Einladung

3. März 2010

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Michaela Eichwald

5. März 2010 ab 19 Uhr

Ausstellung 6. März bis 17. April 2010
Öffnungszeiten: nach telefonischer Vereinbarung
++49(0)179-9473040

after the butcher Ausstellungsraum für zeitgenössische Kunst & soziale Fragen
Spittastr.25 10317 Berlin
www.after-the-butcher.de

S-Bahn: S5, S7, S75 bis Nöldnerplatz, S3 bis Rummelsburg
Bus: 196 bis S-Bhf. Nöldnerplatz, 194 bis S-Bhf. Rummelsburg, Tram: 21 bis Marktstr.

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“Beitrag zur Lage auf der Höhe der Zeit mit Ich als Modell mit teilweise individuellen Zügen war irgendwie angestrebt worden, mit Techniken, die keine sind, sich ihren Weg selber suchen, am besten täglich, wenn es geht.”

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NEWS

Manuel Gnam (Brussels) bringt Musik mit!

Franziska Böhmer macht Suppe!

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Danke fürs Kommen!

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Magischer Zirkel

28. Februar 2010

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Im Haus wo die Galerie Bortolozzi drin ist, am Schöneberger Ufer, ist offenbar auch der Magische Zirkel Berlin untergebracht. Mit Blick auf den Briefkasten des Magischen Zirkels im Treppenhaus wurde meine Laune sofort gut, denn ich dachte an Jürgen Bartsch und sagte zu den Frauen, die mit mir auf der Treppe saßen, daß Jürgen Bartsch auch Mitglied im Magischen Zirkel war. Aber niemand kannte Jürgen Bartsch, die Bestie von Langenberg, oder den Magischen Zirkel. Der hätte so eine tolle Sprache am Leib gehabt, der hätte so tolle Briefe geschrieben, sagte ich noch. Dann sei er später bei der Kastration gestorben. - Aha.

Besuchen Sie die Ausstellung von Nora Schultz.

Themawechsel (Umgang)

20. Februar 2010

Als ich gerade bei Fit im Wedding auf dem Fahrrad saß, habe ich angefangen Faserland zu lesen, zum ersten Mal und mußte ein paarmal unheimlich lachen, gerade bei den Stellen, wo gefurzt wird oder sich welche ins Bett scheißen und bedauere ein bißchen, daß ich das Buch erst jetzt lese, es hätte mir sicher auch damals schon gefallen. Das ist ein zusätzlicher Nachteil am Armer Mensch Sein: man kriegt nicht nur sowieso viel weniger mit, man ist auch noch ignorant. Ich gebe aber zu bedenken, daß es schwierig ist mit der Welt der Wohlhabenden einen befriedigenden Umgang zu finden, wenn man nicht mithalten kann. Man muß sich einladen lassen oder zu Hause bleiben und ärgert sich, so oder so, pausenlos.

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21.02.10

Der Umgang mit den Bodenverhältnissen ist auch lustig, jetzt wo der ganze in den Eishaufen eingeschlossene Winterdreck aus Müll, Sand, Splitt und Exkrementen sich herauslöst und man gezwungen ist, da immer hinzusehen, um nicht zu fallen oder in große Pfützen rein zu latschen und was man sehen muß aber so widerlich ist, daß man nur soviel wie nötig hinschauen will und die ganze Zeit beim staksen und ausweichen denkt: ah, ieh, bäh, näh, hilfe und lacht vor Wut.

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Ein Kompliment zu machen versucht, das mir ganz verrutscht ist, nämlich hatte ich sagen wollen, vielleicht auch gesagt, ich habe Achtung vor der großen Leistung, meinte aber damit gar nicht in erster Linie das wohl gute, (doch konventionelle, teilweise mich musikalisch quälende, siehe einfältiges Gitarrenverzerre) Produkt, sondern wieder: den Umgang damit, die flankierenden Maßnahmen. Das vor so vielen und für so viele reden können in einer Art Ur-Vertrauen darauf, keinen größeren Mist zu reden, in sich nicht soviele unnütze (Eitelkeits)Hindernisse eingebaut zu haben. Vielleicht kann man das, was ich daran bewundere nur leisten, wenn man viel weniger darüber nachdenkt, als ich, bzw. einfach schon sowieso in dem Strudel drin ist und sich auf irgendwas verläßt, halb im Traum, ob es dann immer noch große Leistung zu nennen ist: ich meine ja. Halt die Fresse.

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Hoffentlich finden die mich gut

16. Februar 2010

EiNeu.jpg     pollesch-praktikant.jpg per Lieske

ich möchte gern zu Ei gehen, aber auch so gern Praktikant sehen, aber da gibt es nur noch Restkarten an der Abendkasse, sonst hätte ich jetzt 2 Karten im Internet gekauft. Wenn das ginge könnte man Karten kaufen (vielleicht aussichtslos), dann zum Ei, und was der Ei bis halb 8 nicht geschafft hat, sieht man halt nicht. Muß der Ei sich beeilern. Oder beeimern.


 

Ei Arakawa, Galerie Neu, Berlin
18.02.2010,
18:0021:00 h
Live Performances:
18.02.2010 and 04.03.2010,
19:00 h

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Don Alphonso schreibt heute so nett über alternde Frauen, das wäre doch egal, das schlaffe Gewebe dort. Es geht ja umqvest.jpg was anderes. Ja, sage ich ja sowieso seit immer, allein alle Welt sagt mir etwas anderes. Vor allem eben die anderen Frauen, die sich die Kinderpornomagazine kaufen, die Männern gefallen wollen, und rumlaufen mit: nichts schmeckt so gut, als daß ich mir meine Sticks, den Ausdruck meiner eisenharten Selbstdisziplin, gefährden lasse und dich damit anklagen kann, du fette Sau, die du dich gehen läßt und nicht endlich mal begreifen willst, worum es wirklich geht.

Die Künstlerin sagte letztens, als ich zum Klo ging, schön pissen, nicht kotzen oder koksen, Größe 38 ginge ja noch, aber 40, das mache doch einfach keinen Spaß, mache wirklich keinen Spaß. Zu mir, die ich zuletzt ca. mit 12 Größe 38 hatte. Ihr seid arm arm dran, sehr arm dran.

Ich spreche natürlich - wie immer - nur von den Figuren, die unsere Namen tragen, die wir selbstverständlich nicht sind.

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Überhaupt keine Lust bzw. gute Idee zum Katalog machen und dann Einladungskarte für After The Butcher, Eröffnung 5.3., immer diese Off-Räume, nichts zu verdienen, aber Galerie ist auch Off-Raum. Oder erst Recht. Das kann doch alles nicht ewig so weitergehen. Mit diesen langweiligen Kunstausstellungen und ewig gleichen Begleitritualen. Die Künstler werden auch immer blöder (konventioneller), sofern sie es nicht sowieso schon waren. Am Ende sind alle beleidigt und keiner fühlt sich genügend gewürdigt. Aber wem erzähle ich das. - In München ist manchmal richtige Praxis, eigentlich manchmal besser. Also wenn ein fast 70jähriger kommt und von seinen Grundschul”projekten” erzählt, das sind dann wenigstens welche. 400 Kinder spielen 1 Woche lang Kunstmarkt, sind je nach Laune Galeristen, Sammler, Künstler, Museumsbetreiber und hauptsächlich werden Werke hergestellt in verschiedenen Werkstätten, eingekauft und weiterverkauft. Wobei sie sich (von selbst) Gedanken machen woher es kommt, daß das eine Bild so teuer ist, das andere keiner haben will. Es berichtete Herr Grüneisl von Mini-München, Praxis seit 1968 und was sich schon gut anhörte wurde noch besser, als auf Dias gezeigt wurde, was die Kinder für Kunst gemacht hatten.
Enorm.

Aschermittwoch 17.2.10, 23 Uhr

Es ist alles nur Spaß, ein Glück. In der U-Bahn Seestraße ist eine alte Präzisionswaage und die fängt an zu zählen für Herren ab 1 Meter 56, die dürfen 55 Kilo wiegen, kleine zierliche Herren, und bei Damen bereits ab 1 Meter 46, die 12 Kilo wiegen dürfen. Aufhören zu zählen tut die Waage bei Damen mit 1,74 (ich) und die dürfen sogar 75 Kilo wiegen! Mehr als Herren gleicher Größe, die höchstens 71 Kilo wiegen sollten. Es hat noch immer gut gegangen.

In der Bahn saßen drei alte Frauen in ähnlichen Lodenmänteln wie meinem mit kurzen bis mittellangen Barbara-Rütting-Pagenhaarschnitten beisammen, die meiner Ansicht nach nur zu einer christlichen Veranstaltung unterwegs sein konnten, vor denen ich mich leicht ekelte und mich ihnen irgendwie gerne angeschlossen hätte.

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non finito

11. Februar 2010

es hat den ganzen Tag geschneit.

Heute morgen Büro, dann Nordbad

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dann Sarah, dann bißchen Heftbegleitung,

dann Waschsalon und Karstadt.

Zu Fuß durch die Schellingstraße im Schnee zurück.

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non--finito1523-1526.jpg     2:14 es schneit immer weiter ganz beiläufig trockenen leichten Schnee und alles ruhig. Ein einzelner Schwerbesoffener mit erhobenen Armen auf dem Gehsteig.

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12.2.10

Mit Schnee vom Dach mit Salz vermischt gewaschen. Hofer Ausstellung, Daglfing, Leuchtenbergring, Werner Seelenbinder Halle.

[nach der Hofer-Ausstellung hatte ich mich gefragt, ob alles wohl auch so gut geklappt hätte, verkaufstechnisch, wenn Andreas Hofer eine Frau wäre. Andrea Hope 1930 hätte man vielleicht eher die Klapsmühle anempfohlen. Dort ihr geraten, erstmal zeichnen zu lernen.]

Dein Werk

1. Februar 2010

(Wie hat der Thomas Bernhard das gemacht, sich so wichtig zu nehmen?)

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Liebe A.,

Danke für die Einladung. Es kommt mir leider ganz unmöglich vor, irgendwo aufzutreten. Früher habe ich es manchmal gemacht, seltenst, auch da war es schwer, aber das Jahr in Berlin hat mich dahingehend noch kleinmütiger und ängstlicher gemacht, als ich es ohnehin schon war. Ich finde es selbst ganz blöd, ich werde irgendwie immer schwächer.

Das Leben vergeht unter schwersten Vorwürfen vor der ewigen Dauergrundüberlegung, wie man sich selbst ins Recht setzen könnte, praktisch überhaupt nur hier zu sein, geschweige denn sich in der Existenz auch noch einzurichten. Frevel!

Geschweige denn also. Kuckst du nur auf deinen Rocksaum.

02.02.2010

Daß der Bernhard ein Mensch war, mit dem man selbst nicht gern zu tun gehabt hätte, - macht ja nichts!, hatte ich schon beim nicht sehr gern gelesenen Hennetmair-Buch gedacht und dann erst Recht bei Meine Preise, daß ich den Unseld-Briefwechsel irgendwie gar nicht haben will, wird ja auch überall so nacherzählt, daß man meint es eh zu wissen und nichts WEITER wissen will von Geldgier und Besitzgier, Schmeichelei, Eitelkeit, Feigheit usw. - Aber dieses Forderungen stellen können frappiert mich schon. Und ich überlege lange und gern daran, was es heißt “zu Recht” Forderungen zu stellen. | was rechtfertigt was? warum? | Man kann nicht ernsthaft so tun, als ob das, was man weiß über die Person nicht abfärbt und durchfärbt auf das Geschriebene, daß es unberührt bliebe und für sich steht. (früher war immer das Beispiel: daß Marx seine Frau geschlagen hat, ändere ja nichts an der Großartigkeit seiner Texte. - Natürlich tut es das, wenn es stimmt. Egal, wie elegant und intelligent man da was drum herum konstruiert. - Oder kann man sagen: es ändert nichts an den Texten, aber daran, wie man sie auffaßt? was heißt das?) Ich kenne leider mehr als einen echt schrecklichen Bernhard-Fan, auf dessen Stumpfsinn und Großdoofheit die Großartigkeit der Bernhard-Texte nicht den geringsten Eindruck machen konnte, das stimmt nämlich auch: man fühlt immer beim Lesen, die ANDEREN sind gemeint, richtig so! immer drauf auf die Scheußlichen in ihrer Scheußlichkeit und die Scheußlichen selbst hält - ganz offenbar - nichts im Text davon ab, das auch so empfinden zu können. Das läuft gut rein bei jedem, der es will.
(könnte einen ja auch mal nachdenklich machen.)

Daß egal ist, wer einer ist und wie sich verhält, wenn nur Hauptsache das Werk da glänzend steht, das sogenannte Werk über alles geht, den Tod besiegt, können wahrscheinlich nur Männer glauben, und vermutlich ist es sogar echter Glaube, eine religiöse Auffassung. - Jetzt lese ich nochmal den Biller-Text vom Januar 2009 und ein Interview von 1974.

Deutschlandfunk Büchermarkt 14.2.10
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Ich meine nicht “guter Mensch” sein. Guter Mensch sein ist unspektakulär und heißt ja nur, Dinge für andere zu tun, zu denen man eigentlich nicht unbedingt Lust hat, absehen können von sich, ungefähr im rechten Maß zu bleiben usw.
Mehr ist nicht verlangt.

Die Einfalt

30. Januar 2010

Der sich im Kinderwagen befindende Säugling hat fast die ganze Zeit im Auge des Eissturms so regungslos geschlafen, daß ich mehrmals dachte, er atmet gar nicht mehr und ich könne ihn nun nurmehr nur noch tot der Mutter heimbringen.

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Schlitten im Mauerpark. Wie man sich früher die weichen rosigen Innenseiten der Kinderschenkel³ durch den dicken gelben, viel zu engen Schneeanzug hindurch regelmäßig an den rostigen Nägeln, die vorne am Schlitten hoch aufstanden, aufgerissen und es erst abends spät im Bett so richtig wehgetan hat. (brannte!)

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Danach fuhr ich zum Strausberger Platz die Seth Price Ausstellung anschauen, welche mir gefiel.

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abends wollte ich nach Kreuzberg fahren.

Ich ging in die Boppstraße und dann in die Köpenicker Straße. Dann kam die Polizei, da ging ich Richtung Ostbahnhof und war eigentlich froh. Der Fluß mit den Eisschollen sah sehr gut aus. Vor einem anderen Laden gingen die Discoaggressoren hektisch auf und ab und schrien auf die Geräte ein, dann wieder rein. Das ist ein bißchen das Problem, daß es draußen eigentlich besser ist, als irgendwo drin, ich ab und zu trotzdem wissen will (muß), was da drinnen ist. Man kommt zusammen, vielleicht ergibt sich ja was. Aber was? Warum? Möchte man seinerseits auch nicht gefragt werden, von denen man selbst nichts wissen will. Bzw.
Der von den Verzweifelten zu Eis zusammengetrampelte Schnee auf allen Wegen. In der Bahn saßen überdurchschnittlich viele 80er Grell-Mädchen, die schauten so traurig vor sich hin, voll enttäuschter Samstagnacht-Erwartung, daß ich fast gute Laune bekam und gerne gewußt hätte, was sie sich - genau - erhofft hatten.

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³ St. Ansgar, St. Blasius, Heiliger Canisius

now playing: gate | guylum bardot, Constantinople

22. Januar 2010

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Mantel Karstadt by Loden-Frey
Schuhe Ricosta
Hose Levis 521
Strümpfe Sensitive Berlin by Falk e

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24.1.10

Da stehen 4 Männer über 50 den in der Hauptsache 70 oder 80% 20jährigen nervösen Mädchen mit fleckigen Hälsen und zarten Stimmen gegenüber, die da um Einlaß bitten und mehr oder weniger schamhaft ihre doch intimen Sachen aufblättern, vorzeigen, in denen dann rumgemust wird und dann ein Urteil gesprochen - das ist ja an sich als Situation schon schrecklich genug.
Da soll man sein Verhalten gut beobachten.

Sehr interessante Probleme auf jeden Fall. Ich bin ganz sicher, daß ich da nicht mit irgendwelchen Frauenbeauftragten drüber sprechen will, sondern gleich mit Männern, direkt.

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26.

Das Problem im Umgang mit Leuten, die um die 20 Jahre jünger sind, ist, daß diese 20 Jahre plötzlich spürbar und zum Thema werden, wie sonst nicht, wie vorher nicht. Daß sich aufdrängt, daß man eine Geschichte hat, wie auch immer, und die ist praktisch unbegriffen und scheint sich irgendwie kläglich auszunehmen, wenn man versucht, sich da in Ansätzen klar zu werden. Was vielleicht gar nicht stimmt. Ich will mir aber lieber trotzdem darüber nicht klar werden müssen, jetzt

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Heute kommen Claire Fontaine in die Klasse, da wäre ich gerne dabei.
Ich bin aber hier.

X hat was Lustiges gesagt zu Claire Fontaine, daß die jetzt hoffentlich nicht anfangen selbst zu glauben, das sei gute Kunst, was sie da machen. Denn gedacht war bildende Kunst ja nur als historisch günstig zu Ergreifende, als Vehikel, verlängerter und verdickter Arm für | was anderes. Für das man so leichter an Geld (und Wirkung) kommt und die künstlerischen Gegenstände quasi fake. (Also: was heißt nur. Was heißt fake.)

Capitalism Kills (Love)!

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I live solely from here to there inside a little word in whose inflexion I lose my useless head

1911

LIBRARY (14 paintings)
20 August 1911: “I live only here and there in a small word in whose vowel I lose my useless head for a moment. The first and last letters are the beginning and end of my fishlike emotion.” 

in deutsch steht für inflexion, bzw. vowel Umlaut plus “(oben ’stößt’)”

“Ich lebe nur hie und da in einem kleinen Wort, in dessen Umlaut (oben „stößt“) ich zum Beispiel auf einen Augenblick meinen unnützen Kopf verliere. Meine Haare leuchten und schwerer Sonnenschein fällt auf meine schweren Brüste.”

Meise

18. Januar 2010

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Eine Blaumeise war gegen die Terrassentür geflogen. Sie lag auf der Seite und atmete schwer, sie stirbt wohl, dachte ich, und sagte es Mutter. Mutter ging, holte etwas Wasser, nahm die Meise in die Hand und tränkte sie.
Die Meise trank und wurde wieder gesund.

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19.1.10

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Die quälende Ödnis der Probleme.
Von den letzten 6 Zügen fielen 7 aus und 9 waren 30 bis 60 Minuten zu spät und überfüllt. Das beifallheischende Vereinigungsschimpfen der Mitreisenden über die Bahn ist noch ein bißchen schlimmer, als der Ärger über die Bahn selbst. Besonders für uns Bahnleute. Man möchte die Bahn verteidigen, kann es aber nicht. Zusätzlich, wie gesagt, bin ich die ewige Wiederholung und Ödheit dieser Probleme extrem leid. Eine Freudlosigkeit von vorne bis hinten. Man möchte weiter gehen und schönere Probleme haben!

µ

admin Am 22. Januar 2010 um 10:25 Uhr |Bearbeiten

Die Meisenheiligen der 20er Jahre. Ich denke über die Hinweise nach, die man den Bewerbern gestern und vorgestern gegeben hat, mache ein bißchen Tanztheater im Schlafanzug im Raum des abwesenden Chefs und höre, ob die alten Platten noch so klingen, wie man es erwartet. Dazu zieht man hier und da ein Buch heraus. Das macht Spaß.

Verstand, nicht Hand. Nicht braves Fleißen sei dir verheißen. Sondern Fülle, Reichtum, hellstes Gleißen!

(Reduzieren, kanalisieren kann man immer.)

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Viel mehr.

Mehr gute, eigensinnige Bauern wünsche ich mir. Nicht ganz stur, aber ein bißchen schon.

Überboten worden

10. Januar 2010

dann-erst.jpg   Das Plakat hätte ich gern besessen.

Sobald man nicht rund um die Uhr aufpaßt und einmal nur losläßt, passiert ein Unglück.

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We are both great admirers of your practice
hört man nicht ungern.

12.1.10

Als ich gestern die Brunnenstraße herunter und durch B. ging habe ich mich versucht zu erinnern, wie selbstverständlich und oft froh ich mich früher da überall bewegt habe und heute überhaupt nicht mehr. Und was “wir” da eigentlich immer gemacht haben vor 10, 15 Jahren (?), als man noch nicht dauernd Essen ging, wie allen alles ganz normal gehörte, ohne daß man irgendwelche Behauptungen hätte aufstellen müssen und auch nicht von dem Entgegenkommenden erstmal dachte: was für ein doofer Fucker. Aber da war ich ja auch nur Gast, vielleicht war es auch schon deswegen schöner. Und meistens Sommer.
Was müßte gemacht werden?

Im Kursus

9. Januar 2010

Ich war jetzt schon zweimal nicht im Kursus und nächste Woche kann ich auch nicht. Wenn die Lehrerin immer frägt: wie fühlen sich die Rippen an, das Brustbein? In welchem Winkel liegt der Hüftknochen in der Pfanne, wie liegt die Zunge in der Mundhöhle, was hat sich verändert? Dann muß ich immer lachen, weil ich diese Fragen überhaupt nicht zu beantworten weiß und aber unbedingt beantworten will! (jeder soll antworten, innerlich für sich) Wie fühlen sich die Augenhöhlen an, der Schädelknochen, wo liegt er auf? – Weiß ich nicht. - Und die hinteren Rippenbögen? - Weiß ich nicht! Ich versuche mich zu entlasten, indem ich mir sage: das sind ja keine echten Fragen, das sind Fragen, die sollen einfach irgendwo hinsacken, die sollen ein Bewußtsein schaffen, die sollst du nicht auf der ersten Bewußtseinsebene beantworten, sondern vielleicht … im Knochen selbst. Keiner versteht das. Ich kann sie nur nehmen als echte Fragen, die ich - total aufgebracht - nicht beantworten kann. Dazu niedrige Frustrationstoleranz, Hauen und Stechen. Am meisten graut mir vor der Pause. In der Pause stellen sich alle zwanglos (von wegen) im Kreis auf, dann wird der Tee, den die Lehrerin zu Hause gemacht und mitgebracht hat aus bunten Becherchen getrunken und wer Lust hat, erzählt von seinen Erfahrungen. Aber immer haben die gleichen Lust, von ihren Erfahrungen zu reden, die ausnahmslos beglückend sind, mindestens intensiv und die, von denen man vielleicht gern was hörte, die anderen, die schweigen und blicken zu Boden wie man selbst.

Frohnau

3. Januar 2010

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4.1. Die Augen sich weder öffnen noch schließen lassen.

5.1. Morgens waren mir die Haare im warmen Außenbecken auf dem Kopf festgefroren!

Viele alte Männer hingen wie die Walrösser vor den Düsen bis zur Nase im Wasser und lugten neugierig umher. Dazu einige Kleinkinder. Wieder mußte ich nackt unter der Dusche eine fremde Frau fragen, ob sie mir was Schampoon mit gibt von ihrem, da ich meins vergessen hatte. Man wartet, bis sie ihre Flasche aufmacht, geht leicht gebückt heran, verneigt sich nackt vor der Nackten und sagt etwa: Es ist mir sehr unangenehm, aber könnten Sie mir vielleicht ein bißchen Schampoo mitgeben? Ich habe meines leider vergessen. Dann sagt sie: Natürlich, kein Problem. Dann hält man die Hand auf und sie drückt auf die Flasche, ein Klecks fällt in die Hand, man verbeugt sich nochmal knapp, bedankt sich nochmal vielmals und geht erleichtert wieder zur eigenen Dusche. [Wenn die jetzt “nein” gesagt hätte, was dann?]
Beim Rausgehen nochmal kurz bedanken.