Schmerzliche Smiths

wildgaense.jpg       023.jpg     heilige-flamme.jpg

Am Himmel flogen die Wildgänse und vom Flakturm kam ein ca. 23jähriges Mädchen mit großen Kopfhörern und langem Haar in einem ähnlichen Parka, wie ich ihn vor ca. 20 Jahren auch getragen habe und sang leise vor sich hin. Daß man in dem Alter weder weiß, es weder empfindet noch denkt und eigentlich selbst überhaupt nichts davon hat oder damit anfangen kann, anderen zu gefallen, dachte ich traurig.

Als sie an der Spitzkehre an mir vorbeigegangen war, sang das schöne Mädchen lauter. Erst verstand ich nichts, suddenly struck me

I’ve seen this happen in other peoples lives
And now it’s happening in mine

woah! dachte ich und wurde noch trauriger.

Und auch bald wieder froh vom Anblick und Geruch der Weihnachtsbäume am Gesundbrunnencenter und vom Beratungsgespräch mit den Weihnachtsbaumverkäufern. Es ist ja noch viel zu früh einen Baum zu kaufen. Sie haben bislang auch nur die eher nichtssagenden Nordmanntannen im Angebot.

gbc.jpg     welterschliessung.jpg

Ich kam mir gut albern vor als der Wunsch aufstieg, eine kleine Blaufichte zu besitzen. In höherem Alter hat man eigentlich auch nichts davon und kann eigentlich auch nichts damit anfangen, irgendwelchen zu gefallen, irgend wem.

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Tip: wenn ich ganz traurig bin, schaue ich mir das Foto mit meinem Bruder bei der Gasmessung an, dann geht es gleich besser.

mein bruder bei der gasmessung.jpg

Morgen:

Alcantara La Montanara. Meine ganzen Poetiken.

Wir wollen dich ganz, weil das nämlich heißt: nicht kaputt.
In dem was nicht breiig eingequatscht werden kann womöglich das Leben des Lebendigen verschüttet liegt.

39 Reaktionen zu “Schmerzliche Smiths”

  1. admin

    Lied  http://www.youtube.com/watch?v=ExzOvcvO57c

    http://www.christbaum.at/pichling06/Christbaumarten.htm

    naturnahme

    (ich glaube wir hatten zu Hause nie Tannen und immer Fichten als Weihnachtsbäume. Normale Fichten,  Hausfichten.)

  2. admin

    Der gute Herrscher Doktor Geißler!

    http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=5889420

    13:53 warten auf den Schlichterspruch!

    Die besten Äußerungen von Heiner Geißler!

    14:35 die Mucke in den Zoosendungen ist auch nichts für schwache Nerven.

    14:53 Herr Geißler sagt es daure noch.

    17:07 Der 80jährige frönt seiner Redezeit.

    [wenn man jetzt auf den nunmehr toten link klickt, erschreckt man sich beim Anblick des widerlichen kleinen Jungen, den die ARD für solche Zwecke einsetzt und ihn wahrscheinlich für süß oder lustig hält. Des weißen Dämons blonde Bestie.]

  3. ddu

    Hexensabbath – wirkt ein bisschen bedrohlich, als sei da vorm GBC was aufgeschichtet, um wen drauf zu verbrennen, Mit 23 lebte man ja auch quasi als Autist, aber man wurde ja auch gelassen, mit 40 lässt man die Leute nicht mehr selbstversunken sein, mit 40 muss man wissen, wie es um Kuba bestellt ist, oder in Geld machen.

  4. admin

    Das eigentlich Bedrohliche ist der Trichter auf dem anderen Bild.

  5. ddu

    Ich lese selbstversunken und denke Leverkusen. Wegen mir kann Stuttgart auch ohne Bahnhof bleiben und die Postkutsche wieder rehabilitieren. Aber vielleicht muss man einfach mal wo wieder anfangen, ich glaube, man hats ja auch verlernt, wie das so gehen könnte, mit dem Widerstand, und da dachte man vielleicht, Stuttgart, da trainieren wir mal, wenns dann nicht klappt, nicht so tragisch.

  6. admin

    Die Tickermeldung im Brueterich macht gute Laune und wie hoch das System  bereits notiert nach so kurzer Zeit, 420 000 Euro!

    Die letzten Einträge top, besonders wenn es ins Sexuelle lappt. Hier scheint noch mehr zu holen zu sein. Rate daher zu Investitionen im großen Stil.

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    Gerne wäre ich gestern zu dieser Veranstaltung im Rathaus gegangen. Nachdem ich so lange auf den Schlichterspruch gewartet habe war es zu spät, zu weit zu kalt, hätte man sich was Vernünftiges anziehen müssen, was ja schon nicht geht. Hatte ich mir „aufregend“ vorgestellt wg. der Mischung. Könnte natürlich total gesittet abgelaufen sein, wahrscheinlich sogar. Ich wünschte, jemand würde darüber berichten.

  7. pier

    Obacht! Inhalte, die ins Sexuelle lappen, werden spätestens ab 1.1.2011 als jugendgefährdend eingestuft und die 420000 eingezogen zugunsten der Aktion Guttenberg.

  8. admin

    Lieber Pier, ich glaube Brueterich ist nur für Erwachsene und Kinder werden davon wahrscheinlich nicht unnötig geil/angegeilt. Goncourt macht sich scheinbar auch solche  Sorgen. Aber wo kein Kläger, da kein Richter. Alles kann, nichts muß.  (ob das „alles kann – nichts muß“ usw. immer noch in den Anzeigen steht wenn tolerante Paare Gleichgesinnte suchen? Oder vielleicht noch auf dem Land? Gibt es eigentlich noch das „Land“, oder ist jetzt alles eingemulcht bzw. standardisiert durch Internet?) Solche Worte wie „Natursekt“ kriegt man doch im Leben nicht mehr aus dem Kopf. Auch erinnere ich mich an die dicken, glatten, robusten Seiten der Pornohefte, die sich stapelweise bei uns im Bushäuschen fanden. Mit nichts vergleichbar (von der Haptik her), keiner Illustrierten, keinem Buch, das hatte alles „offenes“ Papier, bis auf den Umschlag. Wahrscheinlich alle von Onkel Toni, unserem Nachbarn dort hingetragen. Aber warum? Und gestern Nacht überlegte ich, was nochmal „Quick“ war. Und einigte mich auf eine Mischung zwischen Stern und Neue Revue. Vielleicht auch Stern und Praline. Und wieviel Magazine es heute gibt, für jede Perversion (ist nur Spaß!) einzeln. Habe ich gedacht als ich die lange dicke Latte der Titel auf der pro qm-Seite studiert habe.  )
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    Ich hätte auch gerne ein paar von den eisernen Kreuzen, die bei ebay verkauft werden. Aber keine originalen, sondern neue. Neu und ungetragen.
    Und solche Aufkleber machen die Leute:

    http://www.uhutrust.com/wp-content/uploads/2010/12/oldschool%20ek.JPG

    eigentlich wundere ich mich, daß man davon so wenig sieht.  Auf Autos oder so, vielleicht mehr im Ruhrgebiet, was denkst du, Pjer?
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    Großkreuz des Eisernen Kreuzes 1813–1815 5 Verleihungen Blücher, Dennewitz, Kronprinz Karl Johann, Tauentzien, Wartenburg
    1870/1871 9 Verleihungen[4]
    1914–1918 5 Verleihungen von Hindenburg, Wilhelm II., von Mackensen, Leopold von Bayern, Ludendorff
    1939–1945 1 Verleihung Göring (1945 wieder aberkannt)
    Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes 1939–1945 8.397 Verleihungen (alle Stufen)
    Eisernes Kreuz 1. Klasse 1813–1815 668 Verleihungen
    1870/1871 1.302 Verleihungen[5]
    1914–1918 ca. 218.000 Verleihungen
    1939–1945 ca. 300.000 Verleihungen
    Eisernes Kreuz 2. Klasse 1813–1815 8.542 (+ 7.000 Anwärter) + 374 am weiß/schwarzem Band
    1870/1871 47.812 Verleihungen[6] am schwarz/weißen Band inklusive 3050 Verleihungen am weiß/schwarzem Band
    1914–1918 ca. 5.000.000 Verleihungen
    1939–1945 ca. 3.000.000 Verleihungen

  9. ddu

    Ah, gut zu wissen, Nummer 5 lebt also im Rathaus.

  10. ddu

    Ich fand die Dinger im Fuchsbau in den Baumbergen beim Sonntagsspaziergang. In Plastiktüte, dass der Fuchs sie nicht einsaut, vermutlich, wenn er sich dran vorbei quetschen muss, um den Nachwuchs zu säugen.

  11. admin

    sowieso

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    heute endlich mal Potosi-Prinzip

    http://www.hkw.de/de/programm/2010/potosi/veranstaltungen_40707/Veranstaltungsdetail_49023.php

    später vielleicht diesen mir unbekannten Film. Helmut Käutner als Karl May, 1974. Außerdem Kristina Söderbaum, Käthe Gold, Attila Hörbiger, Rudolf Fernau, Lil Dagover und Jud Süss-Sauer

    http://www.dhm.de/kino/hans_juergen_syberberg.html#karl

    Die Syberberg-Filmreihe hat gestern angefangen.

    Potosi-Prinzip hat heute zu.

  12. Per

    Ich meine: ein Blick auf die Gesetzeslage fördert das Verständnis von Staat und Gesellschaft. Natürlich ist das alles wurscht, solange man mit seinen Nischenprodukten unterhalb des Aufmerksamkeitsradars zuständiger oder sich zuständig fühlender Stellen bleibt. Ich fand es nur bemerkenswert, wie so ein Quatsch mit dem Ticket »Kinderschutz« durch die Parlamente gequetscht wird. Allerdings hat sich der junge Baselitz wahrscheinlich auch gewundert, daß die das ernst meinen, als sie die »Große Nacht im Eimer« vor fast fünfzig Jahren beschlagnahmt haben. Inwieweit ihm das letztendlich genutzt hat und daß er am Ende Staatskünstler geworden ist, steht dabei auf der anderen Seite der Medaille, ich denke nur, dem Bewußtsein, das solche Gesetze macht, wäre es vermutlich immer noch unverständlich – wenn es davon wüßte – daß so etwas frei zugänglich ist? Für Minderjährige?! Holländische Website – typisch. Der derzeitige Eigentümer des Werkes sollte wegen Besitzes von Kinderpornografie angeklagt werden! Gehört dem Staat? Ach so, nix für ungut.

    Aber jetzt zu etwas Erfreulicherem: Oldschool-Eiserne-Kreuze-Aufkleber sind von Amts wegen nur auf Fahrzeugen der Krisenreaktionskräfte und auf Helmen offizieller Rockerbanden erlaubt, normale Autofahrer sind zu feige, sich deren Unmut zuzuziehen.

  13. admin

    Ich habe das bisher nicht so verfolgt mit der Gesetzgebung, bzw. nicht ernst genommen.

    Eiserne Kreuzaufkleber kenne ich von Kleinwagen auf dem Besucherparkplatz der JVA Köln-Ossendorf. Ich möchte sagen, daß das da gut aussah.

  14. grid

    schöner Text!

  15. grid

    vielleicht das noch zu 2smith´s“ http://www.dailymotion.com/video/xdmq4l_the-angelic-conversation_shortfilms

  16. alleine irren

    oh, ich hab mich vertan: ich wollte sagen: der trichter ist vermutlich eine schleuse. ich weiß nicht mehr, wer ich bin. ich wusste es schon vorher nicht mehr, aber eben erst ward es mir bewusst. ich weiß es so wenig, dass wenn ich mich bewege, ich nicht weiß wen. dass, wenn ich überarbeite ich nicht weiß was. und nicht einmal was es soll. kurz: ich bin vermutlich am rand. aber: der trichter ist eine schleuse. wie gesagt.

  17. admin

    Eine Schleuse zum Schafott sehr wahrscheinlich. Denn unten am Trichter hängt ein Netz dran, damit fangen sie einen und binden einen ab. Und dann kommt der ANH und steckt ihn dir ungefragt überall rein, fragst du auch nach Sonnenschein bleibst mit dem Rufen Du doch allein.

  18. alleine irren

    ei, ei, ei, ganz allein? ei? allein? allein? trifft denn nicht Ein strahl
    die dunkle soseinsmüpfe, müssidenn in der müpfe ohne würdi würgi seyn?
    vermütli wirds so sein, achgrffrh, wär ich lieber doch von ursprung an, im
    grundgenomm nicht anders als allein, wie eh, EH! wir alle immer seyn.

  19. admin

    als ich gestern von dem Preisausschreiben für das schönste 5-Zeilen-Gedicht erfuhr, schrieb ich schnell das hier. Erst gefiel es mir, dann nicht mehr so:

    die kleinste Frau der Welt hat eben bei mir geschellt und sich ein Schnitzel bestellt, Alcantara Alcantara, hörst du nicht Lamontanara denn Monte very veritas, wo eben noch ein Häschen saß, läuft ein Hose mit Gebrumm um den ganzen Tisch herum. Sehr viel mehr das weiß ich nicht, ist das noch Systemgedicht? Vermutlich nicht.

  20. alleine irren

    doch. sehr.

  21. admin

    nicht.wirklich.leider

  22. alleine irren

    fünf zeilen:

    wort drauf. meins. wieso? fragt sich einerleierhafens freddy. länger.
    länger noch als eine dünne insel, deren grenzen längs der buden,
    oder der brüder der buden verlaufen, in bauschaum und paella,
    mein wort drauf, eine deppenbürde mit bordüren zur unkenntlich-
    machung dessen was – was? was? was? schnauze als option, eins A.

  23. alleine irren

    schnauze ist selbstverständlich keine option.

  24. alleine irren

    wobei ich für mich immer noch denke, dass für mich schnauze durchaus hin und wieder option allemal wäre, ich aber schnauze verpasse, weil ich grad wieder nicht hingesehn hab, dabei wäre schnauze die rettung gewesen, und einfach mit dem ganzen jahrmarkt weiter mache, und dann wieder es heißt (ich muss erläutern dass ich gerade sehr persönlich spreche und abgekoppelt von allem) – am besten ich [scze]

  25. admin

    Schnauze klingt vielleicht etwas rauh aus dem Munde einer Frau

    aber sonst tadellos prima.

  26. alleine irren

    gutnacht allerorts

  27. admin

    Nacht

  28. admin

    Ist Dietmar Daths „Eisenmäuse“, 36 Seiten, Rückendrahtheftung schon erschienen? Das läse ich jetzt.

  29. admin

    Wie schön der Schnee schneit und wie lustig es ist, den armen Männern auf der Straße bei den unlustig und umständlich verrichteten Handräumarbeiten von der warmen Heizung aus zuzusehen. Alle 2 Minuten halten sie inne, schauen sich um, schauen auf die Uhr oder stecken sich eine Zigarette an. Sie wissen wahrscheinlich auch, wo sie jetzt lieber wären. Als beim Winterdienst.

  30. ddu

    Brüt ich nicht, Brüt ich nicht
    und bleib ich krebsenrot und Wüterich
    meinte er das, der alte Miederschwamm
    und schiebt noch einmal unters Mieder dann
    ein wirklich sehr groß Krebsentier
    das mich schlimm zwickt bis morgens vier.

  31. admin

    Jetzt ist wieder die Zeit im Jahreslauf angebrochen in der die schwere Sonne es nicht mehr über das Hochhaus packt. Vor 2 Jahren war ich ungefähr zu dieser Zeit hier um 10 Tage zu renovieren. Es hat nur geregnet und wurde niemals hell und ich weinte nachts auf der undichten Luftmatratze in dem Driss still vor mich hin und dachte, das wird doch nie was. Und richtig, so ist es auch gekommen. – Jetzt will ich e bissel Bus forn mit meiner neuen Monatskarte.

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    Heute Abend:

    PARAGE

    mit DJs Peter Abs & Michael Kerkmann

    ab 22:00 Uhr

    Möbel Olfe
    Reichenberger Str. 177
    10999 Berlin (Kottbusser Tor)

    wie gehts dir, Spatz, gehst du da heute zufällig hin?

    alleine traue ich mich nicht .
    Aber vielleicht sehe ich auch Syberbergs Parzival.
    Gestern schon gut amüsiert bei Karl May. Viele alte Spitzen-Schauspieler, aber zum Beispiel auch unvermutet plötzlich so jemand wie der ganz junge, schön schweinchendick pralle Peter Kern als George Grosz oder die Schreckschraube Andre Heller, vor mir eine Reihe sich leicht schlecht benehmender fläzender akademischer Jungcineasten, die warteten auf eindeutige Szenen, schien mir jedenfalls, die irgendwie nicht so richtig kamen und lachten versuchsweise abfällig bei solchen, die sie für pathetisch hielten, war aber ja so lächerlich feierliches fake-Pathos und auch so inszeniert. [bis vielleicht auf gegen Ende hin unangenehm kitschige Rede des Helmut Käutner über Seele und auch Volksseele.]   Ihnen qualmte wahrscheinlich ordentlich die Birne, weil sie nicht wußten, was ist denn da auf der Leinwand los, wie meint der das, und was mit meiner Wahrnehmung; mir war auch so, als zerpreßten sie ab und zu eine Stinkbombe, kann aber auch normales Furzen gewesen sein. Stank aber wie Stinkbombe, die hellgelbe Flüssigkeit in der Glaskapsel, die damals der Haushaltsartikel Petersen  verkaufte in Wiehl auf der Hauptstraße, wo nachher das China-Restaurant reinkam. Es gibt darin ja auch eine Szene mit dem jungen Hitler (als Karl-May-Fanin) in der Kaserne vor dem ersten Weltkrieg und einem dicken Unbekleideten Tätowierten auf der Pritsche der in dem übertrieben gedehnten Wienerisch sagt: der hot mi ohng’longt. Und während der ganzen Hitlerszene, die vielleicht 2 Minuten dauert, lachte die ansonsten über 140 Minuten oder was ganz still in sich versunkene ältere Dame neben mir wie angestochen hell und laut auf. – Jedenfalls!

    Jedenfalls wollte ich plötzlich wissen, wie eine Zyankalikapsel im Unterschied zu einer Stinkbombenkapsel aussieht und traf auf das hier:

    http://www.toxcenter.de/artikel/ZYANKALI-IM-WEIN-FUeHRT-ZUM-ERSTEN-4-DMAP-FALL-Habilitationsfall.php

    es ist kein Wunder, daß man so gut wie niemals den Ausgang aus der Wunderwelt findet, mit der uns der heilige Internet beschenkt.

  32. admin

    Josef Strau

    ‚The Balalaika Moment‘

    (1) In the movie „Dr. Zhivago,“ the balalaika plays its famous melody again and again, but it also appears as a real instrument a few times, and if I remember correctly, that happens actually only in the beginning and in the end. I used to say that watching this movie I usually start crying for the first time before the titles start, which is just after the balalaika makes its first appearance and then I cry for the last time when the balalaika finally reappears in the very last scene of the film. I am not sure if my tears would still work that way, generally I hope I could be more critical about it. The balalaika melody comes in either whenever love is going to happen, or more logically to the idea of the film, when Dr. Zhivago sits down again to write new poetry. The real instrument instead comes in whenever a new poet is born, or more accurately, whenever the poet is born in someone, or as in the film, whenever the instrument appears in his life and is given to him or her in an almost coincidental way, but is then going to stay with him or her and will keep influencing their lives in the future in good or bad ways, in order to make them write their poetry. Typically these sort of balalaikas make people create great wealth and develop happiness and sometimes they keep them suffering uselessly as wrong influences during early life can do to you for the rest of it; it is the kind of instrument which is beyond them, which actually plays them, not the other way around and makes them suffer quite enough sometimes too. (2) During the time before the work for an exhibition is ready there is a certain time before making decisions, a time of sometimes-great happiness and real artistic density. Almost every time I have undergone this special period of the productive process, I start dreaming about finally making an exhibition without any material concerns, even without material objects, an exhibition just reduced to text without material objects actually. But always the objects, like lamps, would start walking into my kitchen, my studio or the gallery space and then they would stay with the texts and even push the text back and turn them into the background of my work, somehow liberating the texts from the stressful role of being the forefront objects, allowing them to float around independently and unconcerned with the rules of commodities. Whenever I feel the desire to make a pure, simple, text-only exhibition, I remember a special moment as young artist, a kind of balalaika moment. I was working for some months as an assistant for Isa Genzken then. One day she asked if I would be able to paint a text by Lawrence Weiner onto the wall of her studio. As a rule, I would have as always, proudly said „yes, sure I can, but I must warn you, it may take me quite a long time,“ but for this job I could truly proudly tell her that I had done the Lawrence Weiner job already for some galleries and asked her if I should do it with the typical Lawrence Weiner typeface. So she explained that in fact it does not have to be made in the certain typeface and that she bought the sentence and the deal included the freedom to use and apply the purchased sentence in whatever way she wants to. Anyways, she walked out of the room to find the sentence and when she came back with it, she opened her hand in front of me and I saw in her hand a small piece of rumpled paper which was his work and the words and the lines of words were written on it. I was deeply impressed as a young artist in the middle of the eighties by the incredible magic power of an artist making a healthy amount of money that way, without having gone through the process of making huge material efforts, without forming a so-called object of desire or a work of idolatry in order to sell. I loved this very uncommon way to look at a piece of art, or at some piece of text, as I looked at the just opened hand, more similar to presenting a gift of gold. But, of course, I was still not aware of the incredible magic influence this act of exchange from then on would have on me, not aware of the spell that was put on me, when Isa Genzken opened her hand to allow me to look at the work, that anytime I would go through the process of determining the objects of my next exhibition many years later, I would remember it. It was a real balalaika moment. This moment would reappear again and again like the call of a hidden voice, persuading me to make it in a similar way. But then, before I can decide, as I said, some other objects would be attracted by it too and they would come in and come into the exhibition, but now, still weeks before the exhibition, I still don’t know them and don’t want to know during these moments of preparation and pure undecided happiness. How should I now tell? (3) Strau, Josef, „7lampmemoirs,“ poster and lamp theatre text in the shanghai library, 2010 (4) Strau Josef, „Why working together with an inner Voice“ May Magazin Nr.4, Paris p.131-137 (5) Strau, Josef, „The Why does this all happen to me Experience“ poster, „The Diary of the Painter“ at „House of Gaga“, Mexico 2010

    opening
    saturday 11.12.2010
    19:00 – 21:00

    exhibition until 29.01.2011
    wednesday – friday 14:00 – 18:00
    saturday 12:00 – 18:00

    dépendance
    varkensmarkt 4 rue du marché aux porcs | brussel 1000 bruxelles
    tel. .32 .2 217 74 00 | fax .32 .2 217 74 01
    dependance@skynet.be | http://www.dependance.be

  33. admin

    Mit dem Sperma, das in seinem Keller lagert, könnte Cappy Rothman die ganze Welt besamen. „Strong but silent“ steht auf der Wunschliste und blaue Augen. Am beliebtesten ist die Samenbank der Promi-Doubles, die Leute rennen uns die Bude ein. Eine Leihmutter ist bei der California Cryobank für 100.000 Dollar zu haben.

  34. admin

    Waaaaas???? Der Graf Unheilig Geboren um zu leben ist der ultimative deutsche Chart-Hit des Jahres 2010? Die Deutschen sind so spooky. Ich glaube die Ossis sind hier besonders die Hauptschuldigen, Gruftihochburg Ostdeutschland. Der Graf! Geboren um zu leben! Unheilig! Und jetzt der Chor. Ich kack ab!

    Unheilig kommen aus Aachen! Wie die völlig zu Unrecht untergegangenen Fleischwolf!

    Bernd Heinrich Graf, gelernter Hörgeräteakustiker und ehemaliger Zeitsoldat bei der Bundeswehr, [2] gründete Unheilig 2000 gemeinsam mit Grant Stevens und José Alvarez-Brill (Wolfsheim, Witt, De/Vision).[1]

  35. Per

    da drüben haben sie noch sehr diplomhafte Diplome für anne Wand

    http://malereproduction.com/about/bio_rothman/

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    ich schreibe mal hier rein: lustig, wie lange man Malerei-Produktion liest und denkt, es wäre holländisch

  36. forsthoff

    wolfgang müller in der JUNGEN WELT über „integration“:
    „Das »Möbel Olfe« in Berlin-Kreuzberg beispielsweise ist ein schöner Ort in einem häßlichen Hochhaus. 2004 wurde die Kneipe von Ingo Arendt in der Wochenzeitung Freitag beschrieben. Der Journalist verortete sie zunächst »am Ende der fertigsten Sackgasse von 36«. Im Lokal selbst »quasselt Turner-Preisträger Wolfgang Tillmanns« auf einen »tätowierten Skin« ein. Ein blasierter »Elfenforscher« aus dem Kiez stöhnt genervt: »Wer geht denn schon nach Mitte?« Eine perfekte Mischung aus schrulligen Lokalgrößen und internationalen Stars, gefangen im Netz ihrer Eitelkeiten und Triebe. Im Dienst der Eindeutigkeit verwandelt sich die massive Olfe-Einrichtung bei Arendt flugs in eine »Sperrholztheke zwischen zwei Betonwänden«, während die fröhliche Atmosphäre des Inneren von einer rauhen Außenwelt begrenzt wird: Draußen nämlich treibt sich »multikulturelle Hartz-IV-Kundschaft« herum, die weder Interesse noch Geld für eine »gut gepolsterte deutsche Sitzgruppe« aufbringe. Eine Impression dieser finanziell klammen »Kundschaft« bietet der Blick aus dem Lokal »durch ein verschmiertes Schaufenster«: »Jungtürken im federnden Machogang« schwanken da durch den engen Hausdurchgang. »Ein Hauch von Bronx weht um die Ecken.« Wurde da nicht etwas übersehen? Richtig, die »schmierige Scheibe« ist ein Kunstwerk: Dieses besteht aus bedruckten Transparentfolien des schwarzen deutschen Künstlers Mark Brandenburg. Direkt daneben befindet sich sogar ein Schild mit Titel, Jahresangabe und Namen – genau wie in der Nationalgalerie.

    Am erwähnten Abend kellnerte Fatma Souad im Lokal, prominente Mitgründerin des alternativen Kreuzberger Transgenialen Christopher Street Day (TCSD). Die von Ingo Arendt eingesetzten Stereotype und Klischees funktionieren hier als Kontrastprogramm zur freien Atmosphäre eines Lokals, welches umgeben ist von einer multikulturellen Gefahren- und Armutszone. Blendet Arendt die vielschichtige, vielfach gebrochene Lebensrealität der Menschen im »Möbel Olfe« einfach aus? Oder schaltet das Denken im Interesse eines von Mehrheiten und Medien geforderten festen, »verständlichen« Bildes ganz automatisch auf rassifizierende Stereotype und Klischees? „

  37. brueterich

    kurze frage des brueterich: die beiden fünfzeiler von admin und alleine irren – sind die als wettbewerbsbeiträge gedacht? mich würde es sehr freuen! wenn ich nichts gegenteiliges höre, sind sie in der ausscheidung!
    gruß aus 62: b.

  38. admin

    Lieber Forsthoff, ich kann aus Erfahrung sagen, daß der Großteil der schwulen Männer sich über Anblick und Gegenwart von Frauen jetzt nicht so wahnsinnig freut. (warum auch) Außer vielleicht man hat Spezialfunktionen.
    Macht, Mama, Oma, Ikone etc.

  39. admin

    Lieber Brueterich, ich war nicht richtig froh damit, aber wenn du willst kannst du ihn gerne haben, für Alleine Irren kann ich nicht mitentscheiden, tue es aber in dem Fall und gebe hiermit ihren 5-Zeiler auch frei. Gruß aus 80: a

  40. t.g.

    Sehr schöner Text.

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