Ende der Gnadenlosigkeit
16. September 2009ist der Plan.
ist der Plan.
_________________________________________________
For those of you who are stationed in Vienna:
Galerie Meyer Kainer
Precarious Form I / Prekäre Skulpturen, kuratiert von Veit Loers
Opening 8.9.09, 19 Uhr (Rede)
coming soon, Beethoven.
auch gut: Deep Purple statt Oasis.
Beträchtliche Kotmengen.
Hier suchte grade einer über google „Mutti in den Mund gepißt“ und landete beim Satan vom Nettelbeckplatz. Fein. Am besten, man richtet sich das Leben so ein, daß es nicht immer trauriger wird.
Das Urmuster aller Unmutsgesänge
Dahlien
Freight
Da kommt der FedEx-Mann.
_________________________________________
1.9.09
______________________
Ins Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum unter den Linden kann man gut hingehen. Da kommen noch EINIGE gute Sachen im September. Heute kam:
Der Kandidat. Gerhard Schröder im Wahlkampf ’98 D 1998,
R/B/K/P: Thomas Schadt, 90′ DigiBeta
War das ein schönes warmes Wetter für einen ersten September.
Hätte es der Schröder doch ein bißchen ehrlicher mit seinem Volk gemeint !
Wenn man 1989 eine Dokumentation über 1978 gesehen hat, meint man doch heute, die Unterschiede waren viel größer, als von 2009 zu 1998. Vielleicht erkennt man sie aber einfach nicht so gut von der unabgeschlossenen und unbegriffenen Gegenwart aus. Alle benutzten Funktelefone. Der Müntefering macht z.B. einen extrem komischen, fremdartigen Eindruck.
Die Besprechungen in der Kampa mit Bodo Hombach, Machnig, Uwe-Karsten Heye usw. Und dann sieht man auf dem Podium Däubler-Gmelin, Vogel, Scharping sitzen, oder Holger Börner mit wilden Haaren und denkt: ach ja! oh Mann – daß ich daran so eine Freude habe. Ist mir selbst ein bißchen unheimlich.
HG.ICH.t = heute geh ich tot.
Mit der neuen Spex im Zug. Es ist bereits das Jahr 2009 geworden, ich weiß auch nicht, wie das passiert ist. Die erste Spex las ich 1980. Max Dax schreibt sich seine Spex quasi selbst voll und verhunzt Sachen, die eigentlich, von sich her, interessant sein könnten. als in seiner Darstellung. sind.
Begründung: keine.
[Seeteufeltaxicamparisyndrom, umgangsformkandidelte Literaturliteratur.
Die auf Eleganz aus ist, scheint mir. Das Politische halt wegen der Okayheit. Zur Absicherung, Gedanken-Design. Verträgliche visions, Hüllen, Tischsitten. Mich quälende Überkultiviertheit. Für nix. Nun. Vermutlich ist er selbst sehr sehr nett, wie alle sehr sehr nett sind.]
Laune gut. Als ich das Haus verließ, war das Treppenhaus voller Blut. Ein ca. 50jähriger Mann wischte ein Fenster ab und drei jüngere, zwei Mädchen und ein Junge, die Treppenstufen. Das Blut verteilt auf 2 Stockwerke und unten Klinke vom Hintereingang. Auf die Frage, ob jemand schwer verletzt sei, sagt der Ältere: Nein, nur oberflächlich. Ich mit dem Koffer da durch. Alle blickten wir uns irgendwie mitleidig und entschuldigend an, sie sahen eigentlich überhaupt nicht so aus, als hätten sie selbst mit der Sache zu tun. Ich hatte ein wildes Geschrei morgens gehört, aber das hört man ja hier schon mal öfter. Ich hatte schlecht geschlafen und beim Aufwachen das Gefühl, als greift einer mit seiner ganzen Hand in mein Gehirn hinein, hinten rechts.
Der Zugchef empfiehlt heute HÜHNERFRIKASSEÉ
30 Jahre nicht gehört
Porta Westfalica
Fritt (Zitrone, Colageschmack gab es leider nicht)
Der Junggeselle aus dem Lebensmittelladen an der Schule hieß FLITT. Er lebte mit seiner Mutter in dem Laden und hatte einen weißen Lieferanten- bzw. Lebensmittelhändlermantel an. Der Frittenmann hieß Dahlmann, auch er hatte einen solchen Mantel an, schön verdreckt mit Frittenfett, kettenrauchend an der Fritteuse mit roten Augen. Da fährt Matumba in der Lederjacke bei der Hitze. Er hält kurz und macht das Zeichen für Essen und das Zeichen für Haareschneiden.
Ich gehe durch den Volksgarten, ich weine und weine.
________________________________
28.8.09, 00:06
______________________________________________
~ ars vivendi ~
FOODBLOGGING
_______________________________________________________________
28.8.09, 23:38
1/2 Motiv
ich hatte dem Bernd 300 radioaktive Gummiskelette mitgeschickt, für die ich keine Verwendung hatte. Er ein Glück schon
Außerdem möchte ich nochmal sagen, wie sehr ich es bedaure, daß wir uns nicht getroffen haben und du nicht mit warst. Ich glaube, mein Bruder (native speaker) hätte dir zumindest gefallen.
Ausgerechnet jetzt kommt auf der CD SK 1982 als Lied Nr. 24 der letzte Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht vom 9. Mai 1945, aus dem Hauptquartier des Großadmirals. Reichssender Flensburg. „Auf Befehl des Großadmirals hat die Wehrmacht den aussichtslos gewordenen Kampf eingestellt (…) [und ist] ehrenvoll unterlegen.“
Es tritt eine Funkstille von 3 Minuten ein.
_________________________________
29.8.09, 20:49
Nachdem ich aus dem Interim-Atelier ausgezogen war, in dem mir nichts gelungen war, richtete ich den Arbeitsplatz in der Küche ein. Hier sahen die Sachen gleich etwas besser aus.
(… ) Laune gut. Bin auch tätig. Ich war in dem Laden Ebeling, Triftstraße. Dann bin ich runter zu den umzäunten Mülltonnen und habe da mit Zementfarbe rumhantiert und dann die Ergebnisse unter die Mülltonnen geschoben. Erst hatte ich gedacht dazu zu schreiben: bitte liegenlassen. Aber das wird womöglich Zerstörungswillige noch mehr anheizen. Also laß ich es da trocknen wie beiläufig. Die Farbe stinkt unwahrscheinlich brennt Löcher in die Atmosphäre. Da stand also ein hellgraues Metallrollwägelchen, was Maler gerne für ihre Farben nehmen, nur leicht kaputt, ein Boden fehlte, sonst optimal. Ich trug es hoch in die Badewanne und wusch es unter sanftem Druck. Die Suppe läuft heraus aus den Containern der Back-Firma Tatcicliar, Imagination von Madenstraßen. In der noch feuchten Zementfarbe fänden die Madenströme ihr natürliches Ende.
(IV, 1908)
Hinten beim Aldi reißen sie die alte Tankstelle ab und zwar so filigran, als wären sie bei Wetten dass zu Gast. Die Greifschaufel wurde dann ersetzt durch eine Art Kneifzange, ähnlich einem Tyrannosauruskopf, knups zerbeißte er das Metall. Da kam ein Schrotthändler vorbei und wollte das Metall aufkaufen, aber der sonnenbeschienene Arbeiter sagte, es wäre bereits alles verkauft. Der Schrotthändler ließ nicht locker und der Arbeiter, der aufpaßte daß keine Passanten zu schaden kommen, verneinte es. Ich weiß von meinem Bruder, daß die Schrottpreise im Moment ganz gut sind, der Welthandel sehnt sich nach Metall. Da kam der Stefan vorbei, der im Park etwas lesen wollte und erzählte, daß er letztens zum Plötzensee gelaufen war, den Plötzensee durchtrennt (in Unterhose) und dann zurück nach Hause gelaufen. Meine vorzügliche Hochachtung.
Ich würde die neuen Schwimmflossen am liebsten im Flughafensee einsetzen, im Internet steht, man könne 3 Meter 50 weit hereinsehen, so klar sei er, wohingegen der Plötzensee nur noch eine gelbe Wertung erhält, also nicht mehr hervorragend, sondern nur noch gut genannt werden kann, und weil nach gut sofort nicht empfehlenswert kommt. Daher meint man, daß gut auch nicht gut, sondern allenfalls befriedigend bis ausreichend bedeuten kann. (…)
Organisch wäre ja: sobald sich etwas ausgebildet hat, es wieder untergehen zu lassen. Es aber als zur Form geronnen als geronnene Form auszuhalten und einzufrieren und auch noch herumzuzeigen, bleibt als Problem grundsätzlich bestehen.
Es ist widernatürlich.
Der organische Intellektuelle und seine große Zeit, die nicht kommt.
Schade.
Die WimS- und Titanic-Erziehung wahrscheinlich ließ mich letzte Woche zur Deutschlandpremiere des Filmes DIE PARTEI ins Kino gehen. Dort hatte ich die allerletzte Karte bekommen, aber keinen Sitzplatz. Drangvolle Enge, Hitze, nicht unbedingt angenehmes Publikum, unhöflich, bißchen besser als bei der DKP vielleicht, ich stellte mich hinten an die Tür und habe dann, ohne es unbedingt zu wollen, mehrfach sehr gelacht.
Ganz guter Off-Text ganz gut gebracht. Vor allem der Vorsitzende Martin Sonneborn macht im Film und auch in echt einen überzeugenden Eindruck. Dieser Politiker sollte in Zukunft öfter zu sehen sein. Ich bin aber auch ein schlichtes Gemüt und lache leicht, sagte ich anderen, die den Film nicht gesehen hatten und sich über mein Interesse an der Veranstaltung wunderten. Ihnen hatte ich u.a. die Verhöhnung des FDP-Abgeordneten Müller-Sönksen versucht nachzuerzählen. Sobald mehr als einer zuhört, kann ich nicht mehr richtig reden. Es ist wahr. Auch will ich die Macht gar nicht haben, die sie der Redenden sichtlich geben. Auch höre ich mich selber kaum, sondern alle denkbaren Nebengeräusche deutlicher. Wenn dann die Leute mit ihren Ohren näherkommen, wird es noch schlimmer. Oder man muß es richtig drauf anlegen und sich vorgenommen haben: Das Reden! (als Vortrag, als Gewaltanwendung)
Ganz gut wirkten die größtenteils unförmigen Parteimitglieder, die in den ersten drei Reihen in ihren 49-Euro-Polyester Anzügen saßen, wenn sie schwitzend rausliefen und auf Klo mußten oder Getränke holen. Nach dem Film wurde das Autokennzeichen des Bundeswahlleiters Egeler bekannt gegeben, der die Partei nicht zur Bundestagswahl zugelassen hatte. Der letzte Wahlleiter, der so undemokratisch mit kleinen Parteien umgegangen sei, sei 1946 von einem alliierten Kommando hingerichtet worden. Die anschließende Diskussion verlief enttäuschend. Neben mir brüllte ein Blödian ständig: WA-RUM? Sonneborn wollte diese Frage zurückstellen und wegen der Hitze und der verbrauchten Luft schnell ins Freie kommen. Ich lief davon. Beim N. die K. im Dunklen auf der Treppenleiter am Fenster stand. Ich hatte sie an ihren (bekleideten) Beinen erkannt, ging kurz hinein. Sie arbeitete für Malen ist Wahlen 2, danach ich zum 3, wo x und y sei.
_____________________________
LAUWARME ANIMATION
Christian Fürchtegott Gellert
Christlieb Ehregott Gellert (sein älterer Bruder)
polizeiliches Führungszeugnis beantragen.
13.8.09, 17:46
bis die Nummer 217 aufgerufen wurde war noch etwas Zeit, die Stadtteilbibliothek anzusehen.
Ichkaufte drei ausrangierte Heftchen mit sehr guten Fotos über das Märkische Viertel und sozialen Wohnungsbau von 1972 und 1975.
Das polizeiliche Führungszeugnis wird in Bonn erstellt, dauert 3 bis 4 Wochen und kostet 13 Euro. (Bundeswehrprojekt)
Heute abend wollte ich zur Eröffnung von Ostzeit gehen, da sind bestimmt noch manche original DDR-Kulturschaffende, aber ich habe doch nicht so die Lust.Oder doch. Ausstellung macht gute Laune, unspektakulär. Publikum besser als sonst.
Auf dem Hinweg auffällig ekelhaftestes Wahlplakat bis jetzt: lachender Westerwelle in der ihn anlachenden Menge an der Siegessäule. Dazu Stuckrad-Barres begeistertes Porträt über den unverstellten, echt wirklich richtig lustigen Westerwelle im Kopf, vor ca. 4 Wochen in DIE WELT.Photoshopdesaster
Am 28. August 2009 um 00:27 Uhr |Bearbeiten
Now. Under the influence of SK 1982 I did a painting so wonderful, I can’t believe that it was ME who did it.
hu-d dun itDer tote Hajo Banzhaf rät: „Befreien Sie sich von Verstrickungen und Abhängigkeiten (Der Teufel), um auf den Weg der freien Herzensentscheidung zu kommen (Die Liebenden).“
Das will ich tun.