Meister der Steinzeit

7. Mai 2007

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Ich habe nie gefunden, daß, wenn überhaupt man berichten soll, man nur von Siegen berichten soll, wie die Altvorderen es forderten. Ich weiß zwar, was gemeint ist (war), dennoch.
Genauso wenig seh ich aber gern, wie sich notbegeistert im sogenannten Scheitern und Kapitulieren gefunden, vereinigt und gesuhlt wird, von Leuten, die — wunderbar toll herrlich, danke danke danke –

ach scheiße, ich hab was anderes gemeint, echt!

ich bin so dumm

es tut mir leid

ich kann das erklären!

und wenn du ein bißchen nachdenkst, kommst du auch selbst drauf.

Myriade fragte in diesem absolut hart-Freak-Pub Dundee Arms was ich denn so meinte, von wegen diseases und dispositiones, ob man auch nur 1 Tag im Neandertal überlebt hätte und mutmaßte von sich: kaum, da sie ohne und auch mit Brille praktisch blind sei etc. Ich dachte, in dem Moment jedenfalls: och, doch, 1 Tag. Aber 40 Jahre wohl auch nicht.

Whitechapel Road, das teure Geld geholt und im Tesco Mittag gekauft. Hier quatscht ausnahmslos JEDER ununterbrochen in sein Handy rein und wickelt nebenbei noch 2,3 andere undurchschaubare Checkertätigkeiten ab, gruselig. time! time! time! Ich fühl mich wie eine 60jährige Rumänin, gerade eingereist, die ängstlich in das fett- und salzlose “be-good-to-yourself”-Sandwich beißt, versucht die nutrition facts oder überhaupt was zu begreifen, darüber naturgemäß alsbald verstirbt.

Ich Sonne sonn mich gar nicht, ich bin 40 Jahre alt, habe nichts und bin nichts und der Herr ernährt mich auch nicht,         na und?

Was geht das das Universum an?

ha ha ha

Mile End

Heraus in Massen

1. Mai 2007

Müssen uns knapp verpaßt haben!

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Hans-Böckler-Platz, Aufstellung. Vorne gingen die Deutschen, hinten die Türken und andere Vorderasiaten, Viele! und richtig laut, wenn die loslegten. Die Stimmung gut. Jetzt weiß ich nicht, was daran so lustig war, aber ganz am Schluß, hinter den ausländischen Hardcore-Kommunisten, ging ein Einzelner Abgesprengter mit einer NGG-Fahne, ich mußte unheimlich lachen, unnatürlich hell und doof lachen, und wäre gern dieser selbst gewesen, ein undurchschaubarer Wunsch.

dann nicht mit zum Heumarkt. Heuer zu fremd.
Trete vehemenst für Mindestlöhne ein, natürlich.
Euer Nahrung Genuß Gaststätten und jede andere Branche

P.S. Genosse J. Wagner vermißt, und zwar sehr vermißt, von die Linke PDS

P.S. Jetzt kommt “Und es war Sommer” von Peter Maffay auf Musik zum Träumen. Sie war 31, wie alt einem das vorkam, unbegreiflich alt, pervers alt! Ich kann verstehen, hörte ich sie sagen, nur weil du jung bist tust du nicht, was du fühlst, doch bleib bei mir, bis die Sonne rot wird, dann wirst du sehen…

***

Frank beim Aldi getroffen. Ich mußte dringend Klopapier kaufen. Alle Produkte, die vor irgendwelche Körperausgänge gehalten werden, hießen bei Aldi „kokett“, das hätte er nicht so gern, damit rumzulaufen, das wär doch irgendwie …, ob sich das eigentlich einer richtig überlegt hätte? – Glaub schon. Bei Penny-Markt heißt das Klopapier „Happy End“, das find ich ja gut. Wir lachten. Frank ärgerte sich dann, daß es keine kleinen Nürnberger Rostbratwürstchen mehr gab und befühlte mißgelaunt die dicken Thüringer von der Aldi-Slim-Linie „Be Light“.

Mädchengymnasium Köln 1959, Fach Philosophie

29. April 2007

So ein Geschenk heute, 3 Hefter voll. Herrlich, wundervoll, großartig

damit auf die Wiese legen, frönen

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Flohmarkt am TOOM-Markt Zollstock, dann am Güterbahnwesen entlang, Transport von Quarzsand nach Quadrath-Ichendorf freigegeben, Rinnen Rinnen, Trainingsgelände für Dienst- und Schutzhunde, Rost, Schwellen, Bitterklee, Nemec und Batic Wachtvaitl und Leitmayr

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Dialog im Hof:

Hallo!

Hallo, na, wie geht´s?

Ich komm grad aus dem Krankenhaus, meine Mutter ist da.

Oh, was ist passiert?

Die hatte ne Unterleibs-OP, da ist, da hat sich die Blase gelöst und die kam dann unten bei der Scheide irgendwie raus.

Ah!

Ich mag deine Arbeit

27. April 2007

Das Schönste im Hotel, wenn der Nachbartisch voll besetzt mit Verhaltensauffälligen ist. All inclusive, Cola-Sucht. Tramuntana. Zucken nicken Stimmen machen. Hochkonzentriertes Essenfassen, ausgesuchte Höflichkeiten.
Am direkten Nebentisch 4 Herren zwischen 50 und 60, die offenbar zum Rennrad-Fahren gekommen waren. Sie sprachen über Fettstoffwechsel, Adenotriphosphat, Mitochondrien und verwandte Themen, während sie ihre Brote mit Messer und Gabel zerteilten. Stets ließen sie die Hälfte des Essens halb angegessen auf den Tellern zurück.

fuer BAUER EICHWALD UND DIE SCHWEINE >> finde ich Freitag den 11.5 gut - was sagst du? Kannst du, Amigo? >> >> Gruß Ihr >> Friedrich Karl Flick >> Gnothi Sauton Kressekopf mit etwas Nesselsucht

wrote: > Herr Kresskopf, 11.5. seriös! kennen Sie eigentlich den song > mallorca mallorca da fahrn die bonzen hin > von caNALterror >>

Nein, leider nicht.
Bonzen ist gut, Arme, psychisch Kranke und psychisch Alte. Nein wirklich gut. Nämlich auch viele, die ihre ganze Umgebung, ihr Wohnhaus, Mietswohnung, Landstrich, Beruf, Freizeit, Herkommen offen im Gesicht und überall an sich, mit sich tragen. An seinen Sohlen, in seinem Sacktuch mit sich fort. Ihre eine Möglichkeit bzw. Entscheidung verströmen, das Gegenteil von kosmopolitischen Chamäleons, so bilde ich es mir ein, so sieht es mir jedenfalls aus, so hat der Erkennende sein Fest.
Dein Erkennen, o Mensch, das ist: dir zum Besten alle Dinge drehen und deuten. Deuter und Dreher seid ihr mir alle, ihr Erkennenden! um 10 das Gehirnflämmchen spätestens stets ausgeleuchtet hatte. kleine Haßanfälle wie Stechpalmen aufs engstem Raum sofort umgemünzt in Liebesanfälle: Hör auf, wennde dich da reinsteigerst, das ist dein Ende.

Das Lied “Dein Ende”, welches das 3. Stück darstellt.

An die einzige Zeitung hatte ich geschmiert: “High Class Privacy”, “fleißiges Lieschen” und “Es gibt nichts Schlimmeres, als einen Schauspieler mit voller Inbrunst etwas vortragen hören, was er hörbar nicht begreift.” Wahrscheinlich kann das Gegenteil aber auch lustig sein. Tunneldenken. Und da wartet schon wieder einer, während man sich grade da reintesten will –

Monika stellt sich vor, die zum ersten Mal alleine wegfährt und das als großen Mangel empfindet, von ihrem Ex-(Ehe)-Mann als Verflossenem spricht und hofft, daß sie hier umgehend neuen Anschluß findet. In 5 Minuten hat sie sich komplett offenbart. Ich starre immer auf den dicken kleinen Herzanhänger an ihrem dünnen Hälschen, eine alterslose Frau aus Nordrhein-Westfalen, ca. 1992 hängengeblieben.

Wir sprechen ihr Mut zu. Und tatsächlich kommt später eine Dame an unseren Tisch, die die Monika fragt, ob sie heute Abend mitgehen will zur Mamma Mia Animation in das benachbarte Viva Sunrise Hotel.

so wäre das wahrscheinlich, wenn man einen sogenannten Partner hätte, der ließe einen nicht in Ruhe, nicht vor sich hinstarren. Der dächte und sächte dann immer: wieso stören, du machst doch gar nichts. Ich dachte, wir wollten zu den Wilsons Abend essen.

“Dass meine Welt nicht automatisch und in jeder Situation die Welt der anderen ist, das scheint den Tieren nicht klar zu sein.”

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This is not part III of the Mole Trilogy

Die Körperfresser kommen in Gestalt von Jubelpersern

18. April 2007

Ich fahr mal eine Woche wandern.

Viele Grüße, M.

Die edle, in sich befriedigte Existenz

17. April 2007

Im Radio über Jelinek und ihren Privatroman Neid und daß sie sich „selber mehrfach als psychisch krank“ beschrieben habe. Stimmt das? Und daß der Neid sich auf den Neid bezöge, den man gegenüber Menschen hat, die einfach leben können und sie könne es nicht, sie wäre eine lebende Tote. Beobachte sich nur. Wolle nicht angeschaut werden, könne Menschen nicht ertragen. Weiß nicht, ob sie das sagt, oder die Radioleute das unterschieben.
Kurz innegehalten, gedacht: so geht’s doch allen, mehr oder weniger, ned? das gehört doch zur Aufgabe, das irgendwie hinzubiegen, — und dann die ersten paar Sätze in Neid gelesen, schnell aufgegeben, bin zu unruhig.

(Weil das fängt an mit: “Kleine Lebenswelten stürzen nach außen”, und sofort: nee! och! nöö! Sturz, Fallsucht, zwei Körper.Stürzen.Aufein.ander.zu. ich bin ungerecht, gewiß, ich rede jetzt ja aber nur von dieser Empfindung des Abgestoßenseins, schon nach 5 Worten. So fängt man doch keinen Text an. Dieses blöde Stürzen dauernd, womöglich noch “Herz”. Alle Variationen mit Herz sind Driss. Oder ich bin: natürlich unreif, kalt.)

10 Tage später fällt mir ein, außerdem: vielleicht können die, die angeblich leben können, ja in Wahrheit auch nicht leben, wer weiß das denn?

Sehr beeindruckende Zeilen von Prof. Winkler erhalten. Der grundsätzlich nie etwas zu tun habe, wenn ich das hier sagen darf.
Welche Großwohltat gegenüber den ganzen Quälgeistern, die ständig rödeln, routieren, ackern und an allem rumschrauben müssen, wegen nichts und wieder nichts, bzw. sich aus irgendwelchen Gründen so darstellen.

Die die Erde von innen aushöhlen.

Nie etwas tun. Danke, Herr Professor.

***

Steht ja auch alles in der faz drinne über Jelinek. Kälteeinbruch. Ich will mir mal ein Ei braten.

_____

18.4., 1:46

ehrlich, ganz ehrlich. Ich kann mich nicht erinnern jemals so deprimiert gewesen zu sein von einer Fernsehsendung auf arte oder jedem anderen Sender. Kann das denn wirklich wahr sein? bitte bitte bitte Kann doch wohl nicht wahr sein! Man möchte aus dem Leben scheiden — ich habe kein Wort mehr

die reinste Pest

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die reinste Pestkunst

der Jubelperser

herrlich, großartig, wundervoll

Du auch? Ich auch!

hat endgültig gewonnen

gute nacht

Kirmes

15. April 2007

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Auf der Kirmes war ganz klasse. Zum Schluß in dem Höllengerät. Augen zu und in den Rhein geschossen werden, das war schlimm, der Bügel ging nicht auf, so sind wir alle aneinandergekettet ersoffen.

Hella von Sinnen und ihre Freundin waren auch da und genossen die Nähe zum einfachen Volke. Lillit sagte, wenn ich mich hier schon so aufführe wie Wolfgang Tillmans mit meinem blöden Fotoapparat, sollte ich doch mal zu Hella von Sinnen hingehen und die fotografieren, das wär doch mal was. Was ich verneinen tat.

Um 6 nach Hause. Da war schöne frische frühe Frühlingsluft, Gefühl 19 zu sein. Alles neue Zellen.

Wiesn-Rundgang der Wirbelsäulenliga:
Skater Höchstes Risiko für Rücken- und Bandscheibenpatienten. Grund: Der Körper wird mit hoher Geschwindigkeit um alle drei Achsen gewirbelt. Viele Bewegungen sind nicht vorhersehbar. Die Seitwärtsbewegungen sind vor allem für die Halswirbelsäule problematisch. Es kann zu ruckartigen Stößen kommen. Bei Vor- und Zurück-Bewegungen besteht die Gefahr eines Schleudertraumas wie bei einem Auffahrunfall. Extreme Ausschläge des Kopfes nach vorn möglich. Beine und Füße hängen frei aus der Gondel, so dass beim Hin- und herschwingen auch die Lendenwirbelsäule im Beckenbereich kippen kann und die Bandscheiben belastet.
Risikofaktor für Rückenpatienten: 10″

Heute war dann ein furchtbarer Tag, alles tut weh. Wir hatten morgens noch eine psychisch kranke Magersüchtige auf der Roonstraße getroffen die bat darum, eine Chance zu bekommen, wolle eine Ausbildung machen zur Krankenpflegerin, aber keiner nähme sie, Lücken im Lebenslauf, altersmäßige Fortschreitung usw. Sie sprach auch von Jesus und vom Heil, das sie erfahren habe und nun weitergeben möchte. Schrecklich, man konnte nicht weggehen. Wie sich die Gespräche mit solchen Leuten ähneln, auf komische Weise, was ist das?
Mus-Sound. Heischen. Tunnelblick. Völlige Verklebung mit sich selbst.
Das tut einem auch echt leid und man versucht ja, da reinzukommen, mitzudenken und was zu raten. Aber was Konkretes, Direktes wollen sie dann doch ungern hören. Sie wollen vielleicht am liebsten hören, daß eben nichts geht, daß alles total gemein ist. Was ja auch stimmt. Lochfraß im Lebenslauf.

Der M. sagte nachher: ey, wir haben da fast 2 Stunden mit der geredet.
Die wollte auch immer, daß wir zu ihr “hoch” kommen. — Du lieber Gott, ist das langweilig.

Hey, hier ein ganz toller Link für alle Cross-Fans, ich habe dafür keine Worte.

http://www.pitchforkmedia.com/article/download/42030-von-sdenfed

Hi, Wir sehen uns dann im OPEN SPAKE am Dienstag späten Nachmittag, bzw. Lowtzow-Konzert am Rudolfplatz?

Kommst du denn? bitte

***

Der Abend letztens war schön, ich wollte mir so GERNE merken, was du zu deinen Bildern gesagt hast, schient mir eminent evident, aber ik weiß nicht mehr viel davon, oder sehr wenig. Schande. Dann SAmstag schlimm.Ich lag im Bett und spürte meinen Herzschlag als sehr ekelig. So daß man nicht weiß, wie man sich hinlegen kann, um die elende Pumpe nicht immerfort in sich spüren zu müssen.
3 Stunden am Rhein mit Fahrrad und hab geweint vor Rührung, weil alles unfaßlich schön aussieht und gut riecht, Ruhe; der Geruch der frühen BlühNaturliefert Versprechungen ab, die er unmöglich einhalten kann, höre die Töne. ICH WERDE DIE TÖNEstockhausen foto scholz.jpg ein Film mit dem jüngeren Stockhausen. Völlig plausibel, im Ernst. Ich werde die Töne, na klar, ich bin der Geruch. Völlig klar. dER bekloppte Stockhausen. Hatte ich schon gesagt? best of Mutter. Max Müller. King
kein Gefängnis ist sicher, keine Mauer hoch, keine Strafe lang genug

für etwas, das man nicht bestrafen kann

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Leben wie in einem Traum

aus dem man nie erwacht

was war gestern, was ist heute, was hat mich gemacht

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All time Great: Wo nichts zu verletzen ist

bzw.

Wie soll ich dich vermissen, wenn ich dich jeden Tag seh

Wie soll ich traurig sein, wenn ich ständig lachen muss (Ref)

Wie soll ich aufhören, es hat noch gar nicht angefangen

Wie soll ich etwas stoppen, was sich noch nie bewegt hat (Ref)

So viele Stimmen rufen mich, auf welche soll ich hören

Was ist das Gegenteil, es gab doch keinen Widerspruch (Ref)

Wie kann ich weh tun, wo nichts zu verletzen ist (Ref)

©1994 MUTTER / Max Müller verlegt bei Warner/Chappel

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Aufgaben für Donnerstag

12. April 2007

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- Fr. K. B. s.

- D. b.

- Dr. F. treffen

- Kirmes

Ich habe es so gut

}{

bei ikea gewesen. Muddi und ich haben leider nicht das Meiste in den Mauen und beim Heben der Regale auf den Autoständer gleich Löcher reingehauen. Dann auf Kulanz spekuliert,– mir war´s eigentlich egal, fast, aber meine Mutter ließ nicht locker, man wolle sich doch schließlich nicht gleich Sperrmüll hinbauen, da hätte man ja gleich Sperrmüll nehmen können. Hat sie ja Recht. Kundendienst zog die Stirn in Falten: ob wir denn Mitglieder der Ikea-Family wären? Ich: näh. Meine listige Mutter im gleichen Augenblick: Bis jetzt noch nicht!

hm, das wär ja eigentlich eher unser Problem,. wenn wir uns das Zeug selbst kaputthauten… — echt? ach Mensch. So schade. Ja, er würd mal nachhören, aha, ah so. - usw. Jedenfalls bin ich per Eilbeschluß Mitglied der Ikea-Family geworden und ein neues Regal wurde herausgegeben. Prima

Sehr viel Freude an meinen Platten heute abend. Und noch mehr an der Geschichte, die L. erzählt hat, sehr gut ausführlichst entgeistert von durch die Nacht mit DJ Hell undt einer sich ganz wunderbar schön und toll findenden Japanerin, was die für einen dummen Driss geredet hätten, unfaßbar, und dann den Körperkünstler Flatz (der arme Flaaz?) besucht haben, so gottserbärmlich leere Leute, weißtu Parties, die so doll sein sollen und überhaupt nichts sind, minus alles auf jeder erdenklichen Ebene, weil nur so Doofis da rumhängen, und man frage sich, was diese Leute wollen, die können das doch selbst auch nicht gut finden, oder merken die wirklich gor nix? Reicht denen das, wenn andere sagen, hier ist aber gut? oder ist gut, wenn der Spacki und der Kacki da sind und sie vielleicht halbwegs als Freunde von Kacki und Spacki durchgehen?Dasß man immer nicht wüßte, was das soll. Was soll das denn? schrie L. und lachte. Soll man das jetzt auch gut finden als Zuschauer, oder wie ist das gemeint. Und wer sucht die Kombinationen aus? Wie die leben und wie gut und wunderschön sie sich dabei finden. DJ Hell, die Japanerin und der Körperkünstler Flatz und die Freunde des Körperkünstler Flatzens. Man schreit auf den Fernseher ein. Vor Glück!

Ich habe meinen türkischen AWO-Verbindungsmann bei ikea 2mal gesehen, der wo mich damals so hart moralisch angegangen ist, weil ich die Maßnahmen zur Wiedereingliederung, bzw. Ersteingliederung in die Arbeitswelt, Profiling, bzw. 1-Euro-Job-Vermittlung hier vielleicht leicht unfein beschrieben habe.
Er erkannte mich schon von weitem, noch im Auto sitzend. Ich schaute weg, in die äußerste Ritze des Universums rein. O dunkle Zeit, grauenhafte Zeit.
Bei mir holt der sich seinen Renommierschmiß jedenfalls nicht ab. Jetzt fällt mir auch sein Name ein. Er meint es gut und macht sich zum Werkzeug des Bösen. — Das tut mir leid, Frau Eischewald. Ja, mir auch.

Offene Flanken, offene Knäste, für den sofortigen Vollzug. Bierbraune Körper wiegen sich in Wellen, ein schöner Tag, jetzt hängt schon wieder alles voll mit euch und euren Verschmelzungswünschen mit Gleichgesinnten. Nette, interessante Leute kennenlernen. Wie gut sie sich finden, da träumste von.
weiter…

The complete workes of Thin Lizard

10. April 2007
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Im Kino, dunkel, noch 2 andere bei Brinkmanns Zorn im Billigkino.bz.jpg

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Brinkmann erscheint uns heute hier [in dieser Darstellung der original Töne] als eher armes Schwein, das nicht das Meiste zu kapieren scheint und vor allem seine Mitbewohner tyrannisiert. Duldsame Maleen. Ich schäme mich n bißchen, Kopfschmerzen, Ohrenschmerzen, Matinée. Vielleicht liegt es am Darsteller, der alles andere als ein beautiful Beatpoetnik ist, andererseits seine Sache gut macht, vor allem technisch. was weiß ich. um der Sache gerecht zu werden müßte man weiter ausholen, kein Bock, und zB sagen: der Film schafft nicht zu vermitteln, daß es sich um ´73 handelt, Pionierhaftigkeit usw., der sog. Zorn scheint doch sehr privat und sehr gewöhnlich; dann nervt wirklich, wie der seine Frau behandelt. Sing doch mal was.

.

Wollen hoffen bei den Melvins ist ein bißchen mehr gebacken.
geh ich mal schwer von aus.

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und tatsächlich!

Die Oma kam und schrie.

You set me straight

Karsamstag

7. April 2007

Karfreitag war früher, noch vor 15, 20 Jahren?, wirklich ein stiller, eklig heiliger, kühler feuchter Tag, das ist leider vollkommen weg. Ein ganzer Tag im Inneren des Isenheimer Altars eingesperrt, der härteste Tag im Jahr.
Nur so komische Musik im Radio. Im Fernsehen weiß ich gar nicht mehr.
Das Fernsehen sendete den ganzen Tag eine feuchtgrüne Tafel und eine Stimme sagte alle 5 Minuten: Seid bitte still und lacht nicht, Herr Jesus stirbt.

Samstag das bäurische Osterfeuer mit Bier und Schnaps und 30 Meter hohen Flammen, brennende Einbauschränke. Sonntags draußen Nester suchen, 20-30 extremst hart gekochte Eier mit geäderten Eiweiß spritzen, Jesusfilm und Quo Vadis. Astrein.

Gestern während des Wortgottesdienstes: das sind ja gar keine „lieben Leutchen“, die in den hohen Dom zu Köln gehen, wie man das noch so halb annimmt, das sind ja in der Mehrzahl beinharte Stumpfköpfe, die sich untereinander auch erkennbar nicht mögen (und für sich sein möchten, mit ihren Partnern natürlich. Immer mindestens zu zweit, alleine nur die – Komischen. )

Die Unzivilisiertheit von Leuten, die nur sich und höchstens ihre (Bluts)-Verwandtschaft kennen und kennen wollen, wo sich so was eingeschliffen hat, was sie nicht mitkriegen, keinen Überblick haben, Blick auf sich selbst schon gar nicht, auch durch ihre Jahresurlaube und Stadtreisen nichts lernen wollen oder können.
Sie bleiben sich und ihrem Stumpfsinn treu bis zum Schluß und das finden sie auch gut, sozusagen konsequent. Das Über-Heer der Doofis bevölkert zu ca. 80 % den Domus, aber warum auch nicht, sie sind ja sonst auch überall. Reichlich vertreten.

Einmal kam ein kleiner korpulenter Bub gemessenen Schrittes aus dem Chor nach vorn und sprach singend einen Satz einer Magd, um dann wieder gemächlich, gemessenen Schrittes abzuziehen, zurück zu den anderen, das war ganz gut -
Und manche machen ja sehr mit, Ältere, knien die ganze Zeit, versuchen in sich etwas heraufzubeschwören, voller Inbrunst, oder jedenfalls die Einkehr der Inbrunst in ihren Leib sich sehr zu wünschen scheinen. Die aufgehen wollen. Ich bin gekommen es zu studieren und zu verstehen. Aber finde dann die Veranstaltung so ungelungen, die Aufführung so mies, daß es mich ablenkt, immer wieder. Daß ich so sauer werde, daß ich nicht mehr gut aufnehmen kann! Mangelhafte Hingabe.

Ich dachte beim - echt albernen - Vorsingen des Leidensweges Jesu daran, wieviele hundermillionen Leute seit Jesus und vor Jesus einen viel schrecklicheren Leidensweg unverschuldet auf sich zu nehmen hatten bis zum Tode, ich versteh den ganzen Aufstand nicht. Für die habter keine Träne übrig! weint ja sowieso höchstens um euch selbst. Kreuzigen war doch an der Tagesordnung über Jahrhunderte. Jesus von Nazareth ist ja nichtmal besonders gefoltert worden. Außerdem hat Gott selbst diese Sache doch so eingefädelt und genau so, wie sie passiert ist, auch gewollt. Also was soll das ?

Es ist immer wieder wirklich erstaunlich, wie die Sache sich so auswachsen konnte. Obwohl man doch an jeder Stelle merkt, wie mühsamst das aufrechtgehalten werden kann, eigentlich ja gar nicht geht, aber es läuft trotzdem irgendwie, wie? Der Glaube kittet jede noch so fragwürdige Stelle, wie, warum? Wenn man sich überlegt, wieviele Kirchen in der Stadt Köln in Betrieb sind, daß im Dom täglich an Werktagen, ein ganz normaler Werktag im Dom sieht so aus:

6:30 Heilige Messe

7:15 Heilige Messe

8:00 Kapitelsmesse

9:00 Heilige Messe

12:00 Mittagsgebet

18:00 Rosenkranzandacht

18:30 Heilige Messe

Ob das Christentum verschwände, wenn man ihnen das Geld entzöge?
ich glaube fast: so einfach könnte das gehen.

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