Inkommensurable Knallpresse

28. Mai 2007

boeser-mensch.jpgboeser-mensch-.jpgdore.jpgmaedchen-dramatic-art-schoo.jpg
Ich hab es an den Drüsen glaub ich.

1. Böser Mensch mit gemeinen Absichten

2. Armes Maedchen, Dramatic Arts School

wer will noch offen reden

ich schon

auch nicht mit jedem

Die Wahrheit des Künstlerdarstellers — was soll das sein

Die Wahrheit des Künstlers — was soll das sein

Das ist wahrscheinlich “Lüpertz” fällt mir ein

es war aber auch sehr spät geworden, 4:57

***

Ich möchte hierzu gern mehr sagen, an einem anderen Ort. Jetzt sollte auch die Sonne wiederkommen.

Im Gegenteil war es heute eisekalt auf dem Weg zur Arbeit und jetzt zurück. Ich habe mit ein paar Künstlern sprechen können, sie möchten mit dem Wort Wahrheit eigentlich nicht länger belästigt werden, sondern unbehelligt ihrem Geschäft nachgehen, ich soll es nicht hierhin schreiben, bzw. egal, wär eh total peinlich, panne, was ich hier mache und eh total klar, daß so nix geht, geldmäßig jetzt. Und natürlich überhaupt.

Hä, wieso? Ist doch total gut hier. Versteh ich ned

***

Manchmal rutschen Sachen zurück in Entwurf, die längst veröffentlicht sind und ich seh es nicht, als admin, für den Besucher ist es dann weg, keine Absicht, keine Hausnummer, keine Straße, das Fenster, dahinter der Abgrund, - funktioniert ja nichtmal. Das ist ja zum Beispiel hier praktisch barrierefrei.
Es sei denn, man möchte diese Stufe nicht verlassen, bzw. weiß ich jetzt gar nicht, ob überhaupt betreten, von wem. Von mir. — Ja? – Ja.
Gleich wirklich muß ich endlich fahren und nachsehen, in welchem Feuchte- oder Trocknungsgrad die Farbe sich befindet.

Krapplack, Schweinfurter Grün, Hamburger Gelb, Kölner Grau, Berliner Weiß.

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“Es gibt eine neue Dominanz zum einen partizipatorischer Projekte, zum anderen von durch hohe Statistenzahlen und andere irreguläre Mitwirkende auffallenden Arbeiten. Gemeinsam ist beiden das Kriterium der Lebendigkeit. Um was für ein Leben handelt es sich hier und was ist seine zentrale Attraktion im künstlerischen wie auch im medialen Sinne?”

Gute Frage

KUNSTVEREIN IN HAMBURG,m Donnerstag, 31. Mai 2007, 19 Uhr LETZTER Vortrag in der Reihe Vereinsdenker Diedrich Diederichsen: III. Kunstgeschichten III.5. Partizipation und Lebendigkeit

Tilting

23. Mai 2007

Das Text-Ich am Text-Ort als sprachlich verfaßtes, monadisch ich-liches Sprachwesen am Welt-Du des Text-Ganzen (Welt/Text/Du)

seltsam
Ich drück mich vor der Arbeit und rufe erstmal meinen Bruder an, mal hören, was er so meint, wg. Titel. Mir ist so schlecht.

Matumba schickt Post von Wagner, courtesy Titanic. Das entgültige Satiremagazin, mit dem Hinweis halbgut.

, dreiviertelgut

“Liebe Brandattentäter,

gestern habt Ihr den Mercedes von BILD-Chef Diekmann (Studienabbrecher, Preisträger Goldene Feder, Kanzlerbiograph) angezündet. Dieser brutale Akt sinnloser Gewalt traf kein Zeichen des Bonzentums, wie von Euch Irren vielleicht gewollt - sondern einen Kombi. Ein Kombi ist keine Bonzenkarre. Ein Kombi ist das Symbol für Familie. Kein Potenzprotz-Porsche, kein Raser-BMW, kein Victory-Ackermann-Stellenvernichter-Schlitten, sondern ein Auto, das Windeln transportiert, den treuen Familienhund, auf dessen Rücksitz die Kleinen quengeln, wenn es in den ersten gemeinsamen kleinen Urlaub geht, den die alleinerziehende Mutter im Bombenhagel auf der Flucht sich mit blutigen Händen zusammengespart hat. Ich frage mich, in welchen Autos Ihr von Euren Eltern vom Kindergarten abgeholt wurdet, zur Schule gebracht, zur ersten Sommerfete gebracht wurdet. Das erste Weinen, der erste Kuß, die erste Tour zum Straßenstrich, die erste Fahrerflucht. Ein Familienauto erzählt mehr Geschichte als jedes Buch. Kai Diekmann hat drei Kinder. In Zeiten, in denen junge Menschen v.a. ihren Traum nach schnellem Geld verfolgen, setzt Diekmann auf altmodisches. Ehe, Kirche, Kinder. All das habt Ihr gestern angezündet. Nicht das Auto ist verbrannt. Die Versicherung wird den Schaden ersetzen. Die Hoffnung auf mehr Kinderlachen in Deutschland ist verbrannt. Wir brauchen mehr Kinderlachen und weniger Molotow-Cocktails auf zerhackte Kinderleichen im Bombenhagel der WK-II-Opfermütter wie meiner Mutter, die meinen zitternden Leib in klirrender Kälte nur mit ihrer Spucke und der Sehnsucht nach einem neuen Morgen auf den dampfenden Trümmern einer verlorenen Vergangenheit wärmte. Katholische Kirche, Boogie Woogie, Zungenkuß, Schmetterling, Fürimmerwegsperren, Studentinnen, Protest, Frieden, kjsajswndwadla

(Nachtrag: Im Suff auf der Tastatur eingeschlafen - jetzt muß ich noch schnell in die Paris-Bar, mich mit Matussek und Schirrmacher treffen, einen zwitschern und dann schön zusammen in den neuen Puff chhrrr…

Herzlichst Ihr F.J. Wagner”

oh jetzt geht hier alles kaputt und durcheinander,

das ganze gelalle

was ist geschehen

sie hat fieba

sie ist alle

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Herzlichen Glückwunsch
Unwetter, mach voran, brich endlich los, ich kann nicht mehr

Wenn die Allradfahrer mit ihrem JJagdhund kommen, springt er aus dem Auto zu einer Schüssel mit Wasser im Hof hin und trinkt erstmal. Das Geräusch der schlappenden Jagdhundzunge plus Kiefersound des Tieres erregt Todessehnsüchte.

Frau Lorenz jetzt im Radio nach Angriffen von Frau Caven.

Sie hatte nie behauptet, mit Rainer offiziell verheiratet gewesen zu sein. Sie mag die Ingrid nach wie vor und wünsche sich, daß diese öfter im Radio sünge.

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Durchblutung mit Klaus Lemke

22. Mai 2007

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Dieses einmalige Kunstwerk,”Mr. Piccadilly”, ist heute, am 22. Mai 2007 um 21 Uhr aus sich heraus entstanden.

Es gefällt mir sehr gut.

Erich Mielke: Wo sind eigentlich meine ganzen Telefone?

Erst im Operncafé, dann schnell zu Lemke, Lemke echt lässig (soll heißen lustige lässig-Darstellung gelungen), unterhaltsam. — w i e gefiel mir schon sehr, schön beknackte Angeberei und was er über Sprache gesagt hat – phänomenal. ehrlich jetzt, echt wahr

eigentlich gings bei ihm überhaupt nur um Sprache, gesprochene Sprache von richtigen Leuten, endlich. Die 18jährige Iris Berben z.B. mit Heidegger-Qualitäten im Sprechen, so hätte Heidegger sprechen und schreiben wollen, gleich ins Tiefste reingezielt, ob wir das eigentlich gemerkt hätten, — wie bitte? das Lustige war: es hat echt gestimmt, so wie´s der Lemke erzählt hat, gebracht hat, hat´s echt gestimmt! Es ist wahr: Heidegger hat wirken wollen wie die 18jährige Iris Berben in ihren Monologen.
ich weiß die Worte nicht mehr genau. Irgendwie: Sprache, die gleich ins Unterbewußtsein geht, die man gar nicht mehr richtig hört, wo sich alles gleich (organisch) verbindet und so reinläuft, weil einfach alles stimmt, — und natürlich kann er nicht unerwähnt lassen, daß die Iris Berben zu der Zeit seine Freundin gewesen ist und deswegen die Pointen gekriegt hat und nicht die von Trotta. Wobei die von Trotta doch auch mit den Pointen nichts hätte anfangen können, wua wua wua, behaupte i c h jetzt mal, so tranig, so langweilig wie die war.
Was aber für groteske Loserdeppen die 1. Rafgeneration gewesen wär mit ihren gräßlichen schwäbischen Dialekten, absolut lächerlich, die hätten ja nicht mal saufen können, die hätte man beim besten Willen nicht verwenden können. Wenn die von mir und meinen Kumpels damals akzeptiert worden wären, wär Deutschland die RAF erspart geblieben. - Im Ernst, ich schwör´s, sagt Lemke. Diese Bürschelchen, nee, diese Pfarrerskinder, die von Vati und Mutti sich ihre Cola kaufen ließen und ihre Unterhosen waschen, der unaushaltbare Dialekt, schwäbisch! fränkisch wär ja schon schlimm, aber schwäbisch? — Never. und wie gesagt nicht mal den Alkohol richtig zu würdigen gewußt, nichts, gar nichts wär das gewesen. Er rede jetzt nicht von der 2. und 3. Generation, aber die erste wäre absolut lächerlich gewesen. Nicht mal ihre doofen Schlampen haben sie richtig behandeln (?) können. - Was war das? das hab ich nicht richtig verstanden, Klaus, den Satz, kannst du das bitte nochmal sagen? Sollte wohl geil brutal sein. Haste doch gar nicht nötig.

usw. mehr weiß ich nicht an memorandum
aus dem Gehirn wiedergegeben

ist aber aufgezeichnet worden, müßt ihr mal Brigitte oder Carlo fragen.

und dann den Rest vom Schützenfest nochmal umgeschrieben, kurz online gestellt und dann sofort gedacht: nee, das kannste nicht machen.
Was kannste denn überhaupt machen? Was machste eigentlich hier?

Der falsche Hals

Eine Komödie in 16 Akten

Von Schlomo H.

µµµ

weil keine Fragen im Publikum waren, zeigte Lemke noch einen eigentlich saudoofen goa-film hinterher, kann dann wieder vors publikum mit seiner speck-mütze und sagte: war wohl nicht so doll, wa? –
und du findst den also doof, so. vielleicht, das gebe ich zu bedenken, hast du das als einer aus dem gebildeten haushaltstand nicht verstanden, der klaus macht ja working class films, verstehst du. . ich schlag dem olli den 15.6. vor,? das wär vielleicht noch besser merzbow habe ich vergessen, was das bedeutet. Fehlfarben spielen heute auch, aber ich bin an den Boden gefesselt
Vergeß die Blonde auf der Couch nicht
die sitzt bestimmt noch treuherzig da
Deine Einrichtungsfachleute
Teestube, Obersalzberg
~ Fine Arts ~
“Monarch” wiedergesehen jetzt endlich (1980), kennt das einer? Gurke fegen, Mint-Automaten, ja? Vielleicht sollte man 20 Euro ausgeben und bei nobistor Paul bestellen (1974), obwohl eigentlich keine Lust auf Nostalgie. Jetzt was machen für heute und
irgendwo runterspringen
lemke.jpg

Vriend

19. Mai 2007

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Hier schneid ich mal was weg, das ist nicht so gelungen, ich lager das mal woanders ab

dann, auch nicht so gelungen: vielleicht thematisieren viele auch das Denken nicht so als Denken in sich, als ihr Denken, zu dem sie irgendwie ein Verhältnis haben, sich dazu ins Verhältnis setzen. … also sich dem nicht gegenüberstellen, das nicht zum Gegenstand machen, sondern irgendwie ganz bleiben wie der zufriedene Stuttgarter Dreadlockträger, 28, nicht schon grundsätzlich auseinandergefallen sind in Teile, wie der nervöse Switchie, 15. Buten und binnen, Heulkrämpfe beim fernsehen.

Der Last Movie gestern von Dennis Hopper 1971, das ist ein guter Film in dieser und dieser Hinsicht und in dieser und dieser schlecht und nervig. Manchmal gibts höchstens was zu konstatieren, ist doch auch gut. Phänomenologie, ja? das Schönste an dem Film ist der schöne Dennis Hopper selbst, der vorgestern oder wann 71 geworden ist, da 36 war oder so. Und La Ricotta von Pasolini, 1963, hat sehr viele gute Einzelstellen, überwältigend sagenhaft gute Einzelstellen, insgesamt genommen sähe es anders aus usw. — und morgen, nein heute, kommt der 67jährige Klaus Lemke, 66, in real in unsere kleine Stadt und erzählt hoffentlich schön ein’ vom Pferd und über den Brandstifter Film von 1969 und ich weiß noch was: Die neue CD von Prof. Winkler ist erschienen. Sie heißt The Dark Side of the Museum (Hörbeispiel) und hat viele sehr schöne Lieder in sich vereint und dieser Mann singt schöner als ein Vogel und auch die Frauengesänge sind ganz ganz klasse, high class quality production, nur ist mein Gehirn inzwischen zerfallen und dauernd fällt mir alles runter, dann will ich es aufheben und find es nimmer mehr.

wenn ich in Berlin wäre, würde ich gern zur Volksbühne gehen und bedaure sehr, daß ich nicht verfolgen kann, wie Jacques Palminger für den “korrekten Ablauf” der Veranstaltung sorgen will werden werden will

in-a-gadda-da-vida, 1968

we are the dead, 1974

Kennst mich nicht mehr, ich bins doch!, 2053

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Prozedere

17. Mai 2007

sister-corita.jpg sister-corita2.jpg museum-schnuetgen.jpg

Beim Vortrag hab ich die ganze Zeit gedacht: wie gut geschmiert unter Akademikern das prozedere läuft, Vorstellen, Einführen, Danken, Vortrag, Danken, kleiner Witz, nette Nachfrage, nette Antwort. Alles geschmeidig. Der Vortragende intelligent, geübt und gut und er hätte genau das Gegenteil behaupten können, statt “Andy Warhol wanted…” “Andy Warhol wanted not…”, “This is a fetish”, “This is not a fetish”, “likes”, “hates”, “Sex”, “Nicht-Sex”, verstehst Du? - Oh yeah, sure. - Das hätte keinen Unterschied gemacht. - Was? kann doch nicht sein! Und doch! Kein gefühlter jedenfalls. So klappert die Mühle der Kulturwissenschaft, alles richtig, alles falsch. Drehen drehen drehen. nicken und danken.
Modus a crinibus attrahendi. I´m with you in that point, of course. - No, I meant it the other way round! - Oh yes, of course! Thanks for sharing, angenehm. Applaus.

Die FORM ist die Hauptsache. Die Form wird durchgehalten und der Gegenstand untergeordnet. Nässende Fisteln im After. Wonderful!
Nee, Eichwald, du kannst doch viel zu schlecht Englisch, du hast doch die Hälfte gar nicht begriffen von dem, was der Mann da gesagt hat.

Dann ist etwas Dummes geschehen. Mir fiel pötzlich ein, daß heute Feiertag ist und ich nichts im Hause habe, und dann bin ich um halb 8 hektisch raus aus dem Kino und habe so die Hälfte der Screentests verpaßt. Von den Screentests aber könnte ich 100 am Stück sehen, und genau auch in diesem schönen Kino in der Brücke vom herrlichen Filmclub 813 betrieben. um die 500 soll es geben.

Ächz. Hab ich nicht durchgehalten. War aber ernst. Ist. Jederzeit. Jetzt ins Museum Schnütgen, rheinische Glasmalerei aus der Renaissance, bevor wieder in den kalten, nein, warmen A-B-Raum.

Und Museum Ludwig kündigt eine Ausstellung mit Siebdrucken der Sister Corita an, das sieht auch gut aus. God likes me. Cool

in-a-gadda-da-vida

baby

Stromausfall im Kaiser Markt

15. Mai 2007

diekmanns auto.jpg courtesy DDP, 22.5.07

kürzen und wegwerfen

Gestern mittag gegen 13 Uhr war ich im zum Fuck-Convenience-Kaiser verkommenen Kaisers Verbrauchermarkt. Der Eingangsbereich mit den Bio-Produkten (Naturkind) war schon extrem abgedunkelt, eine Kühltheke nicht in Betrieb, ich dachte noch, ich erinnere mich, wie ich noch dachte: da nimmt keiner was raus, das wirkt gleich verdorben, komisch. Kühlkette unterbrochen - der Verbraucher wird mißtrauisch und zieht seine Hand zurück.

Nach und nach schien immer mehr vom Licht zu schwinden. Mir war´s nur Recht. Ich war bald tief ins Innere des Kaiser vorgedrungen und hatte noch keinerlei Kaufentscheidung getroffen, auch die sogenannten Sonderangebote kamen mir maßlos überteuert vor, Ananas, Rettich, als es plötzlich stockduster wurde. Astrein! Dachte ich und rieb mir die Hände. Ich blieb einfach stehen und wartete ab, freudig erregt. Ein Opa bog langsam um die Ecke mit seinem Wagen und sah mich groß an. Ich sagte nichts und legte den Finger auf die Lippen. Sollte er sich doch selber seinen Reim auf alles machen, dachte ich in einem Anflug von lottmannhafter Kaputtheit. Schönste Stille im Dunkel der vagen Warenhaftigkeit der Waren. Dann rannten die Angestellten los, hin und her, zu den Kassen hin, wenig später verglommen auch die Kassenlichter. Was hätte man nicht alles stehlen können. Leider kann ich es nicht. Und was — Käse?

Die Kunden kamen jetzt langsam vor in den Kassenbereich und fingen an zu murren, anstatt sich zu freuen über den Einbruch in den Alltag, über dieses kleine surreale situationistische Tagesangebot, usw. Tausendmal entschuldigte sich eine immer hektischer werdende Kassierin, frickelte am Computer rum (komm schon, komm, mach)
Ich wurde nicht müde zu betonen, wie toll ich das fänd, wär doch nicht schlimm, wär doch im Gegenteil total super, hätte man sich doch immer gewünscht, als Kind, nachts im Supermarkt, nachts im Karstadt brah brah schwafel schwall
Allein natürlich. Nicht mit so jugenddummen Kaugummi-Ziegen die voll gelangweilt die ganze Zeit rumstöhnen und sich mehr für ihre Gummihosen interessieren.

Gestern später dann zwei, gar 3 Stunden mit Kai Diekmann und der Bild-Zeitung beschäftigt. Und meine Gefühle und Gedanken, die aus dieser Beschäftigung kamen, nicht überführen können. Der ganze Komplex ist so unangenehm, wenn ich nur mir das Leben dieser Leute vorstelle. Kai Diekmann und Katja Kessler, wie die reden, was die denken, kaufen, wo se überall hinmüssen an sich rummachen lassen usw. Ich will das eigentlich nicht wissen. Bzw. ich will am liebsten denken, das ist doch gar nicht real, diese Leute existieren doch gar nicht. aus Ohnmacht

Ich fragte mich, ob man das aber muß, sich damit beschäftigen, ob man das soll, ob alles besser würde, wenn sich da mehr Leute drum kümmern würden, usw. Ich hab keine Ahnung. Ich hab auch keine Ahnung, wieviel die BILD-Zeitung und deren Brüder von der Gegenwart im Griff haben. Ich hab keine Ahnung, wie ein typischer BILD-Zeitungsleser das auffaßt, was in der BILD-Zeitung steht, wie und was er auffaßt, was er an Frauenverachtung, Gemeinheit, Schäbigkeit, Grobheit aufnimmt und umsetzt davon. Bzw.: ich habe nur eine Ahnung, mehr eben nicht. Was und wieviel davon in das überführt wird, was “das Leben” hier heute bestimmt. Oder worum geht´s? Ob Merkel vorne untrerstützt und hintenrum demontiert und dann Bahn frei für Roland Koch usw. worum geht´s? Könnte es eine gute Bild-Zeitung geben? geht´s darum

In meinem Haushalt wird die BILD-Zeitung nicht mehr gelesen, seit Diekmann Chef ist, das ist aber eigentlich mehr Zufall. Fiel vielleicht auch zusammen mit Post von Wagner. 1 oder 2 Jahr Post von Wagner war genug. Und vorstellen selbst für die zu arbeiten, da komm ich gedanklich gar nicht dran. Mir fällt nämlich grade einer ein, der für die BZ arbeitet, weiß nicht ob immer noch.

Vielleicht ist ja doch Diekmann dafür verantwortlich, daß die Bild nicht mehr gekauft wurde, kann gut sein.Kann sein, wir haben früher in der WG so eine Art gruseliges Handwerk der alten Bild bewundert. (vor 2000 oder wann) Wie da abstrahiert und in Form gebracht wurde, Dinge die mir, in der Zeit jedenfalls, auch real vorhanden zu sein schienen in Deutschland. Gefühlte Volksmeinung transformiert. Keine Ahnung, ob nicht auch das eine Chimäre (Vater Morgana) ist. Aber sowas wie ein Basisverständnis, Basisinteresse, Basisanteilnahme von denen die das schreiben für die, die das lesen, schien es gegeben zu haben, unter Röbel, ja? (oder unter dem vorher, dem Larass? wahrscheinlich, weiß ich niht mehr.)
so wie es bei Bild der Frau auch heute noch ein bißchen ist. Die Lebenswirklichkeit der armen Durchschnittsfrau bißchen gutmütig uffspritzen, preiswerte Kombimode, Essen für 3 Mark, Rechtsbeihilfe, usw., ich empfand das immer als nahezu wirklich gut gemeint, nein? zynisch?

gibt es eigentlich eine einzige akzeptable Frauenzeitschrift? Ich kenne keine.

gibt es eigentlich eine einzige akzeptable Zeitschrift?

Ich kann es nicht gut lesen, Bild-Blog oder so, jede Lüge der stets lügenden Bild-Zeitung nachweisen, ehrenwert, vermüllt einen selbst so, daß nicht mehr viel wächst und das kann ich manchmal, aber nicht oft vertragen, weil man ja selbst auch mal was machen muß, einem was Gutes einfallen soll, -

Und ich fast wie damals in der Klemme bin, als ich noch mehr mit Leuten Kontakt hatte, die in Lesegruppen waren, man MÜSSE doch und das WÄRE doch ein wichtiges Thema… wenn man denkt, vielleicht ja, aber es ist so furchtbar, sich damit zu beschäftigen. und ich kann auch keine Handlung daraus ableiten, macht mich einfach nur fertig. (Die Verklemmungen der 90er Jahre. Stereotypie, mahnen, warnen, in wessen Namen? irgendwie — stimmt doch hier was nicht. Wieso sagst DU denn sowas? Reden wir doch lieber zunächst über ureigene Interessen, Antriebe, bzw. versuchen, da ranzukommen, was und warum)

Ich bin damit nicht fertig geworden. Habe da noch einige Fragen, sind aber nicht sehr dringend.
Habe damals festgestellt, daß ich das gar nicht kann, so in Gruppen meta-mäßig diskutieren. Ich konnte das nicht, ich kann es heut noch nicht, ich hab sofort das Gefühl, ich würde lügen. Wenn ich das Gefühl habe, man müsse sich verständlich machen. Mir fehlen komplett die Worte und ich nehme irgendwelche falschen und merke das (zum Glück grad noch hoffentlich). - Seltsam? — nöö, schlicht!
ich mach mir Sorgen, jetzt

wo ist der Fehler

David Lynch Film mit Matumba, der auf seine Matumba-Art ganz gern wohldosiert sagt: jetzt!, paß auf, gleich! (kommt die gute Stelle.)

Der fleißige Matumba hatte nämlich schon den ganzen Film auswendig gelernt! 3 Stunden, gefühlte 5 Stunden.

Hat gefallen? ja.

Diekmann Diekmann Diekmann
Diekmann Diekmann

ich weiß nicht, was ich da tun kann

ich werde die Auflage weiter senken

zunächst

mangold.jpg mangolde.jpg

dieses schöne Mangold hat unheimlich gut geschmeckt, wollte ich noch sagen. oder heißt es der schöne Mangold? Vom Ökomarkt Severinskirchplatz

I LOVE VOLKER SPENGLER

11. Mai 2007

Von schlimmstem Haß und Selbsthaß hingestreckt wollte ich nirgends hingehen, dann aber traf ich Werner Hillmann bei Feinkost Fuchs d. Ä., Hoflieferant, der die Laune innerhalb 30 Sekunden total umdrehte, danke Werner Hillmann! dann zum A-Raum, rummachen, plötzlich alles wahnsinnig toll! diese neuen Werke! wer soll das verstehen! ich verlange Gegenwart und Nachwelt Vieles, wenn nicht ALLES ab! so hochgepitcht kurzentschlossen mit Arbeitsklamotten zum Theater das Stück mit Brinkmanntexten in der Wuttke-Inszenierung sehen, zu Unrecht schändlich schlecht besucht. Volker Spengler treibt mir die Tränen in die Augen. Er spricht den (Brinkmann)Text: “Ich bin 31.” und sagt gleich danach “ich bin 69.” Lang lebe Volker Spengler. Bravo Volker Spengler. Volker Spengler forever, I love you, Volker Spengler.

und auch sonst sehenswert, fand auch Kostüme gut.

Hab leider kein Bild.

weitere Termine

spengler.jpg

(C) Klaus Lefebvre

Ein jeder kennt die Frau, sei es als Mutter, als Freundin oder einfach nur so, von der Straße, vom Sehen. Sie ist bescheiden, weich, aufnehmend, aufmunternd und verständnisvoll. Mit heiterem Wesen backt sie den ganzen Tag Strudel und ißt sie mit roten Backen sehr zurückhaltend auf. Das kornblumenblaue Kleid steht ihr gut. Die dicken gesunden Haare hat sie in eine Tüte gesteckt, die sie mit sich trägt. Es wachsen keine neuen Eizellen nach in der Frau, das gab die Wissenschaft gestern bekannt und revidierte eine drei Jahre alte andere Studie, die dieses noch behauptete. Tatsächlich liegen bereits vorgeburtlich alle Eizellen in dem Fötus- und Babykörper vor, der einmal vollständig zur Frau ausreifen wird. Dann zerplatzen sie eine nach der anderen wie Heu im Wind. Im Jahre 650 B.C. ist Schluß. Die Frau ist dann reine Geistlichkeit, hohe, alles durchdringende Ordnung, findet endlich zu ihrem ureigenen Bestimmungsgrunde. Sie ist frei.

Ein wahnsinnig schneller Rollstuhl-Fahrer, jetzt rauchend am KV vorbeigepest, mitten in der Nacht.

Im Stück wurde auch das Black Monks Theme (Time?) von glaub ich den Monks gespielt. Sehr gut. Ich kenn nur die Fall-Fassung, Ur-Fall-Faustus, do you do you do you do you know I hate you Baby und dann kommt Volker Spengler mit Monsterhänden und Monsterfüßen und sagt, er wär der schlimmste Traum, viele Grüße vom Nervensystem, ich hasse dich, ich bin dein Nervensystem, hallo! hallo, ich bin´s, so Volker Spengler als Monster. Khmer, erratischer Block, Peter Weiß habe gelogen, Pläne entsprechen nicht — unbedingt — meiner Unternehmenskultur.

12.5. Super Völler-Interview in der SZ !

Demut

10. Mai 2007

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Farbe runter, alles nochmal von Grund auf neu.

Bauer Eichwald und die Schweine

7. Mai 2007

Musik mit Micki Bauer

am Freitag, 11.5.07 im Elektra, Köln, ab 22 Uhr

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wir freuen uns wie die Bären! soll ich sagen

——–

schön war das. Danke


Meister der Steinzeit

7. Mai 2007

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Ich habe nie gefunden, daß, wenn überhaupt man berichten soll, man nur von Siegen berichten soll, wie die Altvorderen es forderten. Ich weiß zwar, was gemeint ist (war), dennoch.
Genauso wenig seh ich aber gern, wie sich notbegeistert im sogenannten Scheitern und Kapitulieren gefunden, vereinigt und gesuhlt wird, von Leuten, die — wunderbar toll herrlich, danke danke danke –

ach scheiße, ich hab was anderes gemeint, echt!

ich bin so dumm

es tut mir leid

ich kann das erklären!

und wenn du ein bißchen nachdenkst, kommst du auch selbst drauf.

Myriade fragte in diesem absolut hart-Freak-Pub Dundee Arms was ich denn so meinte, von wegen diseases und dispositiones, ob man auch nur 1 Tag im Neandertal überlebt hätte und mutmaßte von sich: kaum, da sie ohne und auch mit Brille praktisch blind sei etc. Ich dachte, in dem Moment jedenfalls: och, doch, 1 Tag. Aber 40 Jahre wohl auch nicht.

Whitechapel Road, das teure Geld geholt und im Tesco Mittag gekauft. Hier quatscht ausnahmslos JEDER ununterbrochen in sein Handy rein und wickelt nebenbei noch 2,3 andere undurchschaubare Checkertätigkeiten ab, gruselig. time! time! time! Ich fühl mich wie eine 60jährige Rumänin, gerade eingereist, die ängstlich in das fett- und salzlose “be-good-to-yourself”-Sandwich beißt, versucht die nutrition facts oder überhaupt was zu begreifen, darüber naturgemäß alsbald verstirbt.

Ich Sonne sonn mich gar nicht, ich bin 40 Jahre alt, habe nichts und bin nichts und der Herr ernährt mich auch nicht,         na und?

Was geht das das Universum an?

ha ha ha

Mile End