Dieter Roth: Inserate 1971/1972
12. Juli 2012Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Unmarkierte Grenzen
19. September 2010
Von Friedrich
Format:Taschenbuch
Im Jahr 1971 schaltet Dieter Roth täglich ein bezahltes Inserat auf die Kleinanzeigenseite vom Anzeiger Stadt Luzern. Zunächst findet die Zeitungsredaktion die mit D.R. unterzeichneten Worte amüsant. Doch aus Roths Tränen werden Steine. Und irgendwann heißt es: Die Tiere haben kein Beruf. Dieter Roths kurze, harmlos anmutenden Aphorismen kommunizieren durch ihre tägliche Wiederholung mit den Werbe-Anzeigen um sie herum. Nach 114 Anzeigen kündigt die Zeitung das Anzeigenprojekt: Angeblich hätten sich zahlreiche Leser beschwert und mit Kündigung ihres Abos gedroht. Dieter Roth stößt an die Grenzen der Freiheit, ganz unspektakulär und bis heute unwahrgenommen. Er beweist, dass weder der inszenierte Skandal, pornographisches und Aufrufe zum Umsturz nötig sind, um Grenzen wahrzunehmen. Das großartige Dokument eines vielschichtigen Künstlers!

Ähnliches Problem wie letztes Jahr. Sich über die Zulassungsarbeiten der Examenskandidaten in einer Weise äußern, schriftlich fixiert, daß ein anderer es hernehmen kann für seine Aufgabe einer Beurteilungsformulierung gegenüber höheren Stellen, ohne selbst beurteilen zu wollen. Traue mich aber auch nicht meine offenherzigen, für ihn sicher trotzdem nutzlosen Notizen abzuliefern. Winden wie ein Wurm und alles andere tun, (Hose waschen, Teppiche beobachten), bloß das nicht.
Hängung macht Spaß und die Ausstellung in der Klasse wird soweit gut.
Eröffnung morgen.
Heute in Berlin verpasse ich leider
Michael Callies, Jana Euler und Sergej Jensen bei MD72.
Renitenter Mann bepöbelt Fahrgäste
Beamte der Einsatzhundertschaft in der Polizeidirektion 5 haben gestern Vormittag Strafermittlungsverfahren gegen einen renitenten Mann eingeleitet. Mitarbeiter der BVG alarmierten kurz nach 10 Uhr die Polizei zum U-Bahnhof Hermannplatz, da ein im Rollstuhl sitzender 27-jähriger Mann zuvor in der U-Bahn der Linie U 8 eine 32-jährige Frau fremdenfeindlich beleidigt und dabei den rechten Arm zum sogenannten „Deutschen Gruß“ erhoben hatte. Darüber hinaus pöbelte der Mann fortwährend die Fahrgäste im Abteil an. Nachdem der Mann am U-Bahnhof Hermannplatz den Zug verlassen hatte beleidigte er auch einen Sicherheitsmitarbeiter der BVG fremdenfeindlich. Bei der Personalienfeststellung durch die alarmierten Polizisten wehrte sich der Renitente, indem er mehrfach in Richtung der Beamten trat. Da er mit seinem Rollstuhl dicht an der Bahnsteigkante stand und sich von dort nicht entfernen wollte, begleiteten die Polizisten ihn aus dem Bahnhof hinaus auf den Hermannplatz, wo er nach der Personalienfeststellung seinen Weg zunächst fortsetzte. Kurz darauf warf er eine Glasflasche quer über die Fahrbahn des Hermannplatzes und traf das Polizeifahrzeug. Er erhielt einen Platzverweis. Letztendlich wurden Strafermittlungsverfahren wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Beleidigung, Widerstand und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr sowie Sachbeschädigung eingeleitet.
Suizid verhindert
In einer Gefangenensammelstelle der Polizei in der Wedekindstraße in Friedrichshain hat in der vergangenen Nacht kurz vor 23 Uhr ein Mann versucht, sich mit seiner Hose zu strangulieren. Ein Mitarbeiter wurde aufmerksam und konnte den Suizidversuch verhindern. Während der Erste-Hilfe-Maßnahmen biss der 34-Jährige eine anwesende Ärztin. Aufgrund einer Störung der Atemregulation wurde die Feuerwehr alarmiert. Die Rettungskräfte brachten den Mann zur Beobachtung in ein Krankenhaus.
Tötungsdelikt Lübars: Haftbefehl gegen Mutter von Robin H.
Im Fall der am 21. Juni 2012 in Lübars getöteten jungen Pferdewirtin Christin R. haben die Ermittlungen der Berliner Staatsanwaltschaft und der zuständigen 7. Mordkommission nunmehr auch einen dringenden Tatverdacht gegen die Mutter von Robin H. ergeben. Die 55-Jährige wurde am gestrigen Tag in Pasewalk aufgrund eines vom Amtsgericht Tiergarten gegen sie erlassenen Haftbefehls festgenommen. Ihr wird vorgeworfen, Christin R. am 9. April 2012 in Tötungsabsicht mit einem Messer angegriffen und dabei am Rücken verletzt zu haben, auch soll sie in die nachfolgenden Pläne zur Ermordung von Christin R. eingebunden gewesen sein. Das Tatmotiv sollen mehrere bereits zum damaligen Zeitpunkt auf Christin R. abgeschlossene Lebensversicherungen gewesen sein, die im Falle von Christin R.s Tod an Robin H. ausgezahlt worden wären. Insgesamt ist nach dem derzeitigen Ermittlungsstand von mindestens sieben Lebensversicherungen mit einer Gesamtversicherungssumme von etwa 2,1 Mio Euro auszugehen. Die Beschuldigte H. ist heute dem Amtsgericht Tiergarten zur Verkündung des Haftbefehls vorgeführt worden, zum Tatvorwurf hat sie sich bislang nicht geäußert. Im Übrigen dauern die Ermittlungen – auch zu den Modalitäten der Versicherungsabschlüsse – an.
16.7.
inzwischen war hier ein Sturm, welcher die Vögel, besonders die zweifarbigen Krähen, wie verrückt durch die Luft geschleudert, nicht mehr Herr ihrer selbst, genötigt, wurden, ehfällig zerfleddert ein her fliegen, daß ich am Balkon laut lachen mußte.
Dann eine Reportage über die Salafisten. Ich dachte die ganze Zeit: Mann, wann kommt endlich PIERRE VOGEL? ganz am Ende kam er dann — an.

Die letzte Fahrt






1








Blume 2000 hatte aber doch noch auf.
Cover: Peter Handke 1971


















Am 9. Juni 2012 um 18:12 Uhr |Bearbeiten
Am 13. Juni 2012 um 21:07 Uhr |BearbeitenDiese EM-Fußballblume ist echt nicht schön.
Am 14. Juni 2012 um 22:14 Uhr |Bearbeiten
Am 16. Juni 2012 um 17:03 Uhr |Bearbeitenlustig
http://www.litaffin.de/literaturbetrieb/kritik-hass-und-fundamentale-kaputtheit-die-autorenwerkstatt-mit-rainald-goetz-teil-iv/#more-7922
Am 17. Juni 2012 um 09:54 Uhr |BearbeitenTag der deutschen Einheit1954 – 1990
Am 17. Juni 2012 um 09:57 Uhr |Bearbeitender Brueterich meint:________________________________
Schöneberg, den 17. Juni 2012
sei ein bißchen art zigeunerin. leg deine bürgerliche wanne ab, sei eine enttäuschung in vielfacher hinsicht, doch bleibe immer natürlich dabei. sei ein gebissner konradin / nimm deine eigne schönheit hin / denn gender ist nur eigensinn. ich kann dir nur dringlichst empfehlen, die crazy pds zu wählen. sei so links, daß es wehtut. dann ist es gerade richtig. ein wenig kleinmut sei auch mit dabei. sei dein geschrei!
Am 17. Juni 2012 um 16:27 Uhr |BearbeitenDie Hoffnung der Einsamen, daß durch die Lösung des Nahweltproblems sich die anderen Probleme praktisch miterledigen, ist real und berechtigt. (Ordnung)
Am 17. Juni 2012 um 16:43 Uhr |Bearbeitenmir kommt es unglaublich narzisstisch und kleinlich vor, egal ob 1, 2 oder 3.„Ich habe versucht, diese Werkstatt so gut ich kann zu machen“, sagt Goetz schließlich. „Obwohl ich glaube, dass ein Schreibseminar an der Uni falsch situiert ist. Im Vorfeld habe ich mir die Berichte meiner Vorgänger durchgelesen und gedacht: Falsch! Das will ich nicht machen. Oft war die Rede davon, dass im Seminar ein Klima entstanden ist, indem die Teilnehmer mutig sein konnten, sich zu öffnen. Damit hat Schreiben nichts zu tun. Man muss angewidert sein von allem Kollektiven.“
mag sein, schreiben habe damit nichts zu tun, mag sein, goetz ist davon angwidert, mag sein, er bleibt anhänger einer art rimbaudromantischen seherkunst, die dank ihrer leidensbereiten kompromisslosigkeit ganz natürlicherweise reinheit, wahrheit und tiefe suggeriert, nur drachenblutbäder allein machen auch keinen guten künstler. er ist stark bei seiner eigenen unsicherheit und seinen quasi buddhistischen lehren, die den lehrer ad absurdum führen, er ist schwach im fordern und das eint ihn vielleicht sogar mit einigen seiner vorgänger.
Am 17. Juni 2012 um 16:55 Uhr |Bearbeitenmir wäre es lieber, man ginge dazu über, nicht zuerst am wesenskern, den eigenschaften und weltverhältnissen der menschen zu schrauben, um sie etwa zu guten automechanikern zu erziehen, vielleicht reicht wirklich erst mal das zeigen eines autos und das öffnen der motorhaube, denn das quasireligiöse der kunst, zuerst den ganzen menschen missionieren zu müssen, bevor man ihn an irgendetwas von höherer bedeutung rumschrauben lässt, das finde ich nicht minder kurios, das wirkt auf mich, als ginge alles nur mit beuys.
Am 17. Juni 2012 um 23:16 Uhr |Bearbeitenin schmalkalden schwachasbach verschwand ein bach, der asbach! die landesanstalt wollte noch keine diagnose .. .. .. geht aber mit an sicherheit zur wahrscheinlichkeit neigender gewissheit von einer versenkstätte aus. ich hab damals allen einser gegeben, denn man sagte mir, es sei das soziale und die präsenz, nicht aber die qualität zu bewerten.
Am 17. Juni 2012 um 23:40 Uhr |BearbeitenDAS FÜR ETLICHE FORELLEN ZU PLÖTZLICH GEKOMMENE LOCH: Anwohner bemerkten das ausgetrocknete Bett gegen 8 Uhr und alarmierten Polizei und Feuerwehr. (..) Das Loch im Bachbett hat einen Durchmesser von gut einem Meter. (..) Für etliche Forellen kam es zu plötzlich. Mitglieder des Anglervereins wurden informiert, sie retteten im unteren Bachlauf einige Tiere.
Am 17. Juni 2012 um 23:44 Uhr |BearbeitenDes Geschwätzes wird kein Ende sein. So oder so.Wie man aber die bestärkt, schützt und tröstet, von denen man was wissen, (hören, sehen, lesen) will, weiß ich leider auch nicht.
Am 18. Juni 2012 um 00:36 Uhr |Bearbeitenam besten wäre: man gibt ihnen geld.(das man nur halt leider nicht hat. oder doch, aber dann weiß man nicht, wie das am besten geht.. manche wollen das nicht oder erkennen nicht die freiheit, die man ihnen damit geben will und haben mutmaßungen.)
Am 18. Juni 2012 um 00:39 Uhr |BearbeitenGeld, wenn es nicht an Verpflichtungen gebunden ist, kann man doch nehmen. Meistens wird ja doch irgendetwas im Gegenzug erwartet, Gefälligkeit oder zumindest Duldung. Später am morgen gehts nach Kassel mit den jungen Leuten, bzw. Witzenhausen Burg Ludwigstein, Archive der Jugendbewegung. Wenn man dort Feuer machen kann und nicht die ganze Zeit beobachtet wird, bin ich praktisch schon zufrieden!
Am 18. Juni 2012 um 01:25 Uhr |Bearbeitenauf die Documenta freue ich mich.___________________________________
Am 18. Juni 2012 um 07:40 Uhr |BearbeitenVom Bahnhof Witzenhausen Nord bis zur Burg Ludwigstein sind es immerhin 9,3 Kilometer. – Werratal, an der ehemaligen Zonengrenze.
Am 21. Juni 2012 um 11:39 Uhr |BearbeitenGruß aus Nord-Hessen. Schlechter Empfang. documenta schwierig zu bewerten, schon super und gleichzeitig: eins so ein bißchen egal wie das andere. Den Hund mit dem rosa Bein habe ich leider nicht gesehen, die Aufseher und wie das Ganze den Besucher anweht und -waltet, sind eher übel. Wenn das die neue Geisteshaltung transportieren soll, gute Nacht.
no wayBericht soll folgen
Am 21. Juni 2012 um 11:57 Uhr |BearbeitenHeute bleibt die Sonne stehen.
??????????? (Heliostásion)Dann muß man sie neu andeuen oder andäuen.
Wir gehen wandern. Tschüß.
Am 21. Juni 2012 um 21:16 Uhr |Bearbeiten
Am 24. Juni 2012 um 17:00 Uhr |BearbeitenMuslimbruder Mursi
Am 25. Juni 2012 um 00:23 Uhr |Bearbeitenhttp://www.zeit.de/2012/25/Documenta-Menke/komplettansicht
Am 25. Juni 2012 um 14:06 Uhr |BearbeitenDas Ich war leicht zu beklemmen.
Am 25. Juni 2012 um 15:04 Uhr |Bearbeiten
Am 25. Juni 2012 um 17:41 Uhr |Bearbeitenich hatte eine Ausstellung in einer großen Halle und nur ein paar kleine Fotos, die total lächerlich ausssahen. Da packten draußen Helfer Bilder ein in Folie und beschmierten die Folie (zum Abdichten?) mit schwarzglänzender Paste, die sehr gut aussah, wie Bitumen oder so. Ich fragte, was das ist, und sie antworteten: “Afghanische Vaseline.” Da wollte ich sofort anfangen, große Bilder mit den Händen und dieser afghanischen Vaseline zu malen. – Nun voller Vorfreude.
Am 26. Juni 2012 um 03:51 Uhr |BearbeitenKarlsaue 1736
Am 26. Juni 2012 um 13:05 Uhr |Bearbeiten
Am 26. Juni 2012 um 15:23 Uhr |BearbeitenGestern war ich zum ersten Mal in der Raumerweiterungshalle. Sie steht neben dem about:blank am Markgrafendamm 24, Nähe Ostkreuz auf einem Bauwagenplatz. Ich hatte Furcht dort auf viele schlechtgelaunte und selbstgefällige Leute mit Wursthaaren zu treffen, die die ganze Zeit mit braunen Fingern Zigaretten drehen, aber das Gegenteil trat ein. Sie wirkten aufmerksam, sympathisch und hatten sehr schöne Haare. Ich schätze, ich war die Zweitälteste. Älter war wahrscheinlich nur Silvia Federici, wegen der ich hingefahren war.