit dem Gipsbein und den nächsten Verwandten bange über den vollkommen leeren, mit 400 Kameras auf den Dächern ausgestatteten spuk Alexanderplatz gehumpelt wurde. Diese Geschichte würde ich gern in der französischen Zeitschrift La mer gelee veröffentlichen, die ich leider noch nicht kenne, deren nächste Ausgabe den Berlin Alexanderplatz zum Thema hat, wenn ich das richtig verstanden habe!

Ich fand Udo Lindenberg gar nicht so schlecht, Mischung aus Karl Lagerfeld, Dieter Hallervorden (Beinarbeit) und noch ein Dritter, Vierter und leider doch bißchen neugierig, wie die Texte zur Kunst Party ist oder war.

ab Morgen: Penetration I - LXVI

in-der-wohnung.jpg


Thoughts of a vulgar yokel

29. März 2008

coming soon

there must be more to life than clever haengung classical haengung funny haengung anarchistic haengung

one day we shall be free
and wild

und jetzt schnell zu den Ersten internationalen Elvistagen New York
www.idealglass.org
und morgen ich
in der besten Galerie der Welt (wirklich)
www.reenaspaulings.com

at the hanging

27. März 2008

New York, everything allowed.

Am Flughafen hatte ich ganz unvermutet die Professorin getroffen, die im gleichen Flugzeug flog! Ich konnte sie die ganze Zeit beobachten, wenn ich vom Spiegel aufsah oder vom Matthew Broderick Film, sie sass 4 Reihen vor mir am Gang rechte Seite, ich am Fenster links. Neben mir ein dicke deutsche Blonde, die wegen ihres Manns Arbeit mit ihrem Mann nach Missouri gezogen war, jetzt aber hatten sie sich mehrere Haueser in Siegburg angesehen und eins kaufen und dann nach Siegburg ziehen. Hinter ihnen andere Seite hatten sie noch 3 fehlfarbene Nachkommen sitzen. Sie sah den Film die Chipmunks oder so, einen Animationsfilm, den ersten besten den Continental Airlines anbot. Die Einwanderung begangen die Professorin und ich gemeinsam. Ich sagte, wie lustig das doch ware, wenn man ueberall JA ankreuzte, wo man unter allen Umstaenden NEIN ankreuzen muss. Judenverfolgung, DrugAddiction, Gemeingefaehrlichkeit und Unberechenbarkeit aller denkbaren Diseases usw. Die verstaenden ja kein bisschen Spass hier, sagte die Professorin und wir lachten und scherzten schon eine geraume Weile, bis ich ploetzlich dachte, die beobachten uns schon die ganze Zeit in der Immigrationsschlange durch den Spiegel, hatten uns schon ausgesucht fuer die Kaeltestube in die sie uns ohne Schuhe und alles schicken wuerden, die wo die ganze Zeit schon so bloed lache, als sei das Einreisen in die USA ein Spass, welches es keinesfalls sei. With whom are you travelling? fragte mich die Frau, als ich den Zeigefinger auf ihr Gesicht tat. Alone. I just met someone in the plane. It is … the Professorin. - Ah! Said the woman, looked over to the Professorin in her Rimowas and smiled. Welcome to the USA!

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