Maienwerder

Hin den kleinen Weg an der Mauer der JVA entlang nicht gefunden, der durch den Wald zur Fähre nach Maienwerder führt. Die Justizvollzugsanstalt Tegel ist das größte und eines der ältesten Gefängnisse Deutschlands; im Moment 1606 erwachsene männliche Inhaftierte, 822 Angestellte und Beamte. Baubeginn 1896, erste Belegung im Königlichen Strafgefängnis Tegel Oktober 1898.

Es war bereits halb 5 als der Fährmann mit dem Tretboot kam, Gäste zurückfuhr, neue aufnahm und zur Insel brachte. Bald möchte ich wiederkommen, einen Platz im Leben finden, in der schönen Hütte schlafen, oben, und ca. 9 Jahre alt sein.

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Heute Abend möchte ich zu einem Osterfeuer gehen, weiß aber nicht, ob es in der Region hier überhaupt Brauch ist.

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12.4. Ostersonntag

Ich hatte es für eine gute Idee gehalten, zu Ostern einen Vortrag des Philosophen Steinweg in der Brunnenstraße anzuhören und habe mich dabei wieder so verfahren, wie es eigentlich nicht möglich ist. Ich muß doch eigentlich nur am Humboldthain vorbei, bin dann aber ganz kompliziert und widersinnig am Elisabethkirchplatz rausgekommen, kurios, bis dann wieder zusammenfällt, was sich nicht verträgt, die Menschenscheu und zu spät kommen zum Vortragsort und die Leute da wie die Ölgötzen im Glaskasten sitzen, frontal zur Straße gewandt und recht viele nah beisammen, da kann ich dann leider nicht reingehen. (auch um die Veranstaltung nicht zu stören.) Ach ist das ärgerlich. Der Mann behauptet nämlich allerhand und ich hätte gern gewußt, was heute. Was ist Philosophie, heißt der Vortrag. Er sagt, er wüßte es. Ich weiß es auch.

zeit ist angstgnade.gif

Philosophierende oder Philosophen behaupten gerne von anderen, die sich Philosophen nennen, sie wüßten ja gar nicht, was Philosophie ist. Aber meistens nur, wenn sie was wollen und sich deswegen auffällig machen müssen. Ich habe nichts dagegen, wenn jemand was will, mir sind die Gründe die er dafür hat nur nicht egal.

48 Reaktionen zu “Maienwerder”

  1. ding der unmöglichkeit

    hm, psychotherapie müsste ein hineingehen möglich machen. psychologie müsste ein in gewisser weise selbstverschuldetes nichthineingehen vom selbst zu lösen verstehen und der philosophie überantworten, und philosophie ist, wenn man weiss, es ist eine frage der architektur, dass man da jetzt nicht hineingehen kann, aber das wussten sie ja schon.
    und ich teile ganz und gar das empfinden, wo nicht reingehen zu können. das ging mir im b-flat so, wo ich einen moment dachte, ich müsste jetzt über die bühne, auf der bereits die musiker saßen und spielten, in den jazzclub eintreten, die architektur und ihre nutzung legte das nah. glücklichwerweise war aber die architektur nicht die ganze philosophie des abends und ich kam ohne störung hinein.

  2. admin

    Ich halte mich für psychisch gesund, aber anfällig, aber egal, es kommt zuviel zusammen und schon der Anblick von außen auf die in einer Art Aquarium Zusammengepferchten, ohje. Da sich freiwillig dazusetzen und vorher dafür eine Störung verursachen, herumzurascheln mit Tasche und Jacke, der Ärger, nicht pünktlich gewesen zu sein, Dichtestress, Hochmut, Niedermut, auch: Ärger sich so wichtig nehmen zu müssen, daß man meint, man könne nicht reingehen, statt einfach normal irgendwo reinzugehen. Einfach!, ohne Aufsehen seiner selbst in sich ständig verursachen zu müssen, verstehst, usw. usw., zuviel. Traditionell ist bei solchen Veranstaltungen die Konzentration derjenigen, die sich eher verzweifelt statt wohl in Gemeinschaften fühlen höher als normal, das hängt dann noch zusätzlich dräuend im Auarium. Was allerdings auch oft genug sehr lustig ist! In Kirchen oder große Hörsäle kann man von hinten kommen und erst mal überlegen, ob man sich überhaupt setzen will, das wäre da nicht möglich gewesen. Hätte man rausgewollt hätte man nochmal gestört. ach ach – Jetzt sitze ich auf dem Balkon und denke alle 12, 15 Minuten, eigentlich jedesmal wenn ich vergessen habe, daß ich auf dem Balkon sitze, so hoch am Haus unter freiem Himmel:

    ich falle!

  3. ding der unmöglichkeit

    ich halte psychohygiene für ph-neutral. das schöne bei wo hineingehen ist einfach, dass wieder hinausgehen können. in kirchen kann man von so vielen seiten hinein und wieder hinaus, dafür bin ich den christen echt dankbar, nur drunter durch, wird kompliziert, also in kölle im dom unter dem dreikönigsschrein durch, das ist no go, da pfiff man mich zurück und ich bekam eine hochrote birne.
    ostern ist morgen vorbei in brasilien, aber alles andere gibt es hier auch, gestern gabs zum beispiel ostersushi.

  4. admin

    Ja genau. 1970 sind jeden Tag in Westdeutschland 57 Menschen durch Verkehrsunfälle ums Leben gekommen, wird auf Phoenix gesagt, kann das sein? Sushi habe ich noch nie gegessen und kann es mir nicht vorstellen, noch nie habe ich auch nur gedacht, ich wüßte vielleicht gern, wie etwas schmeckt, das so heißt und aussieht, kommt mir selber seltsam vor. Fernost ist mir fremd. egal, ne. Es ist kühler geworden und in meinem Kiosk haben sie eingebrochen, die Glastüre zerbrochen und die Tabakwaren entnommen, warum denn nicht? fragte ganz richtig Matumba, der wieder raucht. Ich treffe hier zum Glück nie jemand, die dummen Medienarbeiter denken zum Glück, hier ist es nicht interessant weil hier keine Medienarbeiter wohnen und für die wirklichen Leute interessieren sie sich nicht. Da sprach mich eben im Kiosk eine unbekannte Frau an: wir kennen uns doch. Sie stellte sich vor und ich erinnerte mich, aber wirklich schwach. Ich habe gesagt: entschuldige bitte, daß ich dich nicht erkannt habe und meinte es auch so.

    Im Kölner Dom ist die Schatzkammer gut und die Turmbesteigung, besonders an so hohen Festtagen, wenn man hochgeht, schon totalen Haß hat und von oben in den engen ewigen Wendeltreppen aus ausgelatschten Steinen einem Hundertausende Dicke und Große und Kinder entgegenfallen, man hält sich ganz eng an der Säule innen, die ist voller Schmer und voller Edding I was her. Da kann man nicht raus, da muß man weiter- oder untergehen. Ich kucke schon seit Stunden Phoenix, 100 deutsche Jahre, könnte es doch immer so sein. Deutsche Verbrecher, deutsche Freizeit, deutsche Vereine. Jetzt ist grade Wackersdorf, jetzt Tschernobyl, die Bäume werden gewaschen. Vergeblich.

    permit yourself

    lese ich im Zusammenhang mit Cerith Wyn Evans Ausstellung,
    „Permit yourself to drift from what you are reading at this very
    moment into another situation, another way of acting within
    the historical and psychic geographies in which the event of
    your own reading is here and now taking place; here, and
    now taking the place of other ways of making passionate
    and energetic connections between us. Imagine a situation
    that, in all likelihood, you’ve never been in.“

    ja , und sehe in einem darunterliegenden Fenster YouTube-Videos des Islampredigers Pierre Vogel, geboren in Frechen, 1978, der so ein lustiges Kölsch spricht wie Willi Herren oder einer von der Stunksitzung, Rainer Rübsamen.  das ist sehr lustig, aber leider auch nicht lustig, sondern gefährlisch. Die haben so wenig Humor wie die Leute von der amerikanischen Einreisebehörde oder von der NPD und sind auch genauso doof.

    das nützt mir natürlich gar nichts.

  5. admin

    danke

    Du Heini

  6. ding der unmöglichkeit

    ok, ich war noch nie in der situation, mich daran zu hindern, mich aufgrund irgendeines künstlergebots, an was weiss ich nicht erinnern zu dürfen, was hier und jetzt gar keine roll spielt. joghurt is alle.

  7. admin

    morgen zwischen 8 und 10 kommt der Heizungsableser. Im Frühling statt im Herbst. Ich soll wohl gründlich hereingelegt werden.

  8. admin

    warum?

  9. alleine irren

    nun, hm. heizungsableser. äh. üh. ja. haben die saison, oder eine bestimmte? lernte heute, dass alles, was nicht dauert ,nicht dauert (über). das war ein großer moment. später kamen die maschinen. auch die waren groß. alles in ellen ein grußer übend. die maschinen schwingen. schwangen. da wurde klar: den überschlag machen die maschinen entweder im übermut (also, so noch schwung für alle (für ellen) da ist) – oder sie machen den überschlag kurz bevor es keine kraft mehr gibt für garnichts. das war ein sehr weiser moment der maschinen. ansonsten hat heut morgen die gesangslehrerin die wut geweckt, sie aber nicht befriedet. die wut trug ich dann im korb umher. der park war angemessen, die ausstellung etwas gleichförmig, der salat zu teuer, der abend kurzweilig, die freude groß, wenn auch gering. so wars.

  10. alleine irren

    mein trainer sprach von: stolz. Jojo parle de Voltaire / et Pierre de Casanova /
    et moi, moi qui suis resté l’plus fier / moi, moi je parle encore de moi … … …

  11. admin

    Jetzt sind sie grade da. In Köln kamen sie immer VOR der Heizperiode, hier anscheinend nachher. Noch ein Unterschied: Sie messen die Heizkörper aus. Mein Bett ist eingekracht – der eine Heizungsableser läuft an mir vorbei und ruft: ach Mann! und dann zum anderen: Maik! Ich geh runter.
    – kommt wieder hoch und schnauft: ist das ein Mist. Wenn die wüßten, daß ich kaum geschlafen habe aus Angst zu verschlafen, was das ein MIst war.

  12. admin

    Um 2 nach 8 haben sie geklingelt. Diese Spinner.

    Sind immer noch da und fluchen. Ich kann doch nichts dafür, daß sie so einen blöden Beruf haben. Bei anderen Leuten in den Sachen rummusen.

  13. admin

    Ich habe gesagt, die Heizung pfeife immer so. – Ja, aber dafür könnten sie nichts, das wäre die Hausverwaltung. – Aber woran liegt es denn wohl? – Wüßten sie nicht.

    Der sudelkölsche Heizungsableser hat 5 Minuten gebraucht, und wußte alles, diese beiden Freunde hier jetzt schon gleich 30. Wissen nichts und können auch nichts dafür, angeblich.

    – So das wars.

    – brauchen Sie ne Unterschrift?

    – 7 Stück, ja.

    – was?

    – 7 Stück mong-tiert, ja.

    – ja, weiß ich nicht.

    – ja.

    Dann zeigt er wo ich unterschreiben soll.

    – So viele Heizungen.

    – Zu viele?

    – Hier im Wohnzimmer 4, das ist ja eigentlich Unsinn.

    – Dafür könnwa ja nix.

    – nöö

    – na. Juut.

    – Ja, schönen Tach noch

    – Auch so

    (Sie können SEHR WOHL was dafür.)

  14. ding der unmöglichkeit

    oh, ich hab im letzten jahr die leser verpasst. oh oh. oh je, und die steigleitungen waren immer warm, als ich fuhr, aber nicht die heizkörper und deren zuleitungen, ob sies immer noch sind? ich muss mal mein fernbeheiztes leben ordnen von fern dem vermieter schreiben.

  15. alleine irren

    liebes ddu – wissen Sie dass herr egger in seinem mathematikbuch unendlich von Ihnen spricht? d.h. vom ddu. (wie gestern geschehn). auch hier: wärme in den vertikalen rohren. ich glaube aber, das tut nichts zur sache und sollt nit grund zur sorge sein.

  16. admin

    Meine Damen, das wird teuer. s DDU hat außerdem s Fenster ufflasse

  17. ding der unmöglichkeit

    wollte die r schliessen, das fenster, hat sie gesagt, sollte ich uuflassen, sie würds dann zu machen. wenn alleine mal eben hoch irrte bei gelegenheit und die fenster zu machte, das wäre nett. danke! ich glaub, das hängt mit der fernwärme zammen. unterm dach müsste das thermostat liegen? muss das mal jemand runterregeln? empföhle sich das nicht? denn ich glaub, admin hat recht, dit schröpft uns alle, wir werden verheizt.

  18. admin

    ich wollte nur Spaß machen

    (deine Wohnung kann doch in besserer Obhut gar nicht sein)

  19. ding der unmöglichkeit

    hat den der herr egger was wirklich wesentliches beizutragen, dann würd ich das auch gern wissen. ich dachte eigentlich die unmöglichkeit verhindere an sich jedes ding, so dass ein ding der unmöglichkeit schlicht ein ding der unmöglichkeit ist, also eigentlich nur durch sich selbst erklär- und teilbar. also sozang die prim-phrase unter den phrasen.
    wenn das schon beim egger steht, will ichs natürlich nicht gewesen sein, dann erweise ich referenzen.

  20. ding der unmöglichkeit

    ah ah. ich kann so einen spaß ja von fern nicht beurteilen, ich seh mein fenster ja nicht von hier, leider.

  21. admin

    die Heizungsableser haben mich kleinmütig gemacht. Mir wird schlecht, wenn ich Fremde in die Wohnung lassen muß die sich darin so unnatürlich lang aufhalten, seltsame Blicke tauschen und ständig fluchen. das Fluchen der Handwerksleute, wofür ist das eigentlich genau gut? Richtige Abfuhr verschaffen sie sich damit scheinbar ja auch nicht. Vielleicht ist es eine Art Übersprunghandlung, wie bei Mistkäfern o.ä.

  22. admin

    wie schön die James Last Musik ist und mich wärmt. Biscaya. Heute wird Hansi 80 Jahr.

    Früher gab es keine anderen Platten als Non-Stop-Dancing.  Nur Non-Stop-Dancing, Shell-Atlas, Burda-Moden und Non-Stop-Dancing. Mit Hansi im Himmel. Hansi bei den Les Humphries Singers. Hansi in Gefahr. Kleiner Hansi großes Glück.

    Diese Langspiel-Platten sind von außen in unseren Haushalt eingebracht worden. Auch solche besseren wie „20 British Greats“ oder 20 besten Beach Boys, Arcade, Polydor usw.  Ich selbst habe die erste und letzte Langspielplatte der Deutschen Grammophon in den Haushalt gebracht, sie hat ungefähr 85 Mark gekostet, Wahnsinn, im Karstadt Bergischer Hof. Ich hatte im Musikunterricht davon erfahren, Karneval der Tiere. Auf der Rückseite war Peter und der Wolf. Das Interesse an der Klassik wurde nicht gefördert, von mir selber auch nicht. Klang doch irgendwie sehr komisch. uffjedunsen. (nein, ich hörte das sehr gerne.)(wenig später hatte ich Freundinnen, deren Mütter hatten eigene Zimmer und „ruhten sich aus“ in diesen Zimmern und hörten Klavier- oder Orchestermusik in ihren Zimmern. Das war komisch. Ich dachte, mit diesen Frauen stimmt doch was nicht.

    Wir hörten Radio Luxemburg, mein Onkel Peter hatte ein Tonband, damit nahm er etwas progressivere Musik auf. Sweet und Slade, Uriah Heep und so. Black Uhuru. Bachmann, Turner, Overdrive. Weiß ich nicht mehr. Vorwärts und rückwärts.

  23. ding der unmöglichkeit

    black uhuru, ah ah, daher, der wald erschallt. das dritte raesfeldsche hegegesetz besagt: halte komische frauen für komisch. und ich dachte immer der trust verdankt sich jandls eulen. aber nein, uriahuru.
    eine andere platte zumindest habe auch ich gesehen und erstanden, für 9,99 dm. italo-top-hits. damals glaubte man ja noch an italien. auch, dass man da hin fahren könne. über den brenner oder so. aber die meisten kamen nur bis tirol.

  24. ding der unmöglichkeit

    ich hatte mal ein zimmer, da hurte ich mich aus.
    drin standen lauter dinge, die ruhten sich nur aus.

  25. admin

    Die Frauen waren ja nicht direkt komisch in dem Sinn, die Frauen waren Bürgerinnen. Ich kannte das nur nicht. Die stellten Ansprüche, forderten Rücksichtnahme etc. und sagten zu ihren Töchtern: Theresa, seid bitte nicht so laut, ich ruhe mich ein wenig aus. Ich dachte nur: hä? meine Mutter sagte nie etwas dergleichen, ruhte sich niemals aus. Sich mitten am Tag hinlegen, Buch nehmen und klassische Musik hören? Nie hatte meine Mutter auch nur leichte Kopfschmerzen. Und da dachte ich: diese Frau, die sich dauernd hinlegt und Kopfschmerzen hat und Nachsicht fordert ist wahrscheinlich – schwermütig. (Wenn sie nicht rumlag, ging sie zum Friseur, so 3,4 mal die Woche und ließ sich ihren exakten kinnlangen platinblonden Pagenschnitt kämmen oder einsprühen. Diese arme Frau wußte überhaupt nichts mit sich anzufangen.) – Ich muß zum Geschäft fahren was umtauschen. –
    Uhutrust war früher mein Passwort für alles, mein altes Modem hieß TRUST-COMMUNIKATOR und Uhu wegen Uhu, dem Vogel. Uhu, der Vogel. Keine SO wahnsinnig gute Geschäftsidee.

    Die Kinder dieser Mütter waren sehr gute Lügner. Da fielen mir die Ohren ab, wie die imstande waren, ihre Eltern bei Tisch pausenlos im großen Stil anzulügen. Das war Kommunikation, hallo hallo hallo. Das lief wie geschmiert. Während man das Brot mit Messer und Gabel aß. Ich habe mich geschämt bei den Lügen, da haben die Eltern wahrscheinlich gedacht: da sitzt der schlechte Einfluß. Das dicke Mädchen mit dem roten Gesicht aus dem dunklen Tal. Kann einem ja gar nicht in die Augen sehen!

  26. admin

    Sybilla nahm in ihrem zweiundvierzigsten Jahr
    Ein tantenhaftes Schmunzeln an sich wahr

    .

    Das war das Ende

  27. admin

    Spiel mir eine kleine Melodie

    in welche Kirche?

  28. ding der unmöglichkeit

    in einer von schinkel.

  29. ding der unmöglichkeit

    sempre sempre insistentamente feli-ßßßßi-ta!

  30. ding der unmöglichkeit

    o, entschuldigung, sie sangen fe-li-tschi-taaaa!
    al bano und romina. e ricchi e poveri sara perche ti amo.

  31. ding der unmöglichkeit

    nein, nein, sera porque ti amo. que confuzione.

  32. admin

    ich kann keine anderen Sprachen, hör auf!

  33. admin

    Ich habe angerufen, kann auch morgen anrufen. Der Härter für das Polyamber Gießharz ist bröckelig. Überlagert wahrscheinlich. Der Herr von Boesner hatte das gleicher Problem, die Tube zerfiel schon. Ja! Wie bei mir. – Ja, muß sehr alt sein. Und dann habe ich gesehen, Alleine Irren hat schon wieder einen Preis gewonnen! Ja gibt es denn das?! Ein Wahnsinn! Wo führt das noch hin, wenn man in so jungen Jahren schon alles abgeräumt hat?

  34. ding der unmöglichkeit

    ich heisse ja auch mit zweitem namen theresa, aber meine mama hat nur gesagt, als sie vom putzen kam – 8 mark die stunde – wo ist die erbsensuppe. und ich hab gesagt, ich hab gespült, und, die sah aus, als sei die nicht mehr gut, ich hab sie weggeschüttet. weil sich da alle erbsen nach unten verlagert haben und alles fett nach oben abgesetzt hat. und das nicht mehr essbar aussah, so im kalten, nicht mehr wie erbsensuppe. und es war ein ganzer topf voll. und das hab ich alles weggegossen ins klo. und meine mama war dem weinen nah, die ganze arbeit, krieg ich heute noch ein schlechtes gewissen, dabei wollt ich doch helfen mit dem spülen, und sie hat nicht mal geschimpft, sie guckte nur ganz erschöpft und traurig. ich dummes ding.

  35. admin

    Oh, Theresa, den Namen habe ich mir ausgedacht, eigentlich heißt das Mädchen Babetta,
    wie alt warst du da, als das mit der Erbsensuppe geschah? und wieviel Uhr ist auf deiner Uhr und mußt du gleich wieder rüber oder machst du parallel? – ich kann das nicht verfolgen, die Aids-Diskussion da, das ist mir alles zu fies.

  36. ding der unmöglichkeit

    ins casino!

  37. ding der unmöglichkeit

    ich glaub ich war da so 15. heisst, ich musste nie irgendwas für alle kochen, aber alle waren ja auch nur noch wir drei, meist, es sei denn, meine schwester kam noch mit den kindern, oder mein bruder kam noch mit den kindern, oder irgendwer anders kam noch mit den kindern… hätte ich je mal erbsensuppe machen müssen, hätte ich ja eine ahnung gehabt, aber ich hab immer nur bad geputzt, treppe gesaugt und später den diesel zum tanken über die holländische grenze gefahren.
    ich muss morgen nach asuncion, weil ich nicht allein bleiben wollte, bin ich von morgen bis mittwoch in paraguay, wo man nichts machen können soll, was ich nicht so gut kann, nichts ohne internet machen. aber vielleicht hab ich ja welches.

  38. admin

    Ich wollte auf die Insel, ohne Internet, aber es hat sich eingetrübt und ich müßte auch was lesen und mir was überlegen (wo das nächste Geld herkommen soll, dringend z.B.) und kann mich nicht konzentrieren, schon länger. Aber ich würde sehr gern morgen nach Paraguay fahren und noch dazu mit diesem Mann, von dem du mir nur Gutes erzählt hast. Da würde ich gern tauschen.

    Mein Bruder und ich konnten früh kochen weil wir gern aßen und wir hatten keine größeren Geschwister mit Kindern. Die Mutter war ja selbst noch ein Kind. wir waren nur 3 und sind es heute auch noch. 3. 3 aussterbende Eichwalds.- Die Mutter meines Vaters lebt noch, aber hört nichts mehr. Seitdem sie sich die Haare nicht mehr dauerwellen läßt, sondern einen wohlmöglich selbstgeschnittenen Kurzhaarschnitt hat, sieht sie fast aus wie mein lieber Philosophieprofessor. Sehr gut.

  39. ding der unmöglichkeit

    welche insel? ohne internet kann man viel besser lesen. gestern war stromausfall. stromausfall ist lesebegünstigend. ‚das nächste geld‘, so könnte die nächste arbeit titeln, oder die übernächste. in asuncion soll es ein berüchtigtes casino geben.
    ich muss auch oft ans geld denken und daran, wo es her kommt und für was es raus geht, und dass es ein angenehmer zustand ist, wenns einfach da ist, und ob es wohl noch mal eins für mich gibt, was nicht der mann verdient hat, wenn ich auch hier gesetzliches arbeitsverbot habe, und insofern ja mit einkalkuliert bin. aber, stimmt schon, ich überleg auch, gibt es denn nicht in nrw und berlin etwas fördertöpfisches, was man einer aussterbenden eichwald zuwollen könnte? da muss es doch was geben.
    und der mann, tja, was soll ich schlechtes sagen, dann hätt ich mit recht ein schlechtes gewissen, dabei bin ich manchmal hundsgemein zu ihm, als wenn er daran schuld wäre, dass ichs nicht auf die kette krieg. isser ja nun mal nicht.

  40. admin

    komisch, ich mußte diesen Kommentar jetzt extra genehmigen, die anderen aber gingen doch so durch. Ich habe den deswegen erst jetzt gesehen. – Berliner Freunde haben auf Maienwerder eine Hütte, oder zwei, wobei die West-Berliner Datsche nicht gerne hörten, sagte der Kollege. Und da hätte ich heute oder morgen übermorgen  gern was geholfen, graben, pflanzen oder streichen und da übernachtet unter diesem Jugendgiebeldach, da steht noch ein altes Tee-Service und kariert bezogene Schaumstoffmatratze, Bravo lesen und von Bay City Rollers träumen. Aber ist ja Wetter nicht nach.

    Ach komm, du kriegstes schon auf die Kette.
    Vielleicht muß es im Moment nicht unbedingt Lyrik sein, sondern könnte auch was anderes sein. Kommen lassen. vielleicht schätze ich auch die Schwierigkeiten falsch ein. Ich würde aber doch denken: Möglichkeiten zu Hauf! vorhanden!

    (Ich dachte, wenn man das Geld von einem Mann nimmt, muß man dem immer zu Willen sein und darf ihn nicht ärgern.)

    und wenn ein Eichwald sich nicht selbst ernähren kann, soll er doch untergehen und aussterben. (weint)

  41. ding der unmöglichkeit

    wir waren ja die meiste zeit beide arm, vielleicht ist da diese regel etwas gelockert. aber, wenn ich er wäre, würd ich mir auch mal sagen, iss gut jetzt, willsten eigentlich noch, alte, ey, aber wären wir so druff, dann könnten wir uns vermutlich nicht leiden.
    morgens um halb sechs bin ich zu willen, wenn auch noch nicht wach, arbeit beginnt halb sieben für ihn, und da mach ich zu-willen-sein-kaffee, während ich dann um elf endlich echt zu willen sein könnte, aber, tja, business tage sind anti-zu-willen-sein-tage zu dieser zeit, abends um halb zehn schlaf ich allerdings schon meist tief und fest, weil ich ja schon so früh die zu-willen-bohnen gemahlen hab, man liest also, ich geb mir mühe und solidarisiere mich, wo ich kann, loben darf auch dazugezählt werden.

    hm, ich wüsst auch nicht, ob man meine kommentare durchlassen soll, ich bin ja froh, dass ich das nicht entscheiden muss.

    ich hätt jetzt eher bock auf die hütten im berliner frühling als auf ein businesshotel in asuncion. no jo. aber ist denn wetter nicht mehr schön? hier auch nicht. heute etwas. in asuncion ist heiss, aber heiss ohne meer iss auch nur für die mücken. aber ich soll ja nicht klagen, steht in meinem personifizierten gebotskatalog. aber ich wollte mal ausschlafen, damit ich abends mal wach bin. das ist ja nicht ganz sinn- und zwecklos geklagt.

  42. admin

    Eigentlich fand ich sie bisher bissle mau, Dagmar Dath, das Herzchen, aber heute… Mensch Dagmar, du Gute. Wo nimmst Du denn bloß die Männer her, die Dich s e h e n, wenn sie dich anschauen? Das mußt du mir mal noch verraten, bei Gelegenheit. Ehrlich neidisch: Mausi.

  43. admin

    Heizung an. Weiter labern. Wiglaf Droste trifft ziemlich das Gefühl, das ich der taz gegenüber habe. Eine Art immerwährenden leichten Ekel, (wie vor der Band „Clowns und Helden“! Ziemlich genau so! Oder Purple Schulz!! oder Lindenstraße), Ekel und Mitleid, (weil ich dachte, sie bemühen sich ja, ist ja auch alles irgendwie schwer, die Weicheren sollen ja auch was sagen können usw.) Aber jetzt, wo sie so aufdrehen zum 30. Geburtstag kein Mitleid mehr. Auch wie die alten Genossen jetzt überall schreibend sich erinnern: man hat überhaupt nicht den Wunsch, da irgendwie dabei gewesen zu sein, zu keiner Zeit, im Gegenteil! nee, ey.  Vielleicht gemein! Dann wie Kai „Mister 9 Zentimeter“ Diekmann der taz gestern im Radio ausführlich gratulierte, ich finde es jetzt leider nicht, und der frechen chaotischen taz wünscht, noch möglichst lange nicht erwachsen zu werden. – Es sind so herrlich freche Zeiten, in denen wir leben, herzlichst eingeladen und umarmt und zugeschmiert vom Schmunzelkonsens jeden Jeck anders sein zu lassen, einfach menschlich, auch der Kai doch irgendwo bestimmt. Liebe Brandattentäter, Ich wette, die dumme taz freut sich noch über das Grußwort. Sogar die BILD-Zeitung nimmt uns ernst.
    Rocko Schamoni unter haltsam.

    Zum Spülen Safranski als Unterlage.  Guter Mann.

    Mehr Philosophie in die Leute rein. Philosophie aber, nicht Theorie.

    Möglichst viel Welt in sich hineinlassen, einkörpern, verarbeiten

  44. ding der unmöglichkeit

    frau eichwald, das muss ich jetzt genau wissen, worunter fällt deleuze? theorie? philosophie? sagen sie aber jetzt nicht vom balkon, das wäre geschmacklos, gelogen und gehörte sich nicht, und somit, wenn, in die freche taz.
    asuncion hat japanische schriftzeichen in alten japanern, wie in buenos aires die metrowaggons. obs hier metro hat? hab noch keine gesehen. die krise ist gar nicht wahr, man muss der autoindustrie mal sagen, wie lange man tatsächlich ein auto fahren kann. nur monoblocks halten nicht ewig.

  45. admin

    ich muß darüber genau nachdenken! Aber es geht nicht um irgendeine Einteilung von Personen, sondern um die Art des tätig Werdens, durch ihre Schriften befördert, da gibt es große Unterschiede. Die Verwicklung sollte möglichst viel vom Menschen betreffen, komplett ganz betreffen und fordern, deswegen halte ich den Begriff vom Einkörpern für glücklich, wenn auch unglücklich. Verarbeiten. Vielleicht, So wie das widerliche Wort „vögeln“ (was soll das überhaupt sein?) für Theorie steht und „körperliche Begegnung“  für   das andere.

    in der Nacht jetzt sechzigtausend Tenöre singen Nessun Dorma, keiner schlafe so auch ich schlafe nicht

  46. admin

    Verantwortung und Risiko – Die Kunst, es nicht gewesen zu sein.

    0 Uhr, ZDF. Ich wünschte Safranski und Sloterdijk hätten keine Gäste. Hält nur auf.

  47. admin

    seelisch schwerst erkrankt fiebrig frierend vor angst un cleinmuot
    unter drei weissen decken bei entzuendeten gelenken
    gefällt mir nur Mechthild von Magdeburg
    gefunden auf der rottenkinckschow-Seite

    :
    Die woestin hat zwoelf ding

    Du solt minnen das niht,
    du solt vliehen das iht,
    du solt alleine stan
    und solt zu nieman gan.
    du solt sere unmuessig sin
    und von allen dingen wesen vri.
    Du solt die gevangenen enbinden
    und die vrien twingen.
    Du solt die siechen laben
    und solt doch selbe nit haben.
    Du solt das wasser der pine trinken
    und das fuer der minne mit dem holtz der tugende entzuenden.
    So wonestu in der waren wuestenunge.

  48. admin

    Kleiner Hansi großes Glück

    wird keinen Platz im Leben mehr finden.

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