Zwei Steine feiern Doppelhochzeit

26. Dezember 2010

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(Polke) 1984

Die blutige Wurzel der Kunst vom Brechreiz gewürgt meine Faust gegen mich schüttelnd. Was von „gesanglos“ übrig bleibt – „ein ernster Vogel“. Denn
Mir ist schlecht. Gleichschlecht mit dir.

(Müller/(Hölderlin)/Stolterfoht/Althoff)

Die Vernichtung des Zitats und 6 Stunden Schlaf. Das reicht.

(Koether)

reicht leider nicht

Schnee|Wehen

III.III.III

Neun schmierige Gedichte

~

Ich weiß

Ich nehme einfach: mir ist schlecht.

Das ist gut und auch kein Zitat.

(gleichschlecht als ein Wort ist so toll)

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27.12.10

Zielvorstellung

Möchte mit dem schwachen Titel „mir ist schlecht“ die Schwäche selbst mit ausstellen. Wie mache ich es, daß es nicht aussieht wie echte Schwäche. Versteht denn Jeder was er will? Vielleicht ist der Titel gar nicht schwach. Was ist denn schwach für ein Wort?

(…) J. Grimm meint (kl. schrift. 6, 318. gr. 2, 80), schwach habe zunächst die bedeutung von inodorus, insipidus gehabt (ebenso Weigand4 2, 656. Schade altd. wb.2 2, 900b, das sich auflösende, verwesende Schm. 2, 623). besser ist eine verschlimmerung des begriffes zustinkend“ für schwach anzunehmen (so im mhd. wb. a. a. o., vergl. noch mhd. swecher), die spurweise im mhd. noch nachzuwirken scheint:

(das schwein) wüelet doch mit unde grebt
in den swachen fülen mist.
K. v. Würzburg Parthenopier 8473.

von hier aus läszt sich der übergang zur bedeutungerbärmlich, elend, social niedrig stehendbegreifen. anders leitet Kluge etym. wb.5 339b das wort ab, vgl. auch Franck etym. woordenb. 1226. Noreen urgerm. lautl. 88, 102; die bedeutung vonniedrig, elend, schlecht“ tritt in neuerer sprache völlig zurück vor der vorstellungkraftlos, das zu erwartende masz nicht ausfüllend, nicht wirkend“ u. ähnl.; Dasypodius glossiert schwach, unfest, infirmus, imbecillus, debilus, languidus, invalidus, enervus, elumbis, mancus, effoetus, defoetus, semivirus; schwach, kleiner krefften, tenuis viribus, infirmus Maaler 364c; schwach, was die gehörige stärke nicht hat.

Stinkend schwach und ohne Arg

Voll mit kleinen krefften

Reitetet[e ich herup]

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Schiedsrichter Telefon

19. Dezember 2010

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21.12.10

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Karl-Valentin Museum im Isartor und Fischli und Weiss Sammlung Goetz.

Abschlußabend Antifun in der Depression des Fürstentums, Essen bei Cohen.

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25.12.10

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Mit Ritter Heiligabend auf den Kreuzberg zum Mono-Ment hochgeklettert.
Das war schön.

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Den Kloß können sich unverschuldet in Not geratene Tiere mitnehmen.

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Nach dem Essen sahen wir den gestochen scharfen und schön bunten Film „Das kalte Herz“ auf Ritters riesigem Farbfernseher.

177px-POL_Bartoszyce_City_COA.svg.png       Ich hatte früher ganz schön Angst vor dem Holländer-Michel, gespielt von Erwin Geschonneck. Erwin Geschonneck geboren 1906 in Bartenstein (Bartoszyce), Kreis Friedland, Ostpreußen, wie der Vater!, gestorben 2008 in Berlin. Schön alt geworden. Begraben auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, Eingang Chausseestraße 126. Hier liegen Fichte, Hegel, Brecht und Weigel. Die Borsigs, Marcuse, John Heartfield und Günter Gaus. Minetti, Fritz Teufel, Johannes Rau.

Wikipedia: Das kalte Herz wurde im Frühling und Sommer 1950 in den Babelsberger DEFA-Studios von Paul Verhoeven gedreht. Er ist der erste Farbfilm sowie der erste mit Schauspielern inszenierte Märchenfilm der DEFA. Die Produktionskosten lagen mit 3,2 Millionen Mark deutlich über den vorgesehenen Ausgaben. Aufgrund der hohen Produktionskosten schloss die DEFA eine weitere Zusammenarbeit mit Verhoeven aus.

Trivia. Paul Verhoeven starb 1975 während der Gedenkfeier für die kurz zuvor verstorbene Schauspielerin Therese Giehse an Herzversagen. Er saß an einem Tisch auf der Bühne der Münchner Kammerspiele und hatte gerade die ersten Sätze ihres Nachrufs gesprochen, als er tot zusammenbrach.

0152 33876029

 

Serie: Unsere großen Volkserzieher I

16. Dezember 2010

Die mir unbekannte Kuratorin hatte per sms geschrieben, sie säße vorne bei den Büchern und hätte einen blauen Dufflecoat und sehe sehr schlecht, also sie hoffte, ich würde sie erkennen. Oh, dachte ich, das ist wahrscheinlich eine alte Frau und ich habe sie 20 Minuten warten lassen. Aber dann war es eine junge Frau und wir unterhielten uns nett. Ich fragte, was das denn für ein Ort sei wo sie da arbeitet und was sie von der Bevölkerung von der Kleinstadt mitkriege, ob die Leute sie haßten? Nein, natürlich nicht, jedenfalls nicht offen. Aber es sei ja so, daß man den Leuten eine moderne Architektur dahinsetze und dort hinein Kunst stelle, wo sie viel lieber ein Fun-Bad, Multiplex-Kino oder sonstiges gekriegt hätten, mit dem sie was anfangen könnten, da müsse man vermitteln. Schwer genug seien ja schon die Verhandlungen von Institution zu Government und umgekehrt. Man lügt sich an. Ja, man lüge sich natürlich an, man lüge sie an und sie lügen zurück und sie wissen, daß man lüge und wir wissen, daß sie lügen – ein in vollkommener Höflichkeit vorgetragenes exponentielles Wachstum von Doppelsprech, Vierfachsprech, Multisprech. Und in der Konsequenz als Kompromiß erhält man einen blinkenden Multi-Art-Event-Tempel mit Shop, Kinderabteilung, Kreativ-Labor und Kunst-für-Doofe-Seminaren in denen in lockerer Runde von Bacheloretten Künstleranekdoten erzählt werden, die vermitteln: Künstler sind Fremde, aber auch menschlich, (Hoch)Kunst wird von Genies oder Verrückten gemacht, was praktisch dasselbe ist und ist eigentlich nicht verstehbar, steht mir nicht zu, darüber zu urteilen, halte mich daher daran, was mich anspricht (Design) und was ich achten kann (Handwerk), alles andere zu schwierig, bzw. Ziel des Spottes. Das alles sagte sie natürlich nicht, das dachte sie vermutlich auch nicht, aber ich.

Ich frage mich schon jahrelang, inwieweit die Wahrheit den Menschen doch zumutbarer sein muß und offener anzusprechen, was man eigentlich will, um nicht das Eigentliche der Kunst weiter zu vermüllen und zuzulullen. Daß mein politisches Ziel nicht politische Kunst ist, sondern das ungeschützte, wehrlose künstlerische Feld so gut es geht abzuschirmen und frei zu halten von irgendeiner Rechtfertigung, Nützlichkeit, Einsetzbarkeit usw. – was das doch für eine enorme soziale Errungenschaft sei, sagte ich, daß es das überhaupt gebe, völlig gegen alle Wahrscheinlichkeiten immerhin irgendwie noch gebe und unbedingt erhalten bleiben muß, als Ausdruck der Höhe der Zivilisation solche – unklaren Bereiche zu haben, sich zu leisten, und daß ich mir natürlich nicht sehr sicher wäre, daß das die arbeitende Bevölkerung ähnlich sehe, wenn sie es mal richtig in den Blick bekäme. Ich hätte es nämlich wirklich gerne, daß man ihnen ein echtes Einsehen ermöglicht und es tut mir wirklich weh, sie dauernd unterfordert zu sehen, wie sehr man sie verachtet, auch die Linken. Ich bin also tendenziell für Überforderung, sagte ich der Frau, ihnen ruhig mit dem „Schwierigen“ kommen, es ist riskant, trotzdem. Das Government wie die Institution wie der Abendessentisch muß sie ernst nehmen, damit sie sich selber auch ernst nehmen können und sich nicht ihrerseits länger rausreden mit: wir verstehen ja eh nix. (Ist uns jedenfalls so nicht gesagt worden.)

Staatsgeld für einen Bereich in dem Dinge entstehen können, die widersinnig, nutzlos, unfreundlich, kompliziert, verstiegen, verdreht, esoterisch, nur sich selbst verpflichtet sind. Dafür euer Geld. Keine Ablenkung, kein Fun. Ihr versteht nicht, wofür das gut sein soll? Das macht nichts, darüber genau soll man reden, wofür das möglicherweise gut ist, und nicht die wirklichen Fragen vermeiden, indem der Eventcharakter der Kunst gesteigert wird und die lästige Bevölkerung mit Dummheit aufs Dümmste befriedigt und ruhiggestellt wird.

Dann gingen wir zu den Rentieren in die Carsten Höller Ausstellung und ich verspürte ein Interesse zu hören, was ein besonders kunstfeindlich und verklemmt aussehender Wärter davon hält und sprach ihn zur Abgleichung meines Gesagten an. Er wich sogleich zurück.

Es geht dem Ende zu

16. Dezember 2010

Ich bin doch ein armes Schwein.

Herzlichen Glückwunsch, der Artikel Graham Bonney Org. Foto Nr.19 gehört Ihnen!
Herzlichen Glückwunsch, der Artikel Graham Bonney Org. Foto Nr.20 gehört Ihnen!
Herzlichen Glückwunsch, der Artikel Graham Bonney Org. Foto Nr.21 gehört Ihnen!
Herzlichen Glückwunsch, der Artikel Graham Bonney Org. Foto Nr.22 gehört Ihnen!

Biete hier ein Org. Foto (Kopie auf Kodak XTRALIFE) vom Sunny Boy der 60ziger Jahre und Entertainer von heute Graham Bonney zum Kauf an. Gr. ca. 9 x 9 cm. Ich habe es aufgenommen am Jahr 1975 in Hückelhoven, als dort das Schuhgeschäft Zoren Eröffnet wurde.
Schauen Sie doch auch auf meine weiteren Auktionen, vielleicht ist ja noch was schönes für Sie dabei und das spart z.B. Portokosten.

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Graham Bonney war mein erster Pop-Star.

Das könnte Sie auch interessieren:

Pipetten-Konvolut (ca. 100 St.)

Karl Storz Kaltlichtquelle

4 kleine Rundkolben

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Dafür hat admin mit ihrem Gedicht „Die kleinste Frau der Welt“ überraschend den 1. Preis in der Kategorie bester Fünfzeiler auf Brueterich TM wertvolle Sachpreise gewonnen. Unglaublich! Das ist vermutlich doch etwas Besseres, als der Tod oder der dritte Preis im Brummen gegen Fliege und Biene.

Am Freitag veranstaltet die Lyrikknappschaft Schöneberg ihre Weihnachtsfeier, da räume ich einmal so richtig ab.

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Mit allem abgeschlossen, alles erreicht. Restlos abgefüllt und lebenssatt.

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13:05
CALL OF DUTY

Zombie-Modus

In der unzensierten Version des Spiels erwartet den Spieler nach einmaligem Beenden der Kampagne eine weitere Mission. In dieser kämpft man gegen sogenannte „Nazi-Zombies“. Die Mission ist nicht erfolgreich zu beenden, da die Anzahl der Runden unendlich ist, wobei die Nazi-Zombies in jeder Runde stärker und schneller werden.

Der geteilte Himmel

10. Dezember 2010

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Am 10. Dezember 2010 um 16:54 Uhr

Onehundred sagt, Hau ist ausverkauft. Das heißt, wir können nicht zu Wo stehst du, Kollege? gehen? Wir nicht, dafür andere, viel wichtigere Schnösel-Kollegen? – hey, come on! Das Arbeitermagazin Texte zur Kunst wird 20, will ich gerne hingehen. Ich habe alle Ausgaben gekauft und gelesen und zwar jeden Text. Das ist eine uninteressante, unthrillende, dumme Lüge, aber trotzdem kenne ich es ja von Anfang an und Prima Print hat TZK lange gedruckt. Ich war traurig, als PP TZK nicht mehr gedruckt hat. Das ist die Wahrheit! Schon wegen der Kommentare der Drucker.

Noch besser war, wenn richtige Künstler mit ihren Vorstellungen zur Druckabnahme kamen. Die Künstler hatten darauf Anrecht aber meistens keine für Drucker verstehbare Sprache um auszudrücken, was sie meinen, hielten den ganzen Betrieb auf und die Drucker haben nur gestöhnt. Sie hatten eben so sehr Recht. Es war meistens ganz toll von der Situation her, aufgeladen.

Eine der härtesten Druckabnahmen gab es mal mit Hubert Kiecol. Die jungen und kräftigen Drucker wären fast verrückt geworden vor Wut auf den schmächtigen Mann, der ewig nicht zufrieden war. Aber Hubert Kiecol habe ich auch verstanden, natürlich! es ging um die richtige Farbe von so 12eckigen Sternen, dunkelblau.

panel-III.jpgAm 12. Dezember 2010 um 12:07 Uhr

die Farbe war richtig und die Party auch. Die Stapel übriggebliebener An-, Probier- und Fehldrucke gaben ein prima Geschenkpapier her. Und Kritik: ist ja immer die Frage, abgesehen von der öffentlichen, wertbildenden Kritik, wer sich überhaupt was anhören will und von wem. Meistens will man ja nur von ganz wenigen wirklich was wissen.

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Achtung: es geht nicht um Arbeiter, Armut, Authentizität usw., es geht um Reichtum, richtigen Reichtum, richtig um Reichtum.


Münchner Trichter

5. Dezember 2010

Wegen Schnees war die Strecke über Probstzella gesperrt worden und der Zug fuhr wie er wollte querfeldein über Erfurt, Ulm und Fulda, Unna-Kassel, Hohl und Sinspert nach München, so daß ich die Verabredung mit dem mir unbekannten Schriftsteller nicht einhalten konnte und am Bestimmungsort angekommen bald eingeschlafen war.

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Im Zug las eine rothaarige Frau um die 80, man kann sagen eine „Lady“, in dem Thilo Sarrazin Buch, das ich vorher noch nicht gesehen hatte und erstaunt war, daß es so dick ist. – Was heißt eigentlich Lady?

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Lady (engl. Dame, von altengl. hlæfdige »Herrin «, »Frau «, eigentlich »Brotkneterin «)

Auch aufgrund ihres Nerzes hatte ich sie zunächst für ein Arschloch angesehen, sie war aber wahrscheinlich doch keins, das konnte man dem Gespräch entnehmen, das sie über Stunden mit einer jungen Dresdnerin führte.

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6.12.10
Lehrveranstaltung

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Achtung: Kein Event. Phänomenologische Übung im Karstadt für Erstsemester und Assoziierte. Aufnahme von Grunddaten.


Schmerzliche Smiths

29. November 2010

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Am Himmel flogen die Wildgänse und vom Flakturm kam ein ca. 23jähriges Mädchen mit großen Kopfhörern und langem Haar in einem ähnlichen Parka, wie ich ihn vor ca. 20 Jahren auch getragen habe und sang leise vor sich hin. Daß man in dem Alter weder weiß, es weder empfindet noch denkt und eigentlich selbst überhaupt nichts davon hat oder damit anfangen kann, anderen zu gefallen, dachte ich traurig.

Als sie an der Spitzkehre an mir vorbeigegangen war, sang das schöne Mädchen lauter. Erst verstand ich nichts, suddenly struck me

I’ve seen this happen in other peoples lives
And now it’s happening in mine

woah! dachte ich und wurde noch trauriger.

Und auch bald wieder froh vom Anblick und Geruch der Weihnachtsbäume am Gesundbrunnencenter und vom Beratungsgespräch mit den Weihnachtsbaumverkäufern. Es ist ja noch viel zu früh einen Baum zu kaufen. Sie haben bislang auch nur die eher nichtssagenden Nordmanntannen im Angebot.

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Ich kam mir gut albern vor als der Wunsch aufstieg, eine kleine Blaufichte zu besitzen. In höherem Alter hat man eigentlich auch nichts davon und kann eigentlich auch nichts damit anfangen, irgendwelchen zu gefallen, irgend wem.

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Tip: wenn ich ganz traurig bin, schaue ich mir das Foto mit meinem Bruder bei der Gasmessung an, dann geht es gleich besser.

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Morgen:

Alcantara La Montanara. Meine ganzen Poetiken.

Wir wollen dich ganz, weil das nämlich heißt: nicht kaputt.
In dem was nicht breiig eingequatscht werden kann womöglich das Leben des Lebendigen verschüttet liegt.

Gewaltfrage

25. November 2010

Header

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unerwünschte Meinungen im Gehirn
___________

Der Uhutrust Verquälung Überdruß, steif, dick und voller Ruß

Bindet der Tränen Überhand ein Gildemann zu letztem Gruß

Und manchmal nach dem Lärm: die stillen Stunden.
Hier schwindet meine unermesslich große Wut.
Ich schaue aus dem Fenster, nachts, und zähle die Sekunden
und finde die Sekunden plötzlich gut.

Und meine Finger tasten sachte …
Und was die Tasten schreiben, dachte
ich einsam hier, mit stillem Mut.

(Quelle)

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Arsch offen

„(…) Da die Recherche auch die Frage betrifft, ob Künstlerinnen und Künstler sich selbst als politisch ansehen, bitten wir Sie, uns über Ihre politische Neigung zu informieren (z. B. rechts, links, liberal, nationalistisch, anarchistisch, feministisch, maskulinistisch, oder worüber Sie sich sonst identifizieren) oder aber darüber, ob Sie sich für unpolitisch halten.

Künstlerische Darstellungen oder Präsentationen sind in Papierform per Post, E-Mail oder Fax bis zum 15. Januar 2011 an folgende Adresse zu senden:

Berlin Biennale
– Open Call –
KW Institute for Contemporary Art
Auguststraße 69
10117 Berlin/Germany

Hallo ihr Lieben,

ich bin eine tierliebe rechtsliberale Nazi-Transe mit linksnationalem Einschlag, die Poesie und Louis Vuitton liebt und zu Gewaltausbrüchen neigt. Würde mich daher sehr freuen, bei Euch mitzumachen.

Vielen Dank im Voraus!

gez. Miele Harns 

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27.11. 23:28

Frau Walter Jens jetzt auf 3SAT, auch nicht unhart. Walter Jens lebt noch? Ja, er lebt noch er lebt noch er lebt noch. Das alte Holzmichel Lied habe ich oft mit meinem Kollegen Spökenkieker-Dirk in der Druckerei gesungen. Es war dort sehr oft sehr lustig! Besonders für mich, weil ich höchstens 20, maximal 25 Stunden in der Woche gearbeitet habe. Fast alle anderen mußten viel härter ran, besonders die Gesellschafter. So daß kaum einer noch als Gesellschafter angeworben werden konnte. Die Druckerei macht nach 26 Jahren jetzt zu. Einladung zum Abschiedsfest an alle ehemaligen Mitarbeiter. von Prima Print. Ihrer Offset-Druckerei am Brüsseler Platz in Köln.

Walter Jens hat eine Spitzenfrisur und extrem geile Klamotten an. (Ich meine den blauen Pulli mit der weißen Grafik und die legere Jeanshose!)

0:40 Eingang Bild aus dem Sommer, Bergmannschule, München West, Aufnahme Herr Grüneisl.
Erzeugung guter Laune.

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Lübars II

15. November 2010

bernie.jpg Lübars liegt als älteste Siedlung Reinickendorfs am Rand von altes West-Berlin im Norden am Tegeler Fließ, „das eine eiszeitliche Abflussrinne darstellt“. In der Hauptsache waren dort Paare unterwegs. Niemand weiß, wie gut sie sich leiden können oder wie sehr sie sich verachten, viele wirkten orientiert und durchaus liebenswürdig. Es war wohl auch der Ausdruck von Demut und Dankbarkeit über das unvermutet milde, der Menschenfreundlichkeit sehr zuträgliche Novemberwetter.

hermann-kant-der-auffenthal.jpg teichrohrsaenger-wach-auf.jpg  fashion.jpg schilf1.jpg 14-11-ca-16-40.jpg  

Excellenzcluster

Unselige Neigungen

.

16.11.10 23:56

Auf dem Rückweg vom Poesiegespräch mit Elke Erb wurde auf der Bernauer Straße dieses sagenhafte Gedicht offeriert

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man hält an und denkt, Moment, hier stimmt was nicht, entweder Grabhund oder Handbuch muß es sein, auch Handtuch würde gehen. Wenige Sekunden später wurde das unbekannte Wort Handbund als richtig gut, sehr gelungen, als beste Wahl empfunden.

Warum?

wahrscheinlich Evidenz.

[Grabhund und Handbuch zu naheliegend]

Der Anteil eigener Spinnerei ist aus dem Evidenzgefühl schwer herauszurechnen.

*

17.11.10

Reena and I have postponed my show into January.
I wasn t much decided about title, text, invitation card and
so on and then we felt, there is no good reason to do it under pressure.

[Ich hatte etwas gemacht von dem ich leider noch nicht weiß, was es ist. Der unbekannte Anteil ist zu hoch, als daß ich mich dahinstellen könnte und ohne zu lügen sagen könnte: Ja! Das ist es.]

groggy

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iglo-champignon.jpg

Apropos Preppies, Raviolis, Ferris Buellers Day Off und Fasanenhosen
Claus Richter auf Debug-online. – Applaus!

Sentimental Journey | Questions Never Known

sentimental journey.jpg

18.11.
Spinnen bezeichnet die Herstellung von Fäden.
Es steht für den ganzen Prozess der Herstellung von Garnen aus einer Masse von Fasern endlicher Länge: mit Reinigen, Mischen und Parallel-Legen der Fasern, sowie der Fadenbildung durch Verziehen und Verdrehen samt anschließendem Aufspulen.
(Wikipedia)

Ob sich das lohnt, jetzt noch ein neues Thema anzufangen?

7. November 2010

aldikiktedikaisers.jpgb.jpgde-kruipende-dieren.jpgwallfahrt.jpg059pjkol.jpglaichhoehlen.jpgpicture-11.jpghellweg.jpg


Genderstudies im Baumarkt Hellweg: Wie alles immer noch weiter auseinanderfällt bezügl. theoretisch behauptete und tatsächliche Welt. Statt multioptional geht eher gar nichts mehr, bzw. rückwärts geht immer.

YouPorn-Pärchen wie aus Steinzeitwitzen.

De vissen. Ich hebb mir im Hellweg ein paar Preise gemerkt. Guppys kosten 2.49, Neons 79 Cent. Saugschmerlen ca. 5.99 Wellensittiche 19.98, Zwergkaninchen 60 Pfennig. Ein Becken voller Neons sieht gut aus.
Herr Ritter hat 3 neue Aquarien mit Top-Ausstattung und Bewuchs, aber lichtem Fischbestand. Meist Schnecken und ganz kleine Garnelen (Partygarnelen?), aber auch mit den sympathischen kleinen braunen Welsen, die die Steine sauber kneiseln. Bei den Welsen bewacht der Vater das Gelege und fächelt den Eiern mit seiner Flosse sauerstoffreiches Wasser zu. Ich erinnere mich, wie wir einmal Matumbas Vater Fische schenken wollten und dann mit der Ente mehrere Stunden auf der A4 im Schnee steckten und ich die Fische in der Plastiktüte zwischen den Beinen wärmte, damit sie nicht abfrören. In der Ente war es sehr kalt und alle 3 Minuten schaute ich, ob sie schon anfingen totzugehen, aber ich konnte alle durchbringen.

viss.jpg Die neuen Fischchs werden zunächst mit der Tüte ins Aquarium gesetzt, bis sich die Temperaturen angeglichen haben. Was in der Zeit wohl die alten, wie auch die neuen Fische denken. Wie man sich ärgert, daß ein Fisch nicht merkt oder es nicht merken will, wie ihm ewig ein langer Kotfaden hinten oder unten raushängt und er ihn nicht abmacht. Ich würde mir nur Lebewesen anschaffen, die früh bis spät damit beschäftigt sind, das Aquarium sauber zu halten, Antennenwelse, Wirbellose und Algenfresser.

LL.jpg  Fürderhin habe ich Aufnahmeantrag gestellt der Lyrikknappschaft Schöneberg beizutreten. Obwohl ich wenig dichte und nicht in Schöneberg wohne wurde mir diesbezüglich einige Hoffnung gemacht.

Vielleicht kann ich eines Tages ausreisen.