Das AEON

23. Juni 2007

αιων

Entschaffung

23. Juni 2007

muß nochmal nachlesen wie das ging

Körper: ich weiß überhaupt nicht, was das ist

Kopf, Fuß, Eingeweide, ja? etwas Menschenhaar drangeklebt

(Gute Einladungskarte von Tim Berresheim Violett (Haar))

Im Folksgarten ein Feuer auf dem See, angefacht mit einem riesigen Schweißbrenner, aus der Orangerie klang wieder I will survive, hört man in Köln sehr sehr oft. Ein kräftiger Mann kam mir entgegen, der tat so als hätte er eine (Maschinen)Pistole und schoß damit feste in die Erde rein, bei jedem Schritt drückte er ab mit einem ganz steifen Arm und machte ein lautes Geräusch dazu, sehr gekonnt, es schien ihm sehr ernst damit. Er schaute auf als ich näher kam, sah mir kurz in das Auge und schoß dann weiter. Ich tat so, als sei es ganz normal.

Ich legte mich kopfunter an den Hang ins nasse Gras, über mir die Fledermäusler, in allen Größen, und dachte: ich bin kein Literat. Nie gewesen.

Die Crise? - Ein Traum

23. Juni 2007

“Den Dingen gegenüberstehen befreit den Geist. Den Menschen gegenüberstehen ist entwürdigend, wo man doch von ihnen abhängig ist — und sei´s, daß diese Abhängigkeit die Form der Unterwerfung, sei´s, daß sie die Form des Befehlens hat. (…). Warum diese Menschen zwischen der Natur und mir?”

Was ist Dichtung

22. Juni 2007

Nicht, wie das Spiel, vereinige die Poesie die Menschen, sagt’ ich; sie vereinigte sie nemlich, wenn sie ächt ist und ächt wirkt, mit all dem mannigfachen Laid und Glük und Streben und Hoffen und Fürchten, mit all ihren Meinungen und Fehlern, all ihren Tugenden und Ideen, mit allem Großen und Kleinen, das unter ihnen ist, immer mehr zu einem lebendigen tausendfach gegliederten innigen Ganzen, denn eben diß soll die Poesie selber seyn, und wie die Ursache, so die Wirkung.

Hölderlin, Brief an den Bruder 1.1.1799. STA 6.1 S.306.

Empfehlungen

14. Juni 2007

Ausstellung am Freitag, Elektro, Hamburg

Musik mit Micki und mir Samstag, Elektra, Köln

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16.6. in der Zeitung hatte gestanden, wie öde und bemüht oder so das Zusammentreffen mit Schmidt und Feuerstein zu Feuersteins 70. Geburtstag ist, und das hat aber überhaupt gar nicht gestimmt. Ich hatte Matumba Rum zum fernsehen mitgebracht und wir hatten bald allerbeste Laune ob dieser Rheinfahrt.
Hinterher Bullshit-Detektor II, Discharge, D. o. A. von TG usw. Bei weeping kippte der eben noch aufgestachelte Matumba plötzlich seitlich weg und glitt vom Sofa langsam auf den Steinboden.

Oje, Herr Matumba, Herr Matumba, aufwachen!

Anscheinend hörte er mich schon nicht mehr. An ihm herumzurütteln verbat sich, auch wollte ich ihm natürlich kein Wasser ins Gesicht spritzen.
Er schien zurückgeglitten in eine Welt, zu der mir der Zugang großräumig versperrt war. Ich betrachtete ihn eine Weile verzweifelt, voller Liebe, trug ihn ins Bett und ging nach Hause.

Freies Geleit (von ganz ganz oben)

11. Juni 2007

In the future when all´s well hat alles seine Zeit und seinen Ort. Bereits jetzt und hier beim chillen in Bethnal Green werde ich sehr ruhig im Angesicht der Weisheit des Chlorophylls. Wie es sich von heiligem Lichte nährt. Weiter mit Simone Weil, (ziemlich gelacht über die Kindheits-und Jugendbeschreibung in der rororo Bildmonographie von 1970, weil so altertümlich und so lustig durchsetzt mit härtesten Zitaten und Beschreibung ihres Verhaltens und Äußerlichkeiten und sowas wie: sie sei ja strenger als der Gott selbst und eigentlich nicht zum aushalten gewesen, von ihren unzumutbaren Klamotten ganz zu schweigen usw. — spitze).

Filippo sprach aber gestern leider nicht weiter über streng geistige Fragen oder wenigstens feingeistige Fragen eleganter Verbrämung, sondern unbedingt über Leute, z.B. Sebi und seine jetzige Tätigkeit in Berlin, — jaja, ich weiß. — Was soll man da sagen. Ich überlegte, wie das Fanzine von Olga und Sebi geheißen hatte, Spoon, Smooth? Swoon? aus St. Goar bzw. St. Goarshausen? und wie elend lang das her ist. Das stimmt natürlich, aber was hilft´s? Wird ja wohl kaum besser werden, geht halt nur in eine Richtung.
Wir haben uns im Studium für osteuropäische Geschichte kennengelernt, im Seminar zur russischen Revolution von 1905/07, sehr interessanter Stoff. Richtig harte Arbeit war das, Klausur, Hausarbeit, Vortrag und ich hatte insgesamt nur eine 3 plus gekriegt, obwohl wochenlang in das vermuffte Institut gelaufen und auch zu Hause geübt und uns gegenseitig abgefragt, das war gut. Muß 1988 gewesen sein.

“Der Schwache seinerseits ahmt die leblose Sache nach, weil jedes Zeichen des Lebens so gefährlich geworden war.” (Cahiers I, 71)

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Schwerkraft und Gnade

10. Juni 2007

Abraham Harms am Bett, es ist vielleicht was wert aber bald schlief ich drüber ein. Das weiße Bett der fremden Dichterin, der vollbehangene Ahorn, die vielen Bücher und Periodika, über deren Inhalt ich nicht das Geringste weiß. die aufdringlichen Vögel mir unbekannten Ursprungs, die offenbar in der Mauer selbst wohnen tun, stoßen den ganzen Tag Warnrufe aus. Nachgedacht über Dinge, die jetzt nicht anstehen.
Ansonsten sehr ruhich, sehr gut, hell. Die Aushangfotos sind gekommen.
Film: Von nichts gewußt.
Bzw.: war doch nur Spaß.

Sie sollten mehr von Ihren traurigen Erfahrungen in die Bilder einfließen lassen, dann würden sie vielleicht noch intensiver. — (Au ja) — Did Eva Hesse ever go to the Concentration-Camp? — Well, she definitly should. Would have made her work even more intense. Hätt ich fast gesagt.

Es ist wirklich alles gut so. In Hackney in der in der Well-Street, Mr. Martinis Breakfast. Nahezu jeder der reinkommt ein vollkommener Mensch, Wunderwerke der Natur, bigstyler by nature statt Popanze der Kunstwelt.
Im Ernst könnte ich hier ewig sitzen, alles spricht mir zu, “jedes Geräusch wird vernommen durch das große Schweigen des göttlichen Einvernehmens.”

[in Wahrheit steht da bräutlich statt göttlich. War mir in dem Moment zu hart.]

Entleibungswünsche im Kunstsommer

9. Juni 2007

Hallo

hier ein paar Bilder. Habe keine Zeit, muß gleich weiter. Dahin wo alles schön ist. Hochbetroffen hilflose Kleindarstellertätigkeiten nicht ausführen. Sondern auf dem Balkon bleiben und Wasser trinken, wenn da hoffentlich ein Balkon ist, was ich hoffe. ich hab nur keine Lust auf diesen Dreck

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Du bist dran.

Wieso, ich war doch da. Bis 5!

Warum, wozu, Elende die wir sind

4. Juni 2007

Das ist nicht der Titel der Ausstellung. Es gibt keinen Titel. Bitte kommt alle nach London, England zur Galeria Vilma Gold am Mittwoch, 6.6.07. Hackney, Minerva Street. 18.30

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well, sorry, unhintergehbar it’s in german

no voice
washed out

furchtbar muede

moechte verschwinden

ich glaub das mach ich auch

Grilldisco

31. Mai 2007

ABC der Menschheit

Um was für ein Leben handelt es sich

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Ich versteh nichts mehr

I never saw a wild thing sorry for itself. Ein Vogel fällt absolut eingefroren von einem bough, ohne überhaupt für sich traurig gefühlt zu haben.
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