Schwierigkeiten, Ökonomie zu verstehen. (schon das Wort „Wechsel“) Rüstungsindustrie, MEFO-Wechsel, Hjalmar Schacht, Geld erfinden was man nicht hat. Mit Schulden bezahlen.
10.2.21
Der Fitnesstracker fängt an, mir Phasen, in denen ich lese oder fernsehe, als „Nickerchen“ auszulegen und auf den Gesamtschlaf anzurechnen!
Die Strangsanierung rückt näher. Im Hinterhaus reißen sie das Holz heraus und werfen es aus den Fenstern in zwei beige Container im Hof, auf denen DARE steht. Qualmwolken aus Staub, unangenehm dumpfe Bohrgeräusche. Das Fahrrad haben sie mit den anderen auf einen Haufen zusammengeschoben.
Situation im Vorderhaus schwer einzuschätzen. Gestern um 22 Uhr 30 war bis auf meine und eine weitere Wohnung alles finster. Von mindestens drei Mietparteien ist bekannt, daß sie gegenüber in den Neubau gezogen sind, zu ähnlichen (guten) Konditionen. Plus dort Fußbodenheizung. Obwohl sie jetzt nur 50 Meter weit weg wohnen, habe ich seit ihrem Auszug im letzten Sommer keinen von ihnen mehr irgendwo gesehen.
20.1.21 Seit 14. Januar Fitness-Tracker im Einsatz, der gestern ausgetauscht wurde weil er zu ungenau maß. Die Herzfrequenz stieg auch bei größeren Anstrengungen nicht über 80, etwa beim Flakturm hochgehen. Dann wieder registrierte er es plötzlich doch, meldete 150 bpm, übertrug die Daten aber nicht. Der Neue (Huawei Honor Band 5, 36 Euro), scheint genauer und zieht gleich andere Saiten auf: Du bist um 2 Uhr 38 eingeschlafen, das ist etwas spät. Versuche zwischen 22 und 6 Uhr zu schlafen.
als ich mit dem Fahrrad durch etwas gruselige, verkommene Kleingärten in Blankenfelde fuhr und ein Bild von dem Grünkohl machte, ging plötzlich das Handy los, Nummer 0221 217021 oder so, ich dachte, das wäre mein Kumpel Matumba und meldete mich ganz treuherzig und ein bißchen doof und dann redete am anderen Ende eine unbekannte weibliche Stimme vom Kölner Kunstverein wegen einer vergessenen Rechnung, habe mich kurz erschrocken, redete dann treuselig einfach so low weiter, als würde man sich kennen. Die Teilnehmerin auch. prima –
You sent Today at 12:39
dann wurde es dunkel und fing an zu regnen und ich landete auf so schmierigen Feldwegen, dann schon in Brandenburg.
Jetzt ist es so schön still hier. Man hört vom Schlafzimmer aus wie in der Küche im Ofen der Nudelauflauf schmurgelt. In der blau-schwarz emaillierten Vierkantpfanne der Firma Krüger aus Ahlen von der Auer Dult, 2010 dort gekauft. Nun ein fernes Brummen unten im Treppenhaus. Bären.
Heilig Abend 2020 Ich möchte mich raufen. ________________
26.12.20 Wir hatten die Zelte und Bauten am Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni zunächst für ein riesiges temporäres Impfzentrum, eine Impfstraße, gehalten. Sie dienen aber der publikumslosen TV-Silvesterfeier mit u. a. Jürgen Drews. — Ob auch Feuerwerk abgeschossen wird, wußte die Ordnerin nicht.
27.12.20 Große Impfparty ohne Publikum und ohne Musik.
_______________________ Theaterpädagogik. Wie eindeutig darf ein Lehrstück sein? Kann „Lehrstück“ überhaupt ein Ansatz sein?
„Diese Bezeichnung gilt nur für Stücke, die für die Darstellenden lehrhaft sind. Sie benötigen also kein Publikum.“
Brecht, GBA Band 23, S. 418.
ach so!
„Aufführungen vor Publikum rufen erfahrungsgemäß nichts als moralische Affekte für gewöhnlich minderer Art beim Publikum hervor. Ich gebe daher das Stück seit langem nicht für Aufführungen frei.“[16]
12:20 Ruptly is now live from the vaccination hub in Nuremberg in Germany’s Bavaria, as the country officially launches its COVID-19 vaccination programme on Sunday, December 27, with people belonging to the highest priority group getting the initial jabs of the Pfizer/BioNTech vaccine. A day before, 101-year-old Edith Kwoizalla became the first person in Germany to get vaccinated against the virus. The vaccination was administered in the Kruger senior centre in the town of Halberstadt in Germany’s Saxony.
O-Ton Rundfunkinszenierung von Mauser, MD 7, Track 24, 1:45, (Zeit 1 Minute): Chor: Aufstehend aus der Kette der Geschlechter Zerreißend seine Nabelschnur Im Blitz des wirklichen Anfangs erkennend sich selber Einer den andern nach seinem Unterschied Mit der Wurzel gräbt aus dem Menschen den Menschen. Was zählt, ist das Beispiel, der Tod bedeutet nichts. Chor [A]: 18 Wir wissen, dass das Sterben eine Arbeit ist. Deine Angst gehört dir.
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1990 Heiner Müller amüsiert sich über den Stuß, der im deutschen Privatfernsehen geredet wird.
Heiner Müller inszenierte 1989 am Berliner Ensemble einen ungekürzten siebeneinhalbstündigen Hamlet, weil sich in der deutschen Wiedervereinigung „die Verabschiedung des Prinzips Hamlet zugunsten der freien Marktwirtschaft“ vollzöge. Er vertieft in diesem Gespräch die Parallelität zwischen dem Stück und der aktuellen Wirklichkeit am Beispiel der Handlung und der Figuren (z.B. Günter Schabowskis sowie der problematischen Rolle Fortinbras).
Auf sein Verhalten bei den vielen Interviews befragt, die Müller nach dem Fall der Mauer gab, wendet sich das Gespräch der Kundgebung vom 4. 11. 1989 auf dem Alexanderplatz zu. Im Verlauf der genauen Beschreibung der Umstände an diesem Tag (Wetter, Toiletten, Abfolge der Redner, Lautsprecheranlage) charakterisiert Müller, der als „Botschafter“ eine Resolution verlas, die Menschenmenge als etwas Tierisches, dem er nicht gewachsen ist und über das er zugleich seine Macht spürt.
Gegen Ende des Gesprächs kommt Müller noch einmal auf sein zuvor schon angesprochenes Verständnis von Kunst zurück: Kunst entsteht aus „Einverständnis ohne Tabu“. Darum ist sie auch nicht „human“, und authentisch nur, wenn sie der von der pluralistischen Gesellschaft geforderten Sentimentalisierung widerstehe. Der Satz, daß es „gegen Auschwitz kein Argument“ gäbe, ist in diesem Zusammenhang der zwangsläufig befremdlichen Ausdrucksmittel von Kunst zu verstehen. Auf Kluges Frage nach dem revolutionären Charakter der Wiedervereinigung hebt Müller im Anschluß an Benjamin den historischen Bremscharakter von Revolutionen hervor.
paar Takte talken _______ mit der Pandemiebeauftragten aus Sachsen _______
bereits vergebene Titel
Bitte, 2019 Ziele im Leben, 2019 Mountains, 2019 On the general nature of aesthetic experience, 2019 Der Grundegenommen, 2019 Au! Danke Herrin, 2018 Zur Klärung eines Sachverhaltes bitte mitkommen, 2018 Hallo Schmierlapp, 2018 Gleichnis, 2018 Hierophant, 2018 Wuchtige Abschüsse von Brilliant-Bombetten, Knatter-Wolken und Palmstern-Buketten, 2018 Inventur, 2018 Theater, 2019 Fragmentkörper I, 2019 Verme Cane Junge Du Bienensohn, 2018 Kartoffelschälgruppe Alperbrück, 2019 Urstromtal, 2020 Für die Luchsbeauftragten aus dem Harz, 2020 Was gesagt wird, ist egal. Was Sache ist, darum geht’s, 2020 Auf das Ganze achten und gegen die Tatsachen existieren, 2020 Heute Journal, 2020 Geständniszwang, 2020 Panzerwiese Hartelholz, 2020 Kölner Morphologie, 2020 CityHome 2000 Titelgenerator, 2020 Heilige Madonna ohne Kind mit Spenderehepaar, 2020 Freies Erzittern in sich selbst, 2020 Duschvorhang Mystifikation 1, 2020 Das Kommen und Gehen der Lebewesen in dem schmalen, ihrem Handeln offenstehenden Hohlweg, 2020 Heute kein Besuch, 2020 Gibt es denn wirklich gar nichts Schönes, nichts Schöpfungsbejahendes mehr?, 2020 Durchseelung der Arbeit, 2020 Numinosum, 2020 gbr gbr trt, 2020
_______________ Ich habe versucht eine Kunstausstellung zu machen, die sich nicht dafür rechtfertigt, eine Kunstausstellung zu sein.
ich kann selber schwer sagen oder sehen, was es geworden ist. noch nie so viel zusammen ausgestellt. Noch nie so angestrengt auch.
30.11.20 full oak shiver moon Die Künstlerin friert und geht nicht zur Pressekonferenz. Die Bilder müssen es ohne mich schaffen. Danke für alles.
nichts hören nichts sagen. Erschlagen vom eigenen Namen.
1.12.20 Heute kleines Beisammensein in der großen Halle, deklariert als Arbeitstreffen unter strengen Auflagen. Herzlich willkommen zwischen 15 und 18 Uhr. __________________________
Man packt es im Gehirn nicht den Space als Ganzen. nimmt sich Ecke für Ecke vor, dann die Geraden. Anschließend Überlegung an Auflockerungen. Würde auch ein paar Bilder rausnehmen.
Heute Demut.
Feldmoching, Fröttmaning, Panzerwiese Hartelholz. Im Mittelalter Pestfriedhof.
Die Besonderung des individuellen Körpers bleibt aber nicht bei der trägen Verschiedenheit und Selbsttätigkeit der Verschiedenen stehen, aus weither die abstrakte reine Selbstischkeit, das Lichtprinzip, zum Prozeß, zu Spannung Entgegengesetzter und Aufheben derselben in ihrer Indifferenz heraustritt. Da die besonderen Eigenschaften nur die Realität dieses einfachen Begriffes, der Leib ihrer Seele, des Lichtes, sind und der Komplex der Eigenschaften, der besondere Körper, nicht wahrhaft selbständig ist, so geht die ganze Körperlichkeit in die Spannung und in den Prozeß ein, welcher zugleich das Werden des individuellen Körpers ist. Die Gestalt, welche zunächst nur aus dem Begriffe hervorging, somit nur an sich gesetzt war, geht nun auch aus dem existierenden Prozesse hervor und stellt sich als das aus der Existenz Gesetzte dar, – der chemische Prozeß.
§ 351
Das Tier hat zufällige Selbstbewegung, weil seine Subjektivität, wie das Licht die der Schwere entrissene Idealität, eine freie Zeit ist, die, als der reellen Äußerlichkeit entnommen, sich nach innerem Zufall aus sich selbst zum Orte bestimmt. Damit verbunden ist, daß das Tier Stimme hat, indem seine Subjektivität als wirkliche Idealität (Seele) die Herrschaft über die abstrakte Idealität von Zeit und Raum ist und seine Selbstbewegung als ein freies Erzittern in sich selbst darstellt; – es hat animalische Warme, als fortdauernden Auflösungsprozeß der Kohäsion und des selbständigen Bestehens der Teile in der fortdauernden Erhaltung der Gestalt, – ferner unterbrochene Intussuszeption, als sich individualisierendes Verhalten zu einer individuellen unorganischen Natur, – vornehmlich aber Gefühl, als die in der Bestimmtheit sich unmittelbar allgemeine, einfach bei sich bleibende und erhaltende Individualität: die existierende Idealität des Bestimmtseins.
26.11.20 9:20
Jetzt gehen das Licht einrichten.
++++
Franzi und Isa
Was gesagt wird ist egal. Was Sache ist, darum geht´s.
16.11.20 verrückt-verkrampfte Birke an der Bülowstraße.
Am Morgen Beschäftigung mit dem Umstand: ich bin die Formen leid, die immer einfach so kommen — (von sich aus? Wo ist das? wenn man sie läßt?) Gleichzeitig will ich kein Gegenprogramm aufstellen. Überhaupt kein Programm, auf das man zurückgreifen kann und abarbeiten, „Thema“, und dann irgendwann der Audienz präsentieren. Seht wie fleißig ich war. Wie interessant das Thema ist! Kunstgeschichte! Eure Investition hat sich gelohnt, meine bürgerlichsten Impulse auf- und abgerufen. Ich habe eingestimmt. Hier ist die Leistung.
Jetzt Aufräumarbeiten, morgen Transport. Auch das Dumme und Halbfertige wird eingepackt. Vor Ort entscheiden, was damit geschehen soll!
so sei es
______________________________ AVISIERT kein Thema wollen und doch die Angst im Nacken, kein Thema zu haben. Die fragenden Blicke! Was bietet man denn an, stattdessen? Das aushalten müssen! Nicht umfallen! Nichts zu bieten haben aushalten! Man HAT ja was zu bieten, natürlich! nur nicht schon fertig vermittelt angeleitet eingeführt serviert im Rahmen mit Begleitprogramm und festlicher Kleidung.
(wenn man zu sehr übertreibt, wird es wieder undeutlich.)
Ich muß los.
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das neue Fahrrad CINEMA – Forever Young ist auch schon da. Gebracht von einem ca. 15jährigen Jungen namens Luka aus Glienicke/Nordbahn. Sache von 2 Minuten. Prima. Das alte war nach und nach auseinandergefallen, zuletzt die Pedale.
Klingel und Kompass abgeschraubt, das Schloß entfernt und es sich selbst überlassen, in Schöneberg, nah der U7.
1.11.12 Der Meteorit soll kommen 1.11.13 KNOTTI TIMES 1.11.14 Ziele im Leben 1.11.20 Thema zu schwer ~ ich kann nicht mehr.
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von: FRANZ JOSEF WAGNER veröffentlicht am 15.10.2020 – 22:56 Uhr
Unheil ist ein schlimmes Wort, die Kanzlerin sagt uns Unheil voraus.
Unheil bedeutet: Elend, Gefahr, Heimsuchung, Leid, Desaster, Trübsinn, Knechtschaft, Unfreiheit, Gräuel. Die Kanzlerin erinnert mich an Kassandra, die immer das Unheil voraussah, aber niemals Gehör fand.
Das Wort Unheil suggeriert Angst. Kein Mensch kann mit Angst leben. Angst ist schwitzen, Herzrasen, in die Hose machen, verzweifeln, Selbstmord.
Unheil ist Angst. Was wird? Wie geht es weiter? Geht es nicht mehr weiter?
Frau Merkel hat das härteste Wort gebraucht, das es gibt: Unheil.
Frau Merkel hat das richtige Wort gewählt.
Herzlichst Ihr F. J. Wagner ________________________________________________
19.10.20 Ursache Brain Fog unklar. (Lauterbach)
Nice Form in Schwante and High Tension (unboxing sculptur)
27.10. Zu kränkliches Gefühl für Theweleit. Leider. Reihe 12 Platz 1 ist auch so dunkel draußen. 20 Uhr erscheint wie mitten in der Nacht, wenn es um 17 Uhr bereits dunkel wird. im menschenunfreundlichen UnheilMoloch Berlin.
28.10. ich muß malen, habe aber Angst vor den Bildern und dem Ort, an dem sie sind. Und keine Kraft und keine Ideen.
Wie findste das Poster?
1.11.20
(Das Gegenteil von Auftritt, Ausstellung, Werbung, Ware, Attraktion, visueller Kommunikation. Das Gegenteil von Pop.)
Im Angesicht der Fragen: gar nichts mitzuteilen haben. Nicht zu wissen, wofür irgendwelche Antworten gut sein könnten. Auch keine Lust auf Witzchen.
Foto Christine Eichwald
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„Der Dichter Christian Filips wohnte eine Weile zur Untermiete bei Elke Erb. Er erzählt, dass manchmal aus dem Bad zu hören gewesen sei, wie sie mit dem Wasser spricht: „Fließ doch mal!“ Und aus der Küche: „Gleich bist du ordentlich fertig!“ (Zum Sauerkraut gesprochen.) Elke Erbs Verhältnis zum Gedicht gleicht dem zu Wasser und Sauerkraut. In „Es setzt auf mich“, einem Gedicht von 2004, schreibt sie: „Kommt die Fee zu ihm“, dem Gedicht, „hofft es, lebt es auf“. Kommt sie nicht, ist nicht sicher, ob es überlebt. Die Fee, also die Dichterin, „kommt wie eine Gnade“ über es. Vielleicht kann man sich Gedichte bei Elke Erb als eine Art Tamagotchi vorstellen, die gefüttert werden?
Bei anderen Autorinnen gibt es andere Vorstellungen vom Gedicht. Etwa dass es ein Gemachtes ist, ein erschaffener Text. Oder dass es aus einem Zustand der Begeisterung heraus plötzlich da ist. Elke Erbs Vorstellung ist eine grundsätzlich andere. Das Gedicht entstehe „aus einem Prozeß aus nichts als mir, in dem / nicht ich entscheide“. „Seine Substanzen, Angelegenheiten / existieren ohne mich.“ Die Fee „trottet deppdumm / hin zu ihm, dem wartenden“ Gedicht, das abhängig ist, aber selbstbestimmt. Zwischen Fee und Gedicht entsteht ein gleichberechtigtes Nebeneinander. (…)“