Freies Geleit (von ganz ganz oben)

11. Juni 2007

In the future when all´s well hat alles seine Zeit und seinen Ort. Bereits jetzt und hier beim chillen in Bethnal Green werde ich sehr ruhig im Angesicht der Weisheit des Chlorophylls. Wie es sich von heiligem Lichte nährt. Weiter mit Simone Weil, (ziemlich gelacht über die Kindheits-und Jugendbeschreibung in der rororo Bildmonographie von 1970, weil so altertümlich und so lustig durchsetzt mit härtesten Zitaten und Beschreibung ihres Verhaltens und Äußerlichkeiten und sowas wie: sie sei ja strenger als der Gott selbst und eigentlich nicht zum aushalten gewesen, von ihren unzumutbaren Klamotten ganz zu schweigen usw. — spitze).

Filippo sprach aber gestern leider nicht weiter über streng geistige Fragen oder wenigstens feingeistige Fragen eleganter Verbrämung, sondern unbedingt über Leute, z.B. Sebi und seine jetzige Tätigkeit in Berlin, — jaja, ich weiß. — Was soll man da sagen. Ich überlegte, wie das Fanzine von Olga und Sebi geheißen hatte, Spoon, Smooth? Swoon? aus St. Goar bzw. St. Goarshausen? und wie elend lang das her ist. Das stimmt natürlich, aber was hilft´s? Wird ja wohl kaum besser werden, geht halt nur in eine Richtung.
Wir haben uns im Studium für osteuropäische Geschichte kennengelernt, im Seminar zur russischen Revolution von 1905/07, sehr interessanter Stoff. Richtig harte Arbeit war das, Klausur, Hausarbeit, Vortrag und ich hatte insgesamt nur eine 3 plus gekriegt, obwohl wochenlang in das vermuffte Institut gelaufen und auch zu Hause geübt und uns gegenseitig abgefragt, das war gut. Muß 1988 gewesen sein.

“Der Schwache seinerseits ahmt die leblose Sache nach, weil jedes Zeichen des Lebens so gefährlich geworden war.” (Cahiers I, 71)

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Schwerkraft und Gnade

10. Juni 2007

Abraham Harms am Bett, es ist vielleicht was wert aber bald schlief ich drüber ein. Das weiße Bett der fremden Dichterin, der vollbehangene Ahorn, die vielen Bücher und Periodika, über deren Inhalt ich nicht das Geringste weiß. die aufdringlichen Vögel mir unbekannten Ursprungs, die offenbar in der Mauer selbst wohnen tun, stoßen den ganzen Tag Warnrufe aus. Nachgedacht über Dinge, die jetzt nicht anstehen.
Ansonsten sehr ruhich, sehr gut, hell. Die Aushangfotos sind gekommen.
Film: Von nichts gewußt.
Bzw.: war doch nur Spaß.

Sie sollten mehr von Ihren traurigen Erfahrungen in die Bilder einfließen lassen, dann würden sie vielleicht noch intensiver. — (Au ja) — Did Eva Hesse ever go to the Concentration-Camp? — Well, she definitly should. Would have made her work even more intense. Hätt ich fast gesagt.

Es ist wirklich alles gut so. In Hackney in der in der Well-Street, Mr. Martinis Breakfast. Nahezu jeder der reinkommt ein vollkommener Mensch, Wunderwerke der Natur, bigstyler by nature statt Popanze der Kunstwelt.
Im Ernst könnte ich hier ewig sitzen, alles spricht mir zu, “jedes Geräusch wird vernommen durch das große Schweigen des göttlichen Einvernehmens.”

[in Wahrheit steht da bräutlich statt göttlich. War mir in dem Moment zu hart.]

Entleibungswünsche im Kunstsommer

9. Juni 2007

Hallo

hier ein paar Bilder. Habe keine Zeit, muß gleich weiter. Dahin wo alles schön ist. Hochbetroffen hilflose Kleindarstellertätigkeiten nicht ausführen. Sondern auf dem Balkon bleiben und Wasser trinken, wenn da hoffentlich ein Balkon ist, was ich hoffe. ich hab nur keine Lust auf diesen Dreck

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Du bist dran.

Wieso, ich war doch da. Bis 5!

Warum, wozu, Elende die wir sind

4. Juni 2007

Das ist nicht der Titel der Ausstellung. Es gibt keinen Titel. Bitte kommt alle nach London, England zur Galeria Vilma Gold am Mittwoch, 6.6.07. Hackney, Minerva Street. 18.30

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well, sorry, unhintergehbar it’s in german

no voice
washed out

furchtbar muede

moechte verschwinden

ich glaub das mach ich auch

Grilldisco

31. Mai 2007

ABC der Menschheit

Um was für ein Leben handelt es sich

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Ich versteh nichts mehr

I never saw a wild thing sorry for itself. Ein Vogel fällt absolut eingefroren von einem bough, ohne überhaupt für sich traurig gefühlt zu haben.
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Inkommensurable Knallpresse

28. Mai 2007

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Ich hab es an den Drüsen glaub ich.

1. Böser Mensch mit gemeinen Absichten

2. Armes Maedchen, Dramatic Arts School

wer will noch offen reden

ich schon

auch nicht mit jedem

Die Wahrheit des Künstlerdarstellers — was soll das sein

Die Wahrheit des Künstlers — was soll das sein

Das ist wahrscheinlich “Lüpertz” fällt mir ein

es war aber auch sehr spät geworden, 4:57

***

Ich möchte hierzu gern mehr sagen, an einem anderen Ort. Jetzt sollte auch die Sonne wiederkommen.

Im Gegenteil war es heute eisekalt auf dem Weg zur Arbeit und jetzt zurück. Ich habe mit ein paar Künstlern sprechen können, sie möchten mit dem Wort Wahrheit eigentlich nicht länger belästigt werden, sondern unbehelligt ihrem Geschäft nachgehen, ich soll es nicht hierhin schreiben, bzw. egal, wär eh total peinlich, panne, was ich hier mache und eh total klar, daß so nix geht, geldmäßig jetzt. Und natürlich überhaupt.

Hä, wieso? Ist doch total gut hier. Versteh ich ned

***

Manchmal rutschen Sachen zurück in Entwurf, die längst veröffentlicht sind und ich seh es nicht, als admin, für den Besucher ist es dann weg, keine Absicht, keine Hausnummer, keine Straße, das Fenster, dahinter der Abgrund, - funktioniert ja nichtmal. Das ist ja zum Beispiel hier praktisch barrierefrei.
Es sei denn, man möchte diese Stufe nicht verlassen, bzw. weiß ich jetzt gar nicht, ob überhaupt betreten, von wem. Von mir. — Ja? – Ja.
Gleich wirklich muß ich endlich fahren und nachsehen, in welchem Feuchte- oder Trocknungsgrad die Farbe sich befindet.

Krapplack, Schweinfurter Grün, Hamburger Gelb, Kölner Grau, Berliner Weiß.

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“Es gibt eine neue Dominanz zum einen partizipatorischer Projekte, zum anderen von durch hohe Statistenzahlen und andere irreguläre Mitwirkende auffallenden Arbeiten. Gemeinsam ist beiden das Kriterium der Lebendigkeit. Um was für ein Leben handelt es sich hier und was ist seine zentrale Attraktion im künstlerischen wie auch im medialen Sinne?”

Gute Frage

KUNSTVEREIN IN HAMBURG,m Donnerstag, 31. Mai 2007, 19 Uhr LETZTER Vortrag in der Reihe Vereinsdenker Diedrich Diederichsen: III. Kunstgeschichten III.5. Partizipation und Lebendigkeit

Tilting

23. Mai 2007

Das Text-Ich am Text-Ort als sprachlich verfaßtes, monadisch ich-liches Sprachwesen am Welt-Du des Text-Ganzen (Welt/Text/Du)

seltsam
Ich drück mich vor der Arbeit und rufe erstmal meinen Bruder an, mal hören, was er so meint, wg. Titel. Mir ist so schlecht.

Matumba schickt Post von Wagner, courtesy Titanic. Das entgültige Satiremagazin, mit dem Hinweis halbgut.

, dreiviertelgut

“Liebe Brandattentäter,

gestern habt Ihr den Mercedes von BILD-Chef Diekmann (Studienabbrecher, Preisträger Goldene Feder, Kanzlerbiograph) angezündet. Dieser brutale Akt sinnloser Gewalt traf kein Zeichen des Bonzentums, wie von Euch Irren vielleicht gewollt - sondern einen Kombi. Ein Kombi ist keine Bonzenkarre. Ein Kombi ist das Symbol für Familie. Kein Potenzprotz-Porsche, kein Raser-BMW, kein Victory-Ackermann-Stellenvernichter-Schlitten, sondern ein Auto, das Windeln transportiert, den treuen Familienhund, auf dessen Rücksitz die Kleinen quengeln, wenn es in den ersten gemeinsamen kleinen Urlaub geht, den die alleinerziehende Mutter im Bombenhagel auf der Flucht sich mit blutigen Händen zusammengespart hat. Ich frage mich, in welchen Autos Ihr von Euren Eltern vom Kindergarten abgeholt wurdet, zur Schule gebracht, zur ersten Sommerfete gebracht wurdet. Das erste Weinen, der erste Kuß, die erste Tour zum Straßenstrich, die erste Fahrerflucht. Ein Familienauto erzählt mehr Geschichte als jedes Buch. Kai Diekmann hat drei Kinder. In Zeiten, in denen junge Menschen v.a. ihren Traum nach schnellem Geld verfolgen, setzt Diekmann auf altmodisches. Ehe, Kirche, Kinder. All das habt Ihr gestern angezündet. Nicht das Auto ist verbrannt. Die Versicherung wird den Schaden ersetzen. Die Hoffnung auf mehr Kinderlachen in Deutschland ist verbrannt. Wir brauchen mehr Kinderlachen und weniger Molotow-Cocktails auf zerhackte Kinderleichen im Bombenhagel der WK-II-Opfermütter wie meiner Mutter, die meinen zitternden Leib in klirrender Kälte nur mit ihrer Spucke und der Sehnsucht nach einem neuen Morgen auf den dampfenden Trümmern einer verlorenen Vergangenheit wärmte. Katholische Kirche, Boogie Woogie, Zungenkuß, Schmetterling, Fürimmerwegsperren, Studentinnen, Protest, Frieden, kjsajswndwadla

(Nachtrag: Im Suff auf der Tastatur eingeschlafen - jetzt muß ich noch schnell in die Paris-Bar, mich mit Matussek und Schirrmacher treffen, einen zwitschern und dann schön zusammen in den neuen Puff chhrrr…

Herzlichst Ihr F.J. Wagner”

oh jetzt geht hier alles kaputt und durcheinander,

das ganze gelalle

was ist geschehen

sie hat fieba

sie ist alle

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Herzlichen Glückwunsch
Unwetter, mach voran, brich endlich los, ich kann nicht mehr

Wenn die Allradfahrer mit ihrem JJagdhund kommen, springt er aus dem Auto zu einer Schüssel mit Wasser im Hof hin und trinkt erstmal. Das Geräusch der schlappenden Jagdhundzunge plus Kiefersound des Tieres erregt Todessehnsüchte.

Frau Lorenz jetzt im Radio nach Angriffen von Frau Caven.

Sie hatte nie behauptet, mit Rainer offiziell verheiratet gewesen zu sein. Sie mag die Ingrid nach wie vor und wünsche sich, daß diese öfter im Radio sünge.

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Durchblutung mit Klaus Lemke

22. Mai 2007

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Dieses einmalige Kunstwerk,”Mr. Piccadilly”, ist heute, am 22. Mai 2007 um 21 Uhr aus sich heraus entstanden.

Es gefällt mir sehr gut.

Erich Mielke: Wo sind eigentlich meine ganzen Telefone?

Erst im Operncafé, dann schnell zu Lemke, Lemke echt lässig (soll heißen lustige lässig-Darstellung gelungen), unterhaltsam. — w i e gefiel mir schon sehr, schön beknackte Angeberei und was er über Sprache gesagt hat – phänomenal. ehrlich jetzt, echt wahr

eigentlich gings bei ihm überhaupt nur um Sprache, gesprochene Sprache von richtigen Leuten, endlich. Die 18jährige Iris Berben z.B. mit Heidegger-Qualitäten im Sprechen, so hätte Heidegger sprechen und schreiben wollen, gleich ins Tiefste reingezielt, ob wir das eigentlich gemerkt hätten, — wie bitte? das Lustige war: es hat echt gestimmt, so wie´s der Lemke erzählt hat, gebracht hat, hat´s echt gestimmt! Es ist wahr: Heidegger hat wirken wollen wie die 18jährige Iris Berben in ihren Monologen.
ich weiß die Worte nicht mehr genau. Irgendwie: Sprache, die gleich ins Unterbewußtsein geht, die man gar nicht mehr richtig hört, wo sich alles gleich (organisch) verbindet und so reinläuft, weil einfach alles stimmt, — und natürlich kann er nicht unerwähnt lassen, daß die Iris Berben zu der Zeit seine Freundin gewesen ist und deswegen die Pointen gekriegt hat und nicht die von Trotta. Wobei die von Trotta doch auch mit den Pointen nichts hätte anfangen können, wua wua wua, behaupte i c h jetzt mal, so tranig, so langweilig wie die war.
Was aber für groteske Loserdeppen die 1. Rafgeneration gewesen wär mit ihren gräßlichen schwäbischen Dialekten, absolut lächerlich, die hätten ja nicht mal saufen können, die hätte man beim besten Willen nicht verwenden können. Wenn die von mir und meinen Kumpels damals akzeptiert worden wären, wär Deutschland die RAF erspart geblieben. - Im Ernst, ich schwör´s, sagt Lemke. Diese Bürschelchen, nee, diese Pfarrerskinder, die von Vati und Mutti sich ihre Cola kaufen ließen und ihre Unterhosen waschen, der unaushaltbare Dialekt, schwäbisch! fränkisch wär ja schon schlimm, aber schwäbisch? — Never. und wie gesagt nicht mal den Alkohol richtig zu würdigen gewußt, nichts, gar nichts wär das gewesen. Er rede jetzt nicht von der 2. und 3. Generation, aber die erste wäre absolut lächerlich gewesen. Nicht mal ihre doofen Schlampen haben sie richtig behandeln (?) können. - Was war das? das hab ich nicht richtig verstanden, Klaus, den Satz, kannst du das bitte nochmal sagen? Sollte wohl geil brutal sein. Haste doch gar nicht nötig.

usw. mehr weiß ich nicht an memorandum
aus dem Gehirn wiedergegeben

ist aber aufgezeichnet worden, müßt ihr mal Brigitte oder Carlo fragen.

und dann den Rest vom Schützenfest nochmal umgeschrieben, kurz online gestellt und dann sofort gedacht: nee, das kannste nicht machen.
Was kannste denn überhaupt machen? Was machste eigentlich hier?

Der falsche Hals

Eine Komödie in 16 Akten

Von Schlomo H.

µµµ

weil keine Fragen im Publikum waren, zeigte Lemke noch einen eigentlich saudoofen goa-film hinterher, kann dann wieder vors publikum mit seiner speck-mütze und sagte: war wohl nicht so doll, wa? –
und du findst den also doof, so. vielleicht, das gebe ich zu bedenken, hast du das als einer aus dem gebildeten haushaltstand nicht verstanden, der klaus macht ja working class films, verstehst du. . ich schlag dem olli den 15.6. vor,? das wär vielleicht noch besser merzbow habe ich vergessen, was das bedeutet. Fehlfarben spielen heute auch, aber ich bin an den Boden gefesselt
Vergeß die Blonde auf der Couch nicht
die sitzt bestimmt noch treuherzig da
Deine Einrichtungsfachleute
Teestube, Obersalzberg
~ Fine Arts ~
“Monarch” wiedergesehen jetzt endlich (1980), kennt das einer? Gurke fegen, Mint-Automaten, ja? Vielleicht sollte man 20 Euro ausgeben und bei nobistor Paul bestellen (1974), obwohl eigentlich keine Lust auf Nostalgie. Jetzt was machen für heute und
irgendwo runterspringen
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Vriend

19. Mai 2007

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Hier schneid ich mal was weg, das ist nicht so gelungen, ich lager das mal woanders ab

dann, auch nicht so gelungen: vielleicht thematisieren viele auch das Denken nicht so als Denken in sich, als ihr Denken, zu dem sie irgendwie ein Verhältnis haben, sich dazu ins Verhältnis setzen. … also sich dem nicht gegenüberstellen, das nicht zum Gegenstand machen, sondern irgendwie ganz bleiben wie der zufriedene Stuttgarter Dreadlockträger, 28, nicht schon grundsätzlich auseinandergefallen sind in Teile, wie der nervöse Switchie, 15. Buten und binnen, Heulkrämpfe beim fernsehen.

Der Last Movie gestern von Dennis Hopper 1971, das ist ein guter Film in dieser und dieser Hinsicht und in dieser und dieser schlecht und nervig. Manchmal gibts höchstens was zu konstatieren, ist doch auch gut. Phänomenologie, ja? das Schönste an dem Film ist der schöne Dennis Hopper selbst, der vorgestern oder wann 71 geworden ist, da 36 war oder so. Und La Ricotta von Pasolini, 1963, hat sehr viele gute Einzelstellen, überwältigend sagenhaft gute Einzelstellen, insgesamt genommen sähe es anders aus usw. — und morgen, nein heute, kommt der 67jährige Klaus Lemke, 66, in real in unsere kleine Stadt und erzählt hoffentlich schön ein’ vom Pferd und über den Brandstifter Film von 1969 und ich weiß noch was: Die neue CD von Prof. Winkler ist erschienen. Sie heißt The Dark Side of the Museum (Hörbeispiel) und hat viele sehr schöne Lieder in sich vereint und dieser Mann singt schöner als ein Vogel und auch die Frauengesänge sind ganz ganz klasse, high class quality production, nur ist mein Gehirn inzwischen zerfallen und dauernd fällt mir alles runter, dann will ich es aufheben und find es nimmer mehr.

wenn ich in Berlin wäre, würde ich gern zur Volksbühne gehen und bedaure sehr, daß ich nicht verfolgen kann, wie Jacques Palminger für den “korrekten Ablauf” der Veranstaltung sorgen will werden werden will

in-a-gadda-da-vida, 1968

we are the dead, 1974

Kennst mich nicht mehr, ich bins doch!, 2053

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Prozedere

17. Mai 2007

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Beim Vortrag hab ich die ganze Zeit gedacht: wie gut geschmiert unter Akademikern das prozedere läuft, Vorstellen, Einführen, Danken, Vortrag, Danken, kleiner Witz, nette Nachfrage, nette Antwort. Alles geschmeidig. Der Vortragende intelligent, geübt und gut und er hätte genau das Gegenteil behaupten können, statt “Andy Warhol wanted…” “Andy Warhol wanted not…”, “This is a fetish”, “This is not a fetish”, “likes”, “hates”, “Sex”, “Nicht-Sex”, verstehst Du? - Oh yeah, sure. - Das hätte keinen Unterschied gemacht. - Was? kann doch nicht sein! Und doch! Kein gefühlter jedenfalls. So klappert die Mühle der Kulturwissenschaft, alles richtig, alles falsch. Drehen drehen drehen. nicken und danken.
Modus a crinibus attrahendi. I´m with you in that point, of course. - No, I meant it the other way round! - Oh yes, of course! Thanks for sharing, angenehm. Applaus.

Die FORM ist die Hauptsache. Die Form wird durchgehalten und der Gegenstand untergeordnet. Nässende Fisteln im After. Wonderful!
Nee, Eichwald, du kannst doch viel zu schlecht Englisch, du hast doch die Hälfte gar nicht begriffen von dem, was der Mann da gesagt hat.

Dann ist etwas Dummes geschehen. Mir fiel pötzlich ein, daß heute Feiertag ist und ich nichts im Hause habe, und dann bin ich um halb 8 hektisch raus aus dem Kino und habe so die Hälfte der Screentests verpaßt. Von den Screentests aber könnte ich 100 am Stück sehen, und genau auch in diesem schönen Kino in der Brücke vom herrlichen Filmclub 813 betrieben. um die 500 soll es geben.

Ächz. Hab ich nicht durchgehalten. War aber ernst. Ist. Jederzeit. Jetzt ins Museum Schnütgen, rheinische Glasmalerei aus der Renaissance, bevor wieder in den kalten, nein, warmen A-B-Raum.

Und Museum Ludwig kündigt eine Ausstellung mit Siebdrucken der Sister Corita an, das sieht auch gut aus. God likes me. Cool

in-a-gadda-da-vida

baby